Step by step: Rückrundenauftakt der Sturm Damen

Es ist wieder so weit: Die SK Sturm Graz Damen starten in die Frühjahrssaison. Mit dem SV Horn wartet ein Team, das schwer einzuschätzen ist. „Horn hat gerade erst den Trainer gewechselt, wir wissen nicht genau, was uns erwarten wird. Durch diese Personalrochade werden sie sicher einen Aufschwung mitnehmen“, betreibt Mario Karner, sportlicher Leiter der Sturm Damen, Gegneranalyse. Angesprochen auf sein eigenes Team sieht Karnersehr viel Qualität, die über Horn zu stellen ist. Wir müssen unsere Tugenden am Samstag um 14 Uhr zeigen. Wir werden – ganz einfach gesagt – bereit sein. Ein guter Start in die Rückrunde ist ein erster wichtiger Schritt, um ein perfektes Frühjahr im 10-jährigen Jubiläumsjahr zu spielen.“

Back in Black

Am Transfermarkt hat das Team schon einen anderen, aber nicht unwichtigeren Schritt gesetzt. Stefanie Großgasteiger wechselt nach einem halben Jahr bei Eintracht Frankfurt zurück nach Graz. „Der Kontakt zu Stefanie ist nie abgerissen und wir sind froh, dass die Verhandlungen mit Frankfurt zu einem für uns positiven Abschluss gekommen sind“, beschreibt Karner die Gespräche mit Frankfurt kurz vor Ende des Transferfensters. Die 20-jährige Mittelfeldspielerin freut sich wieder auf ihre alten neuen Teamkolleginnen: „Es fühlt sich super an, wieder mit den alten bekannten Teamkolleginnen zusammen zu spielen.“ In Frankfurt stand Großgasteiger in beiden Saisonspielen in der Startelf und erzielte ein Tor. Ihren Transfer nach Frankfurt ins Zweitligateam der Eintracht Damen sieht sie rückblickend so: „Ich habe sehr viel sportlich und persönlich mitnehmen können, da ich Erfahrung gesammelt habe und in einem anderen Land leben konnte.“ Auch für Mario Karner ist ihre Persönlichkeit ein wichtiger Bestandteil für das Team: „Sie ist die letzten Jahre bei uns schon super herangereift. Sie hat persönlich wahnsinnig viel mitgenommen aus Frankfurt. Aber auch spielerisch ist Stefanie wichtig, sie ist universell einsetzbar und bringt Konstanz und Stabilität in unser Spiel. In der Innenverteidigung ist sie sehr souverän, kann aber auch auf der Außenbahn spielen und schaltet sich immer wieder in die Offensive mit ein.“ Auf die Frage, ob Großgasteiger das fehlende Puzzlestein zu mehr Stabilität ist, ergänzt Karner: „Man kann sagen, sie ist das fehlende Puzzleteil zum Ganzen und sorgt für den nächsten Schritt in der Mannschaft. Wir wollen jetzt schon personell den Grundstein für die nächsten Jahre legen. In der Saison 2022/2023 gibt es wieder einen zweiten internationalen Startplatz und das ist unser Ziel: Wir wollen uns wieder international qualifizieren.“

Stefanie Großgasteiger ist zurück und übernimmt mit gewonnener Erfahrung die Führungsrolle © Martin Hirtenfellner Fotografie

Zurück bei Sturm ist Großgasteiger ganz fokussiert auf die Frühjahrssaison: „Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen am Ende der Saison den 2. Platz erreichen.“ Als Mittelfeldspielerin war Großgasteiger fixer Bestandteil des österreichischen U19-Nationalteams und sieht ihre persönlichen Ziele darin, „dass ich der Mannschaft so gut wie möglich helfen kann und so viele Einsatzminuten wie möglich bekomme.“ Einen Namen machte sich die 20-Jährige, als sie als erste Sturm-Spielerin den Pokal für die Krone-Fußballerin des Jahres 2020 gewinnen konnte.

Testspiel-Bilanz 5:1

Die Serie der Testspiele wurde im Jänner mit einem 4:5 gegen den slowenischen Erstligisten ZNK Pomurje gestartet. Der Niederlage folgten zwei Siege gegen zwei weitere slowenische Teams. Wirnsberger und Frieser waren die Torschützinnen beim 2:1-Sieg gegen Olimpija Ljubljana. Beim souveränen 4:0 gegen ZNK Radomlje erzielte Katja Wienerroither zwei Treffer, dazu trafen Modesta Uka und die Mittelfeldspielerin Annabell Schasching.

Stürmerin Modesta Uka bewies ihre Qualität vor dem Tor und traf in jedem Testspiel © Martin Hirtenfellner Fotografie

 

Die Testspielreihe wurde mit drei Matches gegen heimische Bundesligagegnerinnen abgeschlossen. Mitte Februar machte sich bei eisigen Temperaturen der FC Südburgenland auf den Weg nach Graz, konnte aber nichts Zählbares mitnehmen. Die Sturm Damen hatten das Testspiel klar im Griff und beendeten es mit Toren im zweistelligen Bereich. Modesta Uka, Julia Keutz und die erst 15-jährige Zoe Van Ee trafen jeweils zweimal für die Blackies. Malle, Wienerroither, Schasching, Predanic und D’Angelo vollendeten das 11:0-Testspielergebnis.

Mario Karner freut sich über die klaren Ergebnisse: „Die gesamte Vorbereitungsphase mit den gezeigten Leistungen in den Testspielen hat mich sehr beeindruckt. Jede einzelne Spielerin zieht voll mit. Es war ein sehr anstrengendes Programm, das vom Trainerteam zusammengestellt wurde. Wir haben als Einheit einen großen Schritt nach vorne gemacht.“ Angesprochen auf die Leistungen der Akademiespielerinnen, die bei den Testspielen zum Einsatz gekommen sind, spricht sich Karner klar für die junge Garde aus: „Wir merken kontinuierlich, wie die Qualität in der Mannschaft in der Breite durch Spielerinnen von der Akademie zunimmt. Die jungen Talente sind gut integriert und in diesem Fall haben sich Wirnsberger, Van Ee, Reichmann und Keutz in der Wintervorbereitung hervorgetan und werden vom Trainerteam forciert.“

 

Talent Julia Keutz legt in der Sommervorbereitung den Grundstein für eine erfolgreiche Saison © Martin Hirtenfellner Fotografie

Gegen Teams aus der direkt benachbarten Tabellenregion, dem SV Neulengbach und der Austria Wien/USC Landhaus konnten noch einmal zwei Siege eingefahren und das Selbstvertrauen enorm gepusht werden. Akademiespielerin Jasmin Reichmann und Modesta Uka trafen für die Blackies zum 2:1-Sieg gegen Neulengbach. Eine Ansage für die am Samstag beginnende Frühjahrssaison war der 4:0-Sieg gegen die Spielgemeinschaft Austria Wien/USC Landhaus. Stürmerin Katja Wienerroither traf dreimal, ebenfalls netzte Modesta Uka, die in jedem Testspiel getroffen hat. Dazu sagt Karner, dass das letzte Spiel gegen Landhaus für ihn „sehr beeindruckend war, wie dominant und athletisch die Mannschaft aufgetreten ist. Es war ein souveräner Auftritt aller Mannschaftsteile. Die Abwehr hat nichts zugelassen, das Mittelfeld war präsent und Wienerroither hat mit ihren drei Toren gezeigt, wie wichtig eine Stürmerin in Form ist.“

Bereit sein

Am Samstag steht der Rückrundenauftakt gegen den SV Horn am Programm, da heißt es, bereit zu sein und wie Mario Karner zum Abschluss ergänzt: „Es gilt, die Qualitäten auf den Platz zu bringen, dann gehe ich von einem deutlichen Ergebnis aus. Es ist wichtig, die Mentalität mitzubringen und die Zu-Null-Serie zu bestätigen.

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