Verdienter Heimsieg gegen schwache Tiroler

Spielbericht: SK Sturm Graz vs. WSG Tirol (2:0)

Ein Sieg muss her. So lautete das Motto des SK Sturm Graz im Vorfeld des Spiels gegen den Aufsteiger WSG Tirol. Schließlich hatten die Steirer die beiden vorangegangenen Begegnungen gegen den TSV Hartberg und den SK Rapid Wien nach schwachen Leistungen jeweils mit 0:1 verloren und standen gegen die Tiroler bereits leicht unter Druck. Trainer Nestor El Maestro war sich der Schwere der Aufgabe gegen den Tabellensiebenten bewusst: „Sie sind gut gestartet und schwer zu bespielen.“

Hierländer kommt eindrucksvoll zurück

Bei der Aufstellung nahm der Chefcoach im Vergleich zum Spiel gegen die Hütteldorfer zwei Veränderungen vor. Ivan Ljubic kehrte für Christoph Leitgeb in die Startformation zurück und Michael John Lema ersetzte Jakob Jantscher. Jedoch war es ein Altbekannter, der in der zweiten Spielminute die erste große Möglichkeit vorfand. Thomas Schrammels strammer Linksschuss aus der Ferne ging jedoch am Tor von Ferdinand Oswald vorbei. Wenige Minuten später verpassten Bekim Balaj und Lema eine gute Hereingabe von Philipp Huspek um Zentimeter. In der elften Spielminute fischte Wattens-Tormann Ferdinand Oswald einen starken Schuss von Juan Dominguez aus dem Eck. Insgesamt zeugten diese drei Chancen von einer sehr druckvollen Anfangsphase der Blacyks, die danach allerdings etwas an Spielfreude einbüßten und die Tiroler besser ins Spiel kommen ließen. In der 23. Minute wäre eine Nachlässigkeit der Gastgeber dann beinahe bestraft worden: Emanuel Sakic verlor einen Ball an der Mittelline, Zlatko Dedic erkämpfte sich das Leder und lief alleine auf das Tor von Jörg Siebenhandl zu. Der Keeper konnte diese Topmöglichkeit jedoch entschärfen und seine Mannschaft vor einem ganz bitteren Gegentor bewahren. Wattens-Trainer Thomas Silberberger war insbesondere mit dieser Szene unzufrieden: „Entweder er macht das Tor oder erzwingt einen Torraub. Dann hätte Sturm 70 Minuten zu zehnt gespielt.“

Diese Gelegenheit schien die Schwarz-Weißen wieder aufzuwecken. Sturm spielte nun zielstrebiger nach vorne und kombinierte sich besser in den Strafraum der Gäste. In der 35. Minute entschied Schiedsrichter Julian Weinberger nach einem vermeintlichen Foulspiel an Otar Kiteishvili zurecht auf Weiterspielen, zwei Minuten darauf vergab Ivan Ljubic nach einem herrlichen Solo von Lema eine weitere Riesenchance auf das 1:0. In der 39. Minute war es dann aber doch so weit: Der für den verletzt ausgewechselten Philipp Huspek gekommene „Comebacker“ Stefan Hierländer erzielte nach einem herrlichen Pass von Kiteishvili die mehr als verdiente 1:0-Führung und sorgte somit für Erleichterung in den Reihen der Murstädter. Diese wäre Sekunden vor Halbzeitpfiff beinahe noch größer geworden, Bekim Balaj brachte den Ball nach einem starken Zuspiel von Kiteishvili aber nicht im Tor unter.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit agierte Sturm zunächst noch viel abwartender als in den ersten 45 Minuten, just als Wattens dem Ausgleich gefühlt immer näher kam, schlug das Team von El Maestro aber zu. Ljubic tänzelte auf der rechten Seite einen Großteil der Tiroler-Hintermannschaft aus und bediente Kiteishvili mustergültig. Der Georgier hatte aus kurzer Distanz keine Mühe, den Ball an Oswald vorbeizubringen und den Vorsprung der Blackys zu verdoppeln. Wenige Minuten darauf vergaben Hierländer und abermals Kiteishvili zwei Gelegenheiten zur endgültigen Vorentscheidung.

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Die Stimmung in der mit 7.512 Zuschauern spärlich gefüllten Merkur Arena wurde verständlicherweise immer besser. Daran änderte auch die Tatsache, dass Sturm sich nur mehr auf das Kontern verlegte, nichts. So fanden die Tiroler zwar besser in die Begegnung, insgesamt fehlten den Gästen aber zündende Ideen, um Siebenhandl & Co. ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Einzig Dedic kam in der 84. Minute zu einer halbwegs gefährlichen Aktion, der Slowene setzte das Spielgerät per Direktabnahme aber schlussendlich weit über den Kasten. Sturm brachte das Ergebnis kontrolliert über die Ziellinie und feierte mit dem insgesamt verdienten 2:0-Heimsieg gegen die WSG Tirol den dritten vollen Erfolg der Spielzeit – Soll erfüllt. In der nächsten Runde treffen die Schwarz-Weißen am Sonntag auswärts auf den SCR Altach.

Spieldaten

Bilder

Anzeige

14 Kommentare

  1. Ritter2016 sagt:

    Sakic unterirdisch schwach. Balaj das 3. Spiel ohne Ballkontakt. Lema und Domínguez sehr gut. Die ersten 30 Minuten hat Sturm wirklich gut gespielt. 2. Halbzeit war wieder weniger gut

    1+
    • Schweinebaermann sagt:

      7500 Zuschauer ist echt enttäuschend, keine Ahnung warum die Fans aktuell ausbleiben…

      1+
    • Wenn wir hier stehen sagt:

      Balaj ohne Ballkontakt? Ich weiß nicht welches Spiel du geschaut hast, aber Balaj war heute alles andere als schlecht.

      5+
    • Erzschwoarza sagt:

      Balaj gehörte zu den besten Männern am Platz!
      Behalte deinem geistigen dünnschi.. doch bei dir!

      6+
    • Nock-74 sagt:

      Hab ja schon viel Schwachsinn gelesen hier aber du setzt noch eins drauf! Wie der Balaj über 90 min arbeitet ist ein Augenschmaus, sprintet in der 90. noch mit nach hinten um auszuhelfen! Einzig die Tore fehlen noch, die werden aber auch noch kommen. Bleib lieber beim Stabhochmurmeln, da solltest du mehr Ahnung haben!

      6+
    • Ich kann´s dir sagen @Schweinebaermann: Der Sonntag als Spieltermin + zusätzlich schwache Leistungen lassen die Leute weg bleiben.
      Wir haben erst am 14.9. das 1. Heimspiel an einem Samstag zu Hause um dann das nächste (29.9., Admira) gleich wieder am Sonntag zu spielen.
      Eigentlich verwunderlich das der Verein nicht interveniert den immer mehr Leute sind übern Sonntagtermin verärgert.

      0
  2. Thomas sagt:

    Sakic heute wieder ganz stark, balaj viele wichtige meter gemacht, bälle gut gehalten, nur die großchance vor der hz muss drin sein. Weiter so!

    2+
  3. letschi sagt:

    Normalerweise musst du die Tiroler mit 4 – 5 Toren heimschicken. Was da in der 2. HZ tlw. für gute Angriffsmöglichkeiten nach Ballgewinn im Mittelfeld leichtfertig vergeben wurden, hat für 3 Spiele gereicht.

    1+
  4. Erzschwoarza sagt:

    Das gibt der Kader nicht her. Die Zeiten wo wir schwache Gegner 5:0 heimgeschickt haben sind schon lange vorbei!

    0
  5. Nock-74 sagt:

    Phasenweise hats schon echt gepasst gestern, find ich halt. 3 Punkte, zu Null gespielt, nicht mehr und nicht weniger! Hatte gestern das Gefühl, dass wir noch eine Woche spielen hätten können und die hätten uns kein Tor gemacht. Hab echt schon lange keine so schlechte Mannschaft in Liebenau gesehen. Otar der überragende Mann gestern am Platz!

    2+
  6. blackfoxx sagt:

    guter, wichtiger Schritt nach vorne würde ich sagen. gerade nach den letzten Auftritten ist es nicht leicht so einen Gegner zu biegen, der quasi nix für die Offensive macht und sich hinten reinstellt. darauf kann man aufbauen. Wie man an den Kommenaren erkennen kann, sind auch die meisten Fans in der Realität angekommen und es gibt keine Euphorieausbrüche wie nach dem St. Pölten Spiel 🙂
    Was mich aber irgendwie schockiert hat, war das Interview vom WSG Trainer, der gemeint hat, dass Dedic bei seiner Chnace „auf Torraub“ hätte gehen müssen und nicht versuchen sollte das Tor zu machen…so lange solche Trainer in der Buli tätig sind werden wir nix weiterkommen…

    2+
  7. Erzschwoarza sagt:

    Das Problem ist das ganze zu bestätigen! Gestern wurden wir wieder ruhig gestellt, da die Leistung gepasst hat, gegen altach befürchte ich wieder einem Einbruch wenn sie ihrer Linie treu bleiben.

    0
  8. rio sagt:

    Scheinbar sind wir ein Team, das wirklich das erste Tor machen muss. Wenn dies gelingt schaut es ja gar nicht so schlecht aus, obwohl da schon einige in der Mannschaft stehen, die beängstigende Mängel aufweisen (Speed, Technik, Spielverständnis). Aber, und darauf darf ja gehofft werden, bringen die Maresic-Millionen genau diese zwei fehlenden „Fußballer“ (!), die uns spielerisch diesen einen Schritt weiterbringen. Angeblich hat der Trainer da ja einen Wunsch geäußert und GK verwirklicht diesen, Zeit wär’s!

    4+
  9. weizenheizer sagt:

    Strategie für den Rest der Saison: In 20 Spielen das 1:0 schießen und hinten dicht machen = WIR WERDEN MEISTER…aber Spaß bei da Seite: auch wenn die Tiroler heute bis auf die Chance nach Sakic-Lapsus eigentlich chancenlos waren – wenn unsere Abwehr unter NEM weiterhin so steht, ist diese Saison einiges möglich….SAMMA SCHWOAZ!

    0

Schreibe einen Kommentar