Sturm setzt sich gegen Haladas durch

Der Tabellenführer der tipico Bundesliga empfing am Freitag Nachmittag den Fünften der ungarischen Liga Haladas Szombathely zum Test im Trainingszentrum Messendorf. Noch? Trainer Franco Foda stellte die Mannschaft auf einigen Positionen um und schenkte einigen Spielern wertvolle Spielpraxis.

Bereits in der sechsten Minute konnte Sturm die Führung erringen. Deni Alar schirmte den Ball am Sechzehner gut ab, ließ auf Philipp Zulechner abtropfen und der „Last-Minute“ Neuzugang traf mit einem satten Schuss ins kurze Eck.

Doch die Führung hielt keine 10 Minuten lang; nach einem Ballverlust stimmte die Ordnung in der Defensive nicht, Marvin Potzmann kam nicht mehr in den Zweikampf, um die Flanke zu verhindern, so konnte Bálint Gaál viel zu leicht per Kopf den Ausgleich erzielen.

Es entwickelte sich ein munteres Spiel, beide Teams nahmen den Test sichtbar ernst, doch Sturm behielt die Oberhand. In Minute 24 konnte man die Führung wieder herstellen, Uros Matic‘ Schuss wurde abgefälscht, Zulechner stand im Strafraum goldrichtig und stellte per Dropkick den erneuten Vorsprung her.

Gerade einmal 10 Minuten später: Perfekter Doppelpass zwischen Matic und Marko Stankovic, der im Abschluss seine ganze Routine ausspielt. Mit einem feinen Heber stellte der 30-Jährige den Spielstand auf 3:1.

Sturm hat aber noch nicht genug, kurz vor der Pause gibt es den mit Abstand schönsten Treffer des Spiels: Stankovic führte den Eckball aus, sah Fabian Koch im Rückraum völlig ungedeckt, spielte eine butterweiche Flanke und Koch zog direkt ab. Der Ball schlug mit etwa 280 km/h im Tor ein. Traumtor.

Fabian Koch mit dem Zaubertor zum 4:1. – © Screenshot SKSturm.tv

In der zweiten Halbzeit fehlte Sturm die letzte Konsequenz. 10 Minuten nach Wiederanpfiff verlor man den Ball im gegnerischen Sechzehner, attackierte in Folge zu lasch und hatte dann auch noch etwas Pech. Lóránt Kovács zog aus über 20 Metern ab, der Ball knallte an die Latte und prallt von Christian Gratzei ins Tor.

Bei den Grazern lief danach nicht mehr viel zusammen, im Offensivspiel fehlte es an Ideen und Präzision im Passspiel, Bright Edomwonyi und Roman Kienast vergaben Chance um Chance. In der 63 Minute zeigte der Schiedsrichter zurecht auf den Elfmeterpunkt. Koch legte im Strafraum Gaal zu ungestühm. Der Gefoulte trat selbst an, schoss den Efler plump in die Mitte und ermöglichte so Gratzei eine tolle Fußabwehr.

Die Ungarn drückten in Folge, Sturm fing sich nach einigen Minuten wieder einigermaßen, um in Minute 84 dennoch den Anschlusstreffer zu kassieren: Fehler im Spielaufbau, Gaal wurde gut freigespielt, zog in den Strafraum und zog ab. Gratzei war zwar noch dran, der Ball fiel aber genau im Tor wieder herunter, wieder unglücklich. 

In den letzten Minuten passiert nicht mehr viel, Sturm gewinnt das Testspiel gegen die Gäste aus Ungarn verdient mit 4:3. Auch wenn man im Spiel zu oft die letzte Konsequenz vermissen ließ, für ein Testspiel war die Leistung in Ordnung.

Trainer Franco Foda nach dem Spiel: „Das war ein guter Test. Wir haben verdient gewonnen. In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt. Im zweiten Spielabschnitt haben wir dem Gegner zu viele Möglichkeiten zugelassen. Jetzt hat die Mannschaft zwei Tage zur Erholung und ab Montag gilt der volle Fokus auf das Spiel gegen den SCR Altach.

Spieldaten

Trainingszentrum Messendorf
11. November 2016, 15:00 Uhr, 300 Zuschauer

Tore: 1:0 Zulechner (6. Minute), 1:1 Gaal (15.), 2:1 Zulechner (24.), 3:1 Stankovic (36.), 4:1 Koch (45.), 4:2 Kovacs (57.), 4:3 Gaal (83.)

SK Sturm (4-4-2): Lück (45. Gratzei); Koch (67. Seidl), Spendlhofer, Schulz (46. Gantschnig), Skrivanek (46. Edomwonyi); Potzmann, Matic (46. Lovric), Hierländer (46. Dobras), Alar (46. Huspek); Stankovic (64. Puster), Zulechner (46. Kienast)

Szombathelyi Haladás (Startaufstellung): Gyujan, Polgar, Hegedus, Jagodics, Hidvegi, Kovacs, Ars, Racz, Iszlai, Gaál, Halmosi

 

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