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Spielercheck: SK Sturm Graz vs. FC Wacker Innsbruck

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Begegnung SK Sturm Graz gegen Wacker Innsbruck sind abgeschlossen und alle Einsendungen ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Man of the Match

Andreas Kuen – Note 2,03

Der Tiroler stellte in der 68. Minute einmal mehr seine technische Feinfühligkeit unter Beweis. Mit seinem feinen Schuss ins lange Eck war er hauptverantwortlich für den Einzug ins Viertelfinale. Dabei gelang dem Spielmacher vor seinem Treffer nicht alles, denn auch er leistete sich ein paar gefährliche Fehler im Spielaufbau, die aber allesamt ohne Folgen blieben. Wenn Kuen diese Form beibehalten kann wird man in Graz noch viel Freude mit ihm haben.

Jörg Siebenhandl – Note 2,16

Der Stammtorhüter der Grazer erlebte einen ruhigen Arbeitstag und musste kaum eingreifen. Seine ausgestrahlte Ruhe ist maßgeblich für den Erfolg des Spielaufbaus verantwortlich.

Jon Gorenc-Stankovic – Note 2,31

Gorenc-Stankovic spielte in der 1. Halbzeit im zentralen Mittelfeld vor der Abwehr und wirkte dort stellenweise etwas verunsichert. Stellvertretend dafür war sein Fehlpass im Spielaufbau kurz vor dem Halbzeitpfiff, aus dem die Tiroler eine gute Konterchance bekamen. In der zweiten Halbzeit rückte er in die Innenverteidigung zurück und erledigte seinen Job souverän.

David Nemeth – Note 2,43

Die Leihgabe aus Mainz zeigte erneut eine starke Darbietung. Trotz seines jungen Alters leistet sich Nehmet kaum Fehler und bildet mit Wüthrich oder Stankovic ein starkes Innenverteidiger-Duo. Besonders erwähnenswert sind seine technischen Fähigkeiten, die er auch gegen Wacker Innsbruck zeigte. Durch seine Passstärke konnte er öfters die erste Linie der Tiroler überbrücken und somit gefährlichen Pressingsituationen frühzeitig entgehen. Der junge Burgenländer könnte sich in den nächsten Jahren zu einem Top-Verteidiger entwickeln.

Gregory Wüthrich – Note 2,46

Der Schweizer erweist sich immer mehr als Goldgriff für die Defensive. Selten strahlte ein Innenverteidiger in Graz so viel Ruhe am Ball aus wie der Neuzugang aus der australischen Liga. Auch gegen die Innsbrucker zeigte er sich zweikampfstark und ballsicher und hatte die Offensivspieler der Innsbrucker gut im Griff. Zur Halbzeit wurde er auf Verdacht einer möglichen Muskelverletzung ausgewechselt. 

Jusuf Gazibegovic – Note 2,58

Gazibegovic durfte von Anfang an ran und war gegen Innsbruck einer der auffälligsten Akteure der Mannschaft von Christian Ilzer. Der bosnische Nachwuchsnationalspieler wurde auffällig oft gefoult und versuchte sich immer wieder offensiv zu beteiligen. Besonders erwähnenswert sind seine Standards, die fast jedes Mal brandgefährlich in Richtung Balaj oder Stankovic kamen.

Stefan Hierländer – Note 2,63

Der Kapitän spulte in der Raute sehr viele Kilometer ab und eroberte besonders in der ersten Halbzeit viele Bälle. Im Spiel nach vorne gelang ihm aber nicht viel.

Kevin Friesenbichler – Note 2,67

Wieder einmal konnte Friesenbichler wenig Torgefahr ausstrahlen. In der 19. Minute hätte er aus aussichtsreicher Position selbst abziehen können, er entschied sich aber für eine Hereingabe in die Mitte, die schlussendlich nicht an den Mann kam. Obwohl er solide und mannschaftsdienlich spielte, werden Stürmer immer an den Toren gemessen. Dieser Torriecher scheint Friesenbichler im Moment zu fehlen. 

Sandro Ingolitsch – Note 2,81

Besonders in der 1. Hälfte hatte der Rechtsverteidiger Probleme im Offensivspiel und konnte kaum Druck aufbauen. Die Innsbrucker kamen oft über die rechte Seite zu gefährlichen Vorstößen, die aber ungenutzt blieben. In der zweiten Halbzeit zeigte Ingolitsch durch das aggressivere Spielverhalten der Mannschaft mehr Offensivdrang. Er wurde in der 65. Minute ausgewechselt.

Ivan Ljubic – Note 2,91

Nach zuletzt sehr starken Leistungen gelang Ljubic gegen die Innsbrucker eher wenig. Er spielte von Beginn an als offensiver Mittelfeldspieler, wurde aber in der zweiten Halbzeit etwas defensiver eingesetzt. Ljubic leistete sich einige Fehler im Spielaufbau und konnte nicht die gewohnte Gefahr ausstrahlen. Er wurde in der 65. Minute durch Lukas Jäger ersetzt.

Bekim Balaj – Note 3,78

Der Albaner wirkte einmal mehr nicht in das Spiel eingebunden und wusste nur bei Standards Gefahr auszustrahlen. Balaj wurde meist hoch angespielt und hatte kaum nennenswerte Ballaktionen. Er wurde nach 65 Minuten für Huspek ausgewechselt.

Einwechselspieler

Philipp Huspek – Note 2,07 (ab der 65. Spielminute)

Christian Ilzer bewies mit der Einwechslung von Huspek ein gutes Händchen, denn er leistete mit seinem ersten Ballkontakt die Vorlage zum 1:0. Mit der Hacke legte er für Kuen ab, der platziert ins lange Eck traf. Auch sonst durften die Fans endlich wieder etwas vom Oberösterreicher sehen, der 29-Jährige war trotz seiner kürzeren Einsatzzeit einer der auffälligsten Akteure am Feld.

Jakob Jantscher – Note 2,45 (ab der 65. Spielminute)

Der Routinier kam dieses Mal nur von der Bank, demonstrierte aber nach seiner Einwechslung direkt seinen Stellenwert für die junge Sturm-Mannschaft. Neben seiner indirekten Torbeteiligung zeigte Jantscher speziell durch Einzelaktionen und Standards auf.

Amadou Dante – Note 2,69 (ab der 45. Spielminute)

Dante wurde in der Halbzeit eingewechselt und agierte zunächst in einer offensiveren Rolle als gewohnt. Nach einer eher unauffälligen Leistung wurde er durch den dreifachen Wechsel wieder nach hinten in die Viererkette beordert. Der junge Mann aus Mali lieferte eine ordentliche Partie ab.

Lukas Jäger – Note 3,34 (ab der 65. Spielminute)

Jäger wurde in der 65. Minute eingewechselt und machte anschließend genau das was man von ihm verlangte. Er spielte sehr defensiv und versuchte das Spiel von hinten aufzubauen und gefährliche Vorstöße der Innsbrucker zu unterbinden. Kurz vor Schluss leistete er sich einen unnötigen Fehlpass, der eine gute Konterchance für Wacker Innsbruck zur Folge hatte.

Sonstige Bewertungen

Christian Ilzer – Note 2,52

Die Mannschaft von Ilzer wirkte in der Anfangsphase etwas überrascht, zog sich zurück und wartete auf Fehler der Tiroler. Erst nach dem Seitenwechsel agierte Sturm etwas aktiver und lies den Innsbruckern weniger Räume. Sein Dreifachtausch in der 65. Minute erwies sich als goldrichtig, denn Jantscher und Huspek verhalfen dem Team zum Aufstieg ins Viertelfinale. Obwohl die Platzverhältnisse alles andere als ideal waren, hat die Mannschaft das Potential, von Beginn an aggressiven und ansehnlichen Fußball zu zeigen. 

Das Schiedsrichterteam um Alan Kijas – Note 2,91

Das Schiedsrichterteam pfiff grundsätzlich solide und agierte unauffällig, was als positiv hervorzuheben ist. Bei einzelnen Szenen hätte man durchaus anders entscheiden können, der Schiedsrichter schien aber nie die Kontrolle über das Spiel zu verlieren.

Das SturmNetz-Team bedankt sich für 251 eingegangene Bewertungen und widmet dem Man of the Match, Andreas Kuen, folgende Nummer:

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8 Kommentare

  1. letschi sagt:

    In Österreich heißt es immer noch „Ferse“ (ausgesprochen „Ferschn“). Bitte erspart uns hier das Piefkenisch.

    • black_aficionado sagt:

      Thumbs up fürs Ferserl (y)
      Aber „ferschn“ hab ich auch noch nicht gehört 😉

  2. Kolkrabe sagt:

    Ferserl, Gurkerl, Köpfler, Elfer. bitte pflegen!!
    Mit der Hacke tut man hacken, wobei sensen eleganter is…

    • Neukirchner sagt:

      Agree. Aber auch Outwachler (Schiri-Ass), Fetzenlawerl (Ball) Ballschani, Stopper, Außenpracker, Haut, Spitz, Wuchtel, Kreuzeck, 3. Halbzeit-Feign, Goalie, Corner, Schraubn (hohe Niederlage), Steirergoal und Schwoaze Sau (Unparteiischer)

    • Neukirchner sagt:

      Dazu eine Geschichte aus meiner Zeit als Hobby-Schiedsrichter in den Untiefen des steir. Fußballs. Nach einem Regenguß hinter dem Gaberl musste ich die Partie Weißkirchen gegen St. Lambtrecht wegen Unbespielbarkeit des Platzes absagen. Als ich das in der Kabine den Spielern des Gästeteams mitteilte, schaute mich ein blondtoupierter Schnautzinger schon im Trikot traurig an und meinte nur:“Na geh. Und i bin extra von der Feigen owakrallt“

    • fauli sagt:

      sorry, aber was ist eine 3. Halbzeit-Feign?

      Bei uns war die 3. Halbzeit immer ein paar gepflegte Bier…

    • Neukirchner sagt:

      Die erste echte 3.Halbzeit-Feign war Victoria Beckham.

  3. realistic sagt:

    @ Nico Harrer, oder wer auch immer das geschrieben hat. Is nur a Kleinigkeit, ABER WIESO schreibst du beim Hussi „mit der Hake“ ???? Was für ein Bullshit. Oder ist du auch Klöse statt Knödel ???? Das war ein Ferserl !!!!

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