Mit Schwierigkeiten: Einzug ins Achtelfinale

Spielbericht: ASK Voitsberg vs. SK Sturm Graz (1:4)

Am Samstagnachmittag konnte sich der SK Sturm in der 2. Runde des ÖFB Cup gegen den ASK Voitsberg, aktuell auf Rang 13 in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs, am Fuße des Schlossbergs in 8570 mit 4:1 durchsetzen. Das Ergebnis, das am Ende auf der Anzeigetafel zu lesen war, vermag den Spielverlauf nur bedingt zu widerspiegeln, denn die Weststeirer hielten lange nicht nur gut dagegen, sondern waren dem Favoriten phasenweise ebenbürtig. Die Hausherren traten vor ca. 3500 Fußballfans nämlich sehr beherzt auf und konnten Sturms Offensivspiel vor allem in Halbzeit eins sehr effizient unterbinden. Ein Blick auf die Ersatzbank Sturms sorgte für große Freude unter Sturmfans: Filip Rózga und Otar Kiteishvili nahmen (zunächst) auf der Ersatzbank Platz. Außerdem stand Daniil Khudyakov wieder im Tor.

(c) SturmTifo.com

Zäher Beginn

Die ersten Spielminuten blieben weitestgehend von Unsicherheiten Sturms geprägt, die von den Hausherren aber kaum einmal genutzt werden konnten. Joshua Quarshie, der sein Startelfdebüt bei den Schwoazn feiern durfte, ließ hinten zusammen mit Paul Koller kaum etwas anbrennen. Dennoch sorgte eine abgerissene Flanke in den Sechzehner der Grazer für einen Schreckmoment, denn sie touchierte tatsächlich Aluminium. Insgesamt bot das Spiel in der ersten Halbzeit nur wenige Highlights. Sturm wurde meist nach Standardsituationen gefährlich, kaum einmal aus dem Spiel heraus. In der 16. Minute war es auch ein Freistoß Simon Seidls, der den Treffer zum 1:0 einleiten sollte. Arjan Malic leitete den Ball per Kopf zu Nelson Weiper weiter, der schließlich für den ersten Treffer des Tages sorgte.

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Zurecht aberkannter Treffer (Korrektur nach Videostudium, Anm.)

Als Initialzündung fungierte das Führungstor allerdings nicht. Der SK Sturm tat sich gegen eine von Trainer Philipp Zulechner gut eingestellte Voitsberger Mannschaft, die durch Philipp Scheucher in der 21. Minute zu einer sehr guten Ausgleichschance kam, weiterhin schwer. Ein scharfer, zu zentraler Volleyschuss wurde letztlich aber abgeblockt. Mit Fortdauer des Spiels trat der SK Sturm, vor allem in der letzten Viertelstunde vor der Pause, zumindest dominanter auf. Immerhin landete der Ball in der 40. Minute dann auch ein zweites Mal im Voitsberger Tor. Schütze Arjan Malic, der per Abstauber nach Beganovic-Schuss einnetzte, stando allerdings im Abseits.

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Am Ende wird’s deutlich

Die zweite Spielhälfte begann mit einer Voitsberger Drangphase, in der aber auch kaum wirklich Erwähnenswertes passierte. Mit der Hereinnahme von Seedy Jatta und Gizo Mamageishvili stellte Trainer Sandro Ingolitsch das Offensivspiel seiner Mannschaft auf solidere Beine (60.) und das sollte sich nur wenig später auszahlen. Der Georgier bediente Simon Seidl per Stanglpass sauber und so hatte Sturms Nummer 19 wenig Mühe, die Führung auszubauen. Wieder nur wenig später, in der 71. Minute, durfte sich dann auch Mamageishvili in die Torschützenliste eintragen. Er (76. & 86.) und Jatta (75. & 86.) kamen zu weiteren Gelegenheiten. Den Schlusspunkt setzte dann aber jener Mann, dessen Comeback sehnlichst erwartet wurde: Otar Kiteishvili entschädigte mit seinem Traumtor, einem Distanzschuss ins Kreuzeck, für viele zähe Phasen des Spiels (88.). Den Ehrentreffer für die Gastgeber erzielte der eingewechselte Elias Neubauer in der 83. Minute.

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17 Kommentare

  1. weststeirer sagt:

    Trotz des eindeutiges Ergebnisses; das Spiel selbst und unsere Spielweise sind derzeit nicht anzusehen… also so hab ich schwere Bedenken vor den nächsten Wochen. Ob der Trainer das noch ändern kann?

  2. Schworza99 sagt:

    War keine Abkehr vom derzeitigen Tief aber Weiter ist Weiter…

    Die Frage is nur ob wir in den nächsten Wochen eine Trendumkehr schaffen können gegen die kommenden Gegner. Das wird ein ganz wilder Ritt werden.

  3. Mikelangelo sagt:

    1. HZ katastrophal. Auf Augenhöhe mit Voitsberg, wobei die sogar mehr Zug nach vorne hatten. Wir mit 1 Tor aus 1 Chance. 2. HZ verhältnismäßig stark verbessert, auch Dank für der Einwechslungen von Otar, Mama und Jatta.

    In Zukunft bitte Mama oder Otar von Beginn an. Ansonsten haben wir keinen kreativen im MF. Stanko und Weinhandl sind dafür nicht „geschaffen“

  4. Siro sagt:

    Ganz schwache Vorstellung in Halbzeit Eins.
    Traurig wenn ein Klub wie Voitsberg mehr Fußball spielt als wir.
    Mit King Otar wurde es viel besser. Jedesmal wenn er spielt, fragt man sich wie es das gibt, dass er noch immer und schon so lange bei uns ist.
    Weil auch oft über Superschicker und Gagsparensen diskutiert wird. Deiesen unsgesamt besten Zugang der letzten 25 Jahre hat uns immer noch ein gewisser Günter Kreissl ans Land gezogen.
    Und damals auch noch mit schlechteren Rahmenbedingungen wie sie anfangs Andi Schicker vorfand und sogar mit viel viel schlechteren als Parensen.
    Aber egal – Hauptsache weiter.

    • Mikelangelo sagt:

      Mann Stelle sich vor, die Aufstellung aus HZ 1 wäre unsere Einser, dann gute Nacht. Wieso man während der Verletzungen von Otar und Rozga nie zumindest Mama von an gebracht hat, versteh ich auch nicht. Dann hätte man zu mindest 1 ZOM neben Hödl und Seidl gehabt. Und vorne Jatta und Weiper. Quarschie schon Mal überzeugend, auch seine Einwürfe. Auch, wenn’s nur Voitsberg war

  5. Mikelangelo sagt:

    Achtelfinale in Lustenau. Da muss mindestens die Leistung der 2. HZ her

  6. Ennstaler sagt:

    „Nur Voitsberg“ möchte ich so nicht stehen lassen, bei genauem Hinsehen kann man ohne Übertreibung sagen, dass Sturm den schwierigsten Gegner hatte. Vor Lustenau ist Sturm nun schon gewarnt, es kann nur besser werden.

    • Mikelangelo sagt:

      Bei allem Respekt vor „jedem“ Gegner: Wir sind Sturm Graz, der größte steirische und 2. größte österreichische Verein. Unser Anspruch muss es sein, jährlich um mindestens 1 Titel mitzuspielen. Und das impliziert, dass die Einser jeden Zweitligisten nach Belieben dominieren können muss.

      Und ja, es gibt immer wieder mal Überraschungen, v.a. im Cup. Aber wenn ich als Sturm Graz gegen jemanden aus der 2. Liga oder gegen ein schwächeres Team der Buli (Altach, Lustenau, Ried, GAK…) Schwierigkeiten hab, muss ich die Qualität der Mannschaft hinterfragen.

      Und auch auf der Bank müssen Spieler sitzen, die genauso stark sind, wie jene in der Startelf. Würden Wechselspieler das Team nämlich schwächen…

      Ausgenommen Nachwuchsspieler, die erst Spielpraxis sammeln müssen; sich diese Chance aber aufgrund ihres Talents erarbeitet haben. Aber das liegt ja auf der Hand. Jeder fängt mal wo an.

    • fuchsrob sagt:

      @Mik: Wir sind u. a. auch schon gegen Kalsdorf mal im Cup rausgeflogen!
      Natürlich war das spielerisch kein Glanzstück, aber das hat schon gepasst!
      Das war sogar ein sehr wichtiges Spiel um die Neuzugänge ins Spielgefüge zu integrieren!
      Man wächst mit der Aufgabe!

    • Mikelangelo sagt:

      @fuchsrob: Ich erinnre mich an die Kalsdorf-Blamage. Und nach so etwas sollte man sich schon in Frage stellen, bei allem Respekt gegenüber jedem Gegner. Dass man zudem mit seinen Aufgaben wächst… naja, es sollte so sein, ist es aber nicht unbedingt. Demnach hätten wir in den Spielen nach dem Fener-Doppel ja richtig einen raushauen müssen. Haben wir aber nicht. IM Gegenteil: Wir wurden von Spiel zu Spiel schlechter.

      Die schwachen Leistungen gegen die beide Vorarlberger, Rapid und Voitsberg in HZ lagen daran, das in der Mannschaft zu schwache und zu wenig Routiniers waren. Was rauskam, als Otar, Mama und Martoshi eingewechselt wurden, hat man dann ja gesehen.

  7. AndyPI sagt:

    @fuchsrob: 2006 war eine völlig andere Situation und das damalige Ausscheiden natürlich eine Blamage. Aber wir sind Sturm Graz – vor nicht allzu langer Zeit gehörten wir zu den absoluten Top-Teams der Liga. Das kann man also überhaupt nicht vergleichen. Gegen Voitsberg war es ein Pflichtsieg, nicht mehr und nicht weniger. Die Leistung war allerdings sehr durchwachsen und extrem ausbaufähig. Die nächsten Spiele in der Liga und im EC werden zeigen, wohin die Reise kurzfristig geht. Ich hoffe einfach, dass wir die Fehler abstellen, an den kommenden starken Gegnern wachsen und etwas Zählbares mitnehmen.

  8. Mikelangelo sagt:

    Normalerweise sollte unser 2. Anzug reichen, um einem Zweitligisten 4 Tore einzuschränken, aber ich will ja nix sagen. Highlight sicher Otars Comeback samt Traumtor, sowie Mamas Direktabnahme. Wenn Rozga dann wieder fit ist haben wir für kreative Ansätze Otar, Rozga, Mama, Martoshi, Seidl, Hödl. Und im Angriff Weiper, Dialoge, Jatta. Beganovic kann sich da vl sogar gut integrieren. Hinten In der IV Vallci zusammen mit Quarschie, auch net schlecht. Hört sich zumindest nominell in allem nach einem guten Kader an.

    Zum LASK: Die waren heute nicht aufregend, genauso wie AEK. Was die können, schaffen wir an einem halbwegs guten Tag auch. So braucht man sich vor den Linzern nicht fürchten

    • AndyPI sagt:

      Michelangelo, du bist aber sehr optimistisch – und das noch dazu angesichts unserer letzten vier Partien gegen die zwei Vorarlberger Vereine, Rapid und Voitsberg. Wenn wir wieder so spielen wie gegen diese vier Gegner, wird dem LASK eine Durchschnittsleistung wie gestern gegen AEK vollkommen ausreichen, um uns zu schlagen.

    • Mikelangelo sagt:

      Ich setze mal voraus, dass Mama oder Otar starten und hinten Quarschie zusammen mit Vallci die verlorene Sicherheit wieder zurückbringen. Und vorne
      wird neben Jatta entweder Weiper oder Diakate starten. Dann kann man sich durchaus was erwarten. Mit der Aufstellung aus HZ 1 gegen Voitsberg starten wir sicher nicht

  9. AndyPI sagt:

    Schaut man auf die Tabelle, sind drei Punkte gegen den LASK eigentlich Pflicht – realistisch gesehen ist die Siegchance aber verdammt gering. Falls Salzburg und Rapid am Wochenende auch noch gewinnen, fehlen uns nach 6 Runden schon 10, 8 und 7 Punkte auf die Top 3.

  10. Mikelangelo sagt:

    Wenn Ried gegen RBS X spielen kann, müssen wir gegen LASK auch Punkten können… Hab irgendwie gar kein schlechtes Gefühl

    • Mikelangelo sagt:

      Nach jetzigem Stand ist ein Sieg morgen tatsächlich quasi Pflicht, um nicht den Anschluss an die Spitze zu verlieren. Rapid schießt nämlich gerade auch gegen den WAC 3 Tore.

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