Wo viel Schatten ist, ist starkes Licht

Spielercheck: FC Admira Wacker vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler sowie des Trainers und des Schiedsrichterteams der letzten Partie sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Jörg Siebenhandl – 1,25

Wo viel Licht ist, ist starker Schatten. Der SK Sturm Graz drehte diese Weisheit von Johann Wolfgang von Goethe einfach einmal um, denn gegen den Tabellenletzten zeigte man mit einer Ausnahme eine enttäuschende Leistung. Wie so oft in der jüngeren Vergangenheit war es Jörg Siebenhandl, der die beste Performance aller Grazer bot und das Unentschieden mit zahlreichen Glanzparaden – insbesondere gegen Andrew Wooten und David Atanga – festhielt. Folgerichtig krönte sich der 31-Jährige abermals zum „Man of the Match“.

David Nemeth – 2,49

Zusammen mit Gregory Wüthrich bildete David Nemeth gegen die Admira die Innenverteidigung. Anders als im Großteil des Grunddurchgangs präsentierten sich die beiden in der Südstadt unsicher und ließen zahlreiche Topchancen der Niederösterreicher zu. Nemeth hatte – wie beispielsweise in der 55. Minute, als er von Atanga übelst ausgetanzt wurde – mit den Offensivkräften der Admira viel Mühe und strahlte nicht die gewohnte Ruhe aus. In der Nachspielzeit hätte der Youngster das aber beinahe vergessen gemacht, als er mit einem gefährlichen Schuss das Tor der Hausherren nur knapp verpasste.

Gregory Wüthrich – 2,60

Für ihn gilt Ähnliches wie für Nemeth. Im Spielaufbau lief fast alles über den Schweizer, wirklich viel sollte ihm aber nicht einfallen. Die gute Passquote von 82 Prozent ist aufgrund der zahlreichen Querpässe daher nicht überzubewerten.

Jon Gorenc Stankovic – 2,65

Gorenc Stankovic war neben Wüthrich der Dreh- und Angelpunkt des Grazer Spiels. In der gegnerischen Hälfte spielte der Slowene 36 Pässe (Bestwert) und auch defensiv erledigte er seine Hausaufgaben durchaus solide. Zündende Ideen waren gegen die Admira aber auch beim 25-Jährigen Mangelware.

Jusuf Gazibegovic – 2,95

Der Ingolitsch-Ersatz machte auf der rechten Seite viel Wirbel und schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel der Grazer ein. An seinen Flanken darf der 21-Jährige gerne noch arbeiten, ansonsten machte der couragierte Auftritt gegen die Admira Lust auf mehr. Große Sorgen muss man sich um die rechte Außenbahn nach dem Ausfalls Ingolitschs keine machen.

Amadou Dante – 3,01

Da bei Sturm insbesondere in ersten Halbzeit viel über die linke Seite ging, verwundert es nicht, dass Amadou Dante die meisten Ballaktionen aller Akteure hatte. 92 Mal lief das Spiel Sturms über den Mann aus Mali, dem offensiv allerdings nicht allzu viel gelang. Defensiv korrigierte der Linksverteidiger den einen oder anderen Patzer dank seines unbändigen Einsatzes, mit dem er sich in dieser Saison zurecht einen Stammplatz in der Startaufstellung erspielte.

Ivan Ljubic – 3,08

Der 24-Jährige war in der Südstadt der wohl auffälligste aller Offensivakteure und hatte gleich dreimal die Chance, den SK Sturm in Führung zu bringen. Die ersten beiden Möglichkeiten wurden von der Hintermannschaft der Admira gut geblockt, bei der dritten zeichnete sich Andreas Leitner mit einer tollen Parade aus. Es war dies eine gute Partie des Mittelfeldspielers, der mit 76 Ballaktionen und 58 Pässen einer der aktivsten Spieler am Platz war.

Otar Kiteishvili – 3,13

Beim Comeback nach seiner Verletzungspause zeigte Kiteishvili in den Anfangsminuten eine starke Leistung. Der Georgier forderte immer wieder den Ball und war hauptverantwortlich dafür, dass das Offensivspiel der Schwarz-Weißen hauptsächlich über seine linke Seite stattfand. Nach rund einer halben Stunde baute der 24-Jährige dann kontinuierlich ab und wurde folgerichtig in der 79. Minute ausgewechselt.

Stefan Hierländer – 3,37

Hierländer sorgte in der 20. Minute mit einem Distanzschuss erstmals für so etwas wie Gefahr, danach tauchte der Kapitän aber unter und konnte dem Spiel überhaupt nicht mehr seinen Stempel aufdrücken. Eine der schwächeren Leistungen des Kärntners.

Jakob Jantscher – 3,55

Es war nicht der Tag des Jakob Jantscher. Der Routinier hing fast während der gesamten Spielzeit in der Luft und bekam von seinen Mannschaftskollegen kaum brauchbare Bälle. Bei seiner einzigen Gelegenheit nach einem Patzer Andreas Leitners reagierte der 32-Jährige nicht schnell genug und konnte so nicht für die Führung sorgen.

Kevin Friesenbichler – 3,78

Siehe Jantscher.

Einwechselspieler

Niklas Geyrhofer – 2,44

Geyrhofer wurde in der 60. Minute eingewechselt und integrierte sich gut in das Spiel der Blackys. Mit einem überragenden Tackling in der 74. Minute gegen Wooten bewahrte der 21-Jährige Sturm vor dem 0:1.

Dardan Shabanhaxhaj – 2,72

Zu kurz eingesetzt.

Paul Komposch – 2,86

Zu kurz eingesetzt.

Kelvin Yeboah – 3,19

Yeboah brachte etwas frischen Schwung, ohne wirklich gefährlich zu werden.

Bekim Balaj– 3,56

Zu kurz eingesetzt.

Sonstige Bewertungen

Christian Ilzer – 3,22

Nicht Fisch, nicht Fleisch. Wie viel von der Leistung gegen die Admira Christian Ilzer anzukreiden ist, lässt sich nur schwer abschätzen. Festzuhalten bleibt aber, dass Sturm gegen den Tabellenletzten mit Sicherheit nicht das bessere Team war. Das sollte in der Länderspielpause zu denken geben.

Das Schiedsrichterteam um Stefan Ebner – 2,39

Klare Linie, keine Fehlentscheidungen, ruhige Spielleitung. So soll es sein.

Das SturmNetz-Team bedankt sich für 165 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man of the Match folgende Nummer:

 

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1 Kommentar

  1. Ennstaler sagt:

    Die Länderspielpause muss genützt werden, um neue Formationen für die Offensive zu testen!

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