Zwei Glanzleistungen als Schlüssel zum Sieg

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. Austria Klagenfurt

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler sowie des Trainers und des Schiedsrichterteams der letzten Partie sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Manprit Sarkaria erwischte einen Sahnetag. (c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Manprit Sarkaria – Note: 1,32

Mit seinen Saisontoren neun und zehn zog der Sommer-Neuzugang in der internen Liste mit Jakob Jantscher gleich. Einem schlitzohrigen Freistoß ins rechte untere Eck ließ er einen wuchtigen Volley ins Kreuzeck folgen. Nach der Pause hatte er den Dreierpack in Sichtweite, sein Kopfball wurde aber vor der Linie geklärt. Keine zehn Sekunden später köpfte Stankovic zum 3:1 nach erneuter Hereingabe ein. Eine grandiose Vorstellung und ganz klar unser Mann des Spiels!

Jon Gorenc Stankovic – Note: 1,88

Ein toller Auftritt des Sechsers. Nicht koordinierte er Mittelfeld und Defensive einmal mehr in souveräner Manier, beim vorentscheidenden 3:1 bewies er wieder seine unnachahmliche Kopfballstärke und zementierte die drei Punkte ein.

Alexander Prass – Note: 2,24

Das Bemühen ist Prass in keinem Spiel abzusprechen, aber auch gegen die Austria fehlte es dem jungen Mann etwas an Durchschlagskraft und Kreativität. Zweimal stand er kurz vor seinem ersten Bundesligator: Der erste Schuss fiel zu zentral aus, den zweiten hielt Menzel bravourös. Nach der Halbzeitpause machte er für Alexander Kuen Platz.

Jakob Jantscher – Note: 2,29

JJ baut seine unangefochtene Führung in der Scorer-Wertung weiter aus. Saison-Assists zehn und elf sorgen für eine großartige Anzahl von 21 Scorerpunkten. Einzig das Tor fehlte diesmal, das er vor der Pause, nachdem er Menzel bereits umspielt hatte, eigentlich machen hätte müssen. Seine zwei Flanken nach Maß legten aber den Grundstein für den Sieg.

David Affengruber – Note: 2,30

Ähnlich wie Wüthrich war Affengruber vor der Pause ein paar Mal unachtsam. Ein ziemlich unauffälliges Spiel des jungen Abwehrspielers, der nach dem Seitenwechsel in einer verbesserten Defensive genauso die Null hielt.

Amadou Dante – Note: 2,36

Der Linksverteidiger agierte wie immer sehr bemüht und mit viel Willenskraft, bekam offensiv aber erneut wenig auf die Reihe. Defensiv ließ er allerdings kaum etwas zu und war mitverantwortlich dafür, dass die Klagenfurter nie wirklich großartig gefährlich wurden. Ein sehr ausgewogenes Spiel von Dante!

Jusuf Gazibegovic – Note: 2,40

Offensiv einer der stärkeren Auftritte im Schwarz-Weißen Dress. Viele Hereingaben waren brandgefährlich und fanden nur knapp keinen Abnehmer. Defensiv ließ Gazi besonders in der ersten Hälfte recht viel zu, auch der Ausgleich kam über seine Seite zu Stande. Nach der Pause stabilisierte er sich wie die gesamte Defensive.

Gregory Wüthrich – Note: 2,45

In der ersten Hälfte war Wüthrich oft nicht nah genug am Mann und kam das ein oder andere Mal zu spät. So auch beim zwischenzeitlichen Ausgleich, als er Markus Pink aus den Augen verlor. Der Abwehrchef stabilisierte sich in der zweiten Halbzeit aber enorm und sorgte dafür, dass es nur bei diesem einen Gegentor blieb.

Jörg Siebenhandl – Note: 2,49

Nach der Pause ein ruhiger Nachmittag für unsere Nummer eins. Auch wenn Klagenfurt offensiver wurde, war Siebenhandl kaum gefordert. In Hälfte eins musste er zwar auch nicht oft eingreifen, sah beim Ausgleichstreffer aber unglücklich aus. Allerdings fiel das Tor aus einer unübersichtlichen Situation aus kurzer Distanz, weshalb ihm kaum eine Schuld zu geben ist.

Rasmus Højlund – Note: 2,82

In seinem dritten torlosen Spiel in Folge stand Højlund diesmal im Schatten seiner Stürmer-Kollegen. Kurz nach Spielanpfiff hatte der dänische Jungstar die frühe Führung am Fuß, agierte dabei aber zu eigensinnig. Ansonsten versuchte er sich ins Spiel einzubinden, blieb aber weitgehend glücklos.

Anderson Niangbo – Note: 2,95

Niangbos großes Manko bleibt seine fehlende Effizienz. Zwei Saisontore sind für einen Offensivspieler zu wenig. Er harmoniert gut mit den Stürmern und ist stets quirlig, womit er sich immer wieder für die Startaufstellung bewirbt. Diesmal war nach einer durchschnittlichen Leistung nach der ersten Halbzeit Schluss.

Einwechselspieler

Andreas Kuen (ab Minute 46) – Note: 3,37

Kuen wurde zum Verhängnis, dass Sturm nach der Pause nicht mehr allzu viel nach vorne machte. So blieb er weitgehend unauffällig und konnte sich nicht wirklich ins Spiel integrieren.

Stefan Hierländer (ab Minute 46) – Note: 2,94

Der Kapitän ging angeschlagen ins Spiel und nahm vorerst auf der Bank Platz. Für die zweite Halbzeit durfte er ran, man merkte Hierländer allerdings die fehlende Fitness an. Bei den Klagenfurter Gegenstößen lief er oft hinterher und verlor einige Male den Ball. Nun heißt es volle Regeneration!

Lukas Jäger (ab Minute 77) – Note: 2,94

zu kurz eingesetzt.

Otar Kiteishvili (ab Minute 77) – Note: 2,20

zu kurz eingesetzt – aber das lang ersehnte Comeback unseres Zehners!

Christoph Lang (ab Minute 90) – Note: 2,72

zu kurz eingesetzt.

Sonstige Bewertungen

Christian Ilzer – Note: 2,33

Die Entscheidung, Sarkaria in einer etwas defensiveren Rolle aufzustellen, ging voll auf! Der ansonsten oft als Flügelspieler agierende Spieler hatte so viel mehr Freiheiten und baute sich deutlich öfter ins Kombinationsspiel ein. Erfrischende Idee, die Früchte trägt. Sonst setzte Ilzer auf die gewohnte Formation der letzten Partien, die vor allem defensiv sehr eingespielt wirkte.

Das Schiedsrichter-Team um Sebastian Gishamer – Note: 2,40

Willkommen unauffälliges Spiel des Schiedsrichter-Gespanns ohne große Fehlentscheidungen.

Das SturmNetz-Team bedankt sich für 189 eingegangene Bewertungen und widmet dem Schiedsrichtergespann folgende Nummer:

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9 Kommentare

  1. Chris81 sagt:

    Manni-Verdienter MoM.
    Nachdem man jetzt anscheinend das Rennen um den „Jäger-Ersatz“-Kerschbaum verloren hat wäre es vielleicht sinnvoll bei Daniel Royer als Niangbo-Ersatz mal anzufragen. Würde unsere Offensive noch unberechenbarer machen. Ob seine Gehaltsvorstellungen machbar wären, ist halt die Frage….

  2. fid82 sagt:

    Vor ein paar Monaten habe ich das gleiche Bezüglich Royer gesagt.
    Heute sage ich: bitte nicht!

    Zu alt und zu teuer.
    Und wir brauchen einen Stürmer, keinen OM.
    Da haben wir Kite, Kronberger und Sarkaria.

    Da wäre mir ein jüngerer lieber.

  3. arrai sagt:

    Bei Ilzers erstem Wechsel stellts mir in jedem Spiel die Haare auf – warum immer Kuen als erster gebracht wird, bleibt mir ein Rätsel. Ich kann mich an kein Spiel erinnern, in dem er (neuen) Schwung gebracht hat. Auch wenn er von Beginn weg spielt, strahlt er keinen „Sturm“ aus, sondern maximal ein laues Lüfterl. Er ist definitiv einer der besten Techniker im Club, aber leider fehlt´s ihm an Durchsetzungsvermögen und für das, was wir spielen wollen, vor allem Geschwindigkeit … Status jetzt würde mich eine Verlängerung mit ihm sehr wundern.

  4. fid82 sagt:

    Ich glaube in der Kleinen Zeitung war vor ein paar Wochen ein Bericht, in dem stand, dass Kuen, Jäger, Niangbo und Huspek abgeben werden sollen. Di letzten 2 sind wahrscheinlich fix weg, für Jäger sehe ich Demaku und wenn Kuen geht, brauchen wir da auch Ersatz. +1 Stürmer muss kommen.

  5. bako bozota sagt:

    Ich habe Höllenhund nicht so schlecht gesehen, war fast immer gefährlich wenn er am Ball war, strahlt immer Gefahr aus, wie man so schön sagt. Die große Chance zu Beginn zB, da darf man nicht übersehen, dass er zuvor 2 Spieler ausgeschalten hat, um überhaupt zu dieser Chance zu kommen…

    • black_aficionado sagt:

      Ich bin auch der Meinung, dass die Aktion in erster Linie stark gemacht war!
      Auch in der Bewertung kommt das etwas widersinnig rüber: Entweder hatte er die Führung am Fuß eben weil er eigensinnig war und nicht quergelegt hat oder aber er agierte zu eigensinnig weil stattdessen Niangbo die Führung am Fuß haben hätte müssen. Beides zusammen klappt aber irgendwie nicht 😉

    • Marchanno Diaz Rabihou sagt:

      Angenommen der Höllenhund legt quer für Niangbo und dieser malträtiert mit seinem Schuss die Anzeigetafel: Hätte er es doch lieber selbst versucht

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