Schicker: „Im Sommer hätte ich kein gutes Gefühl gehabt, Graz zu verlassen“
Gestern flog Andi Schicker von Graz nach Hoffenheim, heute stellte sich Sturms Ex-Sportchef und neuer Geschäftsführer-Sport bei der TSG Hoffenheim bereits den Fragen der Journalisten im Kraichgau und verriet, dass er schon vor einem Jahrzehnt erstmals in Sinsheim war, ob er für Alexander Prass auch 9,5 Millionen bezahlt hätte, was er zu seiner angeblichen Nähe zur Spieler-Agentur ROGON zu sagen hat und ob seiner Ansicht nach der aktuelle Trainer der TSG angezählt ist:

Erster Eindruck
„Sehr, sehr positiv. Als ich das Trainingsgelände sah, war ich begeistert. So etwas kannte ich von Graz nicht. Ich blicke sehr positiv in die Zukunft.“
Ob die letzte Tage für ihn hektisch waren
„Es war ein sehr sehr intensiver, nahtloser Übergang. Mitte September begannen intensive Gespräche mit der TSG, letztendlich ist ein Traum von mir in Erfüllung gegangen. Ich fühle, dass ich hier etwas bewegen kann. Ich blicke mit großer Vorfreude in die Zukunft.“
Warum die TSG der richtige Klub für ihn ist
„Ich habe in Graz gezeigt, dass ich sehr gut mit jungen Spieler gearbeitet habe und diese gewinnbringend verkauft habe. Dieser Weg wird auch in Hoffenheim gelebt.“
Zu den Fanprotesten gegen seine Person
„Ich schaue grundsätzlich immer nach vorne. Ich hatte 2014 einen Unfall, das war mir eine Lehre. Ich war in dieser Gegend sogar auf Reha und habe dieses Umland kennengelernt. Ich habe mir damals sogar ein Spiel der TSG angeschaut. Ich denke, es geistern einige Unwahrheiten durch das Kraichgau und mir ist es wichtig, dass diese irgendwann aus der Welt geschaffen werden.“
Zur schwierigen Situation von Trainer Matarazzo
„Ich habe gleich am ersten Tag ein Gespräch mit ihm geführt. Im Moment gibt es für mich keine Diskussion, keine Spekulation über den Trainer. Ich glaube, dass es wichtig war mich gut mit ihm zu unterhalten. Ich denke es war wichtig für ihn, nun einen Ansprechpartner zu haben und dass alle Aufgaben nun eindeutig verteilt sind. Das ist auch für einen Trainer immer wichtig. Es wird wichtig sein tagtäglich sich mit ihm auszutauschen, dann werden wir schauen, in welche Richtung es gehen wird.“
Was er aus seiner Zeit in Graz in Hoffenheim einbringen kann
„Es ist sehr wichtig, dass man weiß, welche Art und Weise von Fußball gespielt werden soll. Den dann weiß ich auch, welche Spieler ich hierfür brauche. Wenn ich meine Ideen hier implementieren kann, wird man das Schritt für Schritt sehen.“
Warum es im Sommer nicht mit einem Wechsel geklappt hat, nun aber schon
„Die Monate Oktober, November sind eine perfekte Zeit für einen Wechsel für einen Sportdirektor. Im Sommer hätte ich kein gutes Gefühl gehabt, Graz zu verlassen. Jetzt bleibt sowohl hier mir, als auch meinem Nachfolger in Graz, die notwendige Zeit, sich fürs kommende Transferfenster einzuarbeiten.“
Ob Paul Pajduch nachkommen wird
„Paul ist auf alle Fälle ein Kandidat. Man muss sehen, was die nächsten Wochen bringen. Für mich ist es aber wichtig, schnell ein Team zu haben, wo ich weiß, da geht es in jene Richtung, die ich mir vorstelle. Und da wäre Pajduch auf alle Fälle ein spannender Kandidat.“
Ob Alexander Prass die 9,5 Millionen wert sind, die er noch vor Kurzem Hoffenheim abgenommen hat
„Wir hatten mehrere Angebote für Alex. Ich denke, die Überzeugung von Frank Kramer (Anm: Schickers interimistischer Vorgänger) gab damals den Ausschlag. Alex hat noch viel Potential, er braucht natürlich auch noch Zeit sich hier an das Tempo zu gewöhnen. Wäre ich schon vorher TSG-Verantwortlicher gewesen, ich hätte auch dieses Geld für Prass ausgegeben.“
Seine angebliche Nähe zum ROGON-Lager
„Ich kenne die Firma natürlich, natürlich auch Roger Wittmann. Aber nicht mehr und weniger wie andere Berater. Schaut man sich den Kader von Sturm Graz an, sind diese Vorbehalte haltlos.“
Was mit der TSG in dieser Saison noch möglich sein wird
„Wir müssen natürlich schauen, da unten weg zu kommen. In Deutschland ist es zwischen Europapokal- und Abstiegsplatz immer sehr eng. Es heißt Punkte zu hamstern und im Winter schauen, wo man stehen wird.“
Zu seiner privaten/familiären Situation
„Meine Frau und mein Sohn werden spätestens in der Winterpause nachkommen. Zum Start wohne ich in einem Hotel in Heidelberg. Ich bevorzuge es, im Grünen zu sein, daher passt die Gegend hier gut zu mir.“

Ehrliches Interview, erhellt auch im Nachhinein ein bisschen seine erfolgreiche Arbeit bei Sturm.
Traditionsvereinen wie KSC, Waldhof oder Lautern mit selbst erwirtschafteten Einnahmen wird der Aufstieg verstellt weil die Herren Hopp und Schicker glauben Hoppenheim mit Mäzengeld in der Liga halten zu müssen. Der Wechsel ist so daneben.
Bitte bleib in der Kantine. Jeder Verein kann so arbeiten, dass ein Aufstieg in die BL möglich ist und Kaiserslautern war lange Zeit ganz oben. Ist RB Schuld, dass bspw. Innsbruck nicht mehr in der Buli in Ö spielen kann? Wohl nicht….
Dieser Kommentar ist entbehrlich!
Schicker hat sich diese Chance verdient und viel für Sturm geleistet. Nichts ist ewig und etwas Neues auch immer eine. Chance .
deine Träumewelt gibt es nicht, bitte wach auf, Fußball ist rein kommerziell – auch Sturm
ja alle sind schuld, nur net die traditionsvereine die einfasch scheiße geführt werden weils noch hinterm mond leben. mit Tradition gwinnst nirgends was ik der echten Welt.
Spätestens seit dem gestrigen Länderspiel weiß jeder, dass Alexander Prass das Geld wert ist, das Hoffenheim für ihn bezahlt hat. Sein Abgang erklärt auch ein bisschen den holprigen Start von Sturm in die aktuelle Saison.
Eure Meinung sei euch unbenommen. Ich halte es mit Schicker wie Großkreutz mit Klopp. Bei Klopp folgt dann der nächste step für AS weil dort gibt es auch so tolle Möglichkeiten die man in Graz nicht kennt.