Zwei Spiele – Sechs Punkte!

Spielberichte: SK Sturm Graz Damen vs. FC Südburgenland (4:1) / SK Sturm Graz Amateure vs. ATSV Stadl-Paura (2:1)

Klare Verhältnisse

Am sechsten Spieltag der ÖFB Frauen-Bundesliga trafen die SK Sturm Graz Damen auf den Neuntplatzierten FC Südburgenland. Sturm stand vor dem Spiel auf dem vierten Rang, vier Punkte hinter dem Tabellenführer und amtierenden Meister SKN St. Pölten. Die Gäste konnten in der aktuellen Saison gerade einmal einen Punkt holen, immerhin einen mehr als der Stadtrivale LUV Graz.
Diese vermeintlich klaren Verhältnisse spiegelten sich auch im Spiel wieder. Bereits nach fünf gespielten Minuten ließ Isabella Posch die gegnerische Torfrau nicht gut aussehen und traf zur frühen Führung für Sturm. In dieser Tonart ging es weiter, keine zehn Minuten später erhöhte Katharina Naschenweng zum 2:0! Sturm spielte gefällig und mit viel Druck nach vorne, ließ den Gegnerinnen kaum Raum und belohnte sich in der 22. Spielminute mit einem weiteren Treffer. Stefanie Enzinger brachte einen Ball perfekt in die Mitte, den Jessica Frieser nur noch über die Linie drücken musste. Die Gäste schienen das Spiel schon Mitte der ersten Hälfte aufgegeben zu haben, doch wie aus dem Nichts kam der FC Südburgenland zum Anschlusstreffer. Stefanie Levevre sorgte nach Abstimmungsproblemen in der Grazer Defensive für ein unerwartetes Lebenszeichen der Gäste. Dieser Treffer schien den Burgenländerinnen Selbstvertrauen gegeben zu haben, denn in den Schlussminuten der ersten Hälfte kam man immer wieder gefährlich vor das Tor, für einen weiteren Treffer reichte es aber nicht. Trotzdem ging die 3:1 Führung für Sturm zur Pause völlig in Ordnung.

(c) Martin Hirtenfellner - Fotografie

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Auch in der zweiten Hälfte war Sturm deutlich das bessere Team, in Minute 63 erklang zum bereits vierten Mal der allseits beliebte Torwalzer in Messendorf. Stefanie Enzinger sorgte nach einem sehenswerten Solo für den vierten Treffer in schwarz-weiß! In weiterer Folge schaltete Sturm einen Gang zurück, ohne aber an Gefährlichkeit zu verlieren. Zwar konnte man keinen weiteren Treffer mehr verbuchen, trotzdem konnten sich die Gäste so gut wie gar nicht mehr in Szene setzen. Somit war auch der 4:1 Erfolg voll und ganz verdient und hätte auch, vor allem aufgrund zahlreicher Möglichkeiten in Hälfte eins, durchaus noch höher ausfallen können. Sturm durfte damit den fünften Sieg im sechsten Spiel feiern und steht aktuell auf Tabellenrang drei, punktgleich mit dem Zweitplatzierten SV Neulengbach. In der nächsten Runde der Bundesliga treffen die SK Sturm Damen am 29. Oktober auswärts auf den FC Wacker Innsbruck. Das nächste Heimspiel findet am 6. November gegen Neulengbach statt.

 

Spannung bis zum Schluss

Im Gegensatz zu den Damen, ist die Tabellensituation bei den SK Sturm Graz Amateuren deutlich angespannter. Sturm traf in der 13. Runde der Regionalliga Mitte auf den Tabellenzweiten ATSV Stadl-Paura – dem aktuellen Klub von Ex-Blacky Haris Bukva, während man selber vor dem Spiel mit nur acht Punkten am 16. und damit letzten Tabellenplatz stand, und deshalb auch von einigen Profis der ersten Mannschaft verstärkt wurde. Bereits in der zweiten Minute konnte sich einer von diesen in Szene setzten. Andreas Gruber bewies seine Torgefährlichkeit und traf nach exakt 85 Sekunden zur 1:0 Führung. Diese Führung hielt bis zur 29. Minute, ehe ein abgefälschter Ball etwas glücklich aber perfekt auf Mario Petter kam, den dieser sicher zum Ausgleich verwertete. Sturm hatte leichte Vorteile im Spiel, trotzdem konnte man beim 1:1 zur Halbzeitpause von einem durchaus gerechten Ergebnis sprechen.

(c) Martin Hirtenfellner - Fotografie

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten konnte sich zunächst Tobias Schützenauer auszeichnen, als er im Eins gegen Eins in höchster Not parieren konnte. Von Sturm kam in dieser Phase sehr wenig, man suchte zwar den Weg nach vorne, jedoch scheiterte man an entscheidenden Zuspielen kläglich. Nach 70 Minuten reagierte Trainer Markus Schopp und brachte Thomas Gösweiner für Sebastian Mann. Viel änderte sich am Spiel von Sturm allerdings nicht. Somit neigte sich dieser goldene Herbsttag seinem Ende entgegen und gleichzeitig auch die Chance für Sturm, doch noch irgendwie zu drei Punkten zu kommen. Beinahe wäre es soweit gewesen, aber der eingewechselte Gösweiner scheiterte nach einer Maßflanke von Marvin Potzmann per Kopf am Torhüter, welcher den Ball gerade noch über die Querlatte lenken konnte. Sturm versuchte sich zunächst noch wenig erfolgreich an einer Schlussoffensive, doch als alles schon mit einem Remis rechnete, kam abermals Andreas Gruber zum Ball, zog ab und über Umwegen landete der Ball in Minute 93 doch noch im Tor der Oberösterreicher. Als Torschütze wurde Dominik Stadlbauer gewertet, welcher den Ball noch entscheidend in das eigene Tor ablenkte. Kurz darauf war auch Schluss und somit konnte man die so wichtigen drei Punkte im Abstiegskampf bejubeln. Die Chance zum nächsten Sieg besteht am 21. Oktober im Auswärtsspiel gegen den SC Weiz.

 

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2 Kommentare

  1. Supersturm sagt:

    Nichts für ungut – liebes Redaktionsteam – aber gerade in dieser Saison:

    „Andreas Gruber bewies seine Torgefährlichkeit und traf nach exakt 85 Sekunden zur 1:0 Führung“

    Ich danke für die tollen und ausführlichen Berichte inkl. der Fotos – über diesen Satz musste ich allerdings echt lachen. Das war sein 1. Tor in dieser Saison – KM und Amateure..

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