Wikinger segeln Richtung Liebenau

Spielvorschau: SK Sturm Graz vs. SV Ried

Nach einem fulminanten 3:0-Sieg gegen die Grün-Weißen aus Wien kommt das aktuelle Tabellenschlusslicht mit wiedergewonnenem Selbstvertrauen nach Liebenau. Die Oberösterreicher schöpfen wieder neue Hoffnung bei der Mission Klassenerhalt, sie wollen die nächsten drei Punkte mit nach Hause nehmen. Der Verein zählt ja mittlerweile schon über ein Jahrzehnt zum Stammpersonal der Bundesliga, es werden alle Kräfte gebündelt, um die nächsten Runden erfolgreich zu überstehen. Somit wird es für die Blackies bestimmt eine Herausforderung gegen die Rieder zu bestehen. Die Statistiken lassen jedoch auf Positives hoffen, das Spiel gegen Salzburg sollte ad acta gelegt werden.

Fatale Auswärtsschwäche

Die Wikinger aus Ried haben ein großes Problem, auswärts geht nix. Die letzten neun Auswärtsfahrten hätte man sich sparen können, man ging stets als Verlierer vom Platz (die mitgereisten Fans konnten außerdem nur zwei Tore ihrer Mannschaft bejubeln). Sollten sie am Karsamstag eine neuerliche Niederlage gegen Sturm einstecken müssen, wären die 10-in-a-row perfekt und somit persönlicher Negativ-Rekord an Auswärtsniederlagen in der höchsten österreichischen Spielklasse. Zudem konnten die Blackies die letzten drei Heimspiele für sich entscheiden. Ansehen lässt sich auch die Bilanz der letzten 12 Heimspiele gegen die SV Ried: 9 Siege, 3 Unentschieden. Kann so weitergehen, natürlich mit dem 10. Heimsieg.

Gegen die Rieder ist offensive Durchschlagskraft notwendig (c) Martin Hirtenfellner

Systemänderung

Gegen den Tabellenletzten wird es von Cheftrainer Franco Foda wohl eine offensivere Ausrichtung geben. Die defensive Fünfer-Kette, in der Youngster Dario Maresic gegen Salzburg (MOTM bei der SturmNetz-Spielerbewertung) sein starkes Bundesliga-Debüt feierte, wird aufgelöst und zur gewohnten Vierer-Abwehr übergegangen. Die Defensive stand auswärts sehr solide, jedoch muss sich in der Offensive auf jeden Fall was tun. Beim Salzburg-Spiel sah man kaum gelungene Kombinationen oder Tempovorstöße, keine gefährlichen Schüsse aufs Tor. Auch wenn es gegen Salzburg geht, das war zu wenig. Jedenfalls wird ein neuer Spieler in die Startelf rücken, da Stefan Hierländer für 4 Spiele (2+2 auf Bewährung) gesperrt wurde. Eine Chance um den Konkurrenzkampf in der Offensive zu beleben. Atik, Schmerböck, Horvath oder Huspek könnten mit Tempodribblings auf jeden Fall für Wirbel sorgen. Jimmy Jeggo ist auch wieder auf dem Weg der Besserung, ein Einsatz gegen Ried ist jedoch mehr als fraglich. Neben Simon Piesinger könnte somit Winter-Neuzugang Martin Ovenstad oder Allrounder Marvin Potzmann auflaufen.

Duell Vater gegen Sohn?

Seit einigen Partien steht nun Lassaad Chabbi an der Seitenlinie der Wikinger aus Oberösterreich. Ihm gilt das volle Vertrauen von der Vereinsseite, um die Klasse zu halten und weiter in der Bundesliga zu spielen. Auf Seite der Grazer findet man seinen Sohn, Seifedin Chabbi. Der Mittelstürmer, der im Winter vom Schweizer Erstligisten FC St.Gallen kam, konnte sich noch nicht so wirklich etablieren. Lediglich 84 Spielminuten bei 4 Bundesligaeinsätzen kann er auf sein Konto verbuchen. Da es beim letzten Spiel nicht einmal für die Ersatzbank reichte, bleibt es fraglich, ob es denn wirklich zum Vater-Sohn-Duell kommt.

(c) Martin Hirtenfellner

Internationaler Startplatz, bitte gerne!

Die nächsten Wochen werden besonders spannend, ein heißer Kampf um die internationalen Plätze zwischen Altach, Austria Wien und unseren Schwoazen ist garantiert. Die besonders knappe Situation am unteren Tabellenende verspricht auch, dass sich diese Mannschaften voll ins Zeug hauen werden und alles investieren, um nächste Saison wieder nach Liebenau reisen zu dürfen. Somit gilt für die kommenden Partien: Vollen Fokus und volle Konzentration, nächste Saison international!

Spieldaten

SK Sturm Graz vs. SV Ried

Samstag, 15.04.2017, 18:30, Merkur Arena, Graz

Schiedsrichter: Harald Lechner

Mögliche Aufstellung: Gratzei; Koch, Spendlhofer, Schulz, Lykogiannis; Piesinger, Potzmann; Huspek, Atik, Schmerböck; Alar

Ersatz: Lück; Maresic, Ovenstad, Dobras, Horvath, Chabbi, Zulechner

Es fehlen: Jeggo, Lovric, Hierländer, Schoissengeyr

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3 Kommentare

  1. graz4ever sagt:

    Ob a Viererkette mit Doppel6 die „offensivere“ Variante is, wag ich mal schwer zu bezweifeln? Aber ja, wieso sollen wir auch ein schon eine, beim ersten Versuch, wirklich ansprechende Formation weiter einspielen, wenn wir eh scho eine haben, mit der wir echt scheiß faden Fußball spielen können???

    Jez ohne Scherz: die offensivere Variante, wär für mi, die letzter Woche, nur mit 3er Kette + 5er Mittelfeld u 2 Stürmern..

    2+

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