Spitzenspiel in Schwarz und Weiß

Spielvorschau: SK Sturm Graz vs. LASK Linz

Es ist endlich wieder so weit, der SK Sturm trifft nach einer schier endlos scheinenden Länderspielpause auf die Athletiker aus der Stahlstadt. Die Linzer mussten in der letzten Partie gegen den WAC mit einem Negativerlebnis vorliebnehmen, denn gegen die Kärntner unterlag man vor heimischen Publikum mit 0:1. Anders stellt sich die Situation bei den Schwarz-Weißen aus Graz dar, denn mit zwei Siegen im Rücken darf Sturm durchaus mit einer breiten Brust in das Spitzenspiel gehen. Vor allem die defensive Kompaktheit weiß dabei zu gefallen, stellt man doch das Abwehrbollwerk der Liga mit nur drei erhaltenen Gegentreffern. Das Problem dabei ist nur, dass der morgige Gegner ebenso wenige erhalten hat.

Von einem taktisch geprägten Spiel mit wenig Torchancen auszugehen, wäre aber wohl eine Fehleinschätzung, denn in der Regel unterhalten Partien zwischen diesen beiden Mannschaften immer. Zudem hat sich an der Spielanlage des LASK recht wenig verändert und jene der Grazer ist einen Tick offensiver geworden. Zusätzlich bekommt man mit Kiril Despodov einen Akteur hinzu, der dem SK Sturm sofort weiterhelfen und die Offensive ungemein beleben kann. Aus den Statements der gestrigen Pressekonferenz kann man durchaus entnehmen, dass er zumindest für ein paar Minuten ein Thema für das Spiel gegen den LASK sein wird. Auch Thorsten Röcher trainiert wieder mit der Mannschaft und Cheftrainer Nestor El Maestro darf somit nahezu aus dem Vollen schöpfen. Anders stellt sich die Situation bei den Oberösterreichern dar, denn dort muss man immer noch auf den Langzeitverletzten Christian Ramsebner verzichten, der an einem Sehnenriss zu laborieren hat. Um der Personalnot in der Innenverteidigung entgegenzuwirken und sich auch noch einmal qualitativ zu verstärken, hat man am Deadline Day reagiert und den Ex-Austrianer Petar Filipovic verpflichtet. Ansonsten darf man wohl das gewohnte Personal erwarten.

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Beide Mannschaften werden womöglich versuchen, zuerst dem Gegner den Ball zu überlassen und nicht allzu hoch zu stehen, da beide Teams bekanntermaßen gerne über schnelles Umschaltspiel zum Erfolg kommen. Bei den Linzern erkennt man das nach genauerer Betrachtung sogar noch deutlicher. Die Grazer neigen um eine Spur mehr dazu, ballbesitzorientierter zu spielen als der LASK und genau darauf werden die Gäste womöglich lauern. Dass dies speziell gegen defensiv kompakt stehende Mannschaften zum Problem werden kann, hat man in den Champions League Partien gegen Club Brügge gesehen, als die Stahltstädter zu ideenlos agierten und mit eigenem Ballbesitz wenig anzufangen wussten. Überstehen die Grazer die in der Regel recht furiose Anfangsphase des LASK, so dürften die Chancen auf einen vollen Punktgewinn steigen.

Im Vergleich zu den letzten Partien dürften die Linzer ausgeruhter und somit gefährlicher für den SK Sturm sein, vor allem ihre Präsenz bei Standardsituationen ist beeindruckend. Dass die Grazer auch bei dieser Disziplin ihre Stärken haben, bewies man unlängst beim vergangenen Auswärtserfolg gegen Altach. Wie so oft im Fußball entscheiden wohl Nuancen, wobei das eigenen Publikums doch ein leichter Vorteil für das Heimteam sein sollte. Man darf sich also auf eine spannende und packende Partie in Graz-Liebenau freuen, die hoffentlich drei Punkte für den Gastgeber bringen wird.

Spieldaten

SK Sturm Graz vs. LASK Linz
Österreichische Bundesliga, Runde 7
Samstag, 14.09.2019, 17:00 Uhr – Merkur-Arena
Schiedsrichter: Walter Altmann

Mögliche Aufstellung: Siebenhandl; Sakic, Spendlhofer, Avlonitis, Schrammel; Leitgeb, Domínguez; Lema, Kiteishvili, Hierländer; Balaj

Ersatz: Schützenauer; Koch F., Ljubic, Jantscher, Despodov, Huspek, Pink

Fraglich: Thorsten Röcher

 

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