Wie in jungen Jahren

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. SKN St. Pölten

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Begegnung SK Sturm Graz vs. SKN St. Pölten sind abgeschlossen und alle Einsendungen ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man Of The Match

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Jakob Jantscher – Note: 1,13

Ein unglaublicher Nachmittag für Jakob Jantscher, der sich zurecht „Man oft the Match“ nennen darf. Bereits nach 77 Sekunden eröffnete der 30-Jährige das Spiel mit einem sehenswerten Treffer ins lange Eck. In der 57. Minute setzte er den Schlusspunkt nach einem stark zu Ende gespielten Konter. Über Thorsten Röcher, Philipp Huspek und Otar Kiteishvili landete die Kugel vor dem linken Flügelspieler, abgebrüht ließ er Gäste-Keeper Christoph Riegler mit einem Haken aussteigen und versenkte den Ball im Tor. Über die gesamten 90 Minuten sorgte Jantscher für Gefahr und brachte auch seine Mitspieler immer wieder in Szene.

Thorsten Röcher – Note: 1,65

Nestor El Maestro brachte Thorsten Röcher bei seinem ersten Pflichtspiel seit seiner Rückkehr zu Sturm Graz als Mittelstürmer. Der gebürtige Niederösterreicher drückte dem Spiel von Anfang an seinen Stempel auf. Immer wieder ließ er sich etwas nach hinten fallen, um den Ball dann schnell nach vorne zu treiben. Die Leihgabe aus Ingolstadt wusste seine Kollegen auf den Außenbahnen gekonnt einzusetzen. Speziell mit Jantscher funktionierte das Zusammenspiel hervorragend. Vor dem 3:0 konnte sich Röcher gleich gegen zwei St. Pöltner durchsetzen und leitete den entscheidenden Konter ein.

Juan Domínguez – Note: 1,72

Wie gewohnt überzeugte Juan Domínguez mit Ruhe und Übersicht. Er versprühte Zweikampfstärke und versuchte wie Ljubic den Ball schnell in die Spitze zu bringen. Die St. Pöltner Offensivreihe hatte mit Dominguez so ihre Schwierigkeiten. Er stellte sich robust entgegen und konnte einige Ballgewinne erzielen. In der 28. Minute traf Rene Gartler den Spanier mit der offenen Sohle und sah völlig zurecht die rote Karte. Domínguez konnte die Partie nach kurzer Behandlung fortsetzen. Zum Glück, denn kurz vor der Halbzeitpause konnte der Legionär seine Leistung mit seinem ersten Bundesligatreffer krönen. Nach einer Jantscher-Ecke verlängerte Avlonitis mit dem Hinterkopf und Dominguez vollendete im Fünfmeterraum.

Philipp Huspek – Note: 1,72

Am Sonntag durfte Philipp Huspek auf der rechten Außenbahn statt Markus Pink ran. Er bestätigte seine Nominierung mit einer starken Leistung. Mit vielen Sprints suchte der Flügelflitzer den Weg in die Tiefe. Einige Male konnte er die Abwehr der Gäste so vor große Probleme stellen, wie auch beim 3:0. Der 28-Jährige überzeugte nicht nur mit seiner offensiven, sondern auch seiner defensiven Leistung. Des Öfteren unterstützte er Sakic auf der rechten Abwehrseite, war sich für keinen Weg zu schade und konnte einige Bälle zurückgewinnen.

Emanuel Sakic – Note: 1,9

Der Neuzugang machte am Sonntag sein Bundesliga- und Heimspieldebüt für die Schwarz-Weißen. Emanuel Sakic harmonierte mit seinem Vordermann Huspek als hätten sie schon viele Spiele gemeinsam absolviert. Immer wieder schaltete sich der schnelle Rechtsverteidiger in das Offensivspiel ein. In der 70. Minute scheiterte er nach einem Konter am starken Riegler. In der Defensive agierte er abgebrüht und robust. Die Quote von 75% gewonnen Zweikämpfen spricht Bände.

Jörg Siebenhandl – Note: 1,98

Als Torhüter würde man sich so einen Tag wohl öfter wünschen. Jörg Siebenhandl musste nur selten eingreifen. Die St. Pöltner hatten Mühe überhaupt einen gezielten Abschluss auf das Tor der Grazer zu bringen. Einzig in der 17. Minute musste der Wiener eingreifen, doch auch der Schuss von Vucenovic aus spitzem Winkel konnte ihn nicht ernsthaft fordern. Siebenhandl wirkte auch bei hohen Bällen souverän und war der gewohnt sichere Rückhalt.

Otar Kiteishvili – Note: 2,01

Wie so oft war der quirlige Georgier auch im ersten Bundesligaspiel der Saison einer der auffälligeren Spieler. Der Kreativposten versuchte das Spiel schnell zu machen und die Bälle zu verteilen. „Oti“ kam auch selbst einige Male zum Abschluss, fand aber in Christoph Riegler seinen Meister. Als er in der 31. Minute nach idealem Zuspiel von Jantscher allein vor dem Gäste-Keeper stand, hätte er den Ball im Tor unterbringen müssen. Nichtsdestotrotz machte die Nummer 10 ein starkes Spiel und krönte seine Leistung mit dem Assist zum 3:0.

Anastasios Avlonitis – Note: 2,12

Wie sein Abwehrkollege Spendlhofer machte Anastasios Avlonitis eine solide Partie. Mehrmals war er mit dem Fuß oder per Kopf zur Stelle und bugsierte den Ball aus der Gefahrenzone. Der Innenverteidiger verbuchte seinen ersten Assist für Sturm als er einen Eckball von Jantscher mit dem Kopf auf Domínguez verlängerte. Der Spanier köpfte den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen. Bereits nach 10 Minuten hätte er selbst mit einem Kopfball einen Treffer erzielen können.

Lukas Spendlhofer – Note: 2,13

Mit seinem Abwehrpartner wusste Lukas Spendlhofer die Räume eng zu machen. Für die St. Pöltner Offensive gab es kaum ein Durchkommen. Einzig in der 17. Minute enteilte ihm Vucenovic, doch der konnte den Ball schlussendlich nicht mehr platziert aufs Tor bringen. Kurz zuvor klärte der 26-Jährige sehenswert gegen Gartler. Der Kapitän ging hart in die Zweikämpfe, jedoch im Rahmen des Erlaubten. Zwei Drittel seiner Zweikämpfe konnte er für sich entscheiden.

Ivan Ljubic – Note: 2,32

Der Nachwuchsteamspieler sollte die Schnittstelle zwischen Defensive und Offensive verkörpern. Gegen nicht allzu starke Gäste war er sowohl in der Abwehr als auch in der Bewegung nach vorne wenig gebraucht. Ljubic machte dennoch viele Meter und war stets anspielbar. Neben Domínguez wirkte er vor der Abwehr unscheinbar, scheute jedoch keine Zweikämpfe und versuchte den Ball schnell in die Spitze zu bringen.

Thomas Schrammel – Note: 2,47

Der Ex-Rapidler erbrachte eine ordentliche Leistung. Über die gesamte Spieldauer bewegte er sich viel, beackerte die linke Seite sowohl offensiv als auch defensiv und konnte Jakob Jantscher unterstützen. Schrammel hinterlief seinen Vordermann regelmäßig, um weitere Räume zu öffnen. Der Verteidiger brachte zudem einige gefährliche Standards in den Strafraum. Bereits nach acht Minuten sah der 31-Jährige eine unnötige gelbe Karte, weil er einen Freistoß zu früh ausgeführt hatte.

 

Einwechselspieler:

Michael John Lema (74.) – Note: 2,29

Michael John Lema ersetzte in der 74. Minute Huspek auf der rechten Seite. Bereits Sekunden nach seiner Einwechslung kam der Jungspund zu einer guten Chance. Von rechts zog der 19-Jährige in den Strafraum, sein Schuss ging nur haarscharf am linken Pfosten vorbei. In weiterer Folge bewegte er sich gut, versuchte das Spiel schnell zu machen und konnte auch Markus Pink noch einmal gut in Szene setzen.

Christoph Leitgeb (76.) – Note: 2,39

Nach 12 Jahren bei Red Bull Salzburg kehrte Christoph Leitgeb am Sonntag in das Liebenauer Stadion zurück. Der 34-Jährige versuchte sich spielerisch einzubringen, was durchaus gelang. Der Routinier konnte beinahe sein Comeback mit einem Treffer krönen, doch er traf in 83. Minute den Ball nicht voll. Ob es in Zukunft für mehr als 15 Minuten reichen wird, wird sich weisen.

Markus Pink (72.) – Note: 3,21

Nach seiner Einwechslung konnte der Stürmer nur wenig Akzente setzen. In der 81. Minute hatte er das 4:0 auf der Stirn, verpasste eine Lema-Flanke um Millimeter.

 

Sonstige Bewertungen:

Trainer Nestor El Maestro – Note: 1,95

Bei seinem Bundesliga-Debüt an der Seitenlinie der Grazer brachte Nestor El Maestro Thorsten Röcher und Philipp Huspek statt Philipp Hosiner und Markus Pink. Die beiden Offensivakteure belebten sichtlich das Spiel. Taktisch wechselte El Maestro auf ein nominelles 4-2-3-1-System. Wichtig war dem Coach das Spiel schnell zu machen und zum Abschluss zu kommen.

Schiedsrichterteam rund um Walter Altmann – Note: 2,07

Bis auf die rote Karte agierte das Schiedsrichterteam unauffällig. Der Platzverweis gegen Rene Gartler im Dress der Niederösterreicher war zudem absolut gerechtfertig. Walter Altmann hatte das Spiel zu jeder Zeit unter Kontrolle. Dem angehenden FIFA-Schiedsrichter und seinem Team unterliefen auch bei kleinen Entscheidungen kaum Fehler.

Das SturmNetz-Team bedankt sich für 371 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man of the Match, Jakob Jantscher, folgende Nummer:

Anzeige

7 Kommentare

  1. FloB0706 sagt:

    Ich hoffe Jantscher kann seine derzeitige Form noch einige Zeit halten.
    Übrigens: Beim letzten europäischen Heimsieg mit drei Toren Unterschied, einem 5:0 gegen den OFK Petrovac aus Montenegro, im Rückspiel der 3. Qualirunde für die Europa League, am 6.8.2009, stand ein gewisser Jakob Jantscher in der Startelf und Sturm konnte sich dann schlussendlich für die Gruppenphase qualifizieren.

    4+
  2. schmitzi82 sagt:

    Wird das Spiel live Übertragen?!!

    0
  3. Ritter2016 sagt:

    Ja, juhu, so schnell geht das. Nachdem am Donnerstag nach dem 0:2 die gesamte Mannschaft ausgetauscht werden musste, Kreissl sowieso nix weiß und NEM e der falsche für den Job ist hat Sturm nun 3:0 gewonnen, alles ist super, wir werden Meister und die EL-Gruppenphase nehmen wir als Zubrot sowieso mit indem man Haugesund 7:0 aus dem Stadion schießt und danach kommt e nix mehr.

    Ich persönlich habe mich über den Sieg sehr gefreut. Heimsiege waren ohnehin sehr selten. Die Mannschaft hat ansehnlich gespielt Persönlich freue ich mich in dieser Saison über jedes gute Spiel.

    2+
  4. blacKnight sagt:

    Das Spiel war ganz gut. Bin schon sehr erleichtert, dass die Mannschaft ein anderes Gesicht gezeigt hat, obwohl uns ein ganzes Match gegen 11 Spieler als Vorbereitung auf Haugesund schon gut getan hätte. Ich würd ja den Kiteishvilli über Nacht ins skills.lab sperren und erst rauslassen wenn er 200 Türl gemacht hat 😉 Im Ernst: Er sollte an seiner Chancenauswertung arbeiten. Das würde für uns einen Riesenunterschied ausmachen, wenn der plötzlich treffen würd.

    3+
    • Supersturm sagt:

      Ich bin mir sicher, dass unsere Nr. 10 daran arbeitet. Man sieht ihm ja eh immer an, dass er sich selbst am meisten ärgert, wenn er eine Chance vergibt…
      Wenn der plötzlich treffen würde, wäre er sicher nicht mehr lange in Graz..
      Mir persönlich ist lieber, er vergibt ein paar Hochkaräter und legt dann Tore wie das 3:0 auf..
      So können wir ihn länger in Graz bestaunen und er hilft der Mannschaft trotzdem.

      2+

Schreibe einen Kommentar