So knapp

Spielbericht: SK Sturm Graz vs. RB Salzburg

Wieder, nur wenige Wochen nach dem Cup-Aus, erstrahlten gestern Abend die Flutlichtscheinwerfer der (Nicht-mehr-)UPC-Arena werktags – eine weitere englische Woche stand auf dem Programm und der SK Sturm musste niemand Geringeren als den amtierenden Meister und Tabellenführer RB Salzburg empfangen. Kaum schöne Erinnerungen möchten da aufkommen, betrachtet man die bisherigen Leistungen der Schwarz-Weißen gegen die Sportabteilung des Getränkeherstellers – zu oft musste man die Tribüne mehr oder weniger enttäuscht verlassen. Zu unüberwindbar schien der Geldmoloch für den Underdog aus Graz, Erfolge – Mangelware. Zuletzt gelang es jenem Trainer, der sich, offenbar durch Höheres berufen, vorzeitig aus Graz nach Leeds verabschiedete. Gleich zwei Auswärtssiege in Serie vermochte Darko Milanic zu holen. Sein Nachfolger hingegen wartet noch auf diesen Erfolg. Zuhause gelang es aber auch Franco Foda schon, gegen die Gäste des gestrigen Abends erfolgreich zu reüssieren. Die Favoritenrolle, traditionell in fester blau-weiß-roter Hand, war auch in dieser Neuauflage des fußballerischen Städteduells zwischen Graz und Salzburg aber ganz klar vergeben.

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

In einem nächsten Anlauf, seinen „weißen Wal zu erlegen“, versuchte der Deutsche, die schon länger zurückliegenden Erfolge gegen eine Salzburger Mannschaft zu wiederholen. Dabei musste er aber auf den gesperrten Wilson Kamavuaka verzichten. Seinen Platz im defensiven Mittelfeld neben dem etatmäßig gesetzten Daniel Offenbacher nahm Jungjuwel Sandi Lovric ein. Die Kulisse mochte an diesem Mittwochabend aber, üblich für einen derartigen Spieltermin, nicht so richtig prächtig werden: Lediglich 5873 Besucher fanden den Weg durch die Nacht nach Liebenau. Unter den Anwesenden schien sich aber auch eine gewisse Lethargie breit gemacht zu haben, denn so recht wollte niemand an so wichtige Punkte glauben.

Beherzt

Die ersten 45 Spielminuten ließen dann aber doch Hoffnung aufkeimen, denn Sturm dominierte das Spiel und ließ den Salzburgern kaum Raum für deren bekanntes Kurzpassspiel. Nicht nur das: Die Hausherren konnten sich in den ersten Minuten sogar in der gegnerischen Hälfte festsetzen – teilweise beschäftigten sie ihren Gegner mit ansehnlichem Kombinationsspiel und so dauerte es nicht lange, bis der erste Schuss auf den Kasten von Torhüter Alexander Walke abgegeben werden konnte. In Minute 5 suchte der junge Sascha Horvath mit einem Volleyschuss aus der Distanz den Torerfolg – der Ball wurde gerade noch zum Eckball abgelenkt. Schon eine Minute später versuchte es der sehr agile Charalampos Lykogiannis aus gut 25 Metern – drüber! Das durchaus gefällige Angriffsspiel, das Sturm bot, zeigte sich durchaus variantenreich. Sowohl über die Mitte als auch über die Seiten konnte sich die Offensivabteilung immer wieder viel Platz für Angriffe verschaffen. Der sehr spielfreudige Horvath sorgte mit dem offenbar erstarkten Tanju Kayhan immer wieder für ordentlichen Wirbel in der Salzburger Defensive. Sturms Hintermannschaft wirkte bis auf wenige Unsicherheiten gefestigt – Anastasios Avlonitis und Lukas Spendlhofer verstanden es immer wieder im Zusammenspiel mit dem defensiven Mittelfeld, Konter der Gäste, die in der gesamten ersten Hälfte zu nur drei Torschüssen kamen, schnell abzufangen. Viel Nennenswertes gelang den Bullen nicht, eine ihrer Offensivaktionen hatte es aber in sich: Der Ball zappelte nämlich hinter Michael Esser im Netz. Valentino Lazaro tanzte durch die Abwehrreihen, zog ab – Esser ließ nach vorne abprallen. Diese Gelegenheit nutze Dimitri Oberlin, doch Abseits. Der Linienrichter hatte die Fahne bereits gehoben und somit eine eindeutig richtige Entscheidung getroffen. Viel mehr vermochten die Gäste offensiv aber nicht zu zeigen. Das schlug sich auch auf die Torschussstatistik nieder. Besonders auffällig agierte die rechte Seite der Grazer. Während Sturm im ersten Durchgang neunmal auf das gegnerische Tor feuerte, gelang dies den Salzburgern nur dreimal, ehe Schiedsrichter Julian Weinberger die Spieler in die Pause schickte.

Ausgeglichen

Unverändert traten die Mannschaften zur zweiten Halbzeit an und am Spielcharakter änderte sich zunächst auch wenig. Gleich zu Beginn bekam Roman Kienast den Ball in aussichtsreicher Position im gegnerischen Strafraum unter Kontrolle, sein Abschluss fiel aber zu schwach aus, um ernsthaft für Torgefahr zu sorgen. Nur wenige Minuten später wurde es allerdings auf der anderen Seite des Spielfeldes so richtig brenzlig. Christian Schwegler legte auf der Außenbahn angreifend einen Ball gefährlich in den Strafraum der Grazer, wo Jonatan Soriano nur knapp nicht an den Ball kam. Im Gegenzug konterte Sturm über den fehleranfälligen Marko Stankovic und Kristijan Dobras. Letzterer gab den Ball schließlich an Roman Kienast ab. Dessen Versuch aus der Distanz stellte für den Salzburger Schlussmann aber keine Schwierigkeit dar. Langsam aber doch glichen die Gäste die Dominanz der Gastgeber aus und fanden sich auch immer besser in die Partie ein. Mit der Einwechslung von Naby Keïta kam das Offensivspiel der Salzburger zumindest etwas in die Gänge. Dennoch waren es die Blackies, die weiterhin das Geschehen bestimmten und auch torgefährlicher waren. Lukas Spendlhofer gelangte nahe des gegnerischen Fünfmeterraums an einen Querschläger, zog ab – der Torschrei steckte bereits in den Kehlen der Fans – das lederne Spielgerät fand den Weg in die Maschen allerdings nicht. In der 74. Minute hatte Oberlin, der „eidgenössische Mozartstädter“, die Führung auf dem Fuß, denn ihm stand nach einem schönen Angriff der Salzburger nämlich nur mehr Michael Esser im Weg und der tat, was er tun musste: Mit einer Grätsche machte er sich lang und wehrte den flachen Schuss des Schweizers zum Corner ab. Eine Führung der Bullen wäre zu diesem Zeitpunkt in völligem Widerspruch zum bisherigen Spielverlauf gestanden. Die Schlussphase gehörte dann wieder den Hausherren. Zuerst versuchte es der quirlige Kristijan Dobras aus der Distanz und wenig später wurde der frisch eingewechselte Andreas Gruber, nachdem er die gegnerische Verteidigung beinahe schon hinter sich gelassen hatte, auf unsanfte Weise am Torabschluss gehindert.

Um Haaresbreite

Den Matchball schließlich vergab aber Donis Avdijaj, der in der 80. Minute für den bemühten Daniel Offenbacher ins Spiel kam: Nach Maßvorlage von Dobras ließ er im gegnerischen Strafraum noch einen Salzburger Verteidiger stehen und vergab alleine vor Walke aus kurzer Distanz. Das hätte der verdiente Siegtreffer sein können, ja, sein müssen! Die Salzburger, die sich schon einige Zeit zuvor mit dem Unentschieden abgefunden hatten, konnten danach froh sein, die Heimreise nicht mit völlig leeren Händen antreten zu müssen.

Stimmen zum Spiel

Valentino Lazaro:

 

Michael Esser:

 

Kristijan Dobras:

 

Spieldaten

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Galerie

 

Die Spieler könnt ihr HIER bewerten!

 

26 Kommentare

  1. Nock-74 sagt:

    AHA! Hab gar nicht gewußt, dass jetzt neuerdings 108% an Ballbesitz zu verteilen sind! 🙂

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  2. mahoni sagt:

    5800 Zuschauer. Heißt das nicht, dass nicht einmal alle Dauerkartenbesitzer im Stadion waren?

    Selbst wenn wir in den letzten Minuten dieses 1:0 gemacht hätten und drei Punkte gut geschrieben hätten, diese Art von Fußball ist eine Anti-Werbung für diesen Sport.

    Ich muss gestehen, dass ich Foda immer verteidigt habe, die Erfolge haben ihm ja recht gegeben. Der Fußball, den er lehrt, ist allerdings ein Trauerspiel. Mir persönlich wäre ein Abstiegskampf lieber als dieser 4. Platz und dafür wird mit Herz und Leidenschaft gekämpft, so wie seinerzeit unter Petrovic. Damals war der Tabellenplatz nebensächlich, die Leute sind ins Stadion gekommen und es wurde gekämpft bis zum Schluss. Das wollen wir sehen und nicht ein herumgekurke von irgendwelchen Kickern die wahrscheinlich im nächsten Jahr nicht einmal mehr für Sturm spielen und denen jegliche Bindung zu Sturm fehlt.

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    • Neukirchner sagt:

      Genauso ist es! Diese Zahlen können nicht einmal FF und GG schönreden. Nicht einmal mehr alle Dauerkartenbesitzer kommen in das Stadion, weil diese Art von Fußball wie Foda sie spielen lässt, einfach nimmer anzuschauen ist. Durch die Euphorie im Sommer haben dann doch knapp 7000 sich eine Jahreskarte geholt. Diesen Sommer werden es höchstwahrscheinlich nur mehr die Hälfte sein. Dann spielen wir gegen Grödig zu hause vor 1500 Zuschauern. Man geht in das Stadion um unterhalten zu werden, um eine offensive Sturm-Manschaft zu sehen. Und kein Herumgegurke mit Doppel Sechs und sieben Verteidigern. Würde es ja verstehen, wenn man einmal so spielt wenn es um den Titel geht oder um den Aufstieg in die EL-Gruppenphase. Aber Sturm ist im Niemandsland der Tabelle. Selbst wenn ein Vierter Platz heuer für die Qualifikation für Europa reicht, muss jeden klar sein, dass wir mit diesem Team nie die Gruppenphase erreichen werden. Und nur die ist dann wirklich Europa und profitabel. Daher kann man den Fans wenigstens schönen Fußball bieten, weil eh egal ob wir 4. oder 6. werden. Das wird es aber unter diesem Trainer nimmer spielen.

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    • kato kato sagt:

      bei fans wie euch kann ich nur den kopf schütteln, das war gestern ein gutes spiel von unseren jungs

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  3. Nock-74 sagt:

    „Wir haben heute mit einer wirklich jungen Mannschaft gespielt, man darf die vielen Ausfälle nicht vergessen.“

    So kann man(n) sich auch selbst anlügen lieber Franco!

    Altersdurchschnitt Startelf Sturm 24,36 Jahre; Salzburg 24,36; Rapid 24,5; Austria 23,9!!!!!!!

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  4. kato kato sagt:

    auch wenn sturm gestern mal wieder nicht den ball ins netz gebracht hat, war das eine super leistung, auf der man aufbauen kann. defensiv lassen avlo und co sowieso nix anbrennen, dazu voller einsatz und gutes kombinationspiel. mit tollen diagonalpasses wurde das pressing der salzburger ausgehebelt, dafür ein extra lob an alle aussenspieler und, ja, diesmal auch an franco foda. das war eindeutig eine taktische maßnahme, mit der gracias mittelfeldraute in der ersten hälfte komplett zerlegt wurde. einziger kritikpunkt bleibt die torgefahr. die vielen weitschüsse machen sich leider nur in der statistik gut. wenn du nur mit einer spitze spielst, müssen die mehr offensivspieler in den strafraum reinstechen, das passiert mir zu selten. speziell wenn sich keinast fallen lässt um zu kombinieren. oft fehlen dem ballführenden spieler die möglichkeiten für den tödlichen letzten pass, da bleibt nur der schuss aus der distanz. mit avdijaij sollte das aber auch besser werden. wenn die jungs jetz öfter solche leistungen abrufen, brauchen wir uns wegen der admira keine sorgen machen (wie’s auch sein sollte!)

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    • JulioGeordio JulioGeordio sagt:

      Ich sehe es auch so. Das war eine gute Leistung. Man darf nicht vergessen, daß wir gegen die beste Mannschaft der Liga gespielt haben, und daß wir sie teilweise an die Wand gespielt haben, vor allem in der ersten Hälfte, nur das Torschießen bleibt eine große Sorge natürlich. Man soll nicht alles negativ betrachten.

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    • Supersturm sagt:

      wie tief sind unsere Ansprüche gesunken, wenn das eine „Super Leistung“ war…

      die ersten 15-20 Minuten war ich auch überrascht – kampfstark, mit Spielwitz und Abschlussversuchen – aber danach haben wir uns für mich wieder unverständlich weit zurückgezogen und fast nur noch weite Bälle gespielt. Zum Glück war Salzburg gestern nicht so spielfreudig wie sonst und unsere Abwehr steht im Moment wirklich gut!

      Bei den Diagonalpasses gebe ich dir recht – diese wurden oft versucht, nur leider dauert bei den meisten Spielern die Ballannahme bei hohen Bällen zu lange und der Gegner ist wieder da – danach kann/muss wieder neu aufgebaut werden..

      Was gibt dir Hoffnung, dass es jetzt öfter solche Spiele geben soll? In nächster Zeit kommen wieder die Gegner, die mehr kämpfen und die Räume eng machen. Wie es uns gegen solche Mannschaften geht, haben wir in dieser Saison schon des Öfteren gesehen..

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  5. black_aficionado sagt:

    Ich seh das ganze wie @supersturm!

    25-30 sehr gute Minuten am Anfang, dann war da nichts mehr! Die Defensive war stark, ja – – ABER, von Salzburg ging aber auch überhaupt keine Gefahr aus! So schwach wird man die selten wieder erwischen, wir nützen es (wie immer) nicht aus.
    Natürlich, man kann sich dafür loben, dass ein Dauerverletzter 19 Jahre alter Lazaro, ein 18 Jahre alter Potenzialspieler Oberlin, ein 18 Jahre alter Laimer, ein sich in Unform befindender 23 Jahre alter Berisha und ein 21 Jahre alter RV der im Mittelfeld ran durfte namens Schmitz – also eine Konstellation die man so selten noch sehen wird – gegen Sturm offensiv nicht brilliert hat. Wirklich hervorzuheben ist mE nur, dass der Soriano wieder keinen Stich machte und dass de Defensive auch nach der Hereinnahme von Keita gehalten hat.

    ad Offensive: da gibt es nichts zu beschönigen. Der letzte Pass kommt ohnehin nicht an, unser letztes Weitschuss tor datiert aus dem Jahre Schnee… Und Kienast, mit der Erfahrung? Was zum Teufel er sich bei der Aktion gedacht hat, als er versucht sich den Ball gekünstelt anzunehmen, naja…

    Das Gravierendste ist aber, und das trifft in der Mannschaft fast jeden, das sind die unfassbaren schlechten ersten Kontakte. Was wir Zeit und Tempo liegen lassen, nur weil 9 von 10 Feldspieler den Ball nicht gscheit annehmen können (entweder hüpft er auf Kopfhöhe auf oder er springt gleich meterweit weg), geschweige denn feste Pässe gespielt werden könnten (warum auch, kann eh keiner verwerten), das ist nicht mehr feierlich…

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  6. wama sagt:

    @ mahoni, neukirchner

    Wer nach diesem Spiel, dass –  wie zu Petroviczeiten –  von Kampf, bedingungslosem Einsatz lebte, etwas auszusetzen hat, wer nicht erkennt, dass da gestern die klar beste Mannschaft Österreichs mit durchaus  probaten Mitteln und durchdachter Spielphilosophie mehr als nur gefordert wurde, sollte sich künftig nicht als Sturmfan titulieren, sich lieber zuhause vor dem TV Barca, Bayern, Real,… reinziehen und aufhören von warmen Eislutschern zu träumen.

    Man kann Sturm, weder der Mannschaft noch dem Trainer, gestern den geringsten Vorwurf machen, da hat sehr viel gepasst, mit Ausnahme der Tatsache, dass es ohne einen echten Knipser, oder zumindest einen, der halbwegs regelmäßig Torgefahr ausstrahlt, einfach um ein vielfaches schwerer ist, solche und auch schlechtere Spiele irgendwie zu gewinnen.

    Will man wieder erfolgreicheren Fußball in Graz sehen, kommt unser Verein nicht drum herum, diesbezüglich zu handeln und endlich in diese Richtung Geld in die Hand zu nehmen.

    Es ist aber klar erkennbar, dass sich die Mannschaft langsam aber sicher findet, die Automatismen besser greifen, einzelne Formationen besser geworden sind, unsere gesamte, neu formierte Abwehr bereits jetzt ein echtes Bollwerk geworden ist, einzelne Spieler wie Dobras, Gruber, Lovric, der endlich 90 Minuten durchspielen durfte, sich steigern konnten, ihr Potential immer mehr abrufen – vor allem Dobras hätte ich das nicht zugetraut.

    Foda ist zwar ein Trainer, der sehr viel Wert auf eine starke Defensive legt, das bedeutet aber nicht, dass er nicht schnell und variantenreich nach vorne spielen lässt – gestern klappte das gegen eine Mannschaft mit weit besseren Einzelspielern immer wieder ganz gut und zwar mit mutigem und bedingungslosen Draufgehen und weit weniger Abspielfehlern, die gerade in der Vorwärtsbewegung, gegen eine Mannschaft wie die Dosen, tödlich wären.

    Sturm findet sich gerade, wird zunehmend sicherer, mutiger, selbstbewusster…tritt geschlossener und souveräner auf als noch im Herbst – das muss man doch mit freiem Auge erkennen können.

    Der Rest der Saison sollte also dafür genützt werden die Mechanismen weiter zu verbessern, Junge wie Lovric noch besser zu integrieren, ballsicherer zu werden und die einzelnen Formationen noch besser ineinander greifen zu lassen.

    Donis könnte uns noch mit ein paar Abschiedstoren belohnen, damit sich eventuell doch ein Europaqualiplatz ausgeht – mit einem neuen Stürmer im Sommer wären internationale Spiele dann doch nicht ganz aussichtslos.

    Und den oft zurecht kritisierten, zuletzt aber ebenfalls verbesserten Offenbacher wünsche ich, dass er Tag und Nacht an seinem Passspiel arbeitet, das leider seine sonst ansprechende Leistung im Frühjahr schmälert.

    Klem wird’s hoffentlich ab sofort schwer haben, wieder Stammspieler zu sein, der ging uns gestern und auch in Ried überhaupt nicht ab, vielleicht wird ja auch er stärker, wenn er wie Dobras plötzlich nicht mehr spielt…

    Schick, da bin ich mir sicher, gehört trotz seiner Torungefahr, zum Stamm, obwohl auch er gestern nicht abging – die Pause wird ihm hoffentlich gut tun.

    Kamavuaka wird, da bin ich mir sicher, nächste Saison finanziell nicht mehr zu stemmen sein – schade, der gehört zu meinen Lieblingen. Da aber Piesi zurückkehren wird, der ebenfalls noch Entwicklungspotential hat, ist das halb so schlimm.

    Wem das alles zu wenig ist, wer vom Sky – Konsum so dermaßen verblendet ist und die Realität nicht erkennen will, wer lieber über alles und jeden drüberfährt, nur die negativen Dinge genüsslich ausschlachtet, ist für meine Begriffe auch kein wahrer Sturmfan, eher ein notorischer Dauernörgler.

     

     

     

     

     

     

     

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  7. sks1909 sagt:

    @wama : 100% agree, danke für diesen Beitrag ! ich sehe das genauso und klar, auch ich war zuerst überrascht, dass wir die ersten sag ich 25 Min. wirklich eine super Leistung gezeigt haben – eine der besseren diese Saison. Und klar, Salzb. ist nicht irgendeine Truppe, die sind dann aufgewacht und haben es uns schwerer gemacht. Aber bitte, im Gegensatz zum Rapid-Spiel, waren wir kämpferisch auch bis zum Schluss sehr präsent. Ich bin auch nicht wirklich mit vielen Foda’schen Entscheidungen in der Aufstellung glücklich, aber der Wille und Einsatz waren TOP.Vorne geht halt viel zu wenig, aber das kann noch werden!

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  8. Supersturm sagt:

    Du hast schon recht – der Fußballfan ist von anderen Ligen her natürlich verwöhnt…

    Aber die Wahrheit ist, dass bei Sturm in vielen Bereichen halt schon seit mehreren Jahren Stillstand herrscht und der Geduldsfaden wird bei so einem langen Zeitraum ohne wirkliche Änderung naturgemäß dünner und dünner…

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  9. Supersturm sagt:

    Kommentar war als Antwort für @wama gedacht..

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  10. mahoni sagt:

    @wama: ich habe weder Sky noch interessieren mich andere Mannschaften. Für mich zählt nur Sturm und diesen Verein möchte ich sehen und nicht einen Abklatsch davon. 5700 Zuschauer sprechen für sich. Man treibt die Leute mit Gewalt aus dem Stadion. Wenn dieses Spiel gestern herzerfrischend war, dann weiß ich nichts mehr. Das wir Salzburg gefordert haben, ja stimmt, aber na und? Wieder alles gut oder wie? Nach den erbärmlichen Vorstellungen gegen Rapid und Co.? Die Leute wollen eine Mannschaft, bei der man das Gefühl hat, sie verkörpert Sturm zu 100%, sowie wir es schon hatten. Der Tabellenplatz spielt dabei eine nebensächliche Rolle.

    Wie es Gilbert Prilasnig und auch andere ehemalige Aktive sinngemäß erklärten. Sturm ist ein Verein, der unabhängig vom Tabellenplatz ein ausverkauftes Stadion haben muss. Ja, er hat vollkommen recht und das wäre auch möglich. Leider zeigte  es uns ein Wiener Verein ja vor. Ich kann mich noch auf Sturm-Spiele in Wien erinnern, wo dort 2500 Zuschauer waren. Irgendwann haben die aber begonnen ihre Fans als Teil des Vereins zu sehen. Sturm begann die Fans als Kunden zu behandeln. Das und eine Mannschaft die Sturms Tugenden nicht verkörpert sind die Gründe warum das Stadion mittlerweile nicht einmal mehr mit Dauerkartenbesitzer-Zahlen gefüllt ist.

    Und, nein ich nörgle nicht im Stadion herum, weil ich zum Verein stehe und ich werde nicht auf einzelne Spieler losschimpfen, wie es bei uns so üblich ist (kann mich noch auf Gruabns Zeiten erinnern wo sie einen Mario Haas nach langer Verletzungspause nach dem ersten Fehler beschimpft haben, auch Jurtin ist es so ergangen). Die Spieler die heute bei uns sind können nichts dafür, dass sie geholt wurden, sie würden für ein paar Euro mehr auch in Wr. Neustadt oder Grödig spielen. Die Leute die diese geholt haben, sollten aber hinterfragt werden.

    Auch wenn hier einige wieder alles durch die rosa Brille sehen möchten. Das ist Sturm unwürdig was da am Platz abgeht. Wäre nur gestern ein defensiver Fußball mit einer herausgespielten Chance gewesen, dann würde sich niemand aufregen. Aber wir spielen gegen jeden Gegner mit der Taktik den Gegner einzuschläfern. Das gelingt auch manchmal. Leider schläfert es auch die Stimmung im Stadion ein und vertreibt Leute die seit 30, 40 Jahren zu Sturm gehen und die haben vom Fastabstieg bis zur Mittleren Play-Off und unsägliche Ludescher-Zeiten erlebt mit Spiele vor 330 gegen den LASK und 550 gegen Mödling.

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    • kato kato sagt:

      bledsinn! es geht immer um die ergebnisse. als sturm nach fodas rückkehr erfolgreich war, war den fans der spielstil wurscht, das stadion gut besucht. jetzt wo die ergebnisse net mehr passen, ist die hölle los. das selbe mit den jungen spielern, die immer gefordert werden: nach 2 schlechten partien werden die zur sau gemacht. und wenn der offensive zauberfußball kommen würde und in ein, zwei konter liefe, würden die selben fans sofort ein köpferollen forden.

      hat man ja gestern im ansatz gesehen: die mannschaft hat mit herz gespielt, toll kombiniert, 30 minuten den besten club der liga dominiert und danach auf augenhöhe agiert, aber halt kein tor gemacht. mit dem ergebnis, dass einige hier lieber salzburg die qualität absprechen als der eigenen mannschaft ein gutes spiel zuzugestehen. manchmal hab ich das gefühl, das bei einigen die liebe zu sturm von ihrem hass auf foda komplett verdrängt worden ist. haters gonna hate!

      fakt is: die einzige zeit in der liebenau regelmäßig ausverkauft war, war zu championsleague-zeiten. danach gabs eine zeit, wo durch die opposition zu kartnig, den konkurs und punkteabzug bei den hardcore-fans eine identitätsstiftende jetzt-erst-recht-stimmung entstand. das war geil, aber das stadion war sicher net voll und der kick oft grottig. ohne drohenden konkurs und superschurke funktioniert das halt auch net. diese stimmung ist mit dem 3. meistertitel verschwunden, ersetzt durch die wurschtigkeit, die manche „fans“ jetzt fühlen, weils net mehr so ist wie früher. der großteil der fans, auch wenn sie das selbst verleugnen, sind „früher-war-alles-besser“-fans. die längsseitenbesucher messen den verein an der anomalie osim, die hardcore-fans an den konkursjahren. aber beides spielts net mehr. wenn wir fans net endlich in der gegenwart ankommen, und akzeptieren, dass wir net ein großclub sind, sondern der kartnig nur ein paar jahre lang so getan hat als ob, werden wir auf der stelle treten und es wird nix neues entstehen können. in realität sind wir der erste verfolger des oligarchen-clubs und der beiden wiener politikprotegees. und wir sind der verein mit der besten kurve. wenn ich ehrlich bin: damit kann ich sehr gut leben, und mit der weltsicht macht sturmschaun deutlich mehr spass als mit der „alles scheiße“-brille.

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  11. wama sagt:

    @ kato

    vollkommen treffend formuliert – danke dafür!

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  12. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Sog jo kana dass Sturm scheise is…es geht drum dass das Potential das der Verein hat, einfach nicht genützt wird.

    Würde man sagen: Fuck it, wir losn die Jungen spün, würden trotzdem viele Leute kommen, auch wenns ein Saukick is, solange sie kämpfen…

    Es reden Sturm nur so viele schlecht weil der Verein alles schönredet.

    Erster Verfolger der Top 3 sind wir auch nur weil die restlichen 6 Teams sogor noch drastisch weniger Budget wie wir haben (und sind vlt. Trotzdem am Ende der Saison vor uns in der Tabelle)

    Wenn man über 300min kein Tor schießt und trotzdem behauptet man braucht keinen Stürmer…deswegen sind Vorstand und Trainer gleich Schuld, weil sie sich gegenseitig die Welt schönreden…

    Im derzeitigen Zustand ist die Tendenz eher Platz 4-7 als irgendwas in der Nähe der Top 3.

     

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  13. Also ich habe gestern ein wirklich spannendes Fussballspiel und von unserer Mannschaft viel Einsatz und Willen gesehen. Man kann auch Devensivaktionen mal hervorheben, und ich habe es in vielen Szenen genossen wie Bälle erobert wurden und die Mannschaft versucht hat das Spiel variantenreich aufzubauen. Die Salzburger waren sichtlich genervt. Wenn sie so spielen, ist für mich das Ergebnis zweitrangig. Starkes Auftreten als Kollektiv, stelle die Manschafstleistung gestern klar über einzelne Fehler. Ich hätte halt bissi früher gewechselt, man hat gespürt welche Gefahr Donis ausstrahlt und wenn der Ball am Ende noch reingeht…

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    • Unterton Unterton sagt:

      Da kann ich dir nur beipflichten. Lieber ist mir so ein Unentschieden als ein Sieg, wie er in Ried passierte. Das war schon in Ordnung!

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