Über die Lust…

…an der schönsten Nebensache der Welt?

Winterpause, die Zeit des Leidens eines echten Fußballfans. Die einen vertreiben sich die kalten Tage in wärmeren Gefilden, die anderen bevorzugen virtuelle Duelle vor teils überdimensionierten Bildschirmen. Einzig die nahende Transfer- und Testspielzeit reißt einen kurzfristig aus der kollektiven Depression. Aber niemand vermag den Blick auf den Kalender zu verlieren, in dem Tag um Tag verstreicht, ehe der Februar naht und somit auch der Tag näher kommt, an dem man seine große Liebe wieder persönlich trifft, in den Stadien, auf den Tribünen – oft bei Schnee und Minustemperaturen – trotz der Kälte zitternd mit einem Becher Bier in der Hand. Man nimmt so einige Unannehmlichkeiten in Kauf. Und das Jahr für Jahr.

Doch bei mir und mit Sicherheit bei vielen anderen auch begann dieser Drang, diese Lust auf Sturm, in den letzten Jahren deutlich zu bröckeln. Wie man bei den letzten Heimspielen gut sehen konnte, schafft man es nicht einmal mit stark vergünstigten Karten, Fans ins Stadion zu locken. Für mich fühlt es sich sogar schon erleichternd an, ein paar Wochen ohne Ärger, Jubel, Herzrasen oder Wut zu verbringen.

Mit Sicherheit trägt das Abfallen in die beinahe sportliche Bedeutungslosigkeit einen großen Teil dazu bei.
Nach der Meistersaison 2010/11 – für viele jüngere Fans der emotionalste Titel der Vereinsgeschichte – und der daraus entstandenen hohen Erwartungshaltung fiel man in eine Abwärtsspirale, die bis heute nicht überwunden werden konnte. Es begann mit dem absolut unnötigen Scheitern im Champions-League-Play-Off gegen Bate Borisov, dem eine äußerst schwache Europa-League-Gruppenphase folgte. Die darauffolgende Bundesligasaison lief ganz und gar nicht nach dem Geschmack der Fans und besonders nicht nach dem des Trainers. Im ÖFB-Cup-Viertelfinale setzte es eine historische Heimniederlage gegen den damaligen Zweitligisten TSV Hartberg, die auch den zu dieser Zeit schon länger in Kritik stehenden Franco Foda das Amt kostete. Interimscoach und bisweilen Co-Trainer Thomas Kristl schaffte es nicht mehr, in den verbliebenen Spielen das Ruder herumzureißen und somit blieb am Ende einer enttäuschenden Saison nur der fünfte Tabellenrang, der nicht zur Teilnahme am Europacup berechtigte. Kurz darauf wurde ein neuer, bei vielen unbekannter Trainer vorgestellt. Sein Name? Peter Hyballa! Viel Hoffnung setzte man in den damals 37-jährigen „Jungspund“.
Frischer Wind sollte nun in Messendorf wehen. Ein moderner Trainer schwang das Zepter, ein Typ, der auf schnellen, offensiven Fußball setzte. Während viele Fans anfangs von ihm begeistert waren, blieben Medien dem introvertierten „Fußballlehrer“ gegenüber sehr skeptisch. Diese Skepsis wandelte sich recht bald in herbe Kritik, besonders als klar wurde, dass auch er die Mannschaft, trotz oftmals schönerem Spiel, nicht an die Spitze zurückbringen konnte. Besonders der Einsatz von Johannes Focher anstatt der langjährigen Nummer Eins im Tor – Christian Gratzei – brachte einiges an Ablehnung mit sich. Auch bei vielen Fans geriet der Deutsche mehr und mehr in die Kritik. Nur gut ein Jahr nach Fodas Entlassung musste auch Hyballa seinen Hut nehmen. Zur Freude der steirischen Medienlandschaft versuchte sich der damalige Amateurcoach Markus Schopp als Feuerwehrmann, doch der Brand war nicht mehr zu löschen. Ganz im Gegenteil: Aus sechs Spielen konnten nur drei Punkte geholt werden, was am Ende sogar noch zu einer Europacupteilnahme reichte. Allerdings weit abgeschlagen von den ersten drei Plätzen in der Tabelle.
Für die Saison 2013/14 konnte ein absoluter Wunschkandidat der Fans verpflichtet werden. Darko Milanic, einer der großen Champions League Helden, übte von nun an das Traineramt in Graz aus. Ungeahnte Euphorie herrschte plötzlich wieder in Messendorf. Volle Tribünen und südländische Stimmung begrüßten den neuen Coach und das Team zum Trainingsauftakt. Doch die Euphorie verebbte so schnell, wie sie gekommen war. Einem blamablen Ausscheiden im Europacup gegen isländische Amateure folgte eine holprige Saison in der Bundesliga. Einzig im Cup-Bewerb schaffte man es souverän bis ins Halbfinale, in welchem ein überaus machbarer Gegner die Grenze aufzeigte. Das Saisonziel „Europacup“ war so nicht mehr zu erreichen, auch weil man in der Bundesliga wieder nur im Mittelfeld landete. Dennoch schenkte man Milanic das Vertrauen für die folgende Saison. Doch auch diese begann absolut nicht nach Wunsch. Während die Kritik am Trainerteam immer lauter wurde, buhlte plötzlich Leeds United um die Dienste des in die Kritik geratenen Cheftrainers. Dass man für einen Trainer mit „Verlierer-Mentalität“ (O-Ton Präsident Cellino) auch noch Ablöse kassierte, war für Sturm ein wahres Geschenk. Erfolgloser Trainer weg, dazu noch Geld bekommen, nun war der Weg wieder frei für neuen Schwung, den sich Fans schon lange sehnsüchtigst erhofften. Doch was sich die einen erhofften, wovor aber andere warnten, wurde Realität:
Nach knapp eineinhalb Jahren trat Franco Foda zum Comeback in Schwarz-Weiß an. Die Entscheidung der Führungsetage spaltete die Anhänger in zwei Lager: Bei vielen keimte schnell Euphorie auf, sie setzten Hoffnungen in den „Meistertrainer“. Andere haderten mit der vergebenen Möglichkeit auf einen sportlichen Neuanfang. Doch Foda belehrte seine Kritiker schnell, der Erfolg und die bis dato ausgebliebenen Besucher im Stadion kamen wieder nach Liebenau zurück. Die Ergebnisse waren folglich zufriedenstellend, das Spiel von Sturm war nicht immer schön, aber oft effizient. Zum Schluss stand man auf einem sicheren vierten Tabellenrang, jedoch knapp hinter Aufsteiger Altach. Das Ziel Europacup wurde somit aber klar erreicht. Nach einer guten Vorbereitung und einigen hoffnungsvollen Neuzugängen folgte ein Herbst mit stetigen Höhen und Tiefen. Für die Europa League erwies sich der Gegner aus Kazan als zu clever. Schnell war das internationale Abenteuer wieder vorbei. Vorbei war auch die im Frühjahr noch herrschende Euphorie. Das Spiel der Grazer war oft nicht schön anzusehen, gegen viele Gegner schien man absolut keine Mittel zu finden und Sturm lieferte einige sportliche Bankrotterklärungen ab. Dass man in der Winterpause nicht schlechter als auf dem vierten Rang dasteht, liegt vor allem auch an den ebenfalls stark schwankenden Leistungen der Konkurrenz. Zudem konnten die meisten Neuerwerbungen noch nicht die erhofften Leistungen bringen, was man vor allem im viel zu statischen Spiel nach vorne erkennen konnte. Diese Probleme werden immer mehr von großen Teilen der Anhängerschaft erkannt, weshalb auch die Kritik an Trainer Foda und der Vorstandsebene nicht mehr zu überhören ist, was sich auch gleichzeitig deutlich auf die Besucherzahl bei Heimspielen auswirkt.

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie / Leere Tribünen – bald ein gewohntes Bild in Liebenau?

Doch wäre es zu einfach, die Schuld dafür rein auf die sportliche Entwicklung zu schieben.
Folgende Punkte sind für mich ein Grund dafür, warum einem die Lust an den Spielen mehr und mehr vergeht.

Fehlende Identifikationsfiguren in der Mannschaft
Egal, ob eine Mannschaft Erfolg hat oder nicht, es gibt gewisse Spieler, denen man schlechte Phasen gerne verzeiht, Spieler, welche sich über Jahre in die Herzen der Fans gespielt haben, die Krisen und Höhenflüge geprägt haben, die immer wieder aufgestanden sind und bis zum Umfallen kämpften. Gerade bei Sturm gab es in der Vergangenheit solche Typen, die den schwarz-weißen Legendenstatus innehatten. Der letzte Spieler, der gleichzeitig als einer der größten Vereinslegenden gilt, trat im Dezember 2012 seine Fußballpension an. Mario Haas, aber auch beispielsweise Günther Neukirchner, gelten als Musterbeispiele für Vereinstreue. Dass solche Vorbilder nahezu ausgestorben sind, ist kein Geheimnis mehr. Immer mehr locken Ruhm und Reichtum aus dem In- und Ausland, weshalb sich junge Spieler zu oft unüberlegt auf die Reise machen. Doch gerade jene, über Jahre erfolgreiche Vorbilder, spielen eine große Rolle in der Fanbindung. Vor doch schon langer Zeit, bis hin zu den glorreichsten Jahren der Klubgeschichte war Vereinstreue eher selbstverständlich. Man bedenke, was ohne Typen wie Haas, Neukirchner, Reinmayr, Jurtin, Vastic, Bakota, Hörmann oder Otto Konrad aus Sturm geworden wäre. Das sind nur ein paar Namen von vielen Spielern, die man als Sturmfan auch noch in mehreren Jahrzehnten kennen wird. Rein gefühlsmäßig stehen im aktuellen Kader kaum Spieler, die es irgendwann in den oben genannten, elitären Bereich schaffen könnten. Einem Kreis von Fußballern, deren Namen man sich auf Trikots drucken lässt, ohne Angst, dass diese einmal bei ungeliebten Hauptstadtclubs oder millionenschweren „Fußballfilialen“ unter Vertrag stehen könnten.

(c) SturmNetz.at

(c) SturmNetz.at / Mario Haas, eine der größten Vereinsikonen der Klubgeschichte

Immer weniger werdende „interessante“ Konkurrenz
Wer Abwechslung in der Meisterschaft sucht, ist in der österreichischen Zehnerliga komplett falsch.
Man spielt jedes Jahr viermal gegen dasselbe Team, dem nicht genug, reduziert sich die Anzahl der Spiele gegen wirklich interessante, über lange Zeit zu Rivalen gewachsene Gegner, auf ein paar wenige. Das Mäzenatentum gepaart mit Misswirtschaft vieler Großklubs überschwemmte in der Vergangenheit die Profiligen mit Finanzkräftigen (Dorf)Clubs, welche zwar sportlich oft auf Augenhöhe standen, gleichzeitig aber infrastrukturell und im Zuschauerschnitt weit hinterherhinkten. Ehemals große Namen wie Wacker Innsbruck, Vienna, Sportklub, der GAK oder auch LASK – für mich alles interessante Kontrahenten – fristen meist ein Schattendasein. Es ist ganz einfach ein völlig anderes Erlebnis, im Dezember bei Kälte ein Spiel gegen Grödig zu sehen, vor ein paar Tausend Besuchern, als ein Derby gegen den verhassten Stadtrivalen, für das alleine der steigende Puls jegliches Kältegefühl vertreibt. Damit sich diese Situation ändert, bedarf es vor allem seitens Bundesliga grundlegender Reformen bei der Lizenzierung, ähnlich wie es in Deutschland der Fall ist, wobei auch dort derzeit ein negativer Trend zu erkennen ist.

Die Stadion „Farce“
Zu guter Letzt ein leidiges, altbekanntes Problem. Die Spielstätte:
Während man sich in anderen Städten für die Zukunft rüstet, wird das Liebenauer Stadion immer mehr zum Sanierungsfall. Den eingefleischten Fans in der Kurve, welche es gewohnt sind, Spiele bei widrigsten Bedingungen, bei Schnee und Regen auch ohne Dach zu besuchen, lassen sich nicht so schnell von einem Stadionbesuch abhalten. Doch aus der Perspektive von Kindern bzw. Familien, die für den Besuch der Längsseiten einen hohen Preis bezahlen, wird rund um das Spiel ganz einfach viel zu wenig geboten. Es beginnt schon bei der Parkplatzsuche, da praktisch keine kostenlosen Abstellplätze in unmittelbarer Nähe des Stadions vorhanden sind. Der Stadionvorplatz, mit dem Charme einer Betonwüste, lädt auch nicht gerade zum längeren Verweilen ein. Die Enttäuschungen setzten sich beim Betreten des Stadions fort. Veraltete Gastroeinrichtungen mit äußerst dürftigem Essens- und Getränkeangebot und renovierungsbedürftige Sanitäranlagen, für deren Benutzung man auch noch extra bezahlen muss, kombiniert mit keiner Möglichkeit, sich vor dem Spiel oder in der Pause zu erwärmen bzw. vor der fast ständigen Zugluft zu schützen, schmälern für viele das Vergnügen eines Stadionbesuchs. Das Entertainment reduziert sich meist auf Musik und die Animierungsversuche des Stadionsprechers aus krachenden Lautsprechern. Den Gipfel der Unannehmlichkeiten bildet aber nicht unbedingt die Infrastruktur, sondern die Spielfläche selbst. Schon nach kurzen Aufwärmübungen befinden sich deutlich sichtbare Löcher im Grün. Bis zum Spielende wird daraus eine wahre Ackerlandschaft. Da Sturm lediglich Stadionmieter ist, trifft die Hauptschuld natürlich nicht den Verein. Jedoch schafft man es einfach nicht, genügend Druck auf den Vermieter auszuüben, eher im Gegenteil, indem man die Rasenbeschaffenheit vor den Spielen durchwegs als „sehr gut“ bewertet. Zu guter Letzt bedarf es auch Kritik am After-Game Erlebnis. Gerade zur kalten Jahreszeit lädt nichts dazu ein, im Stadionbereich zu verweilen. Man sucht schnell das Weite, sei es in Richtung Heimat oder diverser Innenstadtlokale. Nur wem Schlagermusik und kleine verrauchte Lokale nichts ausmachen, ist hier richtig. Damit geht definitiv großes Pontential verloren.
Die beschlossenen fünf Millionen Euro für die Sanierung, die zum Teil schon in der Winterpause durchgeführt wird, werden aber vermutlich nur für das Nötigste reichen. Ein „Stadionerlebnis“ wird es dadurch mit Sicherheit auch in naher Zukunft nicht geben.

(c) UPC / Tristesse pur am Stadionvorplatz

(c) UPC / Tristesse pur am Stadionvorplatz

Sturm befindet sich in einer Umbruchphase und das schon seit Jahren. Chancen zu Innovationen werden oft zu früh über Board geworfen und Probleme typisch österreichisch ausgesessen. Der eingeschlagene Weg, sich als „Ausbildungsverein“ zu profilieren, ist derzeit eine Sackgasse, Talente bekommen kaum die Zeit, um sich zu beweisen. Spielt dann auch der vorhandene Kader wenig erfolgreich, gepaart mit dem nicht vorhandenen „Live-Erlebnis“, gemacht aus unattraktiven Gegnern und maroder Infrastruktur, kann einem die Lust schnell vergehen.

9 Kommentare

  1. Nimrod sagt:

    Inhaltlich kann ich den Artikel nur unterschreiben. Bitte jedoch noch einmal durchlesen. Ich habe beim schnellen Durchlesen schon 5-6 Fehler gefunden.

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    • Gernot Hofer Gernot Ho sagt:

      Danke für den Hinweis! Es passiert derzeit leider öfters, dass trotz vorab durchgeführter Korrekturen eine Erstfassung online geht. Wir arbeiten dran.

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  2. Balotelli45 sagt:

    Super geschrieben genau aufn Punkt gebracht.  Traurig das sich hierbei in den nächsten Jahren net viel verändern wird. In Graz is ma was das Stadion anbelangt 10 Jahre hinten geblieben was Infrastruktur anbelangt. Hast e nur mehr einen Verein in der Steiermark und sogar diesen lässt man im Stich. Einfach zum kotzen.

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  3. mahoni sagt:

    Also, den Walter Hörmann, der für die Wiener Austria mehr Spiele als für Sturm bestritt, in dieser Legenden-Liste anzuführen passt ganz und gar nicht, finde ich zumindest.

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    • mahoni sagt:

      Natürlich hat auch der Otto Konrad da nichts verloren. Walter Saria war ein echter Schwarzer und ist es noch heute.

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    • 12terMann sagt:

      Walter Hörmann ist mit 296 Bewerbsspielen für Sturm Graz sehr wohl als eine Vereinslegende zu bezeichnen. Dazu war er Nationalspieler und wurde mit Sturm 1996 Cupsieger.
      Wie du es belegst, dass Hörmann mehr Spiele für Austria Wien bestritten hätte, würde ich gern wissen – selbst wenn man den Zahlen von transfermarkt.at nicht 100%ig vertrauen kann, ist Hörmann – was die Anzahl der Spiele für die Austria betrifft – noch immer weit weg von der Anzahl der Spiele für Sturm Graz. (http://www.transfermarkt.at/walter-hormann/leistungsdatenverein/spieler/94895)

       

      Generell aber wird mit dem Begriff „Legende“ in unserem Verein und auch unter den Fans viel zu unscharf und unpräzise umgegangen. Spiele wie Heinz Ruß, Rudi Schauss, Heinz Thonhofer oder auch Manfred Wirth geraten nahezu in Vergessenheit. Allesamt haben weit mehr als 300 (!) Bewerbsspiele für Sturm Graz. Es wird Zeit, dass man in Graz mit einer ehrenvollen Unterscheidung zwischen Legenden und legendären Spielern beginnt.

      3+

  4. Kolkrabe sagt:

    Bei aller Freude über Sturmnetz mal kritisch angemerkt:
    Gute Zusammenfassung mit ausreichend frustrierenden Untertönen.
    Aber:
    Wünsche mir fürs neue Jahr zur Abwechslung ein bisschen Zuversicht mit Prise Witz und in diesem öffentlichen Medium.
    Warum nicht mal den Fokus auf das halb Voll im Glas richten?
    ( Zeigt z.B. ein Michi Madl nicht den Charakter einer Identifikationsfigur?
    Hat ein Michi Esser uns nicht vor einem Abstiegsplatz bewahrt?
    Gibt ein Marko Stankovic nicht Hoffnung auf Anstieg der spielerischen Qualität?
    Hat die Mannschaft nicht allermeistens Wille und Einsatz gezeigt? )

    Ich weiß, wer an positive Verstärkung glaubt, gilt schnell als naiv oder unwissend…
    Aber der Artikel oben ist ja perfekte Antiwerbung (Motto: Blöd wer da noch ins Stadion geht)
    Lieber gut drauf und mal blauäugig als dauernd sudern und immer recht haben müssen!
    Man stelle sich vor eine optimistische STimmung vieler Fans würde ansteckend wirken…. ; )

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    • Gernot Hofer Gernot Ho sagt:

      Danke für dein Feedback. Wir haben uns auf die Fahne geschrieben stets eine Betrachtungspluralität bieten zu können. Artikel sollen demnach im Idealfall von (mitunter auch sehr) kritischen bis hin zu positiven Inhalten handeln und eine größtmögliche Bandbreite abdecken. Derzeit fällt dies zugegeben etwas schwerer als sonst. Letztlich ist es den Autoren selbst überlassen; ein (Meinungs-)Diktat gibt es nicht. Wir hoffen natürlich alle, dass sich das schnellstmöglich wieder ändert und auch vermehrt Positives in den Fokus rücken kann.

      1+

  5. Puchi_1909 sagt:

    Herzlichen Dank für diesen starken Beitrag, sagt so ziemlich alles aus!
    Ich habe seit über 20 Jahren ein Saisonabo bei Sturm Graz, aber so wenig Lust wie in diesem Jahr hatte ich noch nie. Ich habe erstmals seit ich mein Abo habe auch bewusst auf Spiele verzichtet, weil man sich den Kick nicht anschauen kann, der geboten wird. Für mich war es nie eine Frage, das Abo zu verlängern, das wurde immer automatisch gemacht, doch dieses Jahr muss ich wirklich ernsthaft überlegen, ob ich mir das wieder antun will, dass ich mich Woche für Woche ärgere und dafür auch noch (mMn viel zu viel) Geld bezahle.

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