Vom grün-weißen zum bull-weißen Doppel

Spielvorschau: Red Bull Salzburg vs. SK Sturm Graz

Die beiden erfolgreich absolvierten Partien des SK Sturm gegen die Hütteldorfer Grünen gehören der Vergangenheit an, Red Bull Salzburg heißt die Gegenwart. Und auch hier gilt die Devise: Doppelt hält besser! Denn nach dem Sonntagsspiel der 33. Runde der höchsten österreichischen Spielklasse auswärts in Salzburg matcht sich der aktuelle Tabellenzweite bereits am Mittwoch im Run auf Klagenfurt in einer „neutralen“ Spielstätte erneut mit dem Ligakrösus aus dem Westen, jenem Marketingkonstrukt am Spielbrett der Proletarier, das in den letzten Wochen mit zugegebenermaßen bärenstarken Vorstellungen in der Europa League des öfteren den Heimatstolz vieler verirrter Patrioten aus den Seelen zu kitzeln vermochte. Das Abenteuer ist vorbei, ein nicht zu gebender Eckball in der 115. Minute beendete den internationalen Auftritt und den Traum der Mateschitz-Elf vom Finaleinzug.

Red Bull vor Titelgewinn

Und so steht also wieder heimische Fußballkost am Programm. Attraktive heimische Fußballkost, denn beim Duell Red Bull gegen den Sturm Graz treffen am Sonntag jene beide Mannschaften aufeinander, die mit bislang 22 bzw. 20 Saisondreiern die meisten Siege in der heimischen Bundesliga einfahren konnten, jene beiden Teams, die Woche für Woche wohl am Offensivsten zu Werke gehen und die beide ein großes Saisonziel vereint: Die Champions League

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Im Lager von Red Bull ist dieses bereits erreicht, remisiert die Truppe von Marco Rose am Sonntag gegen Sturm, ist man – wohl zur Überraschung vieler – Meister. Sturm hingegen kämpft noch um Tabellenplatz zwei, der ebenso einen Qualiplatz für die Königsklasse bedeutet. Sechs Punkte beträgt der Vorsprung aktuell auf den gefährlichen Vierten LASK, fünf auf das ehemals glamouröse Rapid, das sich aktuell aber scheinbar damit  zufrieden gibt, nicht Zweiter zu werden und sich so wohl selbst aus dem Rennen um den Vizemeistertitel nimmt. Zumindest wurde dies medial in der vergangenen Woche oftmals so transportiert, der LASK konnte aber dennoch mit 2:0 besiegt und Platz drei zurückerobert werden. In einer Woche empfangen die schwarz-weißen Grazer die beinahe ebensofärbigen aus Linz, der Sechs-Punkte-Polster könnte also schon sehr bald sehr weg sein.  

Sturm mit dem Traum

Emeka Eze fällt für den Rest der Saison aus (wir haben berichtet), der Einsatz von Zwilling Bright Edomwonyi am Sonntag ist fraglich, die Startformation für den Nigerianer mehr als unwahrscheinlich. „Wir werden, auch für die kommenden Aufgaben, kein Risiko einer ernstzunehmenden Muskelverletzung eingehen“, meinte der Sturm-Coach beim Media Briefing vor dem Schlager am Sonntag. Fokussiert wirken die Grazer allemal, so bläst Heiko Vogel mit dem altbekannten Von-Spiel-zu-Spiel-schauen-Sager ins selbe Horn, wie wohl jeder andere Fußballcoach auf diesem Planeten auch. „Es warten drei großartige Spiele auf uns,  in denen wir alles abrufen müssen, was wir haben“, so Vogel, der aber untermauert, es würde ihn „aktuell nur das Spiel am Sonntag“ interessieren. Danach erst Klagenfurt und im Anschluss darauf erst der LASK. Und danach? Dann ist man hoffentlich als Cupsieger 2018 drauf und dran, auch den Vizemeistertitel nach Graz zu holen. Denn mehr oder weniger realistisches Träumen muss einfach erlaubt sein…

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Spieldaten:

Red Bull Salzburg vs. SK Sturm Graz

33. Runde der Österreichischen Bundesliga, Sonntag, 06. Mai 2018, 16:30 Uhr, Red Bull Arena

Schiedsrichter: Julian Weinberger

Mögliche Aufstellung: Siebenhandl; Koch, Maresic, Spendlhofer, Potzmann; Hierländer, Jeggo, Zulj, Röcher; Huspek, Alar

Ersatz: Schützenauer, Schrammel, Schoissengeyr, Lovric, Schmerböck, Jantscher, Schubert

Fraglich: Edomwonyi

Es fehlen: Eze, Zulechner

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2 Kommentare

  1. graz4ever sagt:

    Schon klar,  Sonntag alles geben, aber die Karten net aufdecken bis zum Cup (a mit Risiko Niederlage), aber als wir die Slzbg das letzte mal bezwungen haben, haben sie sich danach perfekt auf uns eingestellt und abgeschossen!

    Mir wär der Cup das WE eigentlich schon lieber, weil sie vom EC Fight viell mental no leer sind und garnicht sich einen Matchplan fürs 2.Spiel effizient machen könnten!

    Ausfall Eze tut natürlich sehr weh, umso wichtiger Edi fürs Finale..

    Naja, i bin nervös wie seitm Parma Spiel nimma  aufs Finale…

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  2. ds1909 sagt:

    Heute nehme ich gerne ein X oder sogar eine Niederlage, sofern alle für das Grand Finale fit bleiben und mehr als 100% geben. Ich war beim letzen Finale in Klagenfurt dabei und bin auch heuer wieder dabei – und ich will diesen Titel mit unserer Mannschaft feiern!

    ABER: Trotzdem aufpassen auf Platz 2!

    Schwarz-weiße Grüße.

    OIS FÜR DIE SCHWOAZEN!!!

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