Amady Camara wechselt nach Dänemark

Der junge Malier unterschreibt einen Vierjahresvertrag in Randers.

Wie der SK Sturm am heutigen Montag offiziell vermeldete, wechselt Amady Camara mit sofortiger Wirkung zum Randers FC nach Dänemark. Camara wechselte 2023 aus der malischen ersten Liga zum SK Sturm und war vorerst für die zweite Mannschaft vorgesehen, wo er am 1. Spieltag bei der 1:4 Heimniederlage gegen den SKN St. Pölten auch unter Thomas Hösele zu seinem Debut kam. 

Bis zum 12. Spieltag erzielte Camara sechs Tore und steuerte vier Vorlagen bei. Die Nominierung für die Kampfmannschaft war also eine Frage der Zeit. So kam er im November 2023 auch direkt zu seinem Bundesligadebut, als er beim 3:0 Auswärtserfolg in Klagenfurt nach 75 Minuten für Bryan Teixeira eingewechselt wurde.

Camara hier im Spiel gegen BW Linz.

Im Laufe der Saison, in der er seitdem nur in zwei Spielen nicht eingesetzt wurde, ließ er sein Talent und seine hervorragende Technik oft aufblitzen. Seine Saison krönte er mit einer absoluten Sternstunde: mit seinem eiskalten Finish in der Nachspielzeit gegen die Klagenfurter Austria sicherte Camara den Meistertitel für den SK Sturm. In einem Jahr avancierte Camara also von der Wundertüte aus Westafrika zum Matchwinner in Österreichs höchster Spielklasse. 

Das Jahr darauf verbrachte Camara weitgehend auf der Bank, kam aber immerhin in 19 Spielen zum Einsatz und durfte auch vier mal in der UEFA Champions League antreten. Die letzte Saison verbrachte Camara dann beim FC Nantes, der sich auch eine Kaufoption in den Leihvertrag schreiben ließ. Immerhin 10 Einsätze absolvierte der Malier in der Ligue 1, sechs mal kam er in der drittklassigen Zweitvertretung zum Einsatz, in der er drei Tore erzielte. Sein Highlight war wohl sein Debut für den FC Nantes, das er gleich am ersten Spieltag feierte, als er immerhin 12 Minuten gegen die Weltklasse-Elf um Paris St. Germain zum Einsatz kam – gegen Spieler wie Bradley Barcola, Vitinha oder Ousmane Dembele. 

Die Kaufoption zog Nantes allerdings nicht, seitdem laboriert der junge Offensivmann an einer Verletzung. Geplant wurde mit ihm offenbar nicht mehr, der Schritt nach Dänemark ist also die logische Folge. Kolportierte 700.000 EUR wechseln den Besitzer, dazu gibt es eine geringe Weiterverkaufsbeteiligung. Wir bedanken uns bei Amady für seinen legendären Moment und wünschen nur das beste in seinem neuen Abenteuer. 

2 Kommentare

  1. ...und wir dahinter sagt:

    Die Mali-Connection (Dante, Mwepu, Camara) war nie so erfolgreich wie erhofft. Seit JMG aus Mali …sein Engagement verringert hat und sich viele andere Akademien angesiedelt haben, ist es schwer geworden au§ Mali noch gute Spieler zu bekommen. War mal so ein riesiger Talentepool. Camara hat uns damals mit dem 2:0 erlöst, war aber nie der Mittelstürmer sondern kam lieber über die Seite. Talent hat er.

    • ...und wir dahinter sagt:

      Koita und Fusseini hab ich vergessen. Und: natürlich hat Mali noch immer viele Talente. Aber das was Red Bull mit JMG vor 10 Jahren hatte spielt sich in Österreich halt nicht mehr. Dafü4 hat man e gute Spieler entdeckt

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