Sturm schrieb in der abgelaufenen Saison 1,742 Millionen Verlust

Die sportlich mehr als durchwachsene Vorjahressaison war auch wirtschaftlich ein Tiefschlag

Schloss der Sportklub Sturm die Saison 2014/2015 noch mit einem satten Gewinn in der Höhe von 1,11 Millionen Euro ab, ergab eine EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) aus der abgelaufenen Spielzeit ein Minus von 1,742 Millionen. Laut Presseaussendung des Vereines war hierfür maßgeblich die schwache sportliche Performance verantwortlich, die sich vor allem auf die Einnahmen bei Ticketverkäufen und das Merchandising erheblich niederschlugen. Ein wesentlicher Grund für den negativen Jahresabschluss sei auch eine langfristige Kooperation mit dem FC Fullham, „die nur zu einem sehr kleinen Teil in die vorjährige Bilanz einfloss“. Was genau diese Zusammenarbeit mit dem Londoner Traditonsverein beinhaltet, geht aus der Presseaussendung nicht hervor. Bei Einnahmen aus dem Sponsoring und den TV-Rechten konnte 2015/2016 hingegen sogar ein kleines Plus erzielt werden.

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© Martin Hirtenfellner Fotografie

Der SK Sturm bleibt weiterhin schuldenfrei

Laut Christian Jauk war das abgelaufene Spieljahr sehr herausfordernd, doch der Präsident betont, dass „der SK Sturm weiterhin schuldenfrei ist und man alles dafür tun wird, dass dies auch so bleibt“. Sturm habe derzeit ein Eigenkapital von über fünf Millionen Euro, welches vor allem auf die beiden schuldenfreien Trainingszentren in Messendorf und Gössendorf zurückzuführen ist. Sturm stehe – so der Präsident – zwar auf gesunden Beinen, dennoch müsse man wachsam bleiben. Bereits vor einigen Wochen hat ja der wirtschaftliche Geschäftsführer Thomas Tebbich angekündigt, es werde beim Sportklub Sturm zukünftig Einsparungen geben müssen.

Aktuelle Saison verläuft erfreulich

Die sportlichen Erfolge haben sich in der laufenden Saison auch wirtschaftlich bereits niedergeschlagen. Ein Plus gab es hier vor allem bei den fanbezogenen Einnahmen, auch bestehende Sponsorings konnten ausgebaut werden. Thomas Tebbich betont aber, dass „es für ein positives Resümee noch viel zu früh“ sei. Günter Kreissl ergänzt, man werde die Fans das ganze Jahr über im Stadion brauchen, weil diese Einnahmen die Wichtigsten für den Verein seien.

 

9 Kommentare

  1. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Langfristige Kooperation? Ein paar junge Talente könnten sie uns schon leihen…

    Nur wie macht sich den so etwas negativ bei den Finanzen bemerkbar? Wir haben ja nur Geld eingenommen für Madl oder täusche ich mich da?

     

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    • Donprackus sagt:

      Kann ich mir nur so erklären:

      – Madl seinen Marktwert war als Aktiva (Anlagevermögen) in der Bilanz

      – Fulham hatte ja eine Transfersperre und durfte offiziell keine Spieler kaufen

      – Madl verlässt den Verein, was seinen Wert aus den Aktiva (Anlagevermögen) nimmt, allerdings kein Transfererlös (Bankguthaben) und auch keine offene Forderung (Transfersperre?) mehr verbucht werden kann (beides Aktiva).

      Kann mir nur Vorstellen, dass ein Vertrag mit Fulham aufgesetzt wurde so in der Art: Für die Saison 2016/17 gibt es eine Kooperation zwischen Fulham und Sturm, und Sturm erhält dafür Betrag X als Entschädigung für was auch immer…

      Damit würde der Transfer von Madl in der Bilanz 2015/16 ein Verlust sein (Spieler ist plötzlich nichts mehr Wert), aber in der Saison 2016/17 unter einem anderen Posten als Gewinn wieder rein kommen.

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    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Na servas des jo mehr wia kompliziert…owa solaungs Geld zeitnah eingeht und vlt. ein paar Kooperationsspieler kommen…

      Ka Wunder das da GG ka Zeit fias sportliche kopt hot wenna sulche Mathebeispiele hot rechnen miasn…

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    • Neukirchner sagt:

      Wäre eigentlich gar nicht so schwer gewesen, quasi hier als Milchmädchenrechnung (kennt irgendwer eigentlich Milchmädchen) angemerkt: 1 Mio für den Esser, (was branchenüblich mindestens drinnen gewesen wäre), keine Vertragsverlängerung für Stanko und das Nicht-Vertreiben der letzten treuen Fans (ALLE DREI DINGE SIND MEHR ODER WENIGER AUF DEM GENERAL SEINEN MIST GEWACHSEN) und Sturm hätte wohl anstatt den 1,7 Mio. Minus ein leichtes Plus erwirtschaftet.

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  2. Neukirchner sagt:

    Gut so, dass Kreissl erkennt, dass die Fans für einen Verein wie Sturm noch immer das größte Kapital sind. Seinem Vorgänger wäre es ja am liebsten gewesen, man hätte nur vor 30 Styria Mitarbeitern gespielt und mit denen anschließend im VIP-Klub darüber philosophiert, ob Gerhard Goldbrich nun als allerallergrößter oder allerallerbester General Manager in die Sportgeschichte eingehen wird.

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  3. Ennstaler sagt:

    Wenn kein aktuelles Spiel zu kommentieren ist, wird Manchen schnell fad und dann findet man wieder viel Spaß daran, auf lang bekannte Buhmänner wie Goldbrich rumzuhacken. Das ist doch nur verschüttete Milch, was nun vorbei ist, kann man doch langsam vergessen. Wichtig ist der positive Blick in die Zukunft, und das Bemühen, aus vergangenen Fehlern zu lernen.

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  4. rio sagt:

    Ich sag´ es ja immer: Schuld sind die Fans! Der Vorstand erzielt durch Sponsoren und TV-Einnahmen „ein kleines Plus“ und dann kaufen diese Fans keine Karten und Bettwäsche. Soviel Undankbarkeit kann man auch nicht kalkulieren, beim besten Willen nicht!

    Aber, und das ist das Gute, alles kein Problem! Wir haben ja noch die zwei Dörfer, Messen- und Gössen-, notfalls zum Verscherbeln. Und sollte das nicht reichen, siehe Gruabn, können im Winter noch immer Matic oder Jeggo oder beide nach Wien verhackt werden. Und einmal mehr: siehe oben!

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