Sturm II überrollt Stadl-Paura und krönt sich zum Herbstmeister!

Spielbericht: SK Sturm Graz II vs. ATSV Stadl-Paura 13:0 (5:0)

In der 17. und gleichzeitig letzten Herbst-Runde der Regionalliga Mitte traf Sturm Graz II daheim auf den ATSV Stadl-Paura! Die Vorzeichen hätten klarer kaum sein können. Mit einem Sieg wäre wäre Sturm Herbstmeister, wogegen die Oberösterreicher tief im Tabellenkeller feststecken. Den Gästen kamen im Vergleich zum Cup-Debakel gegen Sturms Profiteam mittlerweile auch einige Spieler abhanden, weshalb die Ersatzbank aus ganzen zwei Wechselspielern bestand. Auch die Blackys mussten einige Stammspieler vorgeben, die mit der ersten Mannschaft in San Sebastian das sensationelle Remis erkämpften und von dort aus direkt nach Altach weiter reisten.

Diese vier Herren ahnten nicht, welch grandioser Fußball-Nachmittag auf sie warten sollte. (c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Kompromisslos!

Lange dauerte es nicht, ehe die Gastgeber ihrer Favoritenrolle gerecht wurden! In der 7. Spielminute wurde Andreas Fuchs perfekt in Szene gesetzt, der über rechts kommend ins lange Eck zur frühen Führung abschloss! Sturm ließ den Tabellenletzten kaum ins Spiel kommen und folglich spielten sich die Szenen großteils in der Hälfte der Gäste hab. Die Grazer agierten sehr effizient und nutzten in der 18. Minute einen Fehler im Spielaufbau, wodurch die Kugel über Lukas Saurer und Philipp Huspek bei Tobias Strahlhofer landete, der das Spielgerät sicher zum 2:0 in die Maschen beförderte. Der 19-Jährige hätte in der 25. Minute beinahe nachgelegt, sein Versuch nach perfekter Team-Vorarbeit endete allerdings wenige Zentimeter neben dem Pfosten. In der 29. Minute war es dann wieder Andreas Fuchs, der den nächsten Treffer auf den Füßen hatte. Glück für die Gäste, die phasenweise eklatante Schwächen an den Tag legten. In der 39. Minute nutzte Martin Krienzer eine weitere Unaufmerksamkeit nach perfekter Vorarbeit zum 3:0, ehe Drini Halili nur wenige Momente später für den vierten Treffer sorgte. Stadl-Paura agierte in dieser Phase wie ein Hühnerhaufen, weshalb weitere Treffer nur eine Frage der Zeit waren. Diese Vermutung bestätigte Drini Halili kurz vor der Pause mit seinem zweiten Treffer innerhalb nur weniger Minuten. Mit einem, auch in dieser Höhe verdienten, 5:0-Zwischenstand ging es auch zum Pausentee. „Hoch werd‘ ma‘s net mehr g‘winnan“, hätte eine österreichische Fußball-Legende gesagt, wäre er als Stadl-Paura-Spieler zur ersten Hälfte befragt worden.

Jubel, Jubel, Jubel (c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Mit Haut und Haaren

Der zweite Durchgang begann exakt so, wie der erste geendet hatte. Angriff Sturm – Flanke – Kopfball Paul Komposch – Tor! Sechs zu Null nach 47 Minuten. Die Oberösterreicher zeigten nun kaum noch Gegenwehr und so war das 7:0 in der 49. Spielminute symptomatisch. Diesmal durfte Tobias Strahlhofer seinen zweiten Treffer bejubeln. Kurz darauf geschah dann aber plötzlich das Unfassbare: Die Gäste kamen durch einen Standard zu ihrem ersten Torschuss! Und dieser war auch gar nicht so schlecht, doch Luka Maric hielt den Freistoß schlussendlich problemlos. Sein Gegenüber – Viktor Ballango – musste in der nächsten Situation jedoch zum bereits achten Mal hinter sich greifen. Wieder durfte Strahlhofer jubeln! Hattrick! Zu feiern hatte nach 56 Minuten auch Samuel Stückler, der den überforderten Gästen das neunte Türl einschenkte. In so einem Spiel schien ein Hattrick nichts wert zu sein, weshalb Tobias Strahlhofer gleich seinen vierten Treffer zum 10:0 in der 58. Minute im Gehäuse unterbrachte. Auch wenn es aus Sturm-Sicht natürlich schön war, ist solch eine demotivierte Vorstellung eines Teams aus Österreichs dritter Spielklasse eigentlich ein Skandal. Nach rund einer Stunde Spielzeit brachte Coach Thomas Hösele gleich die gesamte Ersatzbank mit Ausnahme des Ersatz-Goalies Jonas Veit ins Spiel. Ein Kuriosum, welches wir in einem Pflichtspiel so auch noch nicht zu Gesicht bekamen. Danach dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, ehe der nächste Treffer fiel. Skandalös eigentlich… Samir Mujkanovic erlöste sein Team von der 20-minütigen Durststrecke und verwertete den zweiten Ball nach einem Freistoß! Elf zu Null! Das Dutzend voll machte der eingewechselte Fabian Lenhart in der 87. Minute, ehe Drini Halili mit dem dreizehnten Treffer den Schlusspunkt setzte. Sturm verschlang seinen Gegner quasi mit Haut und Haaren! Mit diesem historischen Sieg gegen völlig inferiore Oberösterreicher krönte sich der SK Sturm Graz II zum Herbstmeister in der Regionalliga Mitte und sorgte nebenbei für den höchsten Pflichtspiel-Sieg einer Sturm-Mannschaft seit dem 2. Weltkrieg. Wir gratulieren der Elf von Thomas Hösele und wünschen eine erholsame Winterpause!

Aufstellungen

 

Das hatte Trainer Thomas Hösele nach dem Spiel zu sagen:

Zur Leistung der beiden Mannschaften…

Woran man noch arbeiten muss, damit der Aufstieg im Frühjahr klappt…

Über den weiteren Fahrplan…

Galerie

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3 Kommentare

  1. Ivaneijew sagt:

    Super gespielt Heute und generell eine tolle Hinrunde, Gratulation den Jungs!
    Dann im Frühjahr gleich weiter und der Aufstieg wird gelingen!

  2. black_aficionado sagt:

    Super die „Zwarer“!
    wie der Kollege über mir schon geposted hat, gut regenieren, sauber vorbereiten, im FJ gleich weiter und dann (endlich) der Aufstieg! Es wäre für die Entwicklung der Jungen so wichtig

    swg

  3. CrazyBusiness sagt:

    warum muß Stadl Paura auch in roten Dressen spielen?

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