Wiedergutmachung, Teil 2/2

Spielvorschau: FK Mladost Podgorica vs. SK Sturm Graz

Nach dem ersten Teil der Wiedergutmachung am vergangenen Wochenende durch den Sieg im österreichischen Cup gegen den Regionalligisten FC Hard, trifft der SK Sturm Graz am Donnerstag um 20:30 Uhr auswärts auf den FK Mladost Podgorica. Trotz der Heimniederlage in der vergangenen Woche bleibt Sportdirektor Günter Kreissl zuversichtlich: ‘‘Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir aufsteigen.‘‘

(K)eine leichte Pflichtaufgabe

Mit dem 0:1 Rückstand im Gepäck geht es für die Schwarz-Weißen also nach Podgorica. Dass die Mannschaft aus Montenegro für die Grazer eigentlich kein Stolperstein auf dem Weg nach Europa sein sollte, ist wohl jedem bewusst. Und doch geriet man am Beginn des ersten Aufeinandertreffen in Graz schnell in Rückstand, welchen man nicht mehr aufzuholen vermochte. Am Donnerstag gilt es also, sich gegen die bereits aus der ersten Qualifikationsrunde aufgestiegenen Vizemeister aus Montenegro zu beweisen. Denn man will ja nicht, dass die Fans noch länger auf ein Erfolgserlebnis im Europacup warten müssen. Der erste Sieg seit September 2011, damals gegen AEK Athen, scheint (k)eine leichte Pflichtaufgabe für die Grazer zu sein.

Zur Personalsituation

Wie Franco Foda bereits vor dem ersten Zusammentreffen der beiden Mannschaften vermutete, traten die Gäste, auch wegen des frühen Führungstreffers, in der vorangegangenen Partie sehr defensiv auf. Wie der Trainer die Mannschaft auf das Rückspiel einstimmen wird und vor allem, wie man gegen eine so defensiv agierende Mannschaft vorgehen will, wird sich weisen.
Ebenfalls gespannt darf man auf die Aufstellung der Blackys sein. Wird es Veränderungen geben? Oder versucht Trainer Foda die gleiche Elf wie im Hinspiel mit Selbstvertrauen vollzutanken? Verletzungsbedingt fehlen werden am morgigen Donnerstag Lukas Spendlhofer sowie Christian Schoissengeyr. Außerdem bleibt Christian Schulz wegen Rückenschmerzen zuhause.

© Martin Hirtenfellner Fogtografie

Der Einsatz des 17-jährigen Dario Maresic scheint nach seiner fabelhaften Leistung im Hinspiel so gut wie fixiert zu sein. Auch Jörg Siebenhandl wird wohl erneut das Tor der Grazer hüten. Die Frage, wer in der kommenden Saison der Ersatztormann sein wird, scheint spätestens nach dem Cupspiel am Sonntag ebenfalls geklärt zu sein – ohne große Überraschung.

Richtungsweisend?

Man blickt dem Rückspiel am Donnerstag jedenfalls zuversichtlich entgegen. Natürlich – hofft man doch auf die Wiedergutmachung 2.0! Die erste Bewährungsprobe der neuen Saison verlief bekanntlich so gar nicht nach Wunsch, doch beim Cupspiel am Sonntag konnte man womöglich einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung machen – und in diese Richtung soll es für den SK Sturm Graz auch am Donnerstag ab 20:30 Uhr weitergehen, wartet doch in der 3. Qualifikationsrunde der erfolgreiche türkische Klub Fenerbahçe Istanbul

Sollte jedoch überraschenderweise tatsächlich Endstation gegen den Underdog aus Montenegro sein, so wäre die nächste herbe Blamage auf internationelem Parkett perfekt und der Start in die Saison bereits vor dem Ligaauftakt gründlich verhaut. Gespannt dürfte man dann auch auf die Reaktion der Kurve sein, die ihren Unmut allen voran in Richtung Foda bereits deutlich zum Ausdruck brachte. Der zuletzt ohnehin starken Schwankungen ausgesetzte Stimmungsbarometer würde jedenfalls rasch noch tiefer abfallen. Für Sturm steht in mehrfacher Hinsicht also viel auf dem Spiel.

Spieldaten:

FK Mladost Podgorica vs. SK Sturm Graz
2. Runde der UEFA Europa League Qualifikation, Donnerstag 20:30 Uhr

Stadion: pod Goricom (Nationalstadion Montenegros)

Schiedsrichter:

Mögliche Aufstellung: Siebenhandel – Potzmann, Lykogiannis, Maresic, Koch – Jeggo, Lovric – Röcher, Hierländer, Schmerböck – Alar

Ersatz: Gratzei, Zulj, Zulechner, Huspek, Schmid, Filip, Puchegger

16 Kommentare

  1. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Karten auf den Tisch: De müss ma weghaun!

    2 Tore brauchma. Ka wie. Aber wir brauchens.

    Bin gespannt ob die Austellung offensiver ausgelegt is oder ob die Doppel 6 steht. Schubert muss man nach den gezeigten Leistungen auch aufstellen…

     

    3+

    • Pizzo sagt:

      Wies aus schaut is der Schubert net amal im Kader… Sagt eh alles übern Trainer aus… Spielt sicher defensiv. Danach heißts ja wir konnten nicht riskieren ein Tor zu bekommen… Schubert hätte es sich aber verdient und gewinnen müssen wir sowieso. Aber schau mal. Normal darf trotzdem nix passieren. Gegen so einen Gegner braucht man einfach net defensiv zu spielen, denn der Anspruch von Sturm kann nur der aufstieg gegen diese Truppe sein. Sollte die Aufstellung aber so sein wie oben die mögliche Aufstellung genannt wird sein sind wir schon jetzt ohne Selbstvertrauen und machen uns sogar gegen diesen Gegner in die Hose. Die Frage wird dann sein wie wir in der Meisterschaft weitermachen…

      3+

    • jorge72 sagt:

      ich würde wirklich lachen, wenn schubert im kader wäre…. mal sehen wie ihr mit dieser blöße umgeht inkl. sturmnetz

       

      1+

    • Mario Singer Mario Singer sagt:

      Alle können nicht im Kader sein. Wer definitiv im Kader sein wird, erfährt man ca 1 Stunde vor Spielbeginn.

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    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Wenn er nicht verletzt ist muss er spielen…alles andere wäre eine Farce. Hat in seinen 10 Minuten gegen Podgorica und gegen Hard einfach bessere Leistungen gezeigt als Alar und Zulechner. Mir egal ob er für die Amateure geholt wurde, soll er unser 1er Stürmer werden wenn man sonst keinen findet…

      2+

  2. Nock-74 sagt:

    Also ich bin mir auch ziemlich sicher, dass der Schubert im Kader ist (außer krank od. verletzt natürlich). Er ist auch so ziemlich der Einzige der grössenmäßig mit denen mithalten kann. Und nach der gezeigten Leistung gegen WestHam, obwohl es nur ein Testspiel war, muss er den Schmid auch bringen. Der einzige Kreative den wir noch haben.

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  3. Anonymus sagt:

    Schubert wird im Kader sein.

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  4. fid82 sagt:

    Also mir würde die obige Aufstellung zum Start gefallen. Gerade die 3er-Reihe im Mittelfeld.

    Ich hätte allerdings Puchegger in der IV gesehen, damit Lyko über den Flügel kommen kann, da er offensiv stärker als Potzmann ist.

    Im ZM würde ich lieber die Kombo Zulj/Lovric sehen, da beide torgefährlicher als Jeggo sind.

    Generell finde ich den obigen Plan aber nicht schlecht. Leider denke ich das MATS wieder auf die Bank wandert und Zulechner beginnt. Sollte Alar aus dem Mittelfeld kommen, würde ich mir Schubert vorne wünschen. Foda hat ja schon gesagt, dass man mehr über die Flügel kommen wird/muss. Da bist du dann mit einem 1,94m Stürmer, der noch dazu Selbstvertrauen hat, besser aufgestellt als mit Zulechner. Wobei ich denke, dass beiden für höhere Aufgaben die Qualität fehlt. Alar zum Teil übrigens auch.

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  5. black_aficionado sagt:

    Jeggo als IV neben Maresic und passt schon. Auf was wollen wir spekulieren? Wir sollten schauen, dass wir alle die auch nur halbwegs gefährlich sind (offensiv) aufs Feld stellen. Gegen die Truppe und mit dem Ergebnis aus dem Hinspiel brauchst genau gar nichts absicher, wozu auch? Wenn wir versuchen die Null zu halten und der Gegner wieder mit gefühlten 100 Mann am und im eigenen 16er steht, dann nutzt uns eine stabile 4er Kette genau gar nichts…

    1+

  6. fid82 sagt:

    Nur weil viele 6er IV spielen können, muss das bei Jeggo nicht auch der Fall sein.

    Da wäre ich eher für eine Variante mit Puchegger, der diese Position schon oft gespielt hat.

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    • black_aficionado sagt:

      Er muss es gar nicht spielen können, genau darum geht es! Er kann es mit Sicherheit ausreichend genug, dass er hin und wieder einen Ball abläuft und im Spielaufbau mithilft. Wir brauchen keine ultimative defensive Absicherung gegen diesen Gegner!

      Lovric/Zulj sorgen davor aber für viel mehr Gefahr (und Kreativität) nach vorne.

      2+

    • Bozo Bazooka sagt:

      Bei Jeggos Gelbtendenz sollte er wohl eher nicht in der IV spielen.

      0

  7. Martin sagt:

    Also mir würde ein 4-1-3-2 heute eher gefallen. So circa:

    Siebenhandl – Koch, Maresic, Puchegger, Lykogiannis – Lovric – Hierländer, Zulj, Schmerböck – Alar – Schubert/ Filip

    Zur Abwehr: Lykogiannis als Innenverteidiger wäre verschwendet. Den braucht man heute unbedingt außen. Einen Puchegger würde ich ins Zentrum setzen. Da er aufgrund seiner 1,88m zumindest auch bei Standards für Gefahr sorgen könnte.

    Zum Mittelfeld: Hier würde ich mit einem einzigen 6er (Lovric) spielen. Lovric, weil er meiner Meinung nach spielstärker ist als Jeggo. Jeggo würde ich heute nicht beginnen lassen, da der Gegner sich wohl eher aufs Verteidigen fokusieren wird. Somit  wird Jeggos Zweikampfstärke nicht so gefragt sein.

    Vor Lovric sind dann 3 offensive Mittelfeldspieler. Da haben wir fast die Qual der Wahl. Schmerböck hätte ich diesmal die Chance statt Röcher gegeben. Zulj im Zentrum und Rechts Hierländer. Huspek wäre bei mir zunächst mal auf der Bank. Im Fall der Fälle, wenn es nach vielleicht 60 Minuten immer noch 0-0 steht, könnte man einen Huspek für einen IV bringen und Hierländer danach gemeinsam mit Zulj im Zentrum spielen lassen.

    Zum Angriff: Da würde ich mit Alar und Schubert/ Filip (eher Schubert) beginnen. Alar kann falls notwendig auch als hängende Spitze spielen und den Ball bereits etwas weiter hinten holen. Und bei der zweiten Option im Sturm bin ich mir nicht sicher.

    Zum zweiten Stürmer:

    Spielt Filip, dann hätten wir für Alar einen ähnlichen Sturmpartner wie es damals Edomwonyi war. Nur weiß ich nicht ob das heute so richtig wäre, da der Gegner ziemlich defensiv orientiert sein wird. Ob sich bei einer eventuellen 5er- oder 6er Kette wirklich Räume ergeben?

    Spielt Schubert, dann hätten wir etwas mehr Flexibilität im Angriff, da man im Gegensatz zum Sturmduo Alar- Filip, auch die Möglichkeit über die Flanken zu kommen.

     

    Es kann auch eine andere Aufstellung sein. Solange Sturm heute gewinnt und aufsteigt, ist mir alles Recht! 🙂

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    • black_aficionado sagt:

      Ist recht interessant und durchdacht, aber – ich lehne mich einmal aus dem Fenster und sage – in einem Spiel in dem es um alles geht wird der Franzl wohl tendenziell nicht dazu neigen eine Variante auf den Platz zu stellen, die so in diesem System noch nie agiert hat. Soll er mich überraschen und mich Lügen strafen, aber die Erfahrung lehrt uns, dass er nicht der Typ für solche Experimente ist. Wir lösen schon in der Bundesliga (wo es in einem Spiel NIE um alles geht) die defensive Ausrichtung der Doppel 6 nicht auf, das dann auswärts in einem Quali-Spiel?!

      Im Übrigen bin ich ganz bei dir und deinem letzten Satz. Lassen wir uns also überraschen 😉

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  8. rio sagt:

    Die Aufstellung ist mir egal, solang sie erfolgreich ist. Weil ich unbedingt eine volle Hütte mit Patzenstimmung gegen Fenerbahce erleben will!!!!

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  9. jott1976 sagt:

    Alles Gute unseren Jungs.

    Hauts euch rein und belohnt´s euch mit einem vollen Haus gegen Fenerbahce.

    Ois auf die Schwoarzen – Gemma!

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