Unglückliche Niederlage im Spitzenspiel

Spielbericht: SG Austria Wien/USC Landhaus vs. SK Sturm Graz Damen 2:1

Austria Wien/USC Landhaus gegen Sturm Graz – so lautete das absolute Spitzenspiel der 9. Runde in der Planet Pure Frauen Bundesliga. Personell konnte Coach Christian Lang fast aus dem Vollen schöpfen – einzig auf Topstürmerin Nina Predanic musste noch verzichtet werden. Den nominellen Angriff bildeten diesmal Frieser, Uka und Wienerroither.

Schnelle Rückschläge

Es ging in diesem wichtigen Spiel darum, den zweiten Platz zu festigen, an St. Pölten dran zu bleiben und eine gute Ausgangslage für die Frühjahrssaison zu schaffen. Das war wohl ein bisschen zu viel, denn die Partie begann denkbar ungünstig. Nach nicht einmal fünf Minuten traf Laura Krumböck zum 1:0 für die Gastgeberinnen. Frieser wurde von Pireci im Mittelfeld attackiert und verlor den Ball. Das Spielgerät wurde direkt nach vorne weitergeleitet und Krumböck schob den Ball zur violetten Führung an Gritzner vorbei ins Tor. Man hätte die Attacke an Frieser aber auch als Foul auslegen können – diese war hart an der Grenze zu einem fairen Zweikampf. Leider kam es dann noch schlimmer für die Sturm Damen: In der 11. Minute zeigte die schwache Schiedsrichterin auf den Elfmeterpunkt. Modesta Uka half hinten aus und gab Pireci im Strafraum Begleitschutz. Diese ließ sich geschickt fallen und holte den Elfmeter für die Austria heraus. Bell verwandelte souverän zum 0:2, Gritzner hatte nicht den Hauch einer Chance.

Sturm stolperte im letzten Spiel vor der Winterpause. (c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Sturm schaffte es in weiterer Folge nicht, gefährlich vors Tor zu kommen. Der frühe 0:2 Rückstand wirkte wie eine Lähmung. Viel Mittelfeldgeplänkel, viele ungenaue Pässe und keine Spielerin auf Seiten der Sturm Damen, die das Spiel in die Hand nehmen wollte.

In der 36. Minute kamen die Sturm Damen dann dennoch zu ihrem Anschlusstreffer: Wienerroither setzte sich über die linke Seite durch, brachte eine Flanke zur Mitte und die Landhaus-Spielerin Kovar traf per Eigentor zum 1:2.

Viele Fouls und keine Drucksituationen

In der zweiten Halbzeit machten die violetten Gastgeberinnen nicht mehr viel für das Spiel. Ihre langen Bälle kamen jedoch immer wieder gefährlich vors Tor von Vanessa Gritzner. Sturm versuchte, ihre Offensivaktionen über Modesta Uka zu schalten. Die Stürmerin war die auffälligste Spielerin in der zweiten Halbzeit. Leider konnte sie ihre Chancen nicht im Tor unterbringen.

Modesta Uka war die auffälligste Sturm-Spielerin. (c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Die Sturm Damen schafften es nicht, ihre offensiven Spielerinnen so einzubinden, dass gefährliche Torsituationen erzwungen werden konnten. Landhaus spielte dann schlussendlich clever: Viele lange Bälle, viele kleine Fouls und ein frühes Attackieren auf die ballführende Spielerin waren die Zutaten, um das 2:1 zu verwalten. Auch die Einwechslungen der jungen Wilden um Keutz, Wirnsberger und D‘Angelo brachte nicht mehr viel. Vier Torschüsse aufs Tor waren dann die Ausbeute nach 90 Minuten und eine 1:2-Niederlage, die in dieser Form nicht hätte sein müssen.

Ausblick

Die Damen verabschiedeten sich mit dieser unnötigen Niederlage in die Winterpause. Überwintern werden die Damen nun auf Rang 3. Die Liga nimmt ihren Betrieb wieder Anfang März 2021 auf. Die Sturm Damen beginnen die Frühjahrssaison mit einem Auswärtsspiel beim SV Horn.

Spielinfo

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