Sturm scheitert an Chancenauswertung – nur 1:1 gegen die Admira

Spielbericht: SK Sturm Graz vs. FC Admira Wacker Mödling 1:1 (1:1)

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt traf Sturm an diesem Geisterspiel-Samstagabend im letzten Bundesliga-Heimspiel des Jahres auf die „Graue Maus“ aus der Südstadt. Für beide Teams lief es in den letzten Wochen nicht unbedingt nach Wunsch. Die Admiraner konnten in der vorletzten Runde immerhin ein respektables Unentschieden bei den Bullen mitnehmen, stehen aber dennoch in der Tabelle tief unten drinnen, zwei Zähler vor dem Schlusslicht Altach. Genau gegen dieses Schlusslicht konnte Sturm vergangenen Mittwoch im Nachtragsspiel der 14. Runde einen knappen Sieg erringen und damit sogar wieder Rang 2 zurückerobern. So unterschiedlich kann die Tabellensituation also bei einer zuletzt ähnlichen Formkurve sein. Schon alleine deshalb war Sturm vor dem Spiel klarer Favorit und alles andere als ein Sieg wäre auch eine herbe Enttäuschung, auch wenn das Liga-Niveau aktuell so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr ist. Das bereits öfter gebrachte Zitat „Jeder kann jeden schlagen“, kommt somit nicht von ungefähr und versprach auch heute ein vermeintlich spannendes Spiel!

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Druckvoll und überlegen

Sturm legte gleich gut los, bereits in der dritten Minute prüfte Amadou Dante nach schöner Kombination Admiras Goalie Andreas Leitner, der Schuss des Außenverteidigers fiel aber zu zentral aus. Wenige Augenblicke später war es Kelvin Yeboah, der im letzten Moment aus aussichtsreicher Position an einem möglicherweise erfolgreichen Abschluss gehindert wurde. Die Blackys drückten weiter und man hatte das Gefühl, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, wann der Torwalzer in Liebenau erklingen wird. Und in Minute 13 war es dann schlussendlich soweit: Nach einem perfekten Zuspiel von Alexander Prass auf Jakob Jantscher schob der Routinier die Kugel gekonnt über die Linie. Die Führung war zu dieser Zeit absolut verdient, da die Niederösterreicher zunächst kaum aus der eigenen Spielhälfte heraus kamen. Sturm schien der Sieg in Altach ordentlich Selbstvertrauen gegeben zu haben, denn man erspielte sich eine Möglichkeit nach der anderen. Vor allem nach Eckbällen brannte es immer wieder im Admira-Strafraum. Nach eben einer super Eckball-Variante zwang Manprit Sarkaria Leitner zu einer Top-Parade. Aus dem Spiel heraus kratzte der Admira-Schlussmann einen Yeboah-Kopfball von der Linie.

Geisterspiel-Tristesse in Liebenau (c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Kalte Dusche vor dem Halbzeitpfiff

Sturm hatte alles im Griff, nur an der Chancenauswertung haperte es. Und so realisierte sich in der 38. Minute die alte Fußball-Weisheit „Die Tore, die man nicht macht, bekommt man“. Eine kollektive Unkonzentriertheit nutzte Wilhelm Vorsager für den Ausgleich der Südstädter, die mit ihrem ersten Schuss auf das Tor erfolgreich waren. Sturm wirkte bis zum Halbzeitpfiff ziemlich geschockt und somit lautete der logische Zwischenstand zum Pausentee 1:1, wobei es gut und gerne schon 3:0 für Sturm hätte stehen können, wenn nicht sogar müssen.

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Umkämpfte zweite Hälfte ohne große Highlights

Auch im zweiten Durchgang war Sturm weiterhin tonangebend, doch die Admira war nun deutlich besser in der Partie. Wirklich Möglichkeiten gab es zunächst aber wieder nur für Sturm. In der 51. Minute versuchte es Dante nach einem Eckball aus der Distanz und setzte den Ball nur knapp über den Querbalken. Wenige Minuten später brachte Sarkaria das Spielgerät nach einer echten Maßflanke nicht im Tor unter. Sturms Druck nahm nun wieder mehr und mehr zu, die ganz großen Möglichkeiten blieben Sturm aber weitgehend verwehrt, da die Admira-Defensive in dieser Phase sehr wenig zuließ. Doch auch die Gäste, die im zweiten Durchgang mit deutlich mehr Selbstvertrauen und offensiver auftraten, scheiterten in ihren Kontersituationen meist am letzten Zuspiel. Die Schlussphase war von viel Hektik, Ungenauigkeiten und Fouls auf beiden Seiten geprägt. Sturm rackerte, wollte die drei Punkte, musste sich am Ende aber mit einem enttäuschenden Remis zufrieden geben. Vor allem in Hälfte eins verabsäumte man es, mehr aus den vielen guten Möglichkeiten gegen einen verunsicherten Gegner zu machen. In der zweiten Hälfte war es gegen eine weit stabilere Admira-Elf dann deutlich schwieriger. Am Ende muss man sich somit mit einem Zähler zufrieden geben.

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17 Kommentare

  1. Supersturm sagt:

    Wenn man die ganze Saison mit 95% identem Kader spielt und nicht einmal in einem solchen Match die möglichen Wechseloptionen nützt, braucht man sich nicht wundern. Wäre interessant, was sich die Ersatzspieler an einem Tag wie heute denken…
    Fakt ist, dass der Trainer kein Vertrauen in den eigenen Nachwuchs hat. Am Donnerstag noch gg. Monaco mit der gleichen Startelf und am Sonntag darauf noch einmal…
    Wir werden wie es aussieht, vor Weihnachten punktgleich mit Klagenfurt gerade noch 3. sein..

    • Ennstaler sagt:

      Offensichtlich übt Ilzer die Raute, sein Lieblingssystem, auch im Training immer nur mit denselben Spielern ein, zuviele Wechsel während des Spiels würden wohl das System umwerfen – und das will Ilzer verhindern.

  2. Fanatiker sagt:

    Das grosse Problem heißt Dante!!!

    Woche für Woche fast immer einen kapitalen Fehler, nicht Bundesligatauglich…

    • Supersturm sagt:

      Ich würde GbR sagen, dass er nicht bundesligatauglich ist ( das hat er ja oft genug bewiesen).
      Er ist einfach körperlich und geistig k. o., so wie viele andere auch.. Um das zu verhindern, sollte man halt rotieren.. Und nicht nur im Mittelfeld Kuen, Ljubic, Sarkaria, Niangbo…

    • Lazarus sagt:

      Ich glaube nicht das Dante alleine das Problem ist, man braucht nur mal bei auf der Tabelle nachsehen wieviele Gegentore wir bekommen haben, es vergeht kein Spiel wo dieAbwehr nicht mindestens 2 Schnitzer in jedem Spiel hat wo man sich denkt, du meine Güte wie gibt es sowas.

  3. Ennstaler sagt:

    Der Sieg gegen Altach war – so ehrlich muss man sein (die coronabedingte Verschiebung war für Sturm durchaus von Vorteil) – überaus glücklich, der heute vergebene Sieg ist natürlich ärgerlich – aber 4 Punkte aus zwei Spielen ist wohl das Maximum, das Sturm derzeit erreichen kann. Und wie es so schön heißt „im Laufe einer Saison gleicht sich alles aus“, so kann man die heute verlorenen 2 Punkte durchaus gegen die zuletzt mit Glück gewonnenen 3 Punkte aufrechnen.

  4. Supersturm sagt:

    Ich würde nicht sagen,.. Sollte es heißen..

  5. bianco nero tifoso sagt:

    Passt scho Burschen, super gekämpft.

  6. fid82 sagt:

    Darf man über Royer nachdenken? Ablösefrei, OM oder Stürmer. Wenn er ganz billig zu haben ist, warum nicht für 1.5 Jahre. Oder bis Saisonende.

    • Ennstaler sagt:

      Des warat a super Clou, do kamat goanz Schladming noch Graz und a no da Knauß Hansl dazua!

  7. Jolosin sagt:

    Der WAC wird über Altach morgen wahrscheinlich drüberfahren dann sind wir dritter und wahrscheinlich auch bald 4….

    • Ennstaler sagt:

      Na, na, na, a Drüberfoahrn wirds net spün firn WAC, do is da Canadi schon zvü ohdraht!

  8. In der Kleinen Zeitung: Ilzer schöpfte auch nicht das gesamte Wechselkontingent von fünf Spielern aus. Warum nicht?
    „Ich habe keinen Grund zum Wechseln gesehen. Weil die Jungs läuferisch und vom Positionsspiel richtig gut drinnen waren. Mit einem Wechsel nimmt man oft auch den Rhythmus eines Spiels“, erklärte der
    Sturm-Trainer.
    Für was hat er dann Ersatzspieler?
    Mit einem Wechsel kann man aber OFT auch das Spiel drehen Herr Ilzer.

    • fuchsrob sagt:

      Mit Rhythmus hat Ilzer sicher recht. Ich kann mich noch an Spiele unter Foda erinnern, die erst durch die Wechsel vergurkt wurden. Ausserdem hatten wir niemanden auf der Bank der wirklich noch einen Unterschied ausmachen hätte können.

  9. fid82 sagt:

    Mir gefällt die Wechselpolitik auch nicht immer.
    Aber die offensiven Bankspieler sind nicht so in Form oder Jungspunde. Die würde ich zwar gerne mal sehen, aber ich kann Ilzer auch verstehen, dass er die in einer Schnittpartie nicht bringt.
    Ein 3. Stürmer wäre gut. Niangbo ist laut Aufstellung nie einer.
    Royer hat in der MLS immer Stürmer gespielt.

  10. sks1909 sagt:

    Es werde halt dauernd AUsreden gesucht..die SPieler sind so leer, die covid-19 Infektionen, der int. Bewerb blablabla..was nicht zu übersehen ist, dass uns gewaltig viel Qualität fehlt, im Sommer und hErbst is es noch gelaufen, aber wie stümpoerhaft wir uns im 16er anstellen..nicht zu fassen und das nicht erst seit gestern..von der Wechselpolitik sprech ich gar nicht..wir hatten im Spommer Spiele wo wir 3:0 vorne waren, auch hier keine mutigen Wechsel…es mangelt an so vielem, O.K. der Einsatz stimmt meist, aber Passspiel, Killerinstinnkt vorm Tor, auch etwas mehr Bewegung zum Ball, fasst nichts davon zu sehen..das Sytem Ilzer wird scsheitern, ich sehe keine Möglichkeiten, dass hier wieder ordenltich performt werden wird…

  11. schwoaza Peter sagt:

    Ich bin so froh das mein geliebter SK Sturm endlich den vorhersehbaren Einbruch hat.

    Jetzt können alle Besserwisser die vor nicht allzulanger Zeit gewusst haben was der Trainer alles richtig macht jetzt auch wissen was er alles falsch macht.

    Ich bin für:

    einen 14 Mann Kader, spart Geld und mehr lässt der Trainer eh nicht spielen
    Schicker entlassen, unterstützt nur die Unwissenheit des Trainers
    Jauk sowieso in die Wüste schicken, sieht tatenlos zu wie wir als zweiter oder dritter überwintern

    An alle Mitglieder, stellt euch endlich auf die Füße, man kann mit dem Kader nicht als dritter überwintern, wirft den 3-jahresplan über Bord, wir müssen diese Saison mit Salzburg um die Meisterschaft kämpfen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    swg

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