Tief im Westen

Der erfreuliche Damen-Wochencheck

Gleich sieben wichtige Spielerinnen fehlten den SK Sturm Damen im Aufgebot gegen den FFC Vorderland tief im Westen des Landes. Dennoch lief es besser als man glauben konnte. Mit Nerven aus Stahl und einem starken Finish hat die stark verjüngte Truppe die Punkte mit nach Hause geholt. Auch die engen Spiele zu gewinnen, ist ein Zeichen der Qualität, und gerade das macht die Schwoazen in dieser Saison aus.

FFC Vorderland – SK Sturm Graz 1:2 (1:0)

Nachdem es mit einem kleinen Schock losging und die engagierten Vorarlbergerinnen nach 6 Minuten bereits mit 1:0 in Führung gingen, hatte Sturm durchaus mehr vom Spiel, schaffte es aber trotz Überlegenheit nicht den Ball im Tor unterzubringen. So ging es erstmals gegen einen anderen Gegner als St. Pölten in dieser Saison mit einem Rückstand in die Pause.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Am Spiel änderte sich auch in Hälfte zwei wenig, jedoch schwächte sich die gegnerische Elf selbst, als die Spielerin mit dem klingenden Namen Geraldine Pascale Schnetzer in der 58. Minute für ein Foulspiel die gelbe Karte sah und dann nur vier Minuten später wegen einem harten Einsteigen mit gelb-rot vom Platz gestellt wurde (62.). Es folgte ein dem Vereinsnamen entsprechender Sturmlauf, welcher zum Wettrennen gegen die Uhr mutierte, bis schließlich Julia Wagner in der 84. Minute der Ausgleich gelang. Doch damit gab man sich bei Sturm noch nicht zufrieden und als die Vorarlbergerinnen sich schon in der Kabine fühlten, gelang Dauerbrennerin Stefanie Grossgasteiger in der 92. Minute der Siegestreffer. Kurz danach vereitelte Torfrau Kristler noch einen Freistoßtreffer und hielt so die wichtigen drei Punkte für die Schwoazen fest!

Diese drei Punkte haben sich unsere Damen mit unglaublicher Mentalität erkämpft. Ich habe selten ein Spiel gesehen, in dem drei Punkte so verdient waren.
Mario Karner, Sportlicher Leiter der Sturm-Damen nach dem Spiel 

Geht es nicht gegen SKN St. Pölten, dann ist Sturm in diesem Jahr anscheinend nicht zu schlagen, komme was wolle. So schreiten auch die jungen Kickerinnen aus Graz weiter mutig Richtung Vize-Meistertitel. Dieser Sieg könnte sich am Ende der Spielzeit noch als Vorentscheidend herausstellen, schließlich ließen die Verfolgerinnen aus Wien vom USC Landhaus, bei einem torlosen 0:0 gegen Altenmarkt, wichtige Punkte liegen. Nachdem die Kontrahentinnen auf Tabellenplatz drei in der Vorwoche den Rückstand auf zwei Punkte verkürzen konnten, liegt Sturm nach dieser elften von 18 Runden nun wieder mit einem Polster von vier beruhigenden Punkten vor dem Rest des Feldes.

Wie geht es weiter?

Nun, die Länderspielpause bei den Herren ist vorbei, aber bei den Damen geht sie jetzt erst los. Im Frauenfußball steht außerdem die WM in Frankreich an, für die sich die ÖFB-Frauen leider im Vorjahr nicht qualifizieren konnten. Somit testet Österreich nur gegen die WM-Teilnehmerin aus Schweden am 9. April, bevor es für die SK Sturm Damen am 20. April erst wieder gegen Union Kleinmünchen in Linz weitergeht. Bei diesem Spiel handelt es sich bereits um die 13. Runde, laut Spielplan wurde das Aufeinandertreffen in Messendorf mit dem SV Neulengbach in der 12. Runde auf den 22. Mai nach hinten verschoben. Das soll uns nicht weiter stören, eine weitere Woche Zeit zur Erholung für die angeschlagenen Spielerinnen kommt für den SK Sturm gerade recht.

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