Wintercheck 17/18: Sturm Damen

SK Sturm Graz Damen – Herbst 2017

Frauenfußball ist in Österreich weiterhin im Aufwind. Vor allem sorgt aktuell das Nationalteam für Furore. Zum ersten Mal überhaupt qualifizierte sich die ÖFB-Elf für eine Endrunde der Europameisterschaft. Mit dem Gewinn der Gruppenphase und dem Erreichen des Halbfinales, in dem man schlussendlich im Elfmeterschießen gegen die Däninnen ausschied, wurde ein kleines Fußball-Sommermärchen geschrieben. Doch auch die ÖFB-Frauen-Bundesliga macht weiter Fortschritte, denn zum ersten Mal in der österreichischen Fernsehgeschichte war ein Ligaspiel (USC Landhaus vs. St. Pölten) live im TV zu sehen. Nun werfen wir aber einen Blick zurück auf die vergangene Herbstsaison der SK Sturm Graz Damen:

UEFA Women’s Champions League

Nachdem in der Vorsaison praktisch in letzter Sekunde der zweite Platz und somit die Teilnahme am internationalen Geschäft fixiert wurde, ging die Reise im August zum Qualifikationsturnier der Gruppe 5 nach Zypern. Dieses begann für die Blackys äußerst erfreulich. Im ersten Spiel wurde der FC Noroc Nimoreni aus Moldawien souverän mit 4:0 besiegt. Der Gegner im zweiten Spiel hieß FC NSA Sofia. Auch gegen die Bulgarinnen gab sich Sturm keine Blöße und ging auch aus diesem Spiel als Sieger (3:1) hervor. In der finalen Begegnung wartete Apollon Limassol als Gegner. Die Zypriotinnen hatten ebenfalls zwei Siege am Konto und neben dem Heimvorteil auch ein deutlich besseres Torverhältnis als die Grazerinnen. Mit drei zu null Toren in den ersten 45 Minuten brachte Limassol bereits zur Pause den Aufstieg praktisch in trockene Tücher. Zwar verkürzte Katharina Naschenweng in der zweiten Hälfte zum 1:3, schlussendlich ging das Abenteuer Europacup für Sturms Damen aber mit einer 1:4 Niederlage zu Ende. Mit zwei klaren Erfolgen in drei Spielen konnte man aber dennoch erhobenen Hauptes die Heimreise nach Graz antreten. 

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

ÖFB-Frauen-Bundesliga

Die Saison begann mit einem nicht ganz zufriedenstellenden torlosen Unentschieden in Altenmarkt. Zwar wurde der FC Bergheim in Runde zwei deutlich mit 5:1 besiegt, in den darauffolgenden zwei Begegnungen gegen den USC Landhaus und Union Kleinmünchen wurde allerdings nur ein Zähler geholt, wodurch man bereits zu Saisonbeginn schon einen respektablen Abstand auf die Tabellenspitze aufriss. Am ersten Oktober stand das Auswärts-Derby beim LUV Graz an. Auch gegen den Tabellenletzten tat man sich lange Zeit sehr schwer, feierte schlussendlich einen knappen aber verdienten 1:0 Erfolg. Danach stabilisierte sich die Mannschaft und heimste in vier Spielen drei klare Siege ein. Weder der FC Südburgenland (6:1), der SV Neulengbach (4:1), noch der FFC Vorderland (6:0) hatten dem Torhunger der Grazerinnen etwas entgegenzusetzen. Einzig gegen den Leader und amtierenden Meister SKN St. Pölten waren die Blackys Chancenlos und gingen mit 0:6 baden. Zur Saison-Halbzeit stehen die Niederösterreicherinnen noch ohne Niederlage und ohne Gegentreffer (!) praktisch uneinholbar am ersten Tabellenplatz. Sturm hält aktuell den dritten Rang inne, drei Zähler hinter dem USC Landhaus. Mit den Wienerinnen wird es wohl bis zum Schluss einen Kampf um den Vizemeistertitel und den damit verbundenen zweiten Europacupplatz geben. 

Der Abgang der letztjährigen Top-Torjägerin Stefanie Enzinger nach St. Pölten war besonders zu Saisonbeginn deutlich zu spüren. In ihre Fußstapfen trat Isabella Posch, die aktuell bei 4 Saisontreffern hält. Ihr folgen Katharina Naschenweng und Anna Malle mit jeweils 3 Torerfolgen. Insgesamt steht derzeit eine Tordifferenz von 23:11 zu Buche. 

ÖFB-Ladies-Cup 

Neben den Herren, stehen auch die SK Sturm Graz Damen im Viertelfinale. Die Cupsaison begann beim Landesligisten SV Ottendorf mit einem 16:0 Kantersieg. Auch in Runde zwei hatte man kein Erbarmen und deklassierte den Zweitligisten SV Horn mit 7:0. Die Auslosung für das Viertelfinale bescherte den Grazerinnen den Ligakonkurrenten SV Bergheim. Das Spiel in Runde 3 findet am 11. März in Bergheim statt. 

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

 

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