This Is What You Came For

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. SK Rapid Wien

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der gestrigen Bundesliga-Begegnung SK Sturm Graz vs. SK Rapid Wien sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Otar Kiteishvili – Note: 1,69

Neuzugang Otar Kiteishvili konnte im Spiel gegen Rapid erneut mit einer starken Leistung überzeugen. Seine Ballsicherheit gepaart mit einem unglaublichen Antritt stellten auch die Abwehr der Hütteldorfer vor große Probleme. Darüber hinaus wusste der Georgier seine Mitspieler immer wieder mit klugen Pässen zu bedienen. Als kleine Schwäche ist momentan noch sein Abschluss auszumachen – mit seinen Schüssen aus der Distanz konnte er Gäste-Keeper Strebinger nie in Schwierigkeiten bringen. Insgesamt bleibt dennoch festzuhalten, dass Kiteishvili eine absolute Bereicherung für das Spiel der Blackys ist und den Fans in Liebenau mit Sicherheit noch viel Freude bereiten wird.

Philipp Huspek – Note: 1,74

Huspek durfte in der Partie gegen Rapid etwas überraschend von Beginn an ran. Endlich, dürfte so mancher Sturm-Fan meinen. Der 27-Jährige zeigte von der ersten Minute, was in ihm steckt. Er kämpfte um jeden Ball, spulte Kilometer um Kilometer ab und bereitete der Rapid-Hintermannschaft viel Arbeit. So holte er den Elfmeter raus und durfte nach etwas mehr als 40 Minuten beinahe selbst über einen Treffer jubeln, sein guter Abschluss klatschte aber leider nur an den Pfosten. In der zweiten Halbzeit musste Huspek seinem unbändigen Einsatz Tribut zollen und wurde daraufhin in der 81. Minute auch zurecht vom Platz genommen.

Jörg Siebenhandl – Note: 2,21

Der Grazer Schlussmann hatte vor allem in den ersten 45 Minuten kaum etwas zu tun. Was er halten musste, hielt er und auch im Passspiel behielt er – anders als in einigen Begegnungen zuvor – oft den Überblick. Beim Gegentor war er leider machtlos. In der Nachspielzeit bewahrte Siebenhandl die Grazer dann vor dem Tal der Tränen, als er einen Schuss von Murg sensationell zur Ecke lenkte. Alles in allem war es eine sehr solide Leistung der Nummer 27.

Anastasios Avlonitis – Note: 2,34

Wie schon in der gesamten Spielzeit war Avlonitis der beste Abwehrspieler der Schwarz-Weißen. Der Grieche strahlte eine unglaubliche Ruhe aus, die man seinen Kollegen in der Hintermannschaft nur wünschen kann. Einzig bei der Chance von Schwab in der Anfangsphase sah Avlonitis alles andere als gut aus, als er seinen Gegenspieler Schwab aus den Augen verlor. In der 40. Minute vergab der Innenverteidiger zudem eine gute Chance auf das 2:0, sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. 

Peter Zulj – Note: 2,39

Es war dies eines der besseren Pflichtspiele von Peter Zulj in der laufenden Spielzeit. Endlich konnte er seine gewohnte Ballsicherheit und sein starkes Zweikampfverhalten wieder an den Tag legen und somit immer wieder für Nadelstiche im Mittelfeld sorgen. Sein herrlich verwandelter Elfer zum 1:0 war die Krönung einer guten Leistung des Mittelfeldmotors. So kann es weitergehen!

Stefan Hierländer – Note: 2,54

Der Kärntner wurde als Linksverteidiger aufgeboten und stabilisierte diese Seite im Vergleich zu Ferreira und Schrammel deutlich. Der Kapitän ließ wenig bis gar nichts zu – einzig seine Offensivqualitäten konnte Hierländer aufgrund der Entscheidung Vogels nicht richtig ausspielen. Einziger Kritikpunkt: Vor dem Ausgleichstreffer hob er das Abseits auf. Dennoch war es von Hierländer eine grundsolide Performance, nach welcher er sich auch durchaus Chancen für Einsätze in der Nationalmannschaft ausrechnen darf.

Lukas Grozurek – Note: 2,65

Zunächst einmal darf Grozurek froh sein, dass er das Spiel bis zur 87. Minute bestreiten konnte. Nach einem Brutalo-Foulspiel von Schwab – für das Rot die einzig logische Konsequenz gewesen wäre – konnte die Nummer 11 glücklicherweise weitermachen. Grozurek kämpfte und lief viel, agierte insgesamt aber äußerst glücklos. Zudem schien ihm im zweiten Spielabschnitt etwas die Kraft auszugehen, weshalb er kaum für Gefahr sorgen konnte. Er wurde in der Schlussphase von Markus Pink ersetzt.

Dario Maresic – Note: 2,68

Im Verbund mit Spendlhofer und Avlonitis zeigte der Youngster eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu den ersten Pflichtspielen der Saison. Defensiv stand Maresic sehr sicher und ließ überhaupt nichts anbrennen. Auffällig ist, dass der 18-Jährige seine gefürchteten langen Pässe aus der Vorsaison nicht mehr so präzise an den Mann bringt und Sturm demnach eine wichtige Komponente im Spielaufbau fehlt. Trotzdem kann Maresic auf dieser Leistung aufbauen.

Fabian Koch – Note: 2,75

Koch agierte auf der rechten Abwehrseite deutlich verbessert. Gut, aufgrund der vorangegangen Leistungen hing die Latte auch nicht allzu hoch. Dennoch dürfte dieses Aufeinandertreffen etwas Selbstvertrauen geben. Defensiv recht solide, war der Tiroler nach vorne aber leider ein Totalausfall. Sturm fehlte somit ein wichtiger Beitrag zu einem variableren Offensivspiel. 

Lukas Spendlhofer – Note: 2,82

Eine Frage: Wie konnte Lukas Spendlhofer den Ball in der 86. Minute nicht im Tor unterbringen? Er wird es wohl selbst nie verstehen. Irgendwie passte diese vergebene Gelegenheit ganz gut ins Gesamtbild der Leistung von Spendlhofer. Er kam oft einen Schritt zu spät und war in einer guten Defensive ein kleiner Unsicherheitsfaktor. In der 59. Minute hob er bei der Großchance von Alar das Abseits auf und protestierte dennoch am lautesten. All das wäre egal gewesen, hätte der Ball in der besagten 86. Minute im Tor gezappelt. Aber wie heißt es so schön? Wäre, wäre, Fahrradkette. Oder so ähnlich.

Markus Lackner – Note: 2,85

Lackner spulte eine unauffällige Partie ab, was für einen defensiven Mittelfeldspieler eigentlich ein gutes Zeichen ist. Dennoch ließt er den Zug nach vorne fast gänzlich vermissen, was das Offensivspiel der Grazer zuweilen etwas hemmte. Defensiv hingegen sorgte der 27-Jährige durchaus für Ruhe und Stabilität, weshalb vor allem in der ersten Halbzeit die Offensivbemühungen der Wiener nie wirklich in gute Chancen umgemünzt werden konnten.

Wechselspieler:

Emeka Friday Eze – Note: 2,71

Eze brachte noch etwas Schwung in die Partie, konnte im Gegensatz zum jetzt schon legendären Cupspiel aber nicht für die Entscheidung sorgen.

Markus Pink – Note: 3,17

Zu kurz eingesetzt.

Sonstige Bewertungen:

Heiko Vogel – Note: 3,00

Vogel überraschte mit seiner Aufstellung. Bis tief in die zweite Halbzeit schien der Plan auch aufzugehen, danach ging den Blackys etwas die Luft aus. Frühere Wechsel wären wohl die bessere Alternative gewesen.

Schiedsrichterteam unter Manuel Schüttengruber – Note: 4,12

Zwei rote Karten nicht gegeben, falsche Elfmeterentscheidung – das sind nur die Highlights. Viel schlechter kann man ein Spiel nicht leiten. 

 

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 261 eingegangene Bewertungen und widmet Man-of-the-Match Otar Kiteishvili diesen Song:

Anzeige

11 Kommentare

  1. Rene90 sagt:

    nur so nebenbei „Huspek“ hat schon 27 Jahre hinter sich -> Geb.datum 5. Feb. 1991

    1+
  2. Luca1111 sagt:

    Ich dachte mir auch beim Lesen für 25 schaut er eigentlich recht alt aus. Obwohl ich jetzt sagen muß für 27 schaut er eigentlich auch  alt aus. Sorry hussi net bös gemeint. Bist einer der Lichtblicke im Team.

    2+
  3. RAM6I sagt:

    Seit den letzten Geschehnisse musste man als Fan seine innere Ruhe finden um nicht Woche für Woche, Tag für Tag seinen Magen zu schädigen.

    Es ist als spiele das Schicksal mit uns, der letzte Trainer a sturer Kopf der nur Positions bezogen auflaufen ließ und selbst so manchen mit getätigten Wechsel zur Weißglut brachte.

    Haben wir jetzt einen Vogel der seit der neuen Vorbereitung und Saison noch nie das selbe Kleid spielen ließ und Spieler aufstellt als könnten Sie alle Positionen besetzen.

    Man ist es wirklich Leid zu meckern, doch versteht man bei solch Aktionen die Welt nicht mehr und stellt sich in dem Moment die Frage…Bin i der einzige Depp der diese Fehler sieht!“…

    Einen Hierländer fix als LV einzuplanen ist ein Armutszeugnis für die restlichen LV und IV sowie eine komplette Verschwendung seiner Fähigkeiten. Der Trainer wollte bestimmte Spieler also muss er auch so weit sein diese in Form zu bringen und Sie einsetzbar machen!

    Dazu ein Grozurek als Stürmer aufzustellen oder einen Huspek (Armutszeugnis für gelernte Stürmer) Huspek eigtl. RM–RF, Grozurek eigtl. LM-LF aber was solls…Mittelfeldspieler agieren als Verteidiger, geplante Mittelfeldspieler als Stürmer und Verteidiger werden bald das Tor hüten.

    Sry, aber wenn i mir als Fan das schon extrem stinkt, wie muss es erst den Spielern dabei gehen!

    Ist es echt nicht möglich die Spieler anhand ihrer gelernten Position einzusetzen..will man Runde für Runde dem eigentlich auf der Position zu spielenden den Eindruck vermitteln des wird mit dir nix!? Warum holt man sie dann? werden solche Legionäre nicht lange genug beobachtet?

    Lt. Aussagen eines Hrn. Kreissl, dürfte es eigtl. nicht im Raum stehen das ein Portugiese nicht in der Startelf vertreten ist!?

    Warum braucht unserer Abwehr heuer mindestens 1 Verteidiger mehr im Spiel um überhaupt irgendwie stabil zu wirken??

     

    Fehler bisher…einen LM gibt man ab, der die Abläufe Mannschaft kennt um einen LM zu holen der dann Hauptsächlich als Stürmer spielt! Stürmer werden geholt die dann, keine Ahnung was aber irgendwas machen Sie, LV werden geholt damit sie wenigstens auf dem Papier erwähnt werden)

    dazu der Witz des letzten GK Interviews, nein Transferzeit sicher nicht aktiv mehr, da wir super Spieler haben!

    Tage später..Mittelfeldspieler ersetzten unsere Stürmer, Mittelfeldspieler ersetzen unsere Verteidiger! Warum bei diesen ganzen Eiersalat nix heraus kommt..tja man stellt sich wirklich noch die Frage!!

    als letzten depperte Senf! HALLO, man hat immer 3 Wechsel zur Verfügung um auf einen Einbruch der Mannschaft zu reagieren…Nein, wir warten bis wir ein Tor kassieren und erst dann Wechsel wir…ist schon öfters bei Hrn. Vogel vorgekommen. Mag unsren derzeitigen Trainer, doch so langsam muss er beweisen, dass er die Spieler weiterentwickelt Körperlich und Geistig und endlich ein System findet! (5er Abwehr ist a Schrott)

     

    15+
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Was hilfts dir wenn Hierländer flexibel einsetzbar ist wenn du ihn dann noch nur auf seiner angestammten Position sehen willst…bei Ferreira ist zumindest noch ein Funken Hoffnung da auf eine Besserung, bei Schrammel eher nicht. Und Koch ist halt auch um keinen Deut besser und wenn er sich nicht bald steigert wird Obermaier ihn ablösen.

      Bei den Transfers wird halt das gute alte Geld halt nicht allzu sehr vorhanden gewesen sein (Avdijaj geht z.B. zu Willem II, die sicher nicht besser als wir und bestimmt nicht mehr Geld, obwohl wir in der Offensive wen gebraucht hätten und dieser Transfer Faust aufs Auge gewesen wäre…).

      Um die Wurst geht es sowieso erst nach Runde 22. Bis dahin heißts durchbeißen und alles mitnehmen was geht aber danach muss das Werkl komplett Rennen, weil dann gehts um die Wurst.

      Gegen Admira muss halt ein Sieg her sonst wirds wieder eng.

       

      4+
    • RAM6I sagt:

      Leider is mein eigener text zu lang..

       

      wollte es eigtl. kürzer halten..und sich selbst einfach Fragen, warum bei uns anscheinend nur Extreme gibt!

      Der letzte Trainer vor unserem Jetzigen, beharrte zu sehr auf sein stures System, der jetzige lässt Alle da spielen auf dass Sie gerade lust haben oder er sie gerade braucht/will. (Legitim, doch sollte dennoch der geholte Spieler für die Position die er geholt wurde eingesetzt werden und nur bei Verletzungen etc. auf solch Flexible Experimente zurückgreifen)

      Man könnte auch sagen komplette Ressourcen Verschwendung, geht so weiter kann sich kein einziger auf seine Position einspielen noch das er sich mit seinen Mitspieler einspielen kann, wenn jede Woche jeden Tag a anderer Typ vor neben über auf erm herum spielt!

      3+
    • fuchsrob sagt:

      Die vielen Umstellungen sind wohl ganz einfach darauf zurückzuführen, dass einige Spieler (eh schon wissen wer) einfach zu schlecht sind (waren). Da muss man als Trainer improvisieren und testen. Testspiele sind meist nicht sehr aussagekräftig leider. Ich bin mir aber fast sicher, dass der Trainer und wahrscheinlich GK (Sportler) auch, noch jemanden holen wollte aber das  ist offenbar am engen finanziellen Korsett (Bänker) gescheitert.

      Sonst kann ich mich der Analyse voll anschliessen!

      1+
    • zdenek sagt:

      ein erklärungsversuch zu der LM/LA RM/RA sache:

      da vogl arbeitet auf ein 3-4-1-2 oder 3-3-2-2 system hin auf lange sicht. wobei die außenverteidiger viel meter machen müssen, rauf runter, und gut in der defensive sein müssen. die offensiv-spieler bewegen sich meist im zentrum. der einzige, der derzeit das LV/RV profil erfüllt is halt der hierli. aber vom koch wissen wir, dass das genau sein spiel ist. ferreira is leider grade nicht gut genug. HV gibt ferreira zeit und ich hab bei ihm schon noch hoffnung. er hat ja gute ansätze aber insgesamt einfach nicht genügend bis jetzt.

      wir können ja froh sein, dass wir den hierli haben, der solche lücken schließt.

      es is ja bis zur weltklasse ein problem gute LVs zu finden, die sind selten. vA is es schwierig bei unserem budget, da geht sich nicht viel mehr als ein ferreira aus, so realistisch muss man sein. ja, ein stangl stand im raum, aber das is hätti wari.

      Lyko war schon optimal 🙁

      zu den stürmern. hussi is kein gelernter stürmer, aber dennoch ein sehr guter. super unangenehm, immer in bewegung und sehr schnell. schade dass er nicht getroffen hat. aber dennoch schien HV von seiner leistung beeindruckt und wir werden ihn wohl öfter sehn. ENDLICH!!!

      6+
    • schmitz sagt:

      Vogel RAUS!!!!!!

      0
    • blacKnight sagt:

      schmitz RAUS!!!!

      4+
  4. Ritter2016 sagt:

    Also ich will nicht in den „alles ist schlecht“ Chor abgleiten. Bis dato finde ich das Spiel aber irgendwie unerbaulich. Einerseits sagt Trainer Vogel immer, er will „Ballbesitzfußball“ spielen. Sturm hat aber in den letzten Spieler immer weniger Ballbesitz als der Gegner. Auf Konter spielt man auch nicht wirklich… also eigentlich, sehe ich überhaupt keinen Plan, wie man den Ball ins Tor bekommen möchte.

    Ein guter Teil sind Alibipässe. Meistens auf Spendlhofer. Der gibt auf Avlonitis. Der wieder zurück. Dann auf Lackner. Der wieder zurück. Oder macht einen FEhlpass. Also eigentlich schauen die Verteidiger zum größten Teil hilflos, weil sie keine Anspielstation finden. Keine Ahnung ob ein 5-2-1-2 da wirklich die beste Variante ist.

    Bei Maresic – er passt nicht links in der Innenverteidigung. Da kann er seine Spielübersicht bzw. die langen, beidbeinigen Pässe nicht ausspielen. In einer 3er Kette gehört der definitiv ins Zentrum!

    9+

Schreibe einen Kommentar