(Sekunden)Schlaf

Spielercheck: FC Salzburg vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler sowie des Trainers und des Schiedsrichterteams der letzten Partie sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

© Martin Hirtenfellner Fotografie

Jörg Siebenhandl – Note: 2,00

Der Schlussmann des SK Sturm konnte einmal mehr eine überzeugende Leistung liefern und sich infolgedessen völlig verdient zum Mann des Spiels auf Seiten der Schwarz-Weißen krönen lassen. Siebenhandl hielt seine Mannschaft ein ums andere Mal in der Partie und wirkte sehr sicher. Er bewahrte stets die Ruhe und auch seine Abschläge zeigten sich wieder verbessert. Als Highlight darf man wohl die Szene bezeichnen, in der Szoboszlai aus kurzer Distanz volley abzieht und der gebürtige Wiener seinen Arm noch reflexartig in die Luft reißt. Alles in allem eine starke Partie von Jörg Siebenhandl, der leider wieder einmal der auffälligste Akteur auf Seiten der Grazer war.

Isaac Donkor – Note: 2,78

Der Innenverteidiger feierte überraschend sein Comeback in der Startformation und verdrängte Lukas Spendlhofer auf die Bank. Ein nachvollziehbarer Schritt von El Maestro, denn Donkor ist mit Sicherheit die bessere Wahl gegen die agilen und flinken Angreifer der Salzburger. Er wusste häufig sowohl mit seinem Tempo, als auch mit seiner körperlichen Präsenz zu überzeugen. Zu bemängeln sind aber auf jeden Fall seine technischen Qualitäten und eine gewisse Leichtsinnigkeit. Zwar ist es lobenswert, dass Donkor versucht, viele Situationen spielerisch zu lösen, doch damit bringt er seine Mannschaft in Gefahr. So gesehen gegen Ende der ersten Halbzeit, als er sehr viel Glück hatte, dass ein kapitaler Schnitzer nicht bestraft wurde. Ansonsten zeigte er aber kein schlechtes Comeback und zählte wohl noch zu den besseren Akteuren bei den Schwarz-Weißen.

Juan Dominguez – Note: 2,97

Einmal mehr eine gewöhnliche Partie des Spaniers, er organisiert das Spiel des SK Sturm, strahlt Ruhe aus und gibt den Takt vor. Leider ist die Offensivabteilung dermaßen ideen- beziehungsweise harmlos, dass seine unfassbar starken Pässe zwischen die Linien nur wenig bringen. Zu schlecht ist dafür das derzeitige Umschaltspiel. Dominguez kann einem fast schon ein wenig leidtun.

Anastasios Avlonitis – Note: 2,99

Es war eine recht unauffällige Partie des Griechen, was prinzipiell für einen Innenverteidiger ein positives Feedback ist. Er löste brenzlige Situationen in einer gewohnt unaufgeregten Art und untermauerte einmal mehr seinen Stammplatz. Bezeichnend dafür die Szene im zweiten Durchgang, als zwei Salzburger alleine auf ihn zulaufen, er jedoch die Ruhe bewahrt und somit eine Großchance vereiteln kann. Einmal mehr eine gute Leistung von Avlonitis.

Otar Kiteishvili – Note: 3,40

Der Georgier ist der einzige Akteur, der etwas frischen Wind in das Offensivspiel des SK Sturm bringt. Häufig basiert dies aber nur auf Einzelaktionen. Kiteishvili sorgt mit seinen Tempodribblings immer wieder für wichtigen Raumgewinn und bringt somit eine kreative Note in das Spiel der Grazer, die ansonsten schmerzlich vermisst wird. Leider ist sein Torabschluss ausbaufähig, denn unterm Strich bleiben für seine Mühen wenig Ertrag. Die Möglichkeit kurz nach dem ersten Gegentreffer hätte man beispielsweise schon einmal verwerten können.

Ivan Ljubic – Note: 3,40

Er zeigte sich auf seiner neuen Position in der Dreierkette in den letzten Partien von einer starken Seite und auch die erste Halbzeit gegen Salzburg knüpfte daran an. Unfassbar, wie viele gefährliche Stanglpässe Ljubic noch sehenswert vereiteln konnte. Im zweiten Durchgang agierte er dann nicht mehr ganz so auffällig, seine starke Leistung wurde von einem katastrophalen Fehlpass im Spielaufbau geschmälert, der auf unerklärliche Art und Weise nicht zum 3:0 für Salzburg geführt hat.

Thorsten Röcher – Note: 3,60

Den muss er einfach machen! Da gibt es keine zwei Meinungen. Wenn ich so einen destruktiven Spielstil an den Tag lege und mich nur auf das Verwalten konzentriere, dann müssen solche Chancen wie jene Doppelchance in der ersten Halbzeit einfach verwertet werden. Ansonsten war wenig von ihm zu sehen, auch Röcher gleicht sich immer mehr der biederen Form der Kollegen an und ob man für ihn im Sommer eine Stange Geld bezahlen sollte, kann man sich nach den vergangenen Frühjahrspartien auch überlegen. Zwar ist er stets bemüht und noch einer jener Akteure, denen man am ehesten einen Torerfolg zutraut, doch derzeit ist das einfach zu wenig.

Bekim Balaj – Note: 3,65

Der Albaner kämpfte wieder einmal viel für die Mannschaft, bekam sehr wenige Bälle und ist somit nicht wirklich ein Faktor für das Offensivspiel des SK Sturm. Seine Qualitäten liegen im Strafraum, wenn man aber so selten in der gefährlichen Zone ist wie die Grazer, dann ist es für ihn schwierig, diese Qualitäten auszuspielen.

Stefan Hierländer – Note: 3,66

Es war ein gebrauchter Tag für den Kapitän des SK Sturm Graz, gegen Ende der ersten Halbzeit verletzte er sich am Knie und musste kurz nach Wiederanpfiff ausgewechselt werden. Zuvor trug er noch maßgeblichen Anteil am ersten Gegentreffer, da er Okugawa aus den Augen verloren hatte und dieser nur noch einschieben musste. Zumindest seine Standardsituationen zeigten sich ein wenig verbessert. Jedoch muss man festhalten, dass sich auch der Kärntner derzeit in keiner guten Form befindet.

Lukas Jäger – Note: 3,75

Dem Neuzugang ist die Kampfbereitschaft auf keinen Fall abzusprechen, auch die Laufleistung passt, aber schlicht und ergreifend ist das für einen Spieler des SK Sturm Graz einfach zu wenig. Jäger ist technisch derart limitiert, dass es ganz schwer ist, mit ihm einen geordneten Spielaufbau durchzuführen. Gegen den Ball macht er seine Sache zwar recht ordentlich, doch ob das den Ansprüchen des SK Sturm genügt, sei zu hinterfragen. Vielleicht wäre es besser, wenn man die Positionen von Ljubic und Jäger tauschen würde.

Emanuel Sakic – Note: 3,84

Der Rechtsverteidiger schafft es einmal mehr nicht, an seine starken Leistungen aus der vergangenen Herbstsaison anzuknüpfen. Beim 1:0 glänzt er mit ganz schlechtem Positionsspiel und auch ansonsten ging für die Salzburger viel über seine Seite. Defensiv erledigte Sakic seine Arbeit wenigstens über Teile des Spiels halbwegs zufriedenstellend, doch offensiv ist das derzeit wirklich ein erschreckend schwaches Niveau. Gefühlt kommt über der Mittellinie kein Pass beim Mitspieler an, zwar muss man ihm zu Gute halten, dass er versucht, schnell umzuschalten und in die Spitze zu spielen, doch dabei trifft er häufig die falsche Entscheidung und es folgt der lange Ball ins Nirvana. Eine Pause würde dem Sommerneuzugang womöglich guttun.

Einwechslungen:

Vincent Trummer – Note: 2,59

Kam für den angeschlagenen Hierländer in die Partie und bot wieder eine ansprechende Leistung. In Ansätzen ist zu erkennen, welche Dynamik er in das Offensivspiel des SK Sturm bringen könnte. Defensiv erledigte er seine Aufgaben zufriedenstellend ohne besondere Vorkommnisse. In den nächsten Partien hätte er sich einen Startelfeinsatz auf jeden Fall verdient.

Jakob Jantscher – Note: 3,44

Blieb farblos.

Kevin Friesenbichler – Note: 3,65

Konnte keine Akzente setzen.

Sonstige Bewertungen

Nestor El Maestro – Note: 4,07

Aufgrund der Punkteteilung wäre es egal gewesen, ob man Unentschieden spielt oder verliert, das bedeutet, man hätte ruhig etwas probieren können, vor allem in der Offensive. El Maestro entschied sich dazu das gewohnte Spiel aufzuziehen und das funktionierte überhaupt nicht, denn schon in Durchgang Nummer Eins vergaben die Salzburger eine Vielzahl von Großchancen. Sturms Umschaltspiel ist so dermaßen schlecht und träge, dass es derzeit einfach unlogisch erscheint, eine solche Taktik zu wählen. Wenn die Abläufe nicht funktionieren, dann muss ich versuchen, höher zu stehen, den Ball früher zu gewinnen und vielleicht durch situatives Pressing zum Torerfolg zu kommen. Prinzipiell ist die Idee El Maestros mit einer Dreier beziehungsweise Fünferkette kompakt zu stehen und dann schnell Umzuschalten keine schlechte, doch im Moment fehlt ihm ganz einfach das Spielermaterial. Hierländer und Sakic sind völlig außer Form und für dieses System benötigt man unbedingt laufstarke Außenverteidiger, die es auch verstehen in der Offensive Akzente zu setzen. Zudem ist zu hinterfragen, weshalb Ljubic in der Innenverteidigung agiert, denn als Sechser hat er durchaus gute Spiele absolviert. Es ist unverständlich, weshalb die Grazer nicht versucht haben, die Salzburger früher unter Druck zu setzen, vor allem, weil diese in der Saison schon öfters Schwächen in der Defensive offenbart haben. Es ist einfach deprimierend den SK Sturm mit so einer Angsthasentaktik auflaufen zu sehen!

Schiedsrichterteam rund um Julian Weinberger – Note: 2,73

Das Schiedsrichterteam hatte die faire Partie weitestgehend im Griff.

Das SturmNetz-Team bedankt sich bei 174 eingegangenen Bewertungen und widmet der Mannschaft folgenden Song:

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7 Kommentare

  1. Erzschwoarza sagt:

    Donkor ist ein klassischer Abräumer und keiner der das Spiel aufbaut oder aufbauen kann. Er sollte sich auf seine Stärken konzentrieren und ich weiß nicht wer ihm diesen Floh ins Ohr gesetzt hat, wohl der Desastro! Mit donkor müsste man jetzt verlängern, ich seh den absolut unter den Top 6 Iv’s der Liga. Wenn der weiter so spielt oder noch stärker wird, kann den jeder Verein am Ende der Saison ablösefrei haben und wenn das passiert, dann bau ich Messendorf um. Die Austria lauert doch nur drauf einen guten Spieler von uns gratis zu ergattern, der Zeckenverein!

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    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Präsident Christian Jauk: „Nestor ist ein außerordentlich junger, unkonventioneller und erfolgreicher Trainer, der unseren SK Sturm emotional wieder in die richtigen Bahnen bringen soll. Das trauen wir ihm zu und wünschen ihm bei dieser Aufgabe viel Erfolg.“

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    • schwoaza Peter sagt:

      @ schworza99, willst sagen das keine Emotionen weckt, haha !!

      swg

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    • Erzschwoarza sagt:

      Der glotznpepi hat soviel Emotionen wie ein Stein. Das Sky Interview am Sonntag lässt verdeutlichen, dass er ohnehin nicht mehr weiter weiß. Denn, er hat nur süffisant lachen können und das ganze ins lächerliche gezogen!

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  2. Abo420 sagt:

    Interessante These von …99. Jauk hat also ElMaestro und wahrscheinlich auch die 2 Trainer davor entdeckt und engagiert. Da frage ich mich: wozu brauchen wir eigentlich noch einen Sportdirektor? Nur zum Sprüche klopfen?

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