Sweet Summer Breeze

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. TSV Hartberg

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler sowie des Trainers und des Schiedsrichterteams der letzten Partie sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben. Diesmal gibt es jedoch keinen „Man of the Match“, da keiner der Spieler würdig wäre, diesen Titel zu tragen.

Zum wiederholten Mal wurde kein „MOTM“ gekürt. | © Martin Hirtenfellner Fotografie

Winfried Amoah – Note: 2.80

In den wenigen Spielminuten, die er bekommen hat, konnte Amoah eher in Erscheinung treten als die Vielzahl seiner Mannschaftskollegen. Seine Schnelligkeit und technische Beschlagenheit könnten Waffen sein, die Sturm in Zukunft sehr viel Freude bereiten werden. Stellvertretend für seinen Auftritt war jene Aktion, als er sich den Ball gegen zwei Hartberger erkämpfte und gefährlich, aber leider zu zentral abzog. Es ist dieser jugendliche Esprit, der dem SK Sturm viel zu häufig gefehlt hat und Hoffnung für die Zukunft gibt.

Martin Krienzer – Note: 3.07

Wurde für Kevin Friesenbichler eingewechselt und konnte in Ansätzen zeigen, dass er das Potenzial für die Bundesliga besitzt. Es wäre interessant zu beobachten gewesen, was er mit mehr Einsatzzeit noch hätte bewirken können.

Dardan Shabanhaxaj – Note: 3.22

Hat sich bemüht. Vor allem seine Unbekümmertheit war sehr erfrischend, doch im Endeffekt ist ihm nicht viel gelungen. Trotzdem schön mitanzusehen, dass es Fußballer beim SK Sturm gibt, die sich trauen, in eine Eins gegen Eins-Situation zu gehen und Spielfreude ausstrahlen.

Jörg Siebenhandl – Note: 3.23

War an den Gegentreffern schuldlos und ansonsten eigentlich wenig gefordert. Sorgte unter der Woche mit seinen klaren Aussagen für ein Ausrufezeichen und bewies, dass doch noch so etwas wie Leben in dieser lustlosen Truppe steckt. Am Feld fiel Siebenhandl jedoch weitestgehend durch verpatzte, beziehungsweise zu kurz geratene Abschläge auf.

Niklas Geyerhofer – Note: 3.29

Der junge Innenverteidiger machte noch den besten Eindruck in der Grazer Abwehrreihe – so unterliefen ihm zumindest keine groben Schnitzer. Trotzdem gibt es noch Verbesserungspotenzial, denn vor allem an seiner Schnelligkeit und dem Stellungsspiel muss Geyrhofer noch arbeiten. Zudem unterlaufen ihm häufig Fehler beim Klären des Balles. Zu häufig spielt er diesen in die Mitte, hier gilt es, noch ein wenig abgeklärter zu werden. Ansonsten war die Leistung gegen Hartberg weitestgehend in Ordnung.

Otar Kiteishvili – Note: 3.32

Der Georgier agierte wie gewohnt recht auffällig und hatte viele Ballkontakte. Auch seine Arbeitsrate war wieder einmal vorbildlich, auch wenn es unterm Strich wenig Ertrag einbrachte. Häufig lässt Kiteishvili seine Gegenspieler gekonnt aussteigen, verpasst dann aber das entscheidende Zuspiel. In puncto Übersicht gibt es ganz klar Verbesserungspotenzial – so gesehen im ersten Durchgang. Spielt er den Ball einen Augenblick vor dem Foulspiel ab, laufen Huspek und Röcher alleine von der Mittelauflage auf das Tor. Aufgrund des verpassten Abspiels wird der Georgier einmal mehr gelegt und Hartberg hat Zeit, um sich zu ordnen.

Vincent Trummer – Note: 3.37

Konnte leider nicht an die starken, zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und wirkte sehr verunsichert. Trummer hatte Glück, dass Schiedsrichter Kijas nicht auf den Punkt zeigte, nachdem er im Strafraum ungestüm gegen Kainz in den Zweikampf ging. Beim Ausgleichstreffer agierte er gegen Gabbichler zu unentschlossen und auch beim 1:3 steht der Linksverteidiger zu weit von seinem Gegenspieler (Kainz) entfernt. Auch die ein oder andere technische Unsicherheit war zu sehen, das ist man vom Eigengewächs so nicht gewohnt. Er wurde zur Halbzeit von Cheftrainer Hösele folgerichtig ausgewechselt, dabei ist jedoch zu bedenken, dass solche Formschwankungen in diesem Alter normal sind.  

Jakob Jantscher – Note: 3.37

Der Flügelspieler war einer der wenigen Lichtblicke in der Partie gegen die Hartberger, speziell in Halbzeit Eins. Jantscher war nahezu an jeder „gefährlichen“ Offensivaktion beteiligt, wie zum Beispiel bei der Kopfballchance von Röcher oder dem Führungstor. Bei letzterem bewies er Ruhe und Abgeklärtheit und schob den Ball mit all seiner Routine ins Tor. Im zweiten Durchgang blieb er dann aber weitestgehend blass und wurde durch Amoah ersetzt.

Thorsten Röcher – Note: 4,00

Der Auftritt gegen Hartberg war wohl sein letzter in Schwarz/Weiß, denn eine Ablösesumme wird der SK Sturm für ihn wohl nicht in die Hand nehmen. Dafür waren seine Leistungen zu schwankend, wie man auch gegen Hartberg beobachten konnte. Seinen Kopfball hat Swete zwar schön entschärft, doch bis auf diese Szene war eher wenig von ihm zu sehen. Röcher gelingt es im Moment nicht, der Unterschiedspieler zu sein, der er schon einmal war. Speziell im zweiten Durchgang war so gut wie gar nichts von ihm zu sehen, Hösele nahm ihn in der 65. Spielminute vom Platz.

Philipp Huspek – Note: 4.01

Es war ein eher unauffälliger Auftritt des rechten Außenbahnspielers. Zwar zeigte er sich wie immer stets bemüht, doch Gefahr konnte der Oberösterreicher nur in den seltensten Fällen ausstrahlen. Huspek wurde zur Halbzeit ausgewechselt und durch Sakic ersetzt.

Christoph Leitgeb – Note: 4.03

Wurde zur Halbzeit eingewechselt und hat auch gegen Hartberg nichts gezeigt, was eine Vertragsverlängerung rechtfertigen würde. Zwar gibt es hin und wieder schöne Pässe oder eine gute Ballbehandlung zu sehen, doch unterm Strich ist das alles nur brotlose Kunst. Er vergab auch noch Sturms beste Möglichkeit zum Anschlusstreffer, aus aussichtsreicher Position setzte er den Ball kläglich über das Tor. Ein Missverständnis mit Ansage, das man diesen Sommer beenden sollte.

Stefan Hierländer – Note: 4.37

Einmal mehr eine unterirdische Leistung des Kapitäns, die mit einer Reihe an Stellungsfehlern garniert wurde. So zu sehen beispielsweise beim Gegentreffer zum 1:2, als Hierländer viel zu weit von Tadic entfernt steht. Selbiges gilt beim 1:3, wieder konnte hier der Angreifer nahezu unbedrängt einschießen. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass der Kärntner als Außenverteidiger arge Defizite besitzt und für diese Position nicht geeignet ist. Auch wenn er sich im zweiten Durchgang etwas stabilisieren konnte.

Kevin Friesenbichler – Note: 4.38

Der Angreifer rackert und kämpft. Mangelnde Einsatzbereitschaft kann man ihm ganz sicher nicht vorwerfen, jedoch hat man nie wirklich das Gefühl, dass Friesenbichler ein Tor erzielen könnte. Er ist so etwas wie die Ungefährlichkeit in Person, auch wenn teilweise schöne Ansätze dabei sind. Am ehesten vermag der Stürmer noch als Vorbereiter zu glänzen, beispielsweise in Halbzeit Eins, als er Röchers Kopfballgelegenheit auflegte oder im zweiten Durchgang schön für Leitgeb durchsteckte. Insgesamt ist das aber trotzdem nicht zufriedenstellend und der Angriff bleibt Sturms größtes Manko.

Lukas Jäger – Note: 4.42

Es war ein unauffälliges Spiel des zentralen Mittelfeldspielers, doch im Großen und Ganzen erledigte er seine Aufgaben halbwegs zufriedenstellend. Jäger stopfte Löcher und kämpfte, über seine technischen Qualitäten oder seine Passfähigkeit sollte man den Mantel des Schweigens hüllen.

Anastasios Avlonitis – Note: 4.46

Laut Sky-Informationen sei der Grieche verstimmt über die Neuverpflichtung von Gorenc-Stankovic, wenn man sich diese Vorstellung so ansieht, dann ist das unverständlich, denn ein Verbleib über den Sommer hinaus wirkt dann doch recht unwahrscheinlich. Sieht man sich die Konstellation, bestehend aus Alter und Formkurve an – auch wenn Avlonitis der beste Abwehrspieler in dieser Saison war – so dürfte es, möchte man einen radikalen Schnitt setzen, keine Vertragsverlängerung geben. Stellvertretend dafür auch der Auftritt gegen Hartberg: zwei Eigentore (wobei das erste nicht anerkannt wurde) sprechen wohl eine deutliche Sprache. Dabei wäre vor allem das erste zu verhindern gewesen, doch der Grieche wirkte in den letzten Partien etwas kraftlos und das war auch gegen Hartberg einmal mehr zu sehen.

Emanuel Sakic – Note: 4.52

Hat Gerüchten zufolge Angebote aus Griechenland. Der SK Sturm würde gut daran tun, diese anzunehmen, wobei die Leistung gegen Hartberg in Ordnung war. Sakic hat seine Aufgaben in der Defensive erledigt, über die Offensive sollte man besser nicht sprechen, hier waren die gewohnten Limitierungen erkennbar. Mangelnde Ballbehandlung, Schwächen im Spielaufbau und fehlende Passpräzision kennzeichneten seine Leistung abermals.

Sonstige Bewertungen:

Thomas Hösele – Note: 3.59

Übernahm mit der Nachfolge von Nestor El Maestro eine sehr undankbare Aufgabe und erzielte auch einen ähnlichen Erfolg wie sein Vorgänger. Man muss ihm jedoch zu Gute halten, dass eine deutliche Veränderung der Spielanlage zu sehen war – hin zu mehr flachen Pässen aus der Abwehr heraus und mehr spielerischen Elementen. Diesen Ansatz muss man, auch wenn er häufig nicht funktionierte, in Ehren halten. Zudem bekamen junge Spieler zumindest ein paar Einsatzminuten, auch wenn es äußerst unverständlich ist, weshalb Leitgeb und Sakic vor ihnen eingewechselt werden. Sieht man sich die Art und Weise an, mit der Hösele spielen lassen möchte, so kann man bezüglich der Ausbildung junger Talente hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Es ist ein Spielansatz, den eine Mannschaft über eine längere Zeitdauer erst verinnerlichen muss. Deshalb ist es auch wenig überraschend, dass dies bei der Kampfmannschaft nicht funktioniert hat.

Schiedsrichterteam um Alan Kijas – Note: 2,53

Es war ein guter Auftritt des Schiedsrichterteams, lediglich bei der Elferszene von Trummer hätte man wohl eher auf Strafstoß entscheiden müssen.

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 164 eingegangene Bewertungen und widmet den jungen Wilden, passend zu ihrem Auftritt, folgende Nummer:

Anzeige

16 Kommentare

  1. Phil sagt:

    Laut spox ist auch Ilzer ein möglicher Trainerkandidat. Ist unsere Führungsriege denn komplett realitätsfremd

    1+
    • sTuRm_90 sagt:

      Wäre der absolute Wahnsinn wenn der Ilzer + Honigdachs CO zu uns kommen!

      Am wahrscheinlichsten bleibt für mich der Schopp inkl. Männergespräch

      Ich persönlich würde mich über Rockn Roll Klausi freuen weil ich denke das er gut mit jungen Spielern kann und ein sympathischer Typ ist

      OUT
      JJ
      Leitgeb
      Spendlhofer
      Sakic
      Balaj
      Jäger
      Friesenbichler
      Grozurek
      Avlonitis
      Lackner

      2+
    • SM1982 sagt:

      * Sturm_90 . Deine Out Liste finde ich Perfekt

      1+
  2. ballspieler sagt:

    Wäre für mich bislang der beste Vorschlag

    0
  3. Ritter2016 sagt:

    Da ist das Gerücht mit René Aufhauser ja noch glaubhafter

    0
  4. ballspieler sagt:

    Als Gerücht wird wohl beides wahr sein.

    0
  5. dawuede dawuede sagt:

    Egal wers wird… Mit den Herrn Schopp, Klaus Schmidt und Buric sollte man sich zumindest einmal unterhalten und sich drüber austauschen wie eine gemeinsame Zukunft aussehen könnte.

    1+
  6. Aero Aero sagt:

    @Sturmnetzteam
    Großes Lob für die sehr gute Berichterstattung in dieser Saison. Da ihr ja auch alle Fans seid, war es bestimmt nicht eine der angenehmeren Spielzeiten um diesen Job zu machen.

    Trotzdem habt ihr uns wieder mit vielen Informationen versorgt und uns, was für mich das Wichtigste ist, mit differenzierter Berichterstattung, einen anderen Blick, abseits der Mainstream Meinungen vieler anderer Medien, auf die Vorgänge in diesem Verein verschafft.

    Chapeau!

    10+
    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Da muss viel rausgekommen sein wenn bereits Schopp und Aufhauser abgesagt haben…bei Schopp liegt es bestimmt nicht an Kreissl alleine, denn mit Jauk und Schicker in der Tasche könnte er ihn locker überstimmen. Da will einfach wer nicht seine Karriere an die Wand fahren weil wir zur Zeit ein Kamikazeprojekt sind.
      Aufhauser ist eh ein Ex-2012er und hat 0 Spiele als Coach am Zettl, wäre Mählich 2.0 geworden.

      Der Jauk hat von Sturm Neu, Tor zum Stadion bis hin zum Leitbild etc. schon soviel angekündigt und am Ende war es immer heiße Luft. Ich frage mich warum er sich überhaupt da dazusetzt. Wenn er noch einmal den Sturmgeist beschwört sollte man ihn zwingen die Spiele der Saison alle nochmals anzusehen als Strafe.

      3+
    • Ritter2016 sagt:

      He, sag nicht dass das Leitbild nix wurde. War immerhin das Abo-Geschenk heuer. Ein gefalteter Zettel. Dafür dass man als Abo-Besitzer auf die Rückzahlung der letzten 5 Heimspiele verzichtet hat und Mitglied ist … jo! Der Jauki weiß es halt

      1+
  7. rio sagt:

    Hat es einen bestimmten Grund, warum hier die heutige PK verschwiegen wird?

    0
    • dawuede dawuede sagt:

      Die Frage ist was man schreiben soll darüber. Es wurde schließlich auch nix verwertbares gesagt…

      1+
  8. DerWurst sagt:

    Heiße Luft lässt sich wahrscheinlich schwer in nen Text umwandeln:-)

    0
  9. dawuede dawuede sagt:

    Dass Schopp bereits abgesagt haben soll bzw kein Interesse gezeigt hat, stimmt so nicht – das ist eine Ente vom Konrad. Ob ein Engagement stattfinden soll hängt von mehreren Faktoren ab: Wie geht das EL Playoff aus (das ist auch im Hinblick auf die Personalie Ilzer ein spannendes Spiel für uns!), geht er mit Rangnick nach Mailand, und vor allem: Kann Sturm ihn davon überzeugen sich diesen Job anzutun? Wenn wir ehrlich sind, nötig hätte er es nicht.

    1+

Schreibe einen Kommentar