Wiedergutmachung

Spielvorschau: Admira vs. SK Sturm Graz

An der Ausgangsposition hat sich im Gegensatz zur letzten Woche vor dem Spiel gegen Mattersburg so gut wie nichts verändert: Mit einem Sieg am 20. Spieltag gegen die Admira wäre der Platz im oberen Play-Off de facto fix, da man im Falle einer Punktegleichheit ein viel besseres Torverhältnis als die Austria vorzuweisen hat. Mit einem vollen Erfolg am Samstag in der Südstadt könnten die Schwarz-Weißen somit in den letzten beiden Runden des Grunddurchgangs befreit aufspielen. Dann geht es nämlich gegen den direkten Konkurrenten aus Wien und gegen den zurzeit von der Spitze verdrängten Serienmeister aus Salzburg. Der SK Sturm muss wie schon am ersten Spieltag der Frühjahrsaison auf die Langzeitverletzten Isaac Donkor und Kiril Despodov verzichten – der ebenfalls, wie diese Woche bekannt wurde, erst im Saisonfinish wieder einsatzbereit ist. Dafür sind mit Otar Kiteishvili, Juan Dominguez, Stefan Hierländer und Ivan Ljubic gleich vier Stammkräfte nach Sperren wieder zurück im Kader der Schwoazen, die – so Trainer Nestor El Maestro – alle wieder in die Startelf zurückkehren werden. Im ersten Saisonduell gab es einen klaren 4:1-Heimsieg für die Murstädter und auch dieses Mal wollen die Schwarz-Weißen mit einem Sieg wichtige drei Punkte einfahren.

Leistungssteigerung nötig

Die Blackys müssen sich jedoch im Gegensatz zur letzten Woche um ein Vielfaches steigern. Eine erschreckende Darbietung sowohl offensiv als auch defensiv war für einige Fans der traurige Tiefpunkt der bisherigen Saison. Der Umstand, dass keinerlei Matchplan erkennbar war, ließ so manchen Erz-Schwoazen zusammenzucken. Mit Otar Kiteishvili ist die Schaltzentrale im Mittelfeld wieder mit von der Partie und der Georgier lässt auf mehr Spielwitz sowie Kreativität in der Offensive hoffen. Durch die Rückkehr von Juan Dominguez darf man wohl auch mehr Stabilität in der Defensive erwarten. Möchte man den Anschluss nicht gänzlich verlieren und den eigenen Ansprüchen zumindest teilweise gerecht werden, so wird dies auch dringend nötig sein.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Schlagbarer Gegner

Die Südstädter gewannen diese Saison erst drei Spiele und sind mitten im Abstiegskampf. Die obere Hälfte der Liga ist in weiter Ferne – die Favoritenrolle ist freilich klar verteilt. Für den Tabellenelften aus Mödling gab es zum Frühjahrsstart ein 2:2-Unentschieden gegen St.Pölten, in Zuge dessen Neuzugang Markus Pink, der im Winter vom SK Sturm gekommen war, von Anfang an ran durfte. Aufgrund der Tabellenkonstellation ist eigentlich von einem Pflichtsieg für die Steirer, die bereits mit dem Rücken zur Wand stehen, auszugehen. Die jüngsten Darbietungen lassen allerdings selbstredend daran zweifeln, dass es sich dabei um eine vergleichsweise einfache Aufgabe handeln wird. Das hat auch Nestor El Maestro erkannt, der meint: „Es wird sicher ein hartes Stück Arbeit, auch weil wir uns nicht in unserer besten Phase befinden.“

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Nach den unrühmlichen Diskussionen am Anfang der Woche um die Personalie Günter Kreissl wurde am Mittwoch die Vertragsverlängerung von Philipp Huspek bekanntgegeben – der Oberösterreicher wird den Blackys bis 2022 erhalten bleiben und geht voller Vorfreude in die für Sturm so wichtige Partie. „Ich bin extrem motiviert für das Spiel am Samstag gegen die Admira, weil wir dort etwas gutzumachen haben“, sagt der 29-Jährige.

Leitner und Lackner wollen den Dreier

Admiras Schlussmann, der gebürtige Leobener Andreas Leitner, blickt optimistisch auf die samstägige Begegnung und freut sich ebenfalls schon auf das Duell. „Es ist immer schön, gegen so einen Gegner zu spielen. Für mich als Steirer ist es schon speziell, sonst gibt es aber wenig Berührungspunkte. Wir wollen in unserem ersten Heimspiel 2020 unsere Fans mit einem Sieg beschenken.“ Und auch ein anderer in Graz bestens bekannter Akteur ist zuversichtlich: Markus Lackner, der bis Ende der Saison von Sturm zur Admira verliehen wurde, spricht von einem für ihn besonderem Spiel: „Ich habe Kontakt mit Spielern von Sturm, da wir im letzten Jahr viel Zeit zusammen verbracht haben. Ich bin topmotiviert und freue mich schon sehr auf das erste Heimspiel in der BSFZ Arena im Jahr 2020. Das Hinspiel haben wir ja 1:4 verloren, aber es wäre bei einem entsprechenden Spielverlauf mehr drin gewesen. Keine Frage, wir müssen es am Samstag besser machen. Und für uns als Mannschaft gibt es ohnehin nur ein großes Ziel: Unsere Fans mit einem Heimsieg zu belohnen.“

Spieldaten

Österreichische Bundesliga 2019/20, 20. Runde
Samstag 22.02.2020, 17:00 Uhr, BSFZ-Arena

Schiedsrichter: Sebastian Gishamer

Mögliche Aufstellung:

Siebenhandl; Sakic, Avlonitis, Spendlhofer, Trummer; Dominguez, Hierländer, Kiteishvili; Huspek, Röcher; Balaj

Ersatz: Schützenauer, Schrammel, Jäger, Ljubic, Leitgeb, Jantscher, Friesenbichler

Verletzt: Donkor, Despodov

Anzeige

8 Kommentare

  1. SM1982 sagt:

    Hurra Hurra unser HUSI der bleibt Daaa!!!!

    5+
  2. Fanatiker sagt:

    Ein Dreier in der Südstadt wäre Balsam auf die Wunden, sonst haben wir wirklich einen Stress. Trainer usw…

    2+
  3. ds1909 sagt:

    Mit einem Dreier würde sich alles wieder ein wenig beruhigen.
    Würde mir mal ein Doppelsturm wünschen, Friese und Balaj vorne.

    1+
  4. Ennstaler sagt:

    Schluss mit dem „hättat i, warat i“ – Sturm muss einfach den absoluten Willen zum Sieg auf den Rasen bringen!

    4+
  5. ds1909 sagt:

    https://squadbuilder.sturmnetz.at/squads/squad_5e50e84fd8cea1582360655.png
    So in etwa könnte ich mir das schon gut vorstellen, einzig Huspek statt Despo – da ja verletzt.

    Oder:
    https://squadbuilder.sturmnetz.at/squads/squad_5e50eaf27770c1582361330.png
    Wenn Donkor fit, muss man ihn natürlich auch berücksichtigen.
    Glaube, dass man mit solchen Systemen such Balaj besser ins Spiel bringen kann. Und wenn man mit Friese und Balaj beginnt und dahinter im OM Oti auf den Seiten Röcher und Hierländer/Huspek, würde viel viel mehr rausschauen, und nicht nur eine Fehlpassorgie nach der anderen. Und mit Domínguez oder Ljubic im Zentralen-Defensiven Mittelfeld als Absicherung vor der Abwehr bzw. Anspielstation.
    Außerdem wäre dann noch Platz auf der Bank für Amoah oder Shabi.
    Bei aller Ehre: Leitgeb spielt in meinem System keine Rolle mehr. Sorry.

    0
  6. skblackie . sagt:

    Also heute SOLLTEN 3 Punkte drin sein bzw mit nach Hause genommen werden. Ansonsten ist so richtig Krise ja. Ich persönlich würd ja einen Spendi mal eine Pause gönnen, stattdessen Jäger rein, bin einfach mit ihm nicht zufrieden, aber nur meine Ansicht.

    Ich würde es auch mal interessant finden, mit Dominguez und Hierländer zentral zu beginnen, bzw Hierländer mehr Zug nach vorne, und Kiteishvili mal auf den rechten Flügel platzieren. Friesenbichler und Balaj vorne in die Box, bzw einer natürlich zurückgezogen, als Anspielstation.

    Ein wenig traurig war ich bei der PK zum Spiel, als NeM gefragt wurde ob er die 4 Spieler wieder einsetzen werde, die gefehlt gesperrt waren und er diese Frage sofort mit Ja beantwortet hat. Aber mal schauen ich lass mich überraschen und hoffe auf 3 Punkte.

    Denke es wird das gewohnte Bild sein, Hierländer Flügelverteidiger LV, Ljubic, Dominguez decken ab nach hinten. Kiteishvili Zentral vorne die Flügel Röcher und Huspek, und Balaj vorne.

    1+
    • SM1982 sagt:

      Wäre auch deiner Meinung das Spendi eine Pause gut tun würde.

      Zu OtarMeSsI der gehört ins ZM.

      3+

Schreibe einen Kommentar