Eine unrühmliche Tabelle
Die neue Bundesliga-Saison hat noch gar nicht angefangen und dennoch sorgen die Blackys aktuell aus sportlicher Sicht bereits für Furore. Neben dem Weiterkommen in der Champions League-Qualifikation und dem Erreichen der zweiten Cup-Runde scheint auch Michael Parensen auf personeller Ebene einige gute Entscheidungen zu treffen.
Dass potenzielle Neuzugänge nicht immer nur auf das höchstmögliche Einkommen achten, sollte mittlerweile klar sein. Um den nächsten Karriereschritt in eine wirklich große Liga machen zu können, sind gerade Klubs wie Sturm Graz für viele junge Talente eine gute Basis, was in den letzten Jahren schon öfter unter Beweis gestellt werden konnte. Diese Basis ist auch seit einigen Jahren nach außen kommunizierter Teil der Strategie des Vereins und finanziell immer wieder lukrativ.
Doch neben Geld und sportlichen Präsentationsmöglichkeiten sind Punkte wie der Wohlfühlfaktor in Stadt und Verein, professionelle Arbeitsbedingungen und Ausrüstung, medizinische Betreuung, sowie die nötige Infrastruktur ebenso essentiell. In einigen dieser Punkte scheint es beim SK Sturm Graz aktuell größeren Nachholbedarf zu geben. Nach Auswertung der aktuellen Befragung der VdF-Die Spielervereinigung, attestierten die Spieler ihrem Arbeitgeber im Frühjahr 2026 ein ernüchterndes Ergebnis.

Das Endergebnis aller Bundesligisten (c) VdF
Zwar schneidet der aktuelle Vizemeister bei den Punkten Gehalt, Verträge, Medizinische Betreuung und Organisation von Auswärtsspielen passabel ab, bei allen anderen Punkten hinkt man aber fast allen Konkurrenten hinterher. Am Ende bedeutet dies Platz zehn von zwölf. Ein Ergebnis, bei dem die Alarmglocken der Vereinsverantwortlichen läuten sollten.
Ein Fußballverein ist natürlich nicht mit einem herkömmlichen Unternehmen gleichzustellen, dennoch wäre ein unterdurchschnittliches Ergebnis einer Personalbefragung ein klares Zeichen zum Handeln.

Das Endergebnis aller Zweitligisten (c) VdF
Als österreichischer Verein ohne großen Investor im Hintergrund wird man wohl nie mit viel Geld Spieler locken können; umso wichtiger ist es, dass das Umfeld zu 100% passt. Und dies dürfte mittlerweile nicht mehr der Fall sein. Wenn man den Blick auf das Trainingszentrum Messendorf wirft, wird es augenscheinlich, dass die gebotene Infrastruktur bei weitem nicht den modernen Anforderungen einer Profimannschaft entspricht. Wenn man eine Stufe tiefer Blickt, schneidet Sturm II bei der Befragung erwartungsgemäß noch deutlich schlechter ab. Auch wenn die Umfrage unter den Frauenteams aktuell noch läuft, ist auch hier ein alarmierendes Ergebnis zu erwarten. Zwar werden sich die Gegebenheiten mit dem Trainingszentrum in Puntigam verbessern, dennoch scheint Sturm mittlerweile dem Großteil der Konkurrenz in vielen Belangen hinterher zu hinken, was schon in naher Zukunft zu großen Problemen auf mehreren Ebenen führen könnte.
Natürlich ist es möglich, dieses Ergebnis bei der ersten Mannschaft zu relativieren. Es gab zum Zeitpunkt der Umfrage bereits den einen oder anderen unzufriedenen Kaderspieler. Zudem sind Neuzugänge beim SK Sturm oft bereits mehr Qualität von Vorgängervereinen gewohnt als Neuzugänge von kleineren Vereinen. Doch selbst bei wohlwollender Auslegung aller Umstände bleibt am Ende eine große Frage bestehen: Wieso ist der Informationsaustausch zwischen sportlicher Leitung und Mannschaft von den angestellten Spielern so schlecht bewertet?
Und vom schlechten Eindruck, den die Handhabe der Arbeitnehmerrechte eines in Ungnade gefallenen Mitarbeiters (Emanuel Aiwu) beim deklarierten Arbeiterverein SK Sturm Graz öffentlich machte, haben wir da noch gar nicht gesprochen…

Fair also die Infrastruktur kannst halt nur teilweise dem Verein anlasten. Da kannst dir ausmalen wenn die große Frage wie Stadion schon so verzögert und ignoriert wird was erst bei Fragen die für die Öffentlichkeit egal sind wie Trainingszentrum usw. ist…ja man hat wenig zusammengebracht aber man ist nicht alleiniger Akteur.
Die Kommunikation zwischen Mannschaft und der sportlichen Führung kann ja nur heißen Trainerteam/Parensen. Glaub den Trainern kann man es eher ned zurechnen. Der Fall Duran und der Fall Aiwu sind beides sehr auffällige Beispiele für unrühmliche Trennungen. Da wirds wohl am ehesten den Parensen betreffen. Säumel hat eher klar kommuniziert (zu hohe Ansprüche, der Kader is ned gut genug, brauche Stürmer, usw.) und auch Ingolitsch zeigt klare Kante wer bei ihm gesetzt ist. Auch bei den Damen hats damals einen wenig gut kommunizierten Fall gegeben. Also hier sehe ich schon klar den Sportchef im Fokus.
Zeigt am Ende aber auf das wir neue Impulse bräuchten bei den Fumktionären.
Bregenz ist mal ne Wucht. Die werden es schwer haben. Sportlich und wirtschaftlich.
Ein Punkt, den ich nicht verstehe, ist der Erste: Auch bei einem Profi muss doch das Gehalt grundsätzlich pünktlich kommen. Auch Salzburg „nur“ mit 9,8.
Ich denke, wenn die meisten Kaderspieler*innen diese Umfrage machen, dann hast du immer auch wen dabei, der*die unzufrieden ist. Also dann gibt es einfach Momentaufnahmen, die einen perfekten Schnitt verhindern. Also 10,0 wird’s darum einfach net spielen.