Wer, wenn net du?

Spielercheck: NS Mura vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler sowie des Trainers und des Schiedsrichterteams der letzten Partie sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Jörg Siebenhandl – Note 1,13

Einmal mehr wurde Jörg Siebenhandl von der SturmNetz-Community zum Man of the Match gewählt – einmal mehr völlig zurecht. Waren es in der Vergangenheit zumeist jene Begegnungen, die ergebnistechnisch sprichwörtlich in die Hose gingen und der langjährige Schlussmann der Schwoazen noch höhere Niederlagen vereiteln konnte, vermochte der 31-Jährige, sich dieses Mal auch bei einem klaren Sieg die SturmNetz-Krone aufzusetzen. Beim frühen Gegentreffer machtlos, lag es nach der 65. Minute speziell am Keeper, dass der Einzug in die Europa-League-Gruppenphase für den SK Sturm zum Greifen nahe ist. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison ist der Schlussmann in absoluter Topform.

Jörg Siebenhandl in für ihm gewohnter Rolle als MOTM. | © Martin Hirtenfellner Fotografie

Kelvin Yeboah – Note 1,35

Kelvin Yeboah trifft und trifft und trifft. Auch auf internationalem Boden beweist der Vollblutstürmer den richtigen Riecher und vollendet in der Begegnung gegen den NS Mura zum 3:1-Endstand. Dem nicht genug bereitete Yeboah das 2:1 durch Otar Kiteishvili mustergültig vor und beschäftigte die Abwehr der Slowenen bis zu seiner Auswechslung nach 75 Minuten nahezu permanent.

Otar Kiteishvili – Note 1,69

Der Georgier, der seinen auslaufenden Vertrag noch vor Saisonbeginn verlängerte, war der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel des SK Sturm. Otar Kiteishvili war die Lösung des Problems, das Abwehrbollwerk des slowenischen Vorjahresmeisters zu knacken. Erst mit seinem punktgenauen Kurzpassspiel und blitzschnellen Dribblings konnten sich die Schwarz-Weißen offensiv in Szene setzen. Seine Leistung krönte der 1,73 Meter große Mittelfeldspieler mit seinem Kopfballtreffer, zuvor holte Kiteishvili noch dazu den Strafstoß raus.

Stefan Hierländer – Note 1,96

Auch der Kapitän lieferte eine sehr starke Partie ab. Stefan Hierländer machte wie gewohnt Kilometer um Kilometer, zeigte Präsenz und strahlte als Leader die nötige Ruhe aus. Auch die Passstatistik zeichnet sich beim Kärntner äußerst positiv; diese Form gilt es mitzunehmen.

Gregory Wüthrich – Note 2,05

Es war – bis auf das fehlende Abwehrverhalten beim frühen Gegentreffer der gesamten Defensivmannschaft – 65 Minuten lang eine sehr solide und mittlerweile gewohnt starke Vorstellung des Schweizers. Danach ergaben sich zu viele Lücken in der Defensive rund um den Abwehrchef. Nichtsdestotrotz fällt der Leistungsnachweis für den Innenverteidiger insgesamt äußerst positiv aus. Denn besagten Lücken gingen auch Momente fehlender Konzentration der Vorderleute voraus. 

Jon Gorenc Stankovic – Note 2,05

Die exakt selbe Note erreichte der Mann, der am Feld eine Reihe vor Wüthrich beheimatet ist: Jon Gorenc Stankovic war mehrmals der Ausgangspunkt für gefährliche Angriffe der Schwarz-Weißen. Die Defensivaufgaben erfüllte der Slowene weitestgehend souverän. Der Umstand, dass es in der letzten halben Stunde vermehrt zu Topchancen für die Heimmannschaft kam, wird auch Gorenc Stankovic in der Nachbereitung der Begegnung noch beschäftigen.

Amadou Dante – Note 2,07

Das Spiel von Amadou Dante ist oftmals geprägt von Licht und Schatten. Gegen den NS Mura lieferte der aus Mali stammende 20-Jährige eine grundsolide Partie ohne große Höhe- oder Tiefpunkte ab. Die linke Abwehrseite – für die Dante verantwortlich zeichnet – wurde dichtgemacht, nach vorne könnte wie so oft noch etwas mehr kommen. Alles in allem kann man sich auf den Youngster jedoch stets verlassen – nicht zu unrecht ist der Defensivspieler für Trainer Christian Ilzer unangefochtener Stammspieler.

Jakob Jantscher – Note 2,08

Es war Jakob Jantscher, der in der 18. Spielminute die Verantwortung übernahm und den Ball mittels Strafstoß zum 1:1 – etwas glücklich aber doch – im Tor unterbrachte. Glücklich deshalb, weil der slowenische Keeper im richtigen Eck war. Drinnen war die Kugel doch, weil der Ball am Ende kaum bis gar nicht haltbar war. Wie gewohnt gab der Steirer zudem alles und sorgte zumeist mit seinen Standards für Gefahr in der Offensive, dennoch steht der Angreifer derzeit etwas im Schatten von Sturm-Partner Yeboah.

Jusuf Gazibegovic – Note 2,09

Der Entertainer in der Mannschaft beackerte wie in den Spielen zuvor fleißig seine rechte Defensivseite. Auffallend ist sein vermehrt aufkommender Drang in die Offensive, die in Zukunft das Spiel von Sturm variantenreicher machen könnte.

David Affengruber – Note 2,13

War das Spiel von Neuzugang David Affengruber in den ersten Begegnungen noch von Unsicherheiten gekennzeichnet, kommt der erst 20-jährige Mostviertler zunehmend in Fahrt. Mit Routinier Wüthrich hat der Youngster einen idealen Partner an der Seite, um die Leistung weiter zu steigern. Im Spiel gegen den NS Mura war erneut eine Leistungssteigerung zu erkennen, Eigengewächs Niklas Geyrhofer hat somit einen bockstarken Kontrahenten um den zweiten Stammplatz im Abwehrzentrum.

Ivan Ljubic – Note 2,43

Im mannschaftsinternen Duell mit Andreas Kuen um einen Platz in der Ilzer’schen Raute hatte Ivan Ljubic am Donnerstagabend die Nase vorne. Der 25-Jährige fügte sich mit seiner dargebotenen Leistung ins grundsätzlich sehr starke Mannschaftsbild ein und war bemüht, offensiv wie defensiv Aufgaben zu übernehmen. 

Einwechselspieler:

Manprit Sarkaria – Note 2,64 (ab der 66. Spielminute)

Nach seinem Doppelpack gegen den LASK blieb Manprit Sarkaria gegen Mura ohne Scorerpunkt. In seinen rund 35 Spielminuten konnte er keine nennenswerten Akzente nach vorne setzen, dieser Umstand ist auch der Sturmlauf der Slowenen im Schlussdrittel der Begegnung geschuldet.

Andreas Kuen – Note 2,86 (ab der 76. Spielminute)

Auch Andreas Kuen konnte in der kurzen Einsatzzeit nach vorne nur wenig bewirken, blieb jedoch auch fehlerlos.

Anderson Niangbo – Note 2,95 (ab der 76. Spielminute)

Anderson Niangbo muss sich noch in die Mannschaft spielen und die Spielidee des Trainers verinnerlichen – kein Wunder, ist der ausgeliehene Ivorer erst zum Verein gestoßen. Dennoch reichte es wieder zu Einsatzminuten, man darf auf die zukünftige Leistung des Stürmers gespannt sein.

Nikals Geyrhofer – Note 2,33 (ab der 81. Spielminute)

Zu kurz eingesetzt

Lukas Jäger – Note 2,46 (ab der 81. Spielminute)

Zu kurz eingesetzt

Sonstige Bewertungen:

Christian Ilzer – Note: 1,68

Man kann dem Steirer-Trainer nicht viel vorwerfen, der zurechtgelegte Matchplan ging einmal mehr auf. Da bleibt nur eines zu sagen: Das Spiel des SK Sturm macht derzeit und schon länger großen Spaß und Christian Ilzer trägt daran definitiv eine „Mitschuld“.

Der englische Schiedsrichter Michael Oliver lieferte eine souveräne Spielleitung ab. | © Martin Hirtenfellner Fotografie

Das Schiedsrichterteam um Michael Oliver – Note: 1,84

Die UEFA schickte geballte Schiedsrichterroutine nach Murska Sobota: Michael Oliver leitete in den letzten elf Spielzeiten nicht weniger als 293 Begegnungen in der Premier League, zuletzt drei Partien in der Europameisterschaft. Diese Routine war auch in der Spielleitung des Engländers sichtbar, bei den Entscheidungen gab es keinen Grund für Kritik.

Das SturmNetz-Team bedankt sich für 301 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man-Of-The-Match folgende Nummer:

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1 Kommentar

  1. Black Panther sagt:

    Einen Haken gibt es bei Siebenhandel! Das rote Trikot! Aber spitzen Leistung!

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