SK Sturm Graz gegen NK Celje

3:0-Testspielsieg in Straß

Am Tag des zweiten Länderspiels der ÖFB-Herren in der Nations League kamen auch die Spieler des SK Sturm, welche nicht für Länderspiele abgestellt wurden, in einem freundschaftlichen Test gegen NK Celje zum Einsatz. NK Celje, seines Zeichens Unentschiedenkaiser der aktuellen Slovenska Nogometna Liga und ebendort derzeit auf Tabellenplatz 7. Nur zwei Saisonsiegen stehen auch nur zwei Niederlagen gegenüber, aber ähnlich wie Sturm Graz kämpft das Team mit Leistungsschwankungen, was, ebenfalls ähnlich wie bei den Blackys, allen voran an zu vielen Gegentoren und fehlender Treffsicherheit in der Offensive liegt. Klare Voraussetzungen also: Ein Testspiel, das für beide Mannschaften zur Festigung des Selbstvertrauens herhalten sollte, wobei Sturm doch Favorit war.

Startelf Sturm Hälfte eins: Siebenhandl, Koch, Lackner, Spendlhofer, Ferreira, Huspek, Obermair, Grozurek, Hosiner, Eze, Pink

Die erste Hälfte zeigte auch gleich ein munteres Spiel bei warmen Herbstwetter. Der Platz in Straß war gut besucht und der NK Celje spielte auch mutig drauf los. Defensiv spielte Sturm mit einer Viererkette, die sich in den ersten 20-25 Minuten aber erst noch finden musste. Einerseits, weil Lackner und Spendlhofer die Innenverteidigung gaben, andererseits, weil Ferreira zwar offensiv relativ gut ins Spiel fand, defensiv aber anfangs (leider wieder einmal) Probleme hatte. Offensiv fanden in Hälfte eins die meisten Offensivaktionen über Fabian Koch und Philipp Huspek statt, oftmals scheiterte aber Sturm aber am letzten, entscheidenden Pass.

Während Jörg Siebenhandl sich viel Mühe gab, endlich wieder einmal mit einer weißen Weste vom Platz zu gehen (Paraden in Minute 18, 20 und 22), versemmelten die Grazer hochkarätige Chancen beinahe im Minutentakt – Pink, Huspek geblockt (22.), Hosiner per Kopf vorbei (25.), Eze per Kopf an die Stange (26.), Eze zu schwach aus der Drehung (28.), Pink rutschte am Querpass von Huspek vorbei (29.) – bis schließlich Emeka Eze ein schönes Zuspiel von Fabian Koch in der 33. Minute per Nachschuss ins leere Tor verwerten konnte. Die letzte Aktion in Hälfte eins hatten danach die Slowenen, ein Schuss in Minute 42 ging allerdings am Tor von Siebenhandl vorbei.

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Startelf Sturm Hälfte 2: Schützenauer, Obermair, Lackner, Spendlhofer, Schrammel, Lema, T. Koch, Grozurek, Hosiner, Pink, Eze

Wie zu Spielbeginn übte Celje auch am Anfang von Hälfte zwei viel Druck auf die Defensivreihe der Schwoazen auf, mit Fortdauer des Spiels übernahm aber Sturm wieder die Kontrolle. Raphael Obermair rückte auf Fabian Kochs Position zurück und Thomas Schrammel übernahm für Ferreira. Während der junge Lema sich rechts am Flügel statt des noch immer in guter Form agierenden Huspeks probieren durfte, kümmerte sich der 17-jährige Tobias Koch nun um die Mittelfeldzentrale.

Lukas Grozurek hatte gleich zu Beginn der zweiten Hälfte aus halblinker Position die Chance auf das 2:0, sein Schlenzer ging allerdings knapp am langen Eck vorbei. In der 53. Minute vergab Pink aus aussichtsreicher Position eine weitere Großchance, während Tobias Schützenauer am anderen Ende des Feldes durch aufmerksames Hinauslaufen brenzlige Situationen entschärfen konnte. Wie schon in Hälfte eins war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann der nächste Treffer für die Grazer fallen würde.

In der 63. Minute durfte dann Winnie Amoah statt Emeka Eze Spielzeit in der „Ersten“ sammeln und reihte sich gut in das Spiel der Mannschaft ein. Sehr kamerafreundlich gestaltete sich das Spiel für Zuseher von SK Sturm TV, denn was in Hälfte eins über Koch und Huspek lief, lief in Hälfte zwei über Lukas Grozurek und vor allem Thomas Schrammel auf der rechten Seite. So brachte Letztgenannter auch in der 66. Minute eine Flanke ideal in die Mitte auf Lema, der den Ball aber leider über das Tor köpfelte. In Minute 69. machte es Michael John Lema dann besser, als er nach einem idealen Pass von Winnie Amoah zum 2:0 aus halblinker Position platziert ins rechte untere Eck traf.

Nach dem Treffer schlief das Spiel wieder ein wenig ein – Grozurek wurde in der 77. Minute ausgewechselt, Lukas Fadinger durfte dafür noch eine knappe Viertelstunde aufs Feld. Prompt bekam Pink auf links die Chance, einen Querpass zu spielen, Fadinger fälschte den Ball ab und Hosiner verwertete trocken in die linke untere Ecke aus etwa 11 Metern (79.) Damit war endgültig alles entschieden. Niklas Geyrhofer (Profidebüt) und Gabriele Piras kamen danach in der Schlussphase für Hosiner und Spendlhofer und spielten mit dem Rest des Teams die Partie locker nach Hause.

Fazit:

Die Passqualität der Slowenen war über das gesamte Spiel nicht hoch genug, um Sturms Defensive vor gröbere Probleme zu stellen, nur wenn die schwoaze Defensive den Spielaufbau zu unkonzentriert betrieb, kam es zu gefährlichen Situationen. Wichtiger als diese Unkonzentriertheiten ist für die Defensive aber die in dieser Spielzeit so seltene Null, die wir hoffentlich auch in der Meisterschaft nun öfter zu sehen bekommen.
Die Offensive der Grazer nahm sich mit vielen ungenauen Zuspielen beim letzten Pass in die Tiefe die Chancen, mehr Tore zu erzielen, zeigte aber alles in allem eine gute Leistung, auf die man weiter aufbauen kann. Besonders hervorheben muss man an diesem Tag die Leistungen der jungen Einwechselspieler Amoah und Lema, die sich stark und selbstbewusst präsentierten und dem Trainer mit ihrem Engagement eine Empfehlung in eigener Sache aussprachen.

 

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3 Kommentare

  1. Mat sagt:

    LEMA GEHÖRT IN DEN PROFIKADER UND SOLLTE ENDLICH SEINE CHANCE BEKOMMEN!!!

    3+
    • graz4ever sagt:

      Ja, wird wirklich höchste Zeit das Lema Bundesliga-Luft schnuppert!

      Er gehört meiner Meinung jetzt Schritt für Schritt an die Kampfmannschaft herangeführt! das Talent hat er auf alle Fälle! Für mich ein Versprechen für die Zukunft…

      2+
  2. Ennstaler sagt:

    Der Auftritt von Zulj unter Super-Wuzzi Foda war auch nicht besser, als unter Trainer Vogel. Diese Beobachtung relativiert etwas sie nun schon lange Schimpferei auf Vogel. Die „Leichtigkeit des Seins“  (auf gut stoasteirsch: „Scheiß da nix“!) ist verloren gegangen, man glaubt, jeden Pass als Messi 2.0 spielen zu müssen, und das geht dann schief. Ich hoffe, dass im Testspiel gegen Dänemark Hierli ran darf, er hat es sich verdient.

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