Testspielniederlage in Belek

Spielbericht: SK Sturm vs. VfL Osnabürck 1:3 (0:1)

Der SK Sturm musste im ersten Testspiel des Trainingslagers in Belek eine Niederlage gegen den VfL Osnabrück hinnehmen. Der deutsche Zweitligist, der wenige Stunden zuvor bereits ein Testspiel gegen Bodajk FC Siofok mit 5:1 gewinnen konnte, setzte sich in einem chancenarmen Spiel verdient mit 3:1 durch.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Osnabrück kommt besser ins Spiel

Bei Sturm durften sowohl Niklas Geyrhofer als auch Vincent Trummer in der Viererkette von Beginn an ran. Stefan Hierländer, der als rechter Flügelstürmer agierte, hatte bereits in der zweiten Minute das 1:0 am Fuß. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld brachte Jantscher das Spielgerät zum Kapitän der Blackys. Die anschließende Direktabnahme setzte Hierländer aber meterweit über den Kasten. Osnabrück kam daraufhin gut ins Spiel und dominierte die Partie. In der 8. Spielminute kamen auch die Deutschen zur ersten Halbchance. Lukas Spendlhofer stand allerdings goldrichtig und blockte den Torschuss. Über weite Strecken passte die Zuordnung im Defensivspiel gar nicht, was Osnabrück in der 21. Minute beinahe bestraft hätte. Nach einem starken Angriff aus der eigenen Hälfte, kam Kevin Wolze völlig freistehend aus wenigen Metern zum Abschluss. Sein Schlenzer landete zum Glück für die Steirer nur auf der Latte. Fünf Minuten später war Sturm wieder an der Reihe: Der bis dahin unauffällige Bekim Balaj übernahm eine Hereingabe von Hierländer direkt, der Abschluss fiel zu ungenau aus. In der 28. Minute erzielte Osnabrück den verdienten Führungstreffer. Nach einem Foul von Emanuel Sakic verwertete Niklas Schmidt den fälligen Freistoß aus 16 Metern platziert im Tormanneck von Geburtstagskind Jörg Siebenhandl. Sturm wirkte in der ersten Halbzeit im Offensivspiel über weite Strecken ideenlos. Ohne weitere nennenswerte Torchancen ging es für die beiden Mannschaften in die Halbzeitpause.

Mutiger Start in den zweiten Durchgang

Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab die Mannschaft von Nestor el Maestro den Ton an. Mit Dardan Shabanhaxaj, Tobias Koch und Winfried Amoah (der als Rechtsverteidiger spielte) durften sich erneut drei Jungblackys beweisen. Die Grazer agierten wesentlich aktiver als in der ersten Halbzeit und pressten den deutschen Zweitligisten phasenweise stark an. Dennoch kam Osnabrück zur ersten Chance in der zweiten Spielhälfte. Abermals war es Lukas Spendlhofer, der durch sein beherztes Einsteigen den Abschluss verhinderte. In der 57. Minute erhöhte Osnabrück etwas überraschend den Spielstand. Abermals war es ein direkter Freistoß, der Sturm zum Verhängnis wurde. Wieder war es Niklas Schmidt, der den Ball über die Mauer ins Tor von Siebenhandl zirkelte. Sturm hatte daraufhin wesentlich mehr Ballbesitz als noch in der ersten Hälfte, richtige Chancen konnten damit aber nicht herausgespielt werden. Die Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte ist vor allem den jungen Spielern zu verdanken, die befreit und mutig aufspielten. Besonders Dardan Shabanhaxaj konnte sich des Öfteren in Szene setzen. Der 18-Jährige suchte immer wieder Eins-gegen-Eins-Situationen, die aber leider meist unbelohnt blieben. In der 72. Minute konnte Sturm dann doch anschreiben. Thomas Schrammel brachte einen Freistoß von der rechten Seite in die Mitte, Ivan Ljubic kam frei zum Kopfball und nickte unhaltbar ein. Mit dem Anschlusstreffer im Rücken kamen bei Sturm letzte Ausgleichsbemühungen hervor, aber wieder war es der VfL Osnabrück der das letzte Wort hatte. Der eingewechselte Granatowksi brachte von rechts einen scharfen Ball zu Henning, der noch einmal zu Girth ablegte. Letzterer bedankte sich und durfte den Ball aus fünf Metern ins leere Tor schieben. Der erste brauchbare Angriff von Osnabrück im zweiten Durchgang brachte somit die endgültige Entscheidung.

Das nächste Testspiel in Belek findet am 21. Jänner gegen den rumänischen Erstligisten Viitorul Constanta statt.

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Aufstellung Halbzeit 1:

Siebenhandl – Sakic, Geyrhofer, Spendlhofer, Trummer – Leitgeb, Dominguez, Kiteishvili, Jantscher, Hierländer – Balaj

Aufstellung Halbzeit 2:

Siebenhandl – Amoah, Geyrhofer, Spendlhofer, Schrammel – Koch, Ljubic, Kiteishvili (81. Ferk), Shabanhaxaj, Huspek – Röcher

 

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7 Kommentare

  1. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Amaoh als RV? Der Junge sieht eher nach agilem Dribbler als nach robuster Abwehr-Panzer aus aber ok.
    Röcher ist kein Stürmer. Das Grozurek Dilemma wird einfach 1:1 weitergeführt.

    Also die Jungen machen hier deutlich mehr Hoffnung als die Erfahrenen…ich hoffe am 31. wird wirklich einmal komplett umgerührt weil heute faselt der Jauk schon wieder von Liebenau ist die einzige Option in der Zeitung…man kommt sich vor wie im Irrenhaus wenn man soviele ZMs hat sodass man einen Jungen verleihen muss ihn aber trotzdem wegen einem Spiel (!) noch bis dahin behält…aber im Sturm wird quasi alles als Stürmer deklariert was nicht 7 im Namen hat. Ich mag den Hierli echt gerne nur ist er ein Chancentod aus der Hölle…wir brauchen was Offensives sonst schaffen wir es nichtmal uns für die regelmäßige Europa-Blamage zu qualifizieren.

    Ich glaube Kreissl wird spätestens im Sommer weg sein und es ist leider auch gut so. Er hat stark bei uns begonnen dann aber stark nachgelassen. Für ihn war immer Erfolg wichtiger als Jugend aber wie es aussieht geht uns beides flöten. Ob Schicker es besser machen kann weiß ich nicht aber ich hoffe ja auf neue Vorgaben von ganz oben, ansonsten entsteht ein Macht Vakuum (NEM ist als nicht-Stall Trainer sowieso immer halb angezählt, Schicker hat null Gewicht und weder Teppich noch Jauk treffen irgendwelche leitenden Entscheidungen. Man darf gespannt sein auf den 31.

    Btw. Alles Gute zum 30er Jörg!

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  2. abisz sagt:

    Mag vieles stimmen, nur wird der Trainer im Frühjahr irgendwann so stark angezählt sein, nicht weil er von Außen kommt, sondern weil seine Art Fußball zu spielen zum K…. ist! Bzw. funktioniert es auch offensichtlich nicht!

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  3. fauli fauli sagt:

    Das war nur ein fucking Testspiel, jetzt schmeißt mal net alle die Nerven
    In den letzten Jahren haben wir in der Vorbereitung oft größere Gegner besiegt und haben dann erst wieder gegen Mattersburg verloren. So ein Testspiel sagt gar nichts aus

    2+
    • abisz sagt:

      Nur leider schaut’s halt genau so aus, nicht erst seit dem ersten Winter-Testspiel, sondern seit dem ersten Test im Sommer…

      1+
  4. Duddy sagt:

    Also es Team is näher am 3ten als am 6ten platz dran. Aber die arr vom trainer funktioniert net? Wtf?

    I mein wenn ma mal logisch denkt würd ma halt verstehen warum der jetztige erfolg wichtig is, so lwicht international zu spielen und geld zu kassieren wars halt bei uns scho sehr lang nimma und wennst mal a bissl a geld hast bewegst dich auch leichter wenns um infrastruktur, team und nachwuchs geht.

    1+
  5. Supersturm sagt:

    Hab mir gerade die 1. Halbzeit gegen Vitorul angesehen…
    Testspiel hin oder her..
    -> gute Ballgewinne in Abwehr und Mittelfeld heben leider nicht auf, was im Angriffsdrittel vergeigt wird..
    Wie schon der Schinkels einmal gesagt hat: „Meine Oma strahlt mehr Gefahr aus“..
    dieser Aussage muss ich mich leider anschliessen – auch wenn einige wieder sagen, dass solche Spiele nicht aussagekräftig sind, weil viel probiert wird etc.. – nachdem alle auf ihren gewohnten Positionen spielen, kann man auch in Testspielen hin und wieder einmal gefährlich vors Tor kommen. Die Flanken (heute durchwegs von „Flankengott“ Spendlhofer ausgeführt) – ohne Worte (sonst haben wir dafür ja zum Glück Despodov!) und die wenigen Schussversuche (hab glaub ich 3 gezählt) sind meilenweit übers Tor geflogen..
    Ich bin der Meinung, gerade in Testspielen könnte/sollte man es öfter versuchen. Teilweise hab ich das Gefühl, unsere Offensivabteilung verwechselt sich mit Barcelona und will den Ball ins Tor tragen.
    Aber – das ist das Gute daran – es ist nur ein Test..
    Aber ist ja nur ein Test..

    1+
  6. gepi20 sagt:

    Wo wir stehen sehen wir gegen LASK im CUP.

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