Schwere Kost, VAR-Ärger und Diakite-Last-Minute-Jubel zu Allerheiligen in Wolfsberg
Nach dem ernüchternden Cup-Aus in Lustenau, traf Sturm in der elften Bundesliga-Runde am Allerheiligen-Tag auswärts auf den Wolfsberger AC. Beide Team befanden sich vor der Partie nicht unbedingt in Bestform – die Wölfe belegten gar den Abstiegsplatz. Höchste Zeit also für beide Teams, um Punkte einzuholen.

(c) SturmTifo.com
VAR-Unmut auf beiden Seiten in der ersten Hälfte
Sturm nagte natürlich weiterhin am kaum kleiner werdenden Lazarett und so überraschte die Startaufstellung wenig. Beide Teams starteten zunächst vorsichtig in die Partie und so geschah in den ersten 25 Minuten wirklich wenig. Dann war es aber zuerst der WAC, der prüfte, ob Amar Helach wohl noch wach war, was dieser bravourös bestätigte. Gleich im Gegenzug bediente dann Luca Weinhandl den in die Spitze laufenden Belmin Beganovic, der dank einem Gegenspieler die Kugel dann perfekt serviert bekam und schön gegen Schussmann Lior Glicklich zum vermeintlichen 1:0 verwertete. Allerdings sah in der Entstehung der VAR einen Schubser von Weinhandl und schickte Schiedsrichter Alain Sadikovski zum Bildschirm. Dieser sah sich die Szene eine Zeit lang an und entschied dann auf Aberkennung des Treffers. Dies schien den Gastgeber etwas Rückenwind gegeben zu haben. Denn nur wenige Minuten später setzte Simon Piesinger nach einem Freistoß den Ball über Helac in die Maschen. Doch auch dieser Treffer wurde aberkannt werden. Die Wölfe blieben aber dran! In Minute 38 rettete abermals Helac, ehe der Wolfsberger AC nach einer Ecke in Minute 45 durch Donis Avdijaj wirklich in Führung ging. Sturms Defensive wirkte dabei abermals nicht sattelfest. Somit ging es mit dem knappen undd äußerst ärgerlichen Rückstand in die Halbzeitpause.

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Viel Müh‘ bei wenige Output
Die zweite Hälfte begann mit eine Doppelwechsel auf Seiten der Grazer. Durch die Hereinnahme von Luis Balbo und Oumar Diakite wirkte Sturm offensiv aktiver und kam durch Malic in der 48. Minute gleich einmal zu einem brandgefährlichen Abschluss, der aber nur im Außennetz landete. Kurz darauf tat es ihm Diakite gleich. Danach verflachte die Partie wieder etwas, bis Belmin Beganovic in der 55. Spielminute den Sitzer zum Ausgleich nicht im Gehäuse unterbrachte. Ab diesem Zeitpunkt schienen die Kräfte bei den Blackys wieder nachzulassen. Man wirkte zwar bemüht aber kam kaum in das so oft effektive Pressing, weshalb sich die Wolfsberger mehr und mehr hinten rein stellten. Daran änderten auch die Einwechslungen von zunächst Wlodarczyk und später Kayombo wenig. Sturm scheiterte in der Schlussphase oft schon am eigenen Spielaufbau und machte es somit der kompakten Gegner-Defensive sehr einfach. Die Gastgeber lauerten nur auf Konter und wurden in den Schlussminuten beinahe dafür belohnt. Doch Amar Helac war in einer extrem brenzligen Situationen hellwach und behielt seine Mannschaft somit im Spiel.

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Last-Minute-Entscheidung rettet Sturm zumindest einen Zähler
In der vierminütigen Nachspielzeit versuchte es Sturm dann noch mit einem hohen Ball in den gegnerischen Strafraum. Im Zweikampf zwischen Diakite und Diabate bekam der Wolfsberger Akteur das Spielgerät an den Arm, weshalb Sadikovski umgebend auf den Elfmeterpunkt deutete. Sturms Topscorer verwertete praktisch in letzter Minute sicher und rettete Sturm somit wenigstens einen Zähler. Kurz darauf war dann Schluss. Für die Tabelle war das für beide Klubs zu wenig, aus psychologischer Sicht ist so ein Last-Minute-Treffer aber natürlich nicht unwichtig. Für einen weiteren Erfolg in Europa muss aber auf jeden Fall eine Leistungssteigerung her – was in der aktuell Situation natürlich nicht einfach werden wird.
Aufstellungen



So ich schreibe einmal meinen Frust nieder. Glückliches unentschieden für ein schwaches und ideenloses Auftreten. Nur auf die Verletzungen und die Schiedsrichter auszureden ist dann auch zu billig. Wenn es so weitergeht, dann sind wir nach 22 Runden mindestens 20 Punkte hinter dem ersten, zweiten und dritten. Die aktuelle Situation schmerzt gewaltig und hat überhaupt nichts mit zu hohen Erwartungen zu tun. Die letzten beiden Spielen haben uns auf den Boden der Realität geholt. Uns bleibt nur die leise Hoffnung, dass sich die Mannschaft steigern kann. Wäre schon am Donnerstag dringend nötig. Aber bei solchen Fehlern in der Abwehr, dem Zweikampfverhalten und der harmlosigkeit im Angriff, da wird es schwer werden. Wenn ich an die nächste Partie gegen Salzburg denke, dann kann uns nur ein Wunder helfen. Hoffentlich wird Kite bald wieder fit und auch auf weiper würde ich für die nicht vorhandene offensive hoffen (Diakite) ausgenommen.
Also am Donnerstag sollte mal wieder eine gute Leistung her sonst hat man in allen Bewerben komplett runtergeleert…
Würd ja auf den Schiri ausreden gelten lassen wenn der uns nicht heute den Punkt geschenkt hätte…
So oder so muss bald mal wieder geliefert werden sonst kommen wir in ähnliche Zustände wie genau vor einem Jahr…wobei wir dort 3. waren.