Volle Konzentration auf Sturm?

Seit Dienstag ist es offiziell: Kosta Runjaic wird neuer Trainer beim TSV 1860 München. Der gebürtige Wiener soll den Klub wieder aus der Versenkung holen. 1860-Sportdirektor Oliver Kreuzer ist mit dieser Wahl als Bierofka-Nachfolger sehr zufrieden: „Wir glauben daran, dass Kosta mit seinem Profil sehr gut zu 1860 passt. Seine langjährige Erfahrung, seine Persönlichkeit und seine positive Einstellung haben uns alle davon überzeugt, dass wir mit ihm zusammenarbeiten wollen – und erfolgreich sein können.“

Dabei galt eigentlich Sturm-Trainer Franco Foda lange Zeit als der Favorit für den Posten des Übungsleiters beim Giesinger Traditionsklub. Dieser wurde aber, vermutlich auch wegen der kolportierten Ablösesumme von 250.000 Euro, mit einer Absage konfrontiert. Wieder einmal.

Schon im März sprach Foda bei Eintracht Frankfurt vor, als der Klub aus der ersten deutschen Liga auf der Suche nach einem Nachfolger für Armin Veh war. Dies bestätigte sein Berater Max Hagmayr: „Franco hat auf jeden Fall einen guten Eindruck hinterlassen.“ Bekanntermaßen fiel die Wahl jedoch auf den ehemaligen Kroatien-Teamchef Niko Kovac.

Foto: Martin Hirtenfellner Fotografie, Bearbeitung: SturmNetz

Hält Franco Foda Ausschau nach einem neuen Klub? (Foto: Martin Hirtenfellner Fotografie, Bearbeitung: SturmNetz)

In seinem Heimatland konnte der Deutsche schon einmal das Trainerzepter schwingen: Von Juni 2012 bis August 2013 war Foda Trainer vom 1. FC Kaiserslautern.

Die Beziehung zwischen dem heute 50-Jährigen und dem Klub aus der zweiten deutschen Bundesliga hat jedoch kein rühmliches Ende genommen: Nach einem Jahr wird Foda, dem von deutschen Medien ein zerrüttetes Verhältnis zu seiner Mannschaft zur Last gelegt wurde, entlassen. Pikantes Detail am Rande: Kosta Runjaic, der das Rennen um den Trainer-Posten bei 1860 München gewonnen hat, trat damals die Nachfolge von Foda in Kaiserslautern an.

Man muss kein Hellseher sein, um zu erkennen, dass der Sturm-Coach derzeit nicht abgeneigt ist, seine Trainertätigkeit bei einem anderen Klub auszuüben. Da jedoch morgen die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt, würde es sich bestimmt für alle Beteiligten lohnen, Gewissheit in der Trainerfrage zu haben. Das von Sportdirektor Günter Kreissl kritisierte „Markt sondieren“ sollte, auch für den Chef-Coach, ein Ende haben.

Was bleibt? Ein Sturm-Trainer, von dem die Fans nicht wissen, wie er zu seinem Verein steht. Konzentriert er sich nun vollends auf seine Aufgaben in Graz oder ist er weiterhin auf der Suche nach einer neuen Herausforderung?

 

Ist Franco Foda gegenwärtig der richtige Trainer für Sturm?

  • Nein (65%, 469 Votes)
  • Weiß nicht - die kommende Saison wird es zeigen (20%, 143 Votes)
  • Ja (16%, 113 Votes)

Teilnehmer: 725

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10 Kommentare

  1. Ooki sagt:

    Die Vereinsführung sollte ihn schon längst rausgeworfen haben… vollkommen unverantwortlich, den Verein weiter gegen die Wand fahren zu lassen, und dabei einfach zuzusehen.

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  2. BlackTwister sagt:

    Kurze Korrektur, Eintracht Frankfurt war damals und ist noch heute in der ersten Bundesliga und nicht in der zweiten!

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  3. Lukas sagt:

    Kreissl muss Einsparungen treffen bei Spieler, aber meine Frage dazu : in den Letzten 2 Jahren wurden unter EX Sportdirektor Goldbrich Spieler ja um gutes Geld verkauft wie Djuicin, Beric, Kainz, Hadzic, Tadic, Madl und auch für Milanic wechsel zu Leeds muss Geld rein gekommen sein.
    Einnahmen knapp berechnet 5 Mille.

    Hatte Sturm Graz soviel Schulden ? Wo ist dieses Geld ? Warum hinterfragt das niemand ?

    Warum wird in der Vereinsetage nicht ausgemistet ? Ich sehe in der Vereinsetage keinen der Geld mit bringt, der welche besitzt und investiert. der GG ist ja zuständig dafür um Sponsoren aufzutreiben.

    Also auch in der Vereinsetage, Vereinsführung gehört einiges hinter fragt.

    Hallo User gibt es Neuigkeiten zu einem Innen Verteidiger und Mittelfeld Spieler.

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    • black_aficionado sagt:

      Der jährliche Betrieb des Vereins kostet Geld. Zusätzlich dazu sind die Zuschauerzahlen seit Jahren im Sinken begriffen.
      Sturm musste gar keine Schulden haben um von den Erlösen im Prinzip nichts zu haben. Das Eigenkapital ist halbwegs konstant geblieben (bzw leicht gestiegen), aber die Erlöse wurden und werden zur Deckung des operativen Geschäfts gebraucht…

      Da braucht man nicht viel hinterfragen, die Situation ist keine rosige in Graz!

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    • Sturm-Echo sagt:

      Uiiiiiiiiiiiiii…wir werden doch nicht in eine Abwärtsspirale geraten sein…wenn man Spieler verkauft um damit die gesunkenen Einnahmen zu kompensieren dann werden wir uns bald in der 3. Klasse wiederfinden…gut gemacht Herr Jauk!!!

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  4. RAM6I sagt:

    Schade, dachte da der ORF schon von einem ehemaligen Sturm Trainer Franco Foda spricht, das der Deal auch schon fix ist! (Leider ne Ente)

    Aber ehrlich gesagt spricht nix gegen einen Foda würde er in sich gehen und so manche Punkte ernst nehmen und verbessern.

    -Selbstreflexion bei sich und der Mannschaft
    -mehrere Taktische Ausrichtungen als nur den bekannten Plan A
    -eine wirkliche „NICHT“ Stammplatzgarantie
    -eine wirkliche Jugendförderung (Nicht nur weil nichts anderes übrig bleibt)(Nicht noch ein Jahr wo gewisse Spieler links liegen gelassen werden. Wegen angeblichen Gründen! Spieler kann am besten selbst entscheiden was ihn belastet und was nicht! Nicht Vater spielen)
    -Ehrlichkeit bei Mediabriefing/Interviews (Wir Fans sind kein dummer Haufen, dem man Alles erzählen kann und schon gar Nicht im Zeitalter des Internets)
    -ersichtliche Steigerung der einzelnen Spieler (Schwächen/Stärke Analyse und diese verbessern/Vermindern)

    den eines kann ich nicht verstehen nachvollziehen, der bei gewissen Trainern hospitiert hat, kann doch nicht so beschränkt in seinen Mitteln/Fähigkeiten sein. (Das natürlich immer die Spieler mitziehen müssen und der Faktor Glück auch mitspielt, keine Frage)

     
    Aber wenn ich von 36 Spielen 34 das gleiche System/gleichen Spieler immer wieder aufs Feld schicke und es sich nichts ändert, nein sogar schwächer wird! Ja dann mache ich als Trainer etwas falsch und sollte dahingehend ehrlich genug sein und mehrere Schlachtpläne besitzen!

    2+

    • Ooki sagt:

      Ja, sollte Foda alles komplett ändern, und dann genau das Gegenteil von dem sein, das er jetzt ist, wäre er ein guter Trainer.

      Das ist natürlich sehr realistisch.

      3+

    • black_aficionado sagt:

      Der ORF hatte nicht und nie von einem ehemaligen Sturm Trainer gesprochen, sondern von Prödls ehemaligen Trainer bei Sturm, sollte das auf die „Stunde der Sieger“ bezogen gewesen sein 😉
      Das war nur dezent unglücklich formuliert in der Bildunterschrift 😉

      1+

    • RAM6I sagt:

      @Ooki: man wird wohl noch träumen dürfen 😉

      @black_aficionado: Punkt für Dich! War darauf bezogen, trotzdem fand ich es zu dem Zeitpunkt recht amüsant!

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