Torlawine am Verbandsplatz

Spielbericht: SK Sturm Graz Damen vs. FC Südburgenland (6:1)

Nach dem knappen Erfolg im Derby gegen LUV wartete in der sechsten Runde der ÖFB Frauen Bundesliga der FC Südburgenland auf die Blackies. Die Gäste lagen vor der Partie auf Tabellenrang sechs, zwei Punkte hinter Sturm. In den letzten beiden Runden musste man gegen Meister St. Pölten und SV Neulengbach deutliche Niederlagen einstecken. Für Sturm gab es schon bereits vor Spielbeginn Grund zu feiern: Bundesminister Jörg Leichtfried überreichte der Damensektion einen Spendenscheck über 5000 Euro.

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Munterer Beginn und sehenswerte Tore

Beinahe hätten Sturms Damen einen Bilderbuchstart hingelegt, aber ein Kopfball von Anna Malle nach einer Ecke streifte nur die Querlatte. Die Gäste verzeichneten in der siebten Spielminute die erste Möglichkeit, doch ein Versuch aus der Distanz von Jennifer Köppel war kein Problem für Vanessa Gritzner im Tor der Grazerinnen. Wie man es besser macht, zeigten gleich im Gegenzug die Schwarz-Weißen: Katharina Naschenweng sorgte für eine perfekten Hereingabe, die Isabella Posch zum 1:0 verwertete. Der Jubel war noch kaum verhallt, da klingelte es erneut im Tor der Burgenländerinnen. Und es war fast eine Kopie vom ersten Treffer! Wieder legte Naschenweng toll in die Mitte ab, wo Jessica Frieser bereits lauerte und gekonnt zum 2:0 einnetzte. Doch in einer bislang munteren Partie kamen auch die in rot spielenden Gegnerinnen zu ihren Möglichkeiten. Zoe Magyarics scheiterte aus spitzem Winkel an Gritzner, die den Ball mit den Fingerspitzen ins Torout lenken konnte. Gejubelt konnten aber weiterhin nur die Gastgeberinnen. Und das zu Recht! Nach einem traumhaftem Zusammenspiel verwertete Isabella Posch per Ferse zum 3:0! Ein Treffer zum Zunge-Schnalzen! Gut und gerne hätte die Führung noch höher ausfallen können. Dennoch ging es mit diesem erfreulichen Zwischenstand in die verdiente Halbzeitpause.

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Das halbe Dutzend voll gemacht

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte hatten die Gäste nach einem unnötigen Ballverlust von Yvonne Weilharter die große Möglichkeit zum Anschlusstreffer: Stefanie Lefevre war bereits auf und davon, konnte die Chance aber nicht nutzen und verfehlte das Gehäuse. In der 68. Spielminute war es dann aber soweit: Susanna Koch nutzte erneute Unstimmigkeiten in Sturms Defensive und verwertete zum ersten Treffer für den FC Südburgenland. Just als die Gäste immer stärker wurden, folgte der Auftritt der Isabella Posch: Die 23-Jährige setzte sich gleich gegen drei Verteidigerinnen durch und überlistete Melinda Szvorda sehenswert. Doch der Hattrick war ihr scheinbar noch immer nicht genug, nur wenige Minuten später traf Posch mit ihrem vierten Treffer in diesem Spiel zum 5:1 für Sturm! Vorarbeit leistete abermals Katharina Naschenweng, die ihre gute Leistung in der 88. Minute mit einem Tor aus der Distanz zum 6:1 krönte. Die Burgenländerinnen hatten nun nichts mehr entgegenzusetzen und fügten sich ihrem Schicksal. Schlussendlich blieb es bei dem mehr als klaren Sieg für die Grazerinnen. Sturm diktierte weitgehend das Geschehen, eine kurze Schwächephase beantwortete man mit gleich drei weiteren, sehenswerten Treffern! Die nächste Bundesligarunde findet erst am 29. Oktober auswärts gegen den SV Neulengbach statt.

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Aufstellung:

SK Sturm Graz Damen: Gritzner; Wurzinger, Winter (46. Cancienne), Weilharter, Gatternig; Malle, Degen, Naschenweng, Frieser (76. Starchl), Kofler (60. Lazarek); Posch

Ohne Einsatz auf der Bank: Wagner, Schmautz

FC Südburgenland: Szvorda; Zwickl, Megyeri, Lefevre, Weber; Pelzmann, Strobl (76. Amtmann), Koch, Köppel, Magyarics; Dotter

Gelbe Karten: Gritzner (Kritik) bzw. Lefevre (Foulspiel)

Schiedsrichter: Mark Ludvigh, Murauer-Bier-Arena – Verbandsplatz Graz, 85 Zuseher

Stimmen: 

Nike Winter (Sturm): Ich denke, es war nur eine Frage der Zeit, bis wir die Trainingsinhalte auch im Match umsetzen. Heute hat das schon fast perfekt gepasst. Vor jedem Tor gab es einen schön herausgespielten Spielaufbau bis zum perfekten Abschluss. Wir müssen aber weiterhin hart arbeiten, einige Fehler abstellen, damit zukünftig hinten auch die Null steht. 

Zoe Magyarics (Südburgenland): Unser Ziel war es zumindest einen Punkt aus Graz mitzunehmen. Das ist leider nicht gelungen. Wir haben schon sehr früh zwei Tore bekommen und waren nicht in der Lage zurückzuschlagen. Sturm hat eine sehr starke Leistung geboten, wir können ihnen nur zum Sieg gratulieren.

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