Enttäuschendes Remis gegen beherzte Lustenauer

Spielbericht: SK Sturm Graz vs. SC Austria Lustenau (1:1)

Nach dem knappen und vor allem auch glücklichen Sieg gegen den SCR Altach traf der SK Sturm in der 4. Runde der Bundesliga am Samstagabend auf die Lustenauer Austria. Ausgerechnet Torhüter Daniil Khudyakov, der mehr als nur maßgeblich am Erfolg im ersten Teil des Vorarlberg-Duos beteiligt war, fehlte mit Rückenproblemen und wurde von Ammar Helac vertreten. Ganz vorne liefen Seedy Jatta, Goldtorschütze gegen Altach, und Szymon Wlodarczyk auf, Nelson Weiper und Axel Kayombo nahmen auf der Bank Platz. Die Vorarlberger, die mit vier Punkten am Konto die Reise nach Graz angetreten hatten, durften sich in der dritten Runde über ihren ersten Bundesligasieg gegen den Wolfsberger AC freuen und rechneten sich in Graz durchaus Chancen auf den nächsten vollen Erfolg aus. Trainer Markus Mader ließ seine Aufstellung unverändert – mit dabei auch Ex-Blacky Lord Afrifa.

Früher Rückstand

Wieder, so wie in den vergangenen beiden Runden, tat sich der SK Sturm in der Anfangsphase äußerst schwer damit, dem Gegner sein Spiel aufzuzwingen. Vor allem ungenaue Pässe sorgten für bestenfalls stockenden Spielaufbau, mit dem man kaum gefährlich zu werden vermochte. Schlimmer noch: Die Gäste gingen nach einem Eckball in der zehnten Minute in Führung. Dominik Weixelbraun wusste Danilo Soares‘ Flanke in den Strafraum perfekt zu verwerten – so, dass auch Helac kaum ein Vorwurf gemacht werden kann.

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Sturm wird konkreter

Wenngleich die Gastgeber nach dem Gegentor dominanter auftraten, fehlte es ihnen an Effizienz. Ihren ersten halbwegs gefährlichen Abschluss bekam man erst in der 25. Minute zu sehen, in der Jürgen Heil Seedy Jatta etwas schärfer bediente. Aus dem schwierig zu verarbeitenden Zuspiel machte der Norweger mit einem Volley noch relativ viel, jedoch nichts Zählbares. J. P. Hödl, neben Jatta und Simon Seidl einer der auffälligsten Akteure auf Seiten des SK Sturm, setzte den Ball dann nur wenig später ins Außennetz und sollte außerdem auch noch einen etwas zu schwachen Distanzschuss absetzen. Ebenso ließ Szymon Wlodarczyk in dieser Phase eine hochkarätige Chance – vor allem wegen einer Sekunde überflüssigen Nachdenkens – liegen (34.).  Bei Seidls gutem Versuch kratzte Rechtsverteidiger Fabian Gmeiner den Ball von der Linie (36.). Vor der Pause sollte es mit dem längst verdienten Ausgleich aber nichts mehr werden, obwohl sich die Lustenauer etwas zu weit zurückzogen und ihrem Gegner das Spiel, ob gewollt oder nicht, weitgehend überließen. Ein Konter der Lustenauer sorgte kurz vor dem Pausenpfiff dann sogar noch für eine Art Schreckmoment, glücklicherweise traf Antonio Verinac nach seinem Solo über das halbe Spielfeld aber nur das Außennetz.

(c) SturmTifo.com – Die Nordkurve verabschiedet Gerhard Wallner in die Pension.

Lustenau zurück im Spiel

Szymon Wlodarczyks Arbeitstag fand in der Pause sein verfrühtes Ende und Nelson Weiper übernahm für ihn. Für die erste gute Offensivaktion nach dem Seitenwechsel zeichneten, wie schon in Halbzeit eins, die Gäste verantwortlich: Dion Kacuri prüfte Helac aus der Distanz, Soglo klärte den zur Seite abgewehrten Ball zur Ecke. Kurz darauf scheiterte Weixelbraun dann in bester Position an Sturms Schlussmann. Mit einem beinahe folgenschweren Fehler schenkte Emran Soglo dem auffälligen Kacuri plötzlich freie Bahn Richtung Helacs Tor (57.), einem technischen Hoppala des Lustenauers ist es zu verdanken, dass er nicht gefährlich zum Abschluss kam und der Ball schließlich in den Händen des Torhüters landete. Kurz darauf der nächste Abschluss der Vorarlberger! Sie waren zurück im Spiel und die Zeit begann damit, dem SK Sturm davonzurinnen. Ein zu schwacher Abschluss Jürgen Heils (53.) sollte bis zur entscheidenden 64. Minute die einzig nennenswerte Offensivaktion in der zweiten Spielhälfte bleiben.

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Ausgleich vom Punkt

Danach sollte nämlich endlich der Ausgleich gelingen – wenngleich mit sehr viel Hilfe der gegnerischen Abwehrreihen. Schiedsrichter Julian Weinberger wurde vom VAR zum On-Field-Review gebeten, um ein fragliches Handspiel Gmeiners im Lustenauer Strafraum zu überprüfen. Die Folge: Elfmeter für Sturm. Seedy Jatta trat an und traf sicher.

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Offene Schlussphase

Bis zum Abpfiff lieferten sich die beiden Mannschaften einen offenen Schlagabtausch, in dem der Aufsteiger sogar ein Chancenübergewicht verzeichnen konnte. Weixelbraun (76.), Delay (80.) und Soares (84.) scheiterten mit ihren zum Teil gefährlichen Versuchen. Gizo Mamageishvili, der für Heil ins Spiel gekommen war, kam auch zum Abschluss. Hödl und Belmin Beganovic per Kopf (für Jatta eingewechselt) wurden in der 90. Minute dann auch noch einmal richtig gefährlich. Mehr als ein leistungsgerechtes Remis, das für den SK Sturm vermutlich enttäuschender als für den SC Austria Lustenau sein dürfte, sollte für beide am Ende jedoch nicht zu Buche stehen. Der SK Sturm verpasste somit trotz einer vollständigen Vorbereitungswoche die Möglichkeit, die Tabellenführung zu übernehmen, und zeigte erneut, dass vieles im Spiel nach vorne noch nicht zusammenläuft, wie es sollte und einmal mehr ist auch dieser Punkt, wenn am Ende wenigstens leistungsgerecht, durchaus glücklich, da die Gäste insgesamt mehr Abschlüsse zu verzeichnen hatten.

Unsportliches in letzter Sekunde

Bei einem Corner in der Lustenauer Spielhälfte und dem zu diesem Spielzeitpunkt üblichen Treiben im Strafraum ließ sich Lustenaus Schlussmann Dominik Schierl zu einem Kopfstoß gegen Luca Weinhandl hinreißen, weswegen er nach Videostudium des Schiedsrichters noch mit Rot vom Platz gestellt wurde und eine längere Sperre ausfassen dürfte.

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Spieldaten

Bundesliga 2026/27, 4. Runde

Stadion Liebenau, 22. August 2026, 19:30 Uhr

Schiedsrichter: Julian Weinberger

SK Sturm: Helac – Soglo (67. Balbo), Vallci, Petrovic (79. Koller), Heil (67. Mamageishvili) – Hödl, Stankovic, Weinhandl, Seidl – Jatta (79. Beganovic), Wlodarczyk (46. Weiper)

Ersatz: Wiener-Pucher, Kayombo, Mamageishvili, Malic, Beganovic, Balbo, Koller, Hallwachs, Weiper

SC Austria Lustenau: Schierl – Soares, Pertlwieser, Chukwu, Gmeiner – Diarra, Kacuri (88. Grabher), Afrifa (77. Delaye) – Gashi (67. Jastremsky), Verinac (89. Verinac), Weixelbraun (77.)

Ersatz: Böhm, Jastremsky, Benjamin, Voisine, Delaye, Grabher, Ibertsberger, Maak, Ismailcebioglu

25 Kommentare

  1. django sagt:

    EL 0 Punkte, unfassbar Schwach

    • Mikelangelo sagt:

      Pass auf, dass’t für diese negative Energie keins auf’s Dach kriegst^^ Haben wir doch so eine geile Truppe

  2. Fanatiker sagt:

    Ein absolutes Armutszeichen, was Sturm heute gezeigt hat!!!

    Mit Ach und krach ein X gegen Lusten gemacht, sogar die Roten haben die gewonnen…

  3. AndyPI sagt:

    Leider wieder einmal sehr schlecht und enttäuschend. Manche hier im Forum sind scheinbar nicht in der Lage realistisch unserer Leistungen zu bewerten. Wir haben also 8 Punkte gegen Gegner die alle im hinteren Drittel der Tabelle sind. Wirklich schockierend unsere Ausbeute derzeit. Es kann nur mehr besser werden. Jemand hier hat sogar Altach stark geredet und die sogar als top fünf Mannschaft eingeschätzt. Bei aller Liebe aber nur weil sie mit Pech gegen uns verloren haben….. Jetzt können die Besserwisser wieder aus den Löcher kriechen und mich beleidigen.

    • Mikelangelo sagt:

      Hast in allen Punkten leider recht. Und die echten Gegner kommen erst: Rapid (a), LASK (h). Deren Adaniran, Moses, Lang und Horvat werden mit uns die Freude ihres Lebens haben. Da bist zur HZ 4-0 hinten. Kannst nur hoffen, dass sie nach einem (wahrscheinlich) bevorstehenden Ausscheiden gegen Celtic moralisch angeschlagen sind.

      Unsere Defenser existiert spätestens seit Mitchells Abgang nicht mehr. Petrovic und Soglo machen auf einmal haarsträubende Fehler. Einen Angriff gibt’s nur am Papier (Wloda nimmt net Mal die Caritas). Jatta das übliche. Dass Weiper explodiert glaub ich auch net. Mittelfeld bis auf ein paar schöne Kombinationen absolut ideenlos. Seidl und Hödl die einzigen, die ab und zu so etwas wie Gefahr ausstrahlen. Kein Mensch kann mal aus 25-30 Metern anrauchen, dass es das Netz zerreißt. Offenbar sind wir vollkommen von Otar und Rozga abhängig. Bleibt zu hoffen, dass die auch wieder zu alter Form finden, sonst schaut’s finster aus…

  4. django sagt:

    Lustenau, Marktwert 5 mill, eine Schande das 1:1

  5. django sagt:

    Der Trainer diesmal Ehrlich, Schwache Vorstellung und den Sieg nicht verdient

  6. Dragoner sagt:

    Sturm hat sich schon durch die vergangene Saison nur noch durchgewurschtelt und von den Schwächen anderer profitiert. Mit einer gut funktionierenden Mannschaft wäre es ein Leichtes gewesen, den Titel zu holen. Aber der tote LASK feierte Wiederauferstehung und hat vorgezeigt, wie es geht. Diese Saison wird von Spiel zu Spiel immer offensichtlicher, dass es von hinten bis vorne nicht zusammenpasst.
    – Torhüter: Kudjakov zumeist der beste Mann, heute Helac auch ohne Fehler
    – Abwehr: Nach dem Abgang von Mitchell wird deutlich, dass da hinten nur lauter Hilfsbedürftige herumrennen. Heil mag Sturm-Fan von klein auf sein, aber als Kicker hat er halt nicht mehr Format als für die Regionalliga. Malic als Ersatz auf der Position eine Fehlbesetzung, aber eigentlich auch auf jeder anderen. Vallci ist kein Abwehrchef sondern ein Fall fürs fußballerische Reha-Zentrum. Koller hat die Haare schön. Petrovic um nichts besser als der aussortierte Geyrhofer. Soglo mit schwankenden Leistungen. Balbo für gar nix.
    – Mittelfeld: Die zentrale Achse Stankovic-Weinhandl funktioniert nicht. Stankovic lebt schon lange nur noch von der Vergangenheit. Seine Fehlpassorgien und Ballverluste sind unfassbar. Weinhandl ist noch nicht soweit, die zentrale Rolle alleine zu stemmen. Seidl und vor allem Hödl immer wieder mit auffälligen Leistungen, aber immer nur dann, wenn es ohnehin läuft. Wenn es nicht läuft, können sie dem Spiel keinen Stempel aufdrücken. Kiteishvili und Rozga fehlen an allen Ecken und Enden.
    – Angriff: nicht vorhanden. Ausnahmslos jeder unserer sogenannten „Stürmer“ ist eine komplette Niete. Der arme Jatta rennt sich die Seele aus dem Leib, aber Torjäger wird aus ihm im Leben keiner mehr. Wlodarczyk liefert ein Spiel nach dem anderen ab, das beweist, dass er einfach nichts kann. Weiper macht ein einziges gutes Spiel und weder davor noch danach erschließt sich, warum der uns auch nur einen Millimeter weiterbringen soll. Kayombo und Beganovic sind in ihrer Entwicklung steckengeblieben. Grgic leider noch immer verletzt. Vorne hat uns schon letzte Saison nur Kiteishvili gerettet. Die Rolle des treffsicheren Offensivspielers füllt aktuell aber kein einziger der zahlreichen Stürmer aus noch einer der offensiven Mittelfeldspieler.

    Rapid auswärts, LASK daheim, Austria auswärts. In der Verfassung werden die drei nächsten Runden für uns ziemlich unlustig.

    • Mikelangelo sagt:

      Malic war nach seinen Einwechslungen gegen HoM und Fener bärenstark. Ansonsten stimme ich in allen Punkten zu.

      Ich würde sonst mal statt Weinhandl einen Mamageishvilli bringen. Fürs OM haben wir nämlich garkeinen. Dann hast halt auf der Bank keinen Profi mehr für die Offensive. Grundsätzlich fehlt im MF ein Leader. Schießen kann / traut sich keiner.

      Für die IV muss unbedingt noch wer kommen, gerne der Jungspund von Napoli. Und dazu gleich den Hawi von Thun.

      Vallci bis vor kurzem noch als der neue Hengst tituliert… leider auch nicht mehr wiederzuerkennen. Grundsätzlich wirkt die Defense bei jedem Angriff überfordert und absolut nicht eingespielt. Balboa leider ein Pendant zu Karic.

      Vl wäre es auch besser wieder auf 3-4-3 umzustellen, mit Jatta – Weiper – Mama / Kayombo vorne. Mit diesem System haben wir letzte Saison recht erfolgreich gepresst.

      Insgesamt aber ein Wahnsinn, wie unser eingeschworenes Team aus den Meister- und Doublejahren degradiert wurde. Sind zwar erst 4 Runden gespielt aber so musst wirklich hoffen, nach 22 Runden über dem Strich zu stehen.

      Um auch wenn der GAK gegen Rapid grottenschlecht war… 8 Tore musst trotzdem mal schießen. Wir hätten wsl irgendwie ein 2-1 erwurschtelt. Während wir selbst im Cup gegen einen Landesligisten mit viel Mühe ein 3-0 einfahren, feiern sogar mittelmäßige Buli-Vereine dort ein Schützenfest.

  7. Schworza99 sagt:

    Heute wars mehr als vorne harmlos (der Aufsteiger doppelt soviele Schüsse aufs Tor aber hey Heimmacht oder so). Auch hinten fehleranfällig wo die Top-Chancen kreiren konnten…im Mittelfeld Fehlpässe die komisch wirkten.
    Ich hoffe es ist hier ein Formtief und kein Systemversagen.
    Warum Wlodar und Jatta spielen kann auch nur der liebe Gott beantworte.

    Die nächsten Spiele könnten unangehm werden. Besonders der Cup. Da darf nix passieren.

    • Mikelangelo sagt:

      Wen willst statt Jatta sonst reinstellen? Beganovic, Kayombo? Auch alles nur brave Läufer. Zudem ist Jatta unser einziger „gefährlicher“ Stürmer. Statt Wloda kannst Weiper bringen und 3 Ave-Maria beten, dass er besser ist^^

      Beganovic und Kayombo

  8. Siro sagt:

    In Wahrheit ist der jetzige Zustand dieses Teams nur eine logische Fortsetzung des letzten Frühjahrs.
    Beherzte Durchschnittskicker die dank der Genialität von Otar (leider jetzt verletzt) und der Mentalität von Stanko (auch der noch ein Ausläufer aus der Zeit der wirklich genialen Transfers) trotzdem auch noch vorne mitgespielt hat
    Ein Petrovic, ein Mama usw.. reihen sich ein in eine lange Liste von biederen Transfers der Parensen-Ära.
    Und dass wirkliche Hoffnungsträger wie Hödl oder Weinhandl nicht konstant performen ist in solch jungen Jahren das normalste der Welt.
    Meine größte Sorge ist aber, dass auch Weiper sich zum nächsten Rohrkrepierer entwickelt und es Parensen zum 4. Mal in Serie nicht gelungen ist, eine echte Verstärkung im Sturm zu finden. Gerade einer der nur geliehen ist, sollte schon sofort funktionieren.

  9. Ranko Joda sagt:

    Bitte die Kirche im Dorf lassen.

    Zuerst einmal freue ich mich, dass diese Seite wieder aktiv ist. Danke dafür – und vor allem für euren Einsatz!

    Zum Sportlichen: Ich spare bekanntlich selbst nicht mit Kritik, aber nach den letzten beiden Spielen jetzt wieder alles schlechtzureden, halte ich für übertrieben.

    Natürlich waren diese beiden Partien ein Rückschritt. Ingolitsch hat selbst eingeräumt, dass wir uns nach wie vor schwertun, einen tiefen Block zu bespielen – warum auch immer. Gestern hat mir zusätzlich die Energie gefehlt, und teilweise wirkten die Jungs unkonzentriert und müde.

    Vorne fehlt uns meiner Meinung nach weiterhin jemand, der den tödlichen Pass spielen oder mit einer Einzelaktion entscheidende Akzente setzen kann. Wenn wir einen starken Tag erwischen – siehe Hearts –, können wir das im Kollektiv kompensieren. Was mir beispielsweise im Vergleich zum LASK auffällt: Uns gelingt es praktisch nie, mit einem Spielzug die gesamte Abwehr auszuhebeln und einen Stürmer tatsächlich einmal alleine aufs Tor zu schicken. Das war schon letzte Saison so. Unsere Stürmer bekommen deshalb auch kaum wirklich klare Möglichkeiten. Ob die gegnerischen Ketten gegen uns einfach so tief stehen oder wir es nicht schaffen, uns entsprechend in Position zu bringen, kann ich nicht beurteilen.

    Man sollte aber genauso erwähnen, dass wir in den ersten Spielen endlich wieder Feuer gesehen haben und einige sehr gefällige Spielzüge dabei waren. Hödl und Weinhandl waren richtig stark, und vor allem hatten wir endlich wieder Zug über die Flügel. Deshalb würde ich nach zwei schwächeren Spielen nicht gleich wieder alles infrage stellen, sondern auch die bisherigen Verbesserungen würdigen.

    Wir haben heuer bereits gezeigt, wie es funktionieren kann, und ich hoffe, dass wir genau dort wieder ansetzen. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass wir insgesamt besser aufgestellt sind als im Vorjahr. Und ganz ehrlich: Karic und Aiwu waren für mich zuletzt einfach nicht mehr anzusehen.

    Jetzt haben wir einige junge Spieler dabei, die großes Potenzial besitzen. Da gehören Durchhänger dazu, und auch die Neuen werden noch etwas Zeit brauchen. Vorne fehlt meiner Meinung nach jedenfalls noch jemand, und auch für Fosso werden wir noch Ersatz benötigen.

    Sein Verkauf bleibt für mich der größte Kritikpunkt an Parensen in diesem Transferfenster. Fosso hatte für mich großes Potenzial und war außerdem einer, der Tempo ins Spiel bringen konnte. Unter drei Millionen hätte ich ihn jedenfalls niemals abgegeben.

    Noch eine kleine Anmerkung, weil ich es oben bewusst so stehen gelassen habe: Den „Strich“ gibt es heuer doch gar nicht mehr – oder täusche ich mich?

    Also: Kopf hoch. Vielleicht läuft es gegen die stärkeren Teams wieder besser. Und bei aller berechtigten Kritik sollte man auch nicht vergessen: Zumindest sind wir noch ungeschlagen.

    • CrazyBusiness sagt:

      zu Fosso: gut möglich, daß es da eine Ausstiegsklausel gab – keine Ahnung

      zum Strich: oh doch, den gibt’s nach wie vor – die unsägliche Punkteteilung wurde verabschiedet

  10. Schworza99 sagt:

    Also das Argument ungeschlagen kannst halt nach schwachen Partien gegen Wattens, Hartberg, Altach und Lustenau ned verwenden. Vor allem für Heimspiele. Ich muss immer wieder auf die Säumel-Aussage verweisen weil die Ansprüche die er formuliert hat sind ca. 100x ambitionierter als alles was jetzt durch die Gegend fliegt (und Spoiler die Ansprüche waren ned ambitioniert).
    Es geht ja nicht drum um die exakte Punkteanzahl oder die exakten herausgespielten Chancen oder geschossene Tore etc…es geht um das WIE. Wir haben ned mit Pech gegen Lustenau remisiert. Wir haben mit Glück einen Hands Elfer bekommen. Aus dem Spiel heraus ging fast nix. Lustenau war mind. ebenbürtig wenn nicht sogar besser da man mehr vom Spiel hatte. Zu Hause gegen den Aufsteiger so aufzutreten hilft uns wenig. Wir sollen gegen Lustenau ned einen Punkt im Abstiegskampf sichern sondern drüberfahren da wir einfach ein größerer Fisch sind. Mir kommt vor Ingolitsch ist noch im UPO Modus.

    Die Ergebnisse allein machen ja ned nervös. Unbedrängte Fehlpässe die Konter einleiten und eklatante Stellungsfehler in der Verteidigung sind ned normal. Ingolitsch wurde ja geholt um die Defensive zu stabilisieren. Wenns gegen Lustenau ned funktioniert, den Aufsteiger, wirds gegen alle anderen auch schwer. Hinzu kommt noch eine nicht vorhandene Offensive (Ja Wlodar darfst ned aufstellen. Vlt. ist Beganovic oder Kaymobo gleich schlecht aber da gibts noch 1% Hoffnung wobei man Wlodar ganz klar loswerden will was ihn ned motivieren wird). Auch das Mittelfeld hat ned geglänzt. Wenn mal ein Stanko grobe Fehlpässe macht dann darfst dir Sorgen machen weil der is immer mind. ok. Einzig Helac hat eine gute Partie ohne große Fehler gemacht. Und wennst den Tormann als besten Mann hervorheben kannst dann weißt eh was die Feldspieler geleistet haben.

    Und die Hoffnung gegen die Großen gehts besser ist auch eher naiv. Die haben bessere Verteidigungen gegen unsere nicht vorhandene Offensive und bessere Stürmer gegen unsere unstabile Defensive. Ob Ingolitsch hier taktisch umbauen kann dasas Werkl wieder läuft wird sich zeigen.

    • Ranko Joda sagt:

      Bezogen auf die letzten Spiele stimme ich dir schon zu und ja, natürlich haben wir uns 12 Punkte bei der Auslosung erhofft – gegen stärkere Teams wird es aber mehr Platz und (hoffentlich) bessere umschaltmomente geben…

  11. Ivaneijew sagt:

    Ich schließe mich der absolut schlechten Meinung über Mannschaft, Trainerteam, Vorstand an, nachdem wir gestern zeitgleich abgesteigen, punktelos aus der EL ausgeschieden sind und noch alle Kicker verkauft haben…

    Zum Glück werden alle hier am Montag vor der Geschäftsstelle stehen und Antworten fordern und beim nächsten Heimspiel den Rasen stürmen und die Spieler zur Verantwortung ziehen, weil so kanns auf keinen Fall weiter gehen…

    „Sarkasmus off“

  12. ...und wir dahinter sagt:

    So, im Frühjahr hatte ich nach dem Umbruch enorme „Probleme“ mich mit der Mannschaft, der 3er Kette 🙂 und die Art zu spielen zu identifizieren. Ich muss jetzt sagen: die Transferzeit fand ich gut, die Formation gefällt mir und das Team find ich gut. Gestern war die Leistung halt schlecht. Glaub trotzdem, das wir mit der Mannschaft noch Freude haben werden. 2 Verstärkungen in der IV und zentral im MF gehören noch her!

    • AndyPI sagt:

      Wäre sicher ein interessanter Spieler, aber wie sollen wir mit den türkischen Vereinen mithalten können?

    • Mikelangelo sagt:

      Bei Besiktas geb ich dir recht. Aber ob Konyaspor und Kocaelispor finanziell so lukrativ sind? Zudem ist die Lebensqualität in Österreich denk ich doch etwas höher, was sicher nicht unwesentlich ist.

    • ...und wir dahinter sagt:

      Ja, da braucht man sich nur die medizinische Betreuung, Kommunikation, Vertragstreue im Vergleich zu Österreich und Türkei anschauen… (die Umfrage der Gewerkschaft wird wohl keiner lesen oder?)

  13. Fanatiker sagt:

    Was der LASK heute in 120min auf den Rasen gelegt hat, ist zur Zeit für uns schwoarzen undekbar!

    • Mikelangelo sagt:

      Würde sagen, eher ab dem Ausgleich. Aber das war sicherlich eine der beeindruckendsten Aufholleistungen in der Geschichte des österreichischen Fußballs. Es macht zzt auch Spaß, den Linzern zuzuschauen – unabhängig, ob man Fan von ihnen ist oder nicht

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