Paolo Fonseca: „Jeder, der Fußball liebt, liebt ein volles Stadion“
Vor dem Achtelfinalhinspiel in der Conference League zwischen dem SK Sturm Graz und OSC Lille äußerte sich der Trainer der Nordfranzosen, Paolo Fonseca, über den bevorstehenden Gegner sehr respektvoll und betonte, dass es in Graz – auch ob einiger Ausfälle in seinem Team – nicht einfach werden wird. „Ich werde allerdings schon vorab keine Ausreden suchen, ich kenne meine Mannschaft, die lieben es, wenn es schwierig wird.“ Fonseca hatte als Coach der AS Roma mit dem Stadion Liebenau schon Erfahrung gesammelt – 2019 musste er sich ebenda in der Europa-League gegen den Wolfsberger AC mit einem 1:1-Remis begnügen.

(c) SturmNetz
Über den Gegner aus der Steiermark weiß Lilles Coach genauestens Bescheid: „Diese Mannschaft hat schon lange nicht mehr verloren. Ein typisch, österreichisches Team, sie pressen sehr hoch, schalten schnell um und haben bereits mehrfach bewiesen, dass sie gegen starke Gegner gut aussehen können.“ Der 51-Jährige, wie der große Eusebio in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik, geboren, für dem es aber einst als Spieler zu keinem Engagement im Ausland gereicht hatte, hat sich als Portugiese, aber nicht bei Sporting – Sturms Gegner im Herbst erkundigt – obwohl er dort sämtliche Betreuer kenne. „Ich habe mir alle Spiele von Sturm selbst angeschaut, das muss reichen.“
Fonseca sieht einen wesentlichen Vorteil für sein Team darin, dass man erst am Wochenende in Ligue 1 auf Stade Reims getroffen ist, eine Mannschaft, so der Trainer, die Sturm sehr ähnlich sei. Zwar weiß er auch über die Stimmung in Graz Bescheid, doch auch darin sieht er kein Hindernis. „Eine gute Atmosphäre beunruhigt mich keineswegs. Jeder der Fußball liebt, liebt ein volles Stadion. Wir freuen uns schon auf diese gute Stimmung“.
Torhüter Lucas Chevalier, seit 2014 bei Lille, ist sich der Möglichkeit bewusst, mit seinem Verein erstmals ein Viertelfinale im Europacup zu erreichen. Trotzdem habe man aber keinerlei Druck: „Es ist ein relativ neuer Bewerb, wir haben aber sehr großes Interesse daran.“ Dem französischen U21-Nationalteam-Torhüter gibt der Sieg bei Stade Reims am Wochenende ebenso viel Mut: „Wir haben gezeigt, dass wir es auch auswärts drauf haben. Und genügend Selbstvertrauen aus dieser Partie mitgenommen“. Auch die Ausfälle seinen kein Problem. „Ich bin überzeugt davon, dass unser Kader genügend Qualität hat“. Innerhalb von sieben Tagen drei Mal zu spielen, findet er zudem richtig gut: „Das ist zwar eine neue, mentale Erfahrung für mich, aber mir gefällt diese Abwechslung. Auch er bezeichnete Sturm als ein Team, dass sehr intensiv ans Werk geht, aber: „Wir haben in den Analysen auch Schwächen gesehen“. Chavallier erwartet sich ebenfalls ein ähnliches Spiel wie zuletzt in der nationalen Meisterschaft. Bleibt zu hoffen, dass zumindest der Ausgang – aus Sicht von Lille – ein Anderer sein wird.

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