Maierhofer: „Franco Foda wollte mich einst holen!“

SturmNetz-Interview mit Stefan Maierhofer

Kaum ein Spieler hat in den letzten Jahren derartig polarisiert wie er. Die einen schätzen seinen unbändigen Kampfgeist und seine Siegermentalität, die anderen sehen in ihm lediglich einen der am meist überschätzten Fußballer aller Zeiten. SturmNetz hat Stefan Maierhofer vor dem Bundesliga-Auftakt zum Gespräch gebeten und mit dem Neo-Mattersburger unter anderem über die bevorstehende Begegnung, Günter Kreissl, Red Bull und seine Kurz-Engagements gesprochen. Obwohl seine Popularität in Graz naturgemäß enden wollend ist, war es durchaus amüsant, sich mit ihm zu unterhalten. 

Servus Stefan. Zu allererst ein herzliches Dankeschön, dass du dir Zeit für uns genommen hast!

Bitteschön, kein Thema.

Du hast vor Kurzem beim SV Mattersburg unterschrieben. Wie ist der Deal zu Stande gekommen und was war ausschlaggebend für dich, um im Burgenland anzuheuern?

Wir hatten sehr, sehr gute Gespräche, speziell auch Trainer Baumgartner und ich. Die große Herausforderung Klassenerhalt war für mich sehr reizvoll. In Mattersburg herrscht eine tolle Infrastruktur und man kann hier wirklich toll arbeiten. Ich war ja zuletzt vereinslos und freue mich daher endlich wieder jeden Tag trainieren zu dürfen. Für mich ist es eine tolle Chance noch einmal in der Bundesliga zu spielen. Ich freue mich irrsinnig auf die neue Herausforderung.

Wie schätzt du die Qualität deiner neuen Mannschaft ein? Wird Mattersburg im kommenden Jahr auch noch in der Bundesliga spielen?

Ich glaube, die Mannschaft hat definitiv ihre Qualitäten. Wir haben in den letzten Wochen hart trainiert und ein super Trainingslager in Portugal hinter uns. Wir haben jetzt noch 16 Spiele und in denen wollen wir natürlich so viele Punkte wie möglich holen, um den Abstieg zu vermeiden. Vier Punkte Rückstand sind natürlich ein kleiner Polster für die Anderen, aber das aufzuholen ist absolut kein Ding der Unmöglichkeit. Wir werden alles dafür geben, dass Mattersburg auch im nächsten Jahr in der höchsten österreichischen Spielklasse vertreten sein wird.

Bei deinem letzten Gastspiel in Wiener Neustadt war die Situation ja ähnlich wie jetzt in Mattersburg. Auch die Niederösterreicher waren damals am Tabellenende. Wieso tust du dir das immer wieder an?

Naja, wer mich kennt, weiß, dass ich immer eine sportliche Herausforderung suche. Zuletzt in der Slowakei wurde das Double geholt und ich konnte meinen Beitrag dazu leisten. Auch mit Rapid und Salzburg gab es schon Titeln. Die Ausgangslage beim SV Mattersburg ist natürlich eine völlig andere. Aber ich freue mich wirklich darauf – man lernt ja auch im Abstiegskampf viel dazu. Zudem verlängert sich mein Vertrag, sollte der Klassenerhalt geschafft werden, automatisch. Das ist eine zusätzliche Motivation für mich.

(c) WikimediaCommons/Steindy

Bei Wiener Neustadt wurdest du ja damals von Günter Kreissl geholt. Was hältst du von ihm? Gab es nach dem Abgang von Bright Edomwonyi vielleicht sogar im Jänner Kontakt zu Sturm?

Über Günter Kreissl kann ich wirklich eines sagen: Ein absoluter Topmann! Ein echter Fußballfachmann! Das ist ein wahrer Goldgriff für Sturm und die Stadt Graz. Er wird mit seinem Engagement und seiner Fachkenntnis einiges bewirken. Das hat er ja bis jetzt schon sensationell unter Beweis gestellt. Bei dem ein oder anderen Transfer hat er schon einmal ein tolles Händchen bewiesen. Bei Neustadt haben wir uns damals geeinigt, das Ganze für vier Spiele auszuprobieren. Günter Kreissl und ich stehen seit dieser Zeit immer wieder miteinander in Kontakt. Beim Bright-Abgang im Jänner gab es aber keine Anfrage seitens des SK Sturm. Der Transfer würde ja auch nicht ganz zur derzeitigen Philosophie des Vereins passen.

Gab es schon einmal konkreten Kontakt zum SK Sturm?

Ja, den gab es tatsächlich. Und zwar war das im Jahr 2007 relativ konkret. Ich führte damals gute Gespräche mit Franco Foda und er wollte mich haben. Dann kam damals allerdings ein Angebot von Greuther Fürth und ich entschied mich letzten Endes dafür, in Deutschland zu bleiben. Ich muss gestehen, ich hatte zur damaligen Zeit auch nicht den besten Spielerberater.

Was hältst du eigentlich von Vereinstreue? Du bist ja, nachdem du dir in Hütteldorf ein tolles Standing erarbeitet hast, bei Red Bull Salzburg gelandet. Wie bist du mit den negativen Reaktionen der Rapid-Fans klar gekommen? Schlägt dein Herz eigentlich für einen speziellen Verein, oder siehst du das alles nur als Job an?

Ich sehe das so: In erster Linie muss jeder für sich selbst Dinge angehen und seine Ziele erreichen. Ich war ja damals bei Bayern München unter Vertrag und prinzipiell ist auch das der Verein, von welchem ich seit Kindesbeinen an Fan bin. Daher ist es schon ganz besonders, dass ich für diesen Klub spielen durfte. Bereits damals hatte ich ein ganz großes Ziel: Irgendwann in England spielen zu dürfen! Ich habe mir diesen Wunsch selbst erfüllt. Natürlich war das auch bei Rapid eine tolle Zeit und ich habe eine gewisse Verbindung zu diesem Klub, weil ich dort tolle Menschen kennenlernen durfte und eine unvergessliche, erfolgreiche Zeit bei den Grün-Weißen hatte. Zu Red Bull Salzburg bin ich dann eigentlich gekommen, weil ich aufgrund von privaten Gründen zurück nach Österreich wollte. Red Bull war damals vielleicht nicht die beste Entscheidung – das sehe ich jetzt auch so. Auch hier war der Berater vielleicht nicht ganz so perfekt, denn ich bin mit ganz anderen Erwartungen bezüglich Vereinsphilosophie nach Salzburg gekommen. Für meine Karriere war dieser Schritt vielleicht nicht die beste Entscheidung, jedoch habe ich auch bei Salzburg als Mensch sehr viel gelernt und weitere wertvolle Erfahrungen sammeln dürfen. Trotzdem ist Fußball noch immer irgendwie ein Geschäft.

Ist in diesem Geschäft überhaupt noch Platz für Vereinslegenden wie Steffen Hofmann oder Mario Haas? Junge Spieler wechseln heutzutage ja schon nach einer guten Saison ins Ausland.

Ich glaube die Zeit ist einfach eine andere. Speziell durch das Internet geht heute alles viel schneller. Aber ich kann das auch wirklich nachvollziehen. Als Spieler hat man Ziele, die man erreichen will. Man möchte sich weiterentwickeln, verschiedene Länder bereisen, Kulturen kennenlernen. Österreich ist nun mal nicht das große Fußballland und da ist es doch verständlich, dass man über den Tellerrand blickt. In den großen Fußballnationen ist alleine die Infrastruktur mit den unfassbar tollen Stadien ein Riesen-Anreiz. Steffen Hofmann hat es ja auch im Ausland versucht. Er hat auch Ziele gehabt und kam letzten Endes wieder zurück zu Rapid. Mario Haas ging nach Straßburg, später nach Japan. Jeder hat ihm diesen Schritt verziehen und ihn unter großem Jubel wieder in Graz empfangen. Jeder möchte einmal etwas Anderes sehen. Selbst Schweinsteiger, der eigentlich bei einem der besten Vereinen der Welt als größte Identifikationsfigur galt, entschied für sich für eine Veränderung. Um auf deine Frage zurückzukommen: Ich glaube solche Geschichten, wie von Mario und Steffen, werden immer seltener werden.

Solche Identifikationsfiguren sind aber wichtig für einen Verein und gelten als Aushängeschild und Markenzeichen eines solchen. Was kommt dir als erstes in den Kopf, wenn du an den SK Sturm Graz denkst?

Ich habe eigentlich eine ganz lustige Verbindung zu Sturm. Wie schon erwähnt gab es im Jahr 2007 Kontakt. Dann gelang mir mein erstes Bundesliga-Tor gegen Sturm in Graz und auch das erste Länderspieltor erzielte ich in Liebenau. Daher verbinde ich auch persönliche Highlights mit Sturm Graz. Und natürlich denke ich an die Farben Schwarz und Weiß sowie an stimmgewaltige Fans. Selbstverständlich auch an die Champions League-Zeit mit Vastic, Mählich und wie sie alle heißen…

Hast du zu jemandem aus der jetzigen Sturm-Mannschaft Kontakt?

Nein, zurzeit nicht so wirklich. Mit Mike Madl hatte ich ganz guten Kontakt. Spielern wie Kienast, Spendlhofer oder Gratzei schreibt man mal zum Geburtstag, aber so richtig engen Kontakt gibt es im Moment zu niemandem.

Spielt man gegen Freunde und Bekannte eigentlich anders als Gegenspieler?

Natürlich. Wenn du den Gegenspieler gut kennst, dann ist das schon schwerer. Man kennt dann einfach die Stärken und Schwächen des Gegenübers und kann sich viel besser aufeinander einstellen. Hin und wieder ist es aber schon auch etwas Besonderes. Den Gratzei kenne ich noch aus dem Nationalteam. Natürlich denkt man dann vielleicht hin und wieder darüber nach, wo seine Stärken und Schwächen liegen. Aber wenn es um Einsatz geht, dann ändert sich für mich dadurch gar nichts. In den 90 Spielminuten wird die Freundschaft beiseite gelegt und man möchte gewinnen. Natürlich will man ohnehin nie jemanden verletzen, daher geht man auch ganz normal in die Zweikämpfe.

Stefan, kommen wir zurück zu deiner Person: Du polarisierst extrem. Manche feiern dich und schätzen deine stetige Kampfbereitschaft und deinen unbändigen Siegeswillen. Andere machen sich über dich lustig und bezeichnen dich als Anti-Kicker. Es gibt da ja beispielsweise auf Youtube Videos, in denen diverse Spielszenen von dir zusammengeschnitten wurden, um dich ins Lächerliche zu ziehen.

Ich würde solche Personen echt gerne mal persönlich kennenlernen. Neid muss man sich hart erarbeiten. Ich habe in meinem Leben nie etwas geschenkt bekommen. Es geht mir schon a bisserl am Oasch (sic!), immer betonen zu müssen, dass ich nicht der begnadetste Fußballer bin. Das weiß ich. Aber so schlecht kann ich dann auch wieder nicht sein, denn ich habe bislang genug erreicht. Ich bin 34 Jahre alt, spiele seit zwölf Jahren im Profifußball. Es gibt natürlich talentiertere, bessere Fußballer als mich, aber ich frage mich immer, wo die alle sind. Natürlich ist mein Körper ein Vorteil, dadurch wirken halt einige Spielsituationen anders, als bei einem kleinen Spieler. Ich war erst vor Kurzem in Barcelona und hab mir da ein Spiel angesehen. Messi war der Wahnsinn. Der spaziert da ganz gechillt am Spielfeldrand herum, aber wenn er den Ball hat, dann geht es richtig los. Ich bin halt ein anderer Spielertyp. Ich renne und kämpfe für meine Mannschaft auch sehr viel ohne den Ball. Wenn dann Erfolg da ist, dann hat sich mein Einsatz gelohnt. Solche Videos stören mich nicht. Ich kann ja auch selber über mich lachen. Solche Szenen gibt es von vielen Spielern. Auch Gomez hat bei Wolfsberg jetzt Sachen verhaut, wo du dir denkst: „Ja oida, das gibt’s ja net! Wie kann der auf einmal nicht mehr treffen?“ Es gibt halt bei jedem Spieler so Phasen, in denen die ein oder andere unglückliche Situation passiert. Es ist eben ein schmaler Grat zwischen Erfolg und Nicht-Erfolg. Man muss immer an sich selber glauben. Das habe ich immer getan. Ich bin ein absoluter Teamplayer. Und im Großen und Ganzen ist das positive Feedback immer noch viel größer als das negative. Ich habe vor einigen Jahren, zum Beispiel, auch Nachrichten von Sturm-Fans bekommen, welche mir zu meinen Leistungen gratuliert haben und gemeint haben, dass sie sich freuen würden, wenn ich zu Sturm kommen würde.

(c) WikimediaCommons/Steindy

Mit welchem Spieler würdest du dich selbst am ehesten vergleichen?

Vielleicht bin ich so eine Art Jan Koller-Typ. Aber das kann man nicht vergleichen. Jan Koller hat in stärkeren Ligen, bei größeren Clubs, mehr Tore geschossen als ich. So ein Vergleich ist auch immer schwer. Ich bin einfach wie ich bin.

Gibt es oder gab es zumindest Vorbilder?

Thierry Henry. Den habe ich immer verfolgt. Alles hat so leicht ausgesehen bei ihm. Zudem gab es über ihn nie negative Schlagzeilen. Ein anderes Idol ist, obwohl ich dafür eigentlich noch etwas zu jung bin, Ernst Happel. Der ist krank auf der Trainerbank gesessen und hat trotzdem noch Fußball gelebt, wie kaum ein anderer. Es gibt schon einige Personen, die mich sehr geprägt haben.

Appropos Trainer: Von welchem hast du als aktiver Fußballer am meisten gelernt?

Ich hatte ja schon einige und ich traue mich zu sagen, unter jedem einzelnen tolle Erfahrungen mitgenommen zu haben. Einer war jedoch entscheidend, dass ich den Weg in den Profi-Fußball gefunden habe: Hermann Gerland zu meiner Zeit bei Bayern München. Er war ein ganz besonderer Trainer für mich. Aber wie gesagt, unter jedem konnte ich etwas mitnehmen.

Um es eventuell später selbst anwenden zu können?

Genau. Die Trainer-B-Lizenz habe ich schon. Nun darf ich auch beim SV Mattersburg schon in die Akademie reinschnuppern und Nachwuchsmannschaften trainieren. Zudem habe ich ein abgeschlossenes Sportmanagement-Studium. Ich will auf jeden Fall im Fußballbereich bleiben, denn das sind einfach die geilsten Berufe, die es gibt. Aber im Moment noch Zukunftsmusik. Schauen wir mal, wie sich das alles entwickelt.

Das bedeutet, du könntest dir vorstellen längerfristig beim SV Mattersburg zu bleiben?

Jetzt ist der Klassenerhalt einmal essentiell. Dann verlängert sich mein Vertrag automatisch um ein Jahr. Vielleicht können wir dann nächstes Jahr andere Ziele mit dem Verein anstreben. Wie lange ich noch spiele, weiß ich nicht. Ich habe unglaublichen Spaß und große Freude an meinem Beruf. Vielleicht sind es noch zwei oder drei Jahre. Schau dir den Claudio Pizarro an: Wenn der Körper noch was hergibt, spricht ja nichts dagegen. Ich hoffe, dass das bei mir auch der Fall sein wird.

Du bist gelernter Koch und Restaurantfachmann. Vielleicht hättest du jetzt schon dein eigenes Hauben-Restaurant und eine gesicherte Zukunft, wenn der Fußball nicht dazwischen gekommen wäre. Du springst in letzter Zeit von einem Kurzengagement zum Nächsten. Ist das nicht manchmal irrsinnig nervig und fehlt da manchmal so etwas wie Konstanz? 

Da stimme ich dir zu 100% zu. Ich habe in meiner Karriere nicht immer alles richtig gemacht. Und das ist, wie schon erwähnt, zu einem gewissen Maße auch Spielerberatern geschuldet, welche das Eigenwohl über das des Spielers gestellt haben. Die negativen Erfahrungen mit diesen Beratern haben mich letztendlich dahingehend motiviert, das Ganze selbst zu erlernen. Vor gut zwei Jahren habe ich dann mit „Sportscon“ mein eigenes Unternehmen gegründet und mir so ein zweites Standbein geschaffen. Vielleicht wäre es wirlich besser gewesen, diese von dir zitierte Konstanz in meine Karriere zu bringen. Jedoch habe ich bei jeder einzelnen Station tolle Menschen kennengelernt. Im Gastgewerbe hätte ich den Betrieb von meinen Eltern übernommen. Wie was gekommen wäre, kann ich aber eh nicht wissen. Ich glaube das Leben ist voller Überraschungen.

Im Pappelstadion trefft ihr am Samstag auf Sturm Graz. Wie heiß bist du schon auf dieses Match?

Nach einer längeren Vorbereitung und einer Zeit abseits des Profifußballs brenne ich natürlich sehr auf das Auftaktspiel. Im Trainingslager in Portugal konnte ich mich gut mit der Mannschaft einspielen. Es wartet ein sehr interessanter Gegner auf uns. Sturm hat momentan eine tolle Mannschaft und einen guten Trainer. Nichtsdestotrotz ist es ein Heimspiel für uns, daher wollen wir unbedingt gewinnen. Vom Papier her ist Sturm aber Favorit, denn sie stehen nicht umsonst so weit oben in der Tabelle. Sie hatten zwar zwei Abgänge, aber ich glaube, dass auch Spieler mit Qualität geholt wurden.

Hat die Vorbereitung auf dieses Spiel schon begonnen?

Ja. Mit dem heutigen Tage. Wir werden sehen, wie wir das Spiel anlegen werden. Wir sind alle in einer guten körperlichen Verfassung. Zwar beklagen wir ein paar Verletzte, aber das ist Fußball. Sturm hat vielleicht auch noch keine fixe Startelf gefunden.

Sturm hat ja einen sehr starken Herbst gespielt und startet mit nur drei Punkten Rückstand auf Platz 1 in das Frühjahr. Glaubst du, kann Sturm bis zum Ende ganz vorne mitmischen oder wird sich Salzburg früher oder später wieder absetzen?

Prinzipiell ist natürlich schon immer Salzburg Meisterschaftsfavorit Nummer Eins in Österreich. Aber mit Sturm, Rapid und der Austria hast du Mannschaften, die da vorne mitspielen können und sollten. Einen Ausreißer nach oben gibt es ja dieses Jahr mit Altach, die einen grandiosen Herbst gespielt haben. Ich bin wirklich schon gespannt. Sturm kann immer um den Titel mitspielen.

In Mattersburg hingegen ist man meilenweit entfernt von Titel, eher verbindet man mit den Burgenländern das Image einer „Holzhackertruppe“. Dieser Eindruck hat sich bei so manchem Sturmfan erst beim letzten Aufeinandertreffen in Graz wieder bestätigt. Bist du auch ein Holzhacker?

Hin und wieder muss man auch solche Attribute abrufen können. Körperliche Präsenz ist sehr wichtig im Fußball. Man will nie jemanden verletzen, das ist klar. Aber manchmal ist es besser durch eine hartes, kämpferisches Auftreten das Tempo etwas rauszunehmen und die eine oder andere gelbe Karte zu riskieren. Auch in England wird selten Zauberfußball gespielt. Speziell in der Championship hat es das selten gegeben. Oft gab es kein schönes Spiel, denn was zählt ist letzten Endes immer der Erfolg. Und da erspiele ich mir mit einer kämpferischen Topleistung lieber einen Punkt oder gar drei, als dass ich schön verliere. Hin und wieder sind diese Tugenden nun mal gefragt.

Wirst du diese gegen Sturm von Beginn an abrufen?

Ich habe super trainiert und ein gutes Gefühl. Am Samstag stellt dann der Trainer die elf Spieler auf, von denen er überzeugt ist, dass sie gegen Sturm bestehen können. Ich hoffe natürlich, dass ich spiele und der Mannschaft dabei helfen kann.

Was ist dein Tipp für das Spiel am Samstag?

Ich bin nie am Tippen oder Wetten, und wenn ich es tue, liege ich eigentlich immer falsch, deswegen will ich gar keine Prognose abgeben. Natürlich will ich jedes Spiel gewinnen, aber ich glaube, ein Punkt gegen Sturm wäre schon sehr zufriedenstellend. 

Danke für das Gespräch. Ich wünsche dir zwar Tore gegen unsere direkten Konkurrenten um den internationalen Startplatz, aber am Samstag kannst du dir deine Treffer gerne noch sparen.

*Lacht* Das werden wir noch sehen.

8 Kommentare

  1. graz4ever sagt:

    Man könnte es ja auch so ausdrücken:

    Der Spielerberater, net grad den ‚perfektesten‘ Spieler gehabt hat… 😉

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    • graz4ever sagt:

      Aber natürlich hat er Recht mit den Beratern, die Spieler richtiggehend ‚zerstören‘ können..

      Und darum glaub i auch, daß wenn Alar sich seim Berater gegenüber behaupten kann, spielt er a näxte Saison no für Sturm..

      Wenn wir international spielen, hat er in nem gefestigten Umfeld, daß Vertrauen in ihn setzt und in dem er sich irre wohl fühlt, die Möglichkeit auf großer Bühne zu zeigen was er kann..

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  2. Nock-74 sagt:

    Ich glaub wir brauchen hier nicht über seine fußballerischen Fähigkeiten diskutieren, aber mir ist der Major echt nicht unsympathisch. Bei seinem Einsatz und Kampfbereitschaft könnten sich ganz viele Junge was abschauen. Kommt im Interview auch sehr ehrlich und bodenständig rüber.

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    • lollo sagt:

      Ist zu mindestens sympathischer und realistischer in seiner Selbsteinschätzung als Patrick „I muas kane Flanken mehr trainieren, wal de kaun i eh schu“ Wolf.

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  3. eckballverursacher sagt:

    Immer wieder schön:

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    • Nock-74 sagt:

      Aber auch schön langsam a bissi fad! 🙂

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    • eckballverursacher sagt:

      Geb ich dir recht 😉

      Hab mir aber mal geschworen Maierhofer Gerüchte immer so zu kommentieren.

      Ich hab’s mir erst mal wieder im Dezember ganz durchgeschaut, ist so ähnlich wie ein inverses Ronaldinho best-off.

      Bin aber noch immer erstaunt dass der Mayor dafür nur 1!!! Spiel brauchte.

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    • Nock-74 sagt:

      Jaja da geb ich dir schon recht, aber hier ist es doch kein Gerücht sondern ein ganz normales Interview.

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