SturmNetz – Advent #22

Robert Beric – Transferflop des Jahrzehnts?

Viele schwarz-weiße Fans staunten im Sommer 2013 nicht schlecht, als nach der Anstellung von (damals) Wunschtrainer Darko Milanic auch noch Topscorer Robert Beric an Land gezogen werden konnte. Mit 13 Toren und einem Assist in Sloweniens höchster Spielklasse sowie drei Toren sowohl in der Champions League-Qualifikation als auch in der Europa League-Endrunde konnte der damals 23-Jährige in seiner letzten Saison bei NK Maribor aufzeigen und sich so ins Visier einiger ausländischer Klubs spielen. Doch Milanic gelang es, seinen ehemaligen Schützling (unter kräftiger Mithilfe von Investor Frank Stronach) an die Mur zu lotsen. Kolportiert eine Million Euro überwies man damals nach Slowenien, somit belegt der slowenische Nationalspieler den sechsten Platz Sturms teuerster Transfers, sein Abgang spülte jedoch nur 750.000 Euro in die Klubkassa. 

Lange musste Beric auf seinen ersten Treffer in Schwarz-Weiß nicht warten: Wir schreiben den 9. Juli 2013, niemand geringerer als Paris Saint Germain gastiert im Zuge seiner Sommervorbereitung in Graz-Liebenau. 26 Minuten sind gespielt als Robert Beric einen Abwehrfehler nutzt und per Nachschuss auf 1:0 für den Gastgeber stellt. Das Spiel endete 3:1 und die Erwartungen der Fans sowohl an die Mannschaft als auch an den jungen Slowenen stiegen. Vor allem nach der höchst peinlichen Niederlage gegen Breidablik war der Druck auf die neuformierte Mannschaft sowie das Trainerteam groß. Doch anstatt eines Sturmes war lange Zeit nur ein leichter Windstoß zu spüren, sowohl von der Mannschaft, als auch von Beric. Zwar konnte die Nummer 23 in den ersten vier Runden drei Assists verbuchen, jedoch werden Stürmer bekanntermaßen an Toren gemessen und so dauerte es bis Runde fünf, als sich Beric gegen Salzburg zum ersten Mal in die Torschützenliste eintragen konnte. Insgesamt spielte der Millionentransfer eine durchaus passable Saison (zwölf Tore und zwölf Assists) wurde jedoch von vielen Fans als Sinnbild für die verkorkste Saison gesehen.

Und so kam es, wie es kommen musste: Beric wechselte für die oben angesprochene Summe von 750.000 Euro von der Mur an die Donau, und zeigte, was wirklich in ihm steckt. 27 Tore und sechs Assists in der Liga sprechen eine deutliche Sprache und verschlug einigen Sturmfans eben jene. Gegen die Grazer war der Slowene naturgemäß übermotiviert. Vier Tore gegen seinen Ex-Klub stehen zwei Platzverweise gegenüber. Robert Beric und Sturm Graz, das war eine durchaus emotionale Angelegenheit. Nach nur einer Saison in Grün – Weiß wechselte der Stürmer für fünf Millionen Euro zum französischen Rekordmeister AS Saint-Étienne, wo er bislang elf Tore und zwei Assists in 31 Spielen (bedingt durch einen Kreuzbandriss sowie eine hartnäckige Oberschenkelverletzung) erzielen konnte. 

3 Kommentare

  1. graz4ever sagt:

    Dank General Glatze Goldi (vom finanziellen her) a Transfer-Top..für Rapid..leider..(so wie Kainz) 😉

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  2. Alex011 sagt:

    Ein Stürmer mit Kampfkraft der auch den Ball verteilen konnte und auch ins Tor traf, wenn er keinen unnötigen Druck hatte. Eine Kombination, die sah man schon in den ersten paar Partien dass sie zu gut für österreichische Liga ist. In Graz war man halt zu dämlich und hat ihm gleich als „Millionen“-Transfer einen Rucksack aufgelastet.

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  3. Manuel Lampl sagt:

    Zu dämlich war man in Graz, so wie beim kainz Transfer. Dank unserer dämlichkeit lacht rapid sich heute noch schief. Etwas über ne mille investiert und knapp das 9, oder 10 fache in kurzer Zeit bekommen, dank unserer dummen Transferpolitik. Zum Glück hama den gündda… der lässt sich, hoffe ich, nie so abziehen.

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