Take Them All

Spielercheck: Sturm vs. Altach (ÖFB Cup)

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der letzten Partie sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Thorsten Röcher – Note: 1,36

Fußballherz was willst du mehr? Ein herausgeholter Elfmeter, zwei mustergültige Torvorlagen und ein selbst erzielter Treffer beinhaltete die Röcher-Show gegen die Vorarlberger. Wahrlich eine sehr starke Leistung des linken Außenbahnspielers. Auffallend waren vor allem seine Ruhe vor dem Tor und die Übersicht im Strafraum, wie man speziell beim dritten Treffer erkennen konnte. Röchers Dribbelkünste und die Stärke im Eins-gegen-Eins machen ihn zu einem kaum ausrechenbaren Spieler. Solche Fertigkeiten können speziell in engen Partien oftmals entscheidend sein. Trotz vieler starker Leistungen war dies vielleicht sogar der beste Auftritt des Neuzugangs für die Schwarz-Weißen. Völlig verdient ist er euer Man of the Match.

Deni Alar – Note: 1,40

Am Samstag musste er noch aufgrund einer Erkrankung mit einem Platz auf der Bank vorlieb nehmen, deshalb überraschte es ein wenig, dass Deni Alar, auch aufgrund der ansprechenden Performance von Eze, schon so schnell sein Startelf-Comeback feiern durfte. Er zahlte seinem Trainer das Vertrauen aber einmal mehr vollends zurück und agierte ähnlich abgeklärt wie auch schon in den vergangenen Partien. Zwei Treffer steuerte Sturms bester Saisontorschütze zum 4:1-Erfolg bei und überzeugte schon wieder auf ganzer Linie. Auch im Kombinationsspiel wusste Alar zu gefallen. Im Winter könnte es für Günter Kreissl durchaus sehr schwer werden, den Stürmer zu halten.

Marvin Potzmann – Note: 1,45

Was für eine geile Saison spielt bitte der nahezu schon abgeschriebene Marvin Potzmann? Lange Zeit war er nur als Ergänzungsspieler eingeplant, doch mit guten Auftritten überzeugte er selbst seine schärfsten Kritiker und ist schon längst nicht mehr aus der Stammelf wegzudenken. Seine unglaubliche Laufbereitschaft und der unbändige Wille verzücken jeden schwarz-weißen Anhänger. Auch gegen Altach konnte er viele brenzlige Situationen bereinigen und sich immer wieder erfolgreich in die Offensive einschalten. Es ist wirklich egal, auf welcher Position man Potzmann aufbietet, er bringt derzeit überall seine Leistung. Gegen Altach war es mal eben auf vier Positionen aktiv. Schade, dass ihm bisher noch kein Torerfolg gelungen ist. Kaum jemanden würde man es mittlerweile mehr gönnen.

Philipp Huspek – Note: 1,66

Huspek wurde von Coach Franco Foda erneut als Stürmer aufgeboten. Dabei kann er immer wieder seine Schnelligkeit einsetzen, Räume schaffen und die gegnerische Abwehr vor Probleme stellen. So auch gegen Altach: Oftmals wich er auf den Flügel aus, wirkte stets agil, war an den allermeisten Offensivaktionen der Blackys beteiligt und strahlte dabei immer wieder Gefahr aus. In der 73. Minute wurde für ihn Fabian Koch in das Spiel gebracht, um die Defensive zu stabilisieren. Dabei holte er sich zurecht viel Applaus ab.

Peter Zulj – Note: 1,85

Peter Zulj hat die Rolle des Spielmachers in Graz schnell an sich gerissen. Diese Aufgabe bewältigt er in den allermeisten Fällen auch mit Bravour. Gegen die Vorarlberger suchte Zulj immer wieder den schnellen Pass in die Tiefe, übersah dabei jedoch das eine oder andere Mal den besser positionierten Mitspieler. Beim Elfer übernahm er erneut Verantwortung und verwandelte mit etwas Glück. Möchte man etwas bekritteln, so wäre dies wohl der Umstand, dass er vor allem von hinten heraus ab und an etwas zu lässig agiert. In der Pause wurde er aufgrund von Magen-Darm-Problemen ausgewechselt.

Stefan Hierländer – Note: 2,14

Hierländer zeigte sich wieder sehr spiel- und kombinationsfreudig und überzeugt vor allem mit seiner Defensivarbeit. Seine Agilität beflügelt das Spiel des SK Sturm Graz und macht es zunehmend variabler – einer der Hauptgründe für den derzeitigen Höhenflug. Zudem wurde ihm ein reguläres Tor aberkannt, welches er sich vor allem aufgrund seiner Laufbereitschaft absolut verdient hätte.

Christian Schoissengeyr – Note: 2,20

Der Hüne in der Innenverteidigung konnte zuletzt bekanntlich wenig Spielpraxis sammeln. Dennoch gelang ihm wieder ein durchaus souveräner Auftritt und er erwies sich neuerlich als Backup, den man jederzeit ohne Bauchschmerzen auf das Feld schicken kann. Bei einem sehenswerten Kopfball hatte er Pech, den Ball nicht in des Gegners Maschen befördert zu haben. In der Innenverteidiung hat Franco Foda die Qual der Wahl wie auf keiner anderen Position.

Jörg Siebenhandl – Note: 2,25

Er ist zwar weiter unten im Klassement zu finden, doch sagt dies sehr wenig über seine Leistung aus. Beim Gegentor war der Grazer Schlussmann chancenlos, ansonsten hätte er Yoga machen oder ein Buch lesen können. Seine Spieleröffnung ist, wie man das mittlerweile gewohnt ist, ein großes Plus im Spiel Sturms.

Sandi Lovric – Note: 2,26

Nach längerer Abstinenz in der Startformation rückte Sandi Lovric wieder einmal in ebenjene. In der Zentrale machte er ein ordentliches Spiel, ohne dabei groß zu glänzen. In manchen Situationen traf er gefühlt nicht immer die richtige Entscheidung. Seine Leistung war absolut in Ordnung, doch Sandi kann mehr.

Charalampos Lykogiannis – Note: 2,78

So stark die Saison von Sturm bis dato auch ist, es ist noch nicht so ganz die des sympathischen Griechen. Er wirkte mitunter etwas unkonzentriert, viele Fehlpässe und teils unnötige Dribblings schlichen sich in sein Spiel ein. Auch übersah er öfters einen Gegenspieler in seinem Rücken. Lyko kann definitiv mehr. Viel mehr. Er möge bald zu alter Stärke zurückfinden.

Christian Schulz – Note: 3,14

Erneut ging ein Tor des Gegners ein (Stellungs-)Fehler des deutschen Routiniers voraus, der ihm eigentlich nicht passieren dürfte. Im Spielaufbau war der Kapitän ebenfalls kaum involviert. Ansonsten lieferte eine unauffällige Partie ab, was auf seiner Position grundsätzlich ein gutes Zeichen wäre. Im Gedächtnis bleibt jedoch leider einmal mehr ein Patzer.

Wechselspieler:

James Jeggo (45) – Note: 2,15

Kam in der Pause für Peter Zulj und tat, was er immer tut: fighten, als ginge es um Leben und Tod. Machte in der Zentrale dicht und trug so wesentlich zur Stabilisierung der Abwehr bei.

Fabian Koch (73) – Note: 2,32

Er kam für Philipp Huspek und ließ hinten wie gewohnt nichts anbrennen.

Emeka Eze (85) – Note: 2,62

Nach seinem fulminanten Kurzeinsatz im vergangenen Liga-Spiel durfte er auch im Cup für wenige Minuten ran. In dieser kurzen Zeit konnte er keine Akzente setzen – Sturm musste jedoch auch längst nicht mehr.

 

Das SturmNetz-Team bedankt sich bei 208eingegangenen Bewertungen und widmet unserem Man Of The Match Thorsten Röcher folgenden altbekannten Song:

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