Traditionell traditionsreich?

Spielvorschau: SK Sturm Graz vs. Wolfsberger AC

Ein Frühjahrsauftakt in Mattersburg läuft für den SK Sturm für gewöhnlich aufs Gleiche hinaus, wie ein Heimspiel gegen den Wolfsberger AC. Befindet man sich nicht gerade zufällig in einem Paralleluniversum, in dem der GAK vielleicht sogar noch Bundesliga spielt, bleiben die drei Punkte bei der Heimmannschaft. Nach dem Ausrutscher gegen die schwer zu bespielenden Burgenländer kommt nun also das Wolfsrudel von Heimo Pfeifenberger über die eisige Pack. Ein äußerst hungriges noch dazu, wollen die Wölfe doch erstmals auswärts in dieser Saison Beute reißen. Bis dato sind die Kärntner nämlich sieglos in fremden Gefilden, lediglich drei mickrige Pünktchen konnte der Tabellenvorletzte im Herbst letzten Jahres in der Ferne sammeln. Dass sich dies ausgerechnet in Liebenau ändern sollte, scheint unwahrscheinlich, ist der SK Sturm doch in seinen bisherigen zehn Saisonheimspielen ungeschlagen und gewann gar acht Mal. Und jetzt kommt mit dem WAC der Lieblingsgegner.

Ein Kärntner in der Steiermark

„Wir wollen die Serie beibehalten“, sagt auch Stefan Hierländer. Der Villacher, der einst als junger Bursch für den sagenumwobenen SK Austria Kärnten in Graz Liebenau zur 2:0-Führung traf, steht nach Gelb-Sperre wieder im Kader von Heiko Vogel und wird sich wohl auch in der Startformation wiederfinden. Gereicht hat es damals im April 2010 übrigens nicht, Klaus Salmutter schoss die Kärntner in der Nachspielzeit K.O. und traf mit seinem Außenristschlenzer nicht nur ins Herz der Gäste-Fans, sondern auch zum 3:2 – ein heutzutage oft und gern gesehenes Ergebnis bei den Schwarz-Weißen. Aber zurück zum aktuell erfolgreichsten Verein Kärntens: Der Hypo. Nein, dem WAC. Seit sechs Bundesliga-Auswärtsspielen ist es dem Klub aus dem Lavanttal verwehrt, mit Punkten über den Straßenpass in das Land des Wörthersees zurückzukehren. In besagten sechs Spielen gelang den Wolfsbergern gerade einmal ein Törchen, auf der anderen Seite bekamen sie von den Grazern satte 14 Treffer eingeschenkt. Der letzte Auswärtssieg des WAC in Liebenau datiert vom 23.08.2014. Warum Sturm die Niederlage damals nicht abwenden konnte? Darko Milanic‘ letzte Waffe in Minute 90 war der Wechsel Simon Piesinger für Daniel Offenbacher.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Letzterer spielt nun für die Wölfe und wird am Samstag sein Bestes geben, um den SK Sturm endlich wieder in die Knie zu zwingen. Passieren den Grazern ähnlich viele „unforced errors“ wie vergangene Woche gegen den SV Mattersburg, könnte es auch durchaus heikel für Heiko Vogels Truppe werden. „Diese Fehler sind abzustellen“, betont der Trainer. Er selbst war überrascht vom erschreckenden Auftreten seines Teams: „Ich habe die Jungs in den ganze vier Wochen davor nie so erlebt.“ In Panik verfällt der Deutsche jedoch nicht, gewinnen wird man am Samstag, „indem die Mannschaft das umsetzt, was sie in der Trainingswoche gezeigt hat.“ Dabei helfen wollen auch die Neuzugänge Jakob Jantscher und Bright Edomwonyi, deren Spielgenehmigungen in dieser Woche schneller eingetroffen sind, als erwartet. Für die Startformation ist es für beide ob des Trainingsrückstandes noch zu früh, vielleicht sieht man einen von ihnen aber als Joker das Feld betreten. Auf keinen Fall auf dem Platz stehen werden der gesperrte Peter Zulj und der nach seiner Muskelverletzung rekonvaleszente Thorsten Röcher. Das Team ist aber qualitativ und auch quantitativ gut genug aufgestellt, um diese Ausfälle aufzufangen. Muss es sein, um im Titelkampf mitmischen zu können.

TRADITION groß geschrieben

James Jeggo hingegen kehrt wie Hierländer nach seiner Sperre wieder zurück in den Kader und wird als 6er auch gesetzt sein. Dario Maresic wird also wieder auf seine angestammte Innenverteidigerposition zurückkehren – das Experiment mit ihm eine Reihe weiter vorne ist leider gehörig in die Hose gegangen. Gut, dass diese bei den Blackys ohnehin schwarz ist. Bereits vor der Begegnung mit den Kärntnern wird das Ergebnis aus Altach bekannt sein. Dort bespielt um 16:00 Uhr der aktuelle Tabellenführer aus Salzburg den SCR, die Bullen erwartet ein ähnlich ungemütliches Umfeld wie das Mattersburger Pappelstadion. Mit etwas Fortune werden die Fans in Liebenau ihr Team womöglich zur Tabellenführung peitschen können. Etwa 8.000 Karten sind bereits abgesetzt, bis Samstag werden es wohl noch mehr werden. Und auch wenn Bundesheer, Rettung und Feuerwehr zum Dank in Liebenau eingeladen sind, braucht man sich nicht davor zu fürchten, mit dem Wasserschlauch abgespritzt zu werden, sollte die Stimmung zu hitzig werden. Hält sich Sturm an die jüngere Tradition mit den WAC-Heimspielen, steht drei Punkten nichts im Wege. Und man muss festhalten: Sturm ist ein Traditionsklub.

 

Spieldaten

SK Sturm Graz vs. Wolfsberger AC

22.Runde der tipico Bundesliga, Samstag, 10. Februar 2018, 18:30 Uhr, Stadion Liebenau, Graz

Schiedsrichter: Christopher Jäger

Mögliche Aufstellung: Siebenhandl; Koch, Maresic, Schulz, Schrammel; Jeggo, Lovric; Huspek, Hierländer, Schmerböck; Alar

Ersatz: Schützenauer, Puchegger, Spendlhofer, Schoissengeyr, Ovenstad, Potzmann, Eze

Sperre droht: Potzmann

Es fehlen: Gratzei, Zulechner, Röcher, Zulj

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10 Kommentare

  1. Ennstaler sagt:

    Also den Ovenstad tät ich schon gern sehen, wenigstens 20 Minuten lang. Vielleicht geht ihm ja unter Heiko Vogel der Knopf auf, wenn ja, wäre es eine gute Belebung für das Mittelfeld.

    2+
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Siebenhandel

      Schrammel Maresic Spendi Koch

      Jeggo

      Hierli Ovenstadt

      Eze Huspek

      Alar

       

      Wäre ne offensive Variante 😉

      Nach dem Maresic Debakel glaube ich nicht das Vogel die nächste Wundertüte testet. Hoffe zumindest Eze bekommt mehr Spielzeit.

      3+
  2. schmitz sagt:

    Einen hacken gibt es noch bei der AufstellungBitte  nicht den Schulz spielen lassen  sondern GIBT SPENDLHOFER eine CHANCE !!!!!!!!

    29+
  3. frankie roberts sagt:

    Nur zur Aufstellung, ich frag misch schon, wie man mit Jeggo und Lovric zentral ein Ballbesitzfussball aufgezogen werden soll, der  den Gegner öffnen kann. Dar waer mir die alte Variante mit fodas 3 iv und potzmann und Schrammel als wingbacks lieber

    2+
  4. [squad id="5a7d8a86651a11518176902"]

     

    statt Puchegger Schrammel, is leider noch nicht aktuell

    2+
    • schmitz sagt:

      Röcher ist noch verletzt!!!

      1+
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Und Zulj gesperrt…das Problem ist wenn man Lovric und Jeggo gemeinsam spielen lässt haben wir die Verteidiger und 2 Vorstopper, aber keinen der die Pässe verteilt. Hierländer kan nicht alleine vom eigenen 16er bis zum gegnerischen das Spiel alleine aufziehen. Wir bräuchten halt jemanden wie Matic. Schnittstelle zwischen Jeggo, der die Bälle erobert und Hierländer, der sie an den Angriff weiterleitet.

      Ob Ovenstadt diese Anforderungen erfüllt…keine Ahnung. Aber Vogel wird es versuchen müssen. Sein System lässt keine defensive Doppel 6 zu.

      4er Kette plus einem drfensiven Sechser zur Sicherung.

      Die Schaltzentrale (Ovenstadt? Zulj und Hierli sind defensiv eher nicht daheim)

      Offensiver ZM (Zulj, Hierli)

      2 am Flügel und ein Stürmer (da haben wir genug fähige Spieler)

      0
    • wäre mein dream, nicht fürs wac spiel!

      hätt ich gleich klarstellen sollen haha

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  5. Arch Stanton sagt:

    Ist doch egal wer spielt, Hauptsache wir sind im Stadion.

     

    ps.: Hut ab vor der Hypo Wuchtel im Artikel.

    3+
  6. RAM6I sagt:

    Egal wer spielt hoffe Sie kommen bald wieder in/auf die richtige Spur!

    Das gezeigte im Trainingslager (kann doch nicht ganz verschwunden sein) einfach wieder befreit aufspielen.

    Einzige Kritik geht an Schulz, mit seiner Erfahrung sollten genau diese Fehler nicht passieren. (Besonders nicht in der Anzahl)

    Da kann ich gleich einen unerfahrenen jungen Spieler einsetzen, diesem durch seines Alters diese eher verziehen werden und man noch größere Hoffnung hat das diese mit der Zeit sich verflüchtigen.

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