Verlor’n

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. Wolfsberger AC

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler sowie des Trainers und des Schiedsrichterteams der letzten Partie sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Euer „Man of the Match“ ©Martin Hirtenfellner Fotografie

David Nemeth – Note 2,05

Die 19-jährige Leihgabe aus Mainz war gewohnt sicher und wie schon in den letzten Spielen abgebrüht und dirigierte die Grazer Hintermannschaft. Auch in der Offensive war er in Minute Neun gefährlich. Nach einer Flanke von Jakob Jantscher kam er zu einer sehr guten Chance. Euer „Man of the Match“.

Jörg Siebenhandl – Note 2,27

Die Nummer 27 im Tor von Sturm war in der ersten Halbzeit kaum gefordert. Einen krassen Fehlpass musste er in Minute 15 selbst ausbessern und er parierte den Schuss von Taferner stark. Weiters schlichen sich einige Abschlagsschwierigkeiten in das Spiel des 30-Jährigen. In Hälfte Zwei war er dann aber sehr sicher und der gewohnt starke Rückhalt der Grazer. Zum Schluss war er beim Elfmeter von Liendl zum Null zu Eins Endstand chancenlos.

Jakob Jantscher – Note 2,27

Der Stürmer hatte bereits nach 25 Sekunden die erste Chance. Nach einer Flanke von Hierländer kam er nur um Sekundenbruchteile zu spät. Auch im weiteren Verlauf war der 32-Jährige sehr aktiv und in Minute 48 traf er mit einem unglaublichen Abschluss die Latte. Wenn dieser Versuch im Netz gelandet wäre, wäre er ein Kandidat für das „Tor des Monats“ gewesen. Danach war er noch zweimal gefährlich – bevor er dann in der 80. Minute den Platz verließ.

Jon Gorenc Stankovic – Note 2,4

Der Slowene war einmal mehr der Ruhepol im Spiel von Sturm. Durch seine Zweikampfstärke und seine genaues Passspiel fiel er einmal mehr positiv auf.

Niklas Geyrhofer – Note 2,51

Der 21-Jährige bildete wie schon in der letzten Partie gegen Rapid mit David Nemeth das Innenverteidigerduo. Der Eigenbauspieler spielte eine sehr starke Partie, wo er mit starkem Zweikampfverhalten und gutem Passspiel punktete. In der 81. Minute kam er nach einem Eckball von Stefan Hierländer zu einer Kopfballchance. Kurz vor Schluss fand seine starke Partie ein jähes Ende – im Zweikampf mit WAC-Stürmer Dieng im Strafraum sah er den roten Karton.

Amadou Dante – Note 2,8

Der junge Linksverteidiger war offensiv sehr gut im Spiel, aber in der Defensive war er dafür sehr fehleranfällig. Es schlichen sich einige Fehlpässe ein und er verlor auch einige Zweikämpfe. Weiters wirkte er in manchen Aktionen nicht ganz anwesend und reagierte zu langsam.

Otar Kiteishvili – Note 2,83

Es war eine gewohnt gute Partie des Georgiers. Durch seine Dribblings und seine Pässe sorgte er immer wieder für Gefahr und kam in der 56. Minute auch zu einer guten Chance. In der 64. Minute kam Ivan Ljubic für den offensiven Mittelfeldspieler neu in das Spiel.

Andreas Kuen – Note 2,95

Der Tiroler fiel durch einige Fehlpässe auf. Er versuchte sehr viel, aber dem zentralen Mittelfeldspieler ging gegen den WAC wenig auf. In manchen Aktionen wirkte er sowohl körperlich als auch geistig den Tick zu langsam und kurz vor Schluss kam Philipp Huspek für ihn in die Partie.

Stefan Hierländer – Note 3,05

Es war eine gewohnt solide Partie des Kapitäns von Sturm. Laufstark wie immer, war er überall auf dem Feld zu finden und fiel auch durch präzise Pässe auf. In der Ilzer-Raute ist er im zentralen Mittelfeld nicht mehr wegzudenken.

Lukas Jäger – Note 3,13

Der defensive Mittelfeldspieler ersetzte Jusuf Gazibegovic auf der rechten Abwehrseite und man merkte, dass dies nicht seine angestammte Position war. Der 27-Jährige wirkte in einigen Situationen etwas überfordert. Das war vor allem an seinem Pass- und Positionsspiel zu sehen war. Auch seine Flankenversuche gingen so gut wie immer ins Leere.

Kevin Friesenbichler – Note 3,83

Der Steirer kam für den gesperrten Klevin Yeboah neu in die Startelf. Von Anfang an war der Stürmer gut in der Partie und in nach gut fünf Minuten fiel er das erste Mal mit einem guten Schuss auf. Auch in der Defensive führte er einige Zweikämpfe. In Halbzeit Nummer Zwei kam er zu keinem Abschluss.

Einwechselspieler

Bekim Balaj (ab der 64. Minute) – Note 4,04

Der Stoßstürmer kam für Friesenbichler in die Partie und konnte keine wirklich gefährlichen Situationen kreieren. In knapp einer halben Stunde war er gleich wie Ivan Ljubic recht unauffällig.

Ivan Ljubic (ab der 64. Minute) – Note 3,31

Nach seiner Einwechslung war der offensive Mittelfeldspieler recht unauffällig. In der 79. Minute dachte man schon er wartete zu lang vor dem Tor, doch dann kam ein guter Pass zu Jantscher der daraufhin die Stange traf.

Dardan Shabanhaxhaj (ab der 80. Minute) – Note 3,1

Der Eigenbauspieler konnte nach seiner Einwechslung keine Akzente setzen.

Philipp Huspek (ab der 86. Minute) – Note 3,28

Zu kurz eingesetzt.

Sonstige Bewertungen

Christian Ilzer – Note 3,05

Der Trainer der Grazer veränderte die Mannschaft an zwei Positionen. Für den gesperrten Kelvin Yeboah kam Kevin Friesenbichler in die Partie und Lukas Jäger ersetzte Jusuf Gazibegovic. Ilzer hatte seine Mannschaft gut auf den Gegner eingestellt und es funktionierte ganz gut. Die Wechsel die er vornahm waren eher uneffektiv und einen völlig überforderten Jäger weiterspielen zu lassen hält der Autor des Textes für fraglich.

Das Schiedsrichterteam um Gerhard Grobelnik  – Note 3,9

Das Schiedsrichterteam leistete sich wenig Fehler. Auch wenn manche Sturm Sympathisanten wohl in der ersten Halbzeit sehr gerne einen Elfmeterpfiff gehört hätten und das Handspiel als Absicht gesehen hatten. Auch die Rote Karte für Niklas Geyerhofer und der darauffolgende Elfmeter waren aus schwarz-weißer Sicht hart aber leider korrekt.

Das SturmNetz-Team bedankt sich für 143  eingegangene Bewertungen und widmet dem Man of the Match  David Nemeth sowie uns allen folgende Nummer:

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11 Kommentare

  1. black_aficionado sagt:

    An den Autor: Hierländer eine solide Partie zu bescheinigen bei gleichzeitig sogar mehrfacher Erwähnung dass Jäger überfordert gewesen sein sollte kann ich auch beim besten Willen nicht nachvollziehen…
    Und zur Roten, die war ein Wahnsinn, schlicht und ergreifend: 90. Min eh schon der Nackenschlag durch den Elfer und damit Strafe genug, ein Allerweltsfoul schlechthin und er stellt den Geyr vom Feld. Selbst wenn es durch die Regeln gedeckt sein mag, in der Situation war das einfach elendig unnötig, weil die Partie eh schon vorbei war und es nicht Grobelniks Aufgabe ist auch noch in die nächste einzugreifen!

    • Erzschwoarza sagt:

      Sehe ich ebenso! Hierländer war sehr schwach und Jäger ebenso. Gazi ist viel stärker. Wieso er Jäger vorzieht wissen wohl nur die Götter!

    • Maldini sagt:

      Sehe ich anders: Hierländer muss zwar den Ballverlust vor dem Elfer auf seine Kappe nehmen, davon abgesehen war aber sicherlich einer der Besseren. Und was die Schlussphase betrifft muss man schon auch Ilzer in die Verantwortung nehmen: Hierländer auf der linken Seite war noch selten die Lösung!

  2. letschi sagt:

    Jäger soll überfordert gewesen sein? Was war dann Dante? Also meiner Meinung nach, war Jäger gestern der Bessere. Offensiv erwarte ich mir keine Wunderdinge von ihm, aber defensiv hat er gestern solide gespielt, im Gegensatz zu Dante.

  3. Jolosin sagt:

    OFF TOPIC: TALERBOX INVEST SMART hat ein Video mit Phillip Zulechner gemacht. Wenn es jemand interessiert wie es Zulechner geht:

  4. Erzschwoarza sagt:

    An den Autor: was war bei dem nicht gegeben Elfee korrekt? Es war ein Elfmeter. Selbst sky hat dies bestätigt!

    • Neukirchner sagt:

      „selbst sky hat dies bestätigt“ ???

      sky dumont oder wer ist das?

  5. fid82 sagt:

    Nach Geyerhofer (1Spiel Sperre) fällt auch Wüthrich laut Krone für Sonntag aus. JGS dürfte in die IV rücken, Ivan auf die 6.

    Lt. albanischen Medien haben wir Mirlind Daku, 23 Jahre,1.92, aus Kosovo verpflichtet. Er gehört Osijek, war heuer aber nach Ballkani, in die 1. kosovarische Liga verliehen. Er hat dort in 26 Spielen 25 Tore und 2 Assists erzielt.
    Von Alter und Größe her ein Typ wie ich ihn mir gewünscht habe. Etwas größer als unsere 3 nächste Saison.
    Mal schauen ob was dran ist.

  6. bianco nero tifoso sagt:

    Griaß di Gott Frau Wirtin, schenk a Glaserl ein, hol aus deinen Keller, deinen besten Wein, ich bin immer durstig, bin ein Musikant, zieh mit meiner Gitarre durch das ganze Land, servus schöne Wirtin, Schuld sind deine braunen Augen, tua net so gschamig, bist ja ka Jungfrau mehr.

    Is this real? Mitnichten, denk an deine Pflichten, April 2021, unglaublich, aber wahr.

    Danke Corona, alles genommen, Freiheit für Sturm, Sturm Graz seit 1909, so eine Situation hat es noch nie gegeben, sei ma net bös.

    Sturmhistoriker, Dr. Troger, was sagen Sie zu Sturm Graz 2021?

    Dr. Troger: die Sitation 2021 ist her­vor­ra­gend, so einen Zusammenhalt, Sturmfamilie, aber gut dass sie fragen.

    Ich kann mich an einer Geschichte er­in­nern, für die jungen Sturmfans, Sommer 1996, Hannes Kartnig on fire, Puntigamer ist unser neuer Brustsponsor, pass auf, es kommt der Roma Star „Il principe“ Giuseppe Giannini zu Sturm.

    Musst dir mal vorstellen, Dritter Weltmeisterschaft 1990, italienischer Meister 1982/83, italienischer Pokalsieger: 1983/84, 1985/86, 1990/91
    Und dann kommt er 1996 zu Sturm, Kulturschock, Gruabn, sorry Hannes, sei ma net bös, das ist der Trainingsplatz oder?

    Nein, Giuseppe, dass ist Gruabn, die Heimat von Sturm, akzeptieres oder nicht, comprende?
    Ivan Osim, Greatest of All Time:

    „Giannini war selbst überrascht, dass es nicht geklappt hat. Er dachte, das wird ein Kinderspiel. Er war ein guter Spieler, das muss ich sagen. Aber schon zu langsam, zu individuell. Technisch war er überragend. Sein Auge auch. Mitspieler haben von ihm im Training gelernt. Beim Trainingsspiel auf das kleine Feld hat immer seine Mannschaft gewonnen. Ein Super-Kicker.“
    „Als er kam, ist Ivo explodiert.“ Und der Glamour-Faktor in Messendorf stieg in exorbitante Höhen. „Er ist mit seinem Ferrari zum Training gekommen. Die jungen Spieler sind am Parkplatz angestanden. Nicht weil sie ein Autogramm wollten, sondern um zu fragen, ob sie eine Runde mit dem Ferrari drehen dürfen“.

    Der Rest ist Geschichte, beste Zeit in der Sturm Geschichte, danke Herr Dr. Troger für die Anekdoten und fürs Gespräch.

    Wir sind Sturm, es geht immer weiter, unbeugsam ein Leben lang.

  7. fid82 sagt:

    Was mir noch betreffend der eventuellen Stürmersuche bzw Problematik einfällt:
    Ich würde gerne wissen wie Schubert und auch Pink unter Ilzer funktioniert hätten. Beide treffen momentan ja richtig gut. Ich würde beide lieber hier haben als Balaj und Friesenbichler.
    Im Übrigen waren beide, glaube ich, Kreissl Transfers, für die er auch kritisiert wurde. Ganz Unrecht ob ihrer Qualitäten hat er aber nicht gehabt, obwohl beide wahrscheinlich keine Einerstürmer wären!

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