Schwarz-Weiße Zahlen #7

Schwarz-Weiß in Rot-Weiß-Rot

Anlässlich der Länderspielpause beschäftigen wir uns in der fünften Ausgabe der Schwarz-Weißen-Zahlen mit all jenen Sturmkickern, die in der langen Vereinshistorie zumindest einmal für das österreichische Nationalteam aufgelaufen sind. Zwar bedurfte dies 48 Jahre, bis dem ersten schwarz-weißen Akteur diese Ehre zuteil wurde, danach hat sich allerdings diesbezüglich doch einiges getan.

  • In der 107-jährigen Geschichte des Sportklubs Sturm haben die Grazer bislang 38 Spieler für das A-Nationalteam abgestellt, insgesamt trugen 63 österreichische A-Nationalteampsieler bisher das Sturmhemd.
  • Der erste Sturmspieler im Nationalteam war Helmut Senekowitsch: „Zeki“ – in Anlehnung an eine Zecke, da er sich stets in seinen Gegner regelrecht verbeißen konnte – kam über den ESK Graz und dem Grazer SC 1955 zu Sturm und feierte am 25. September 1957 sein Länderspieldebüt. Österreich remisierte in diesem Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft 1958 in Schweden in Amsterdam vor 65.000 Zusehern gegen die Niederlande mit 1:1.
  • Auch der erste schwarz-weiße Treffer in der ÖFB-Auswahl geht auf das Konto von Senekowitsch: Vier Tage nach seinem Debüt traf er in der 61. Minute zum 3:0-Endstand auswärts gegen Luxemburg. Österreich war zu diesem Zeitpunkt nur mehr mit zehn Mann am Feld, da sich Ernst Kozlicek – fast ein Jahrzehnt später auch für eine Saison bei Sturm –  in Minute 48 schwer verletzte und Wechsel damals noch nicht im Regulativ waren.
  • Auch für den ersten internationalen Sturm-Treffer auf österreichischem Boden sorgte Helmut Senekowitsch. Beim 2:2 gegen die Tschechoslowakei vor 55.000 Zuschauern im selben Jahr im – damals noch – Wiener Stadion gelang ihm das Tor zum 2:2-Endstand.
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Senekowitsch im Sturm-Trikot (c) Foto-Fischer

  • Durch diese erbrachten Leistungen war der spätere Teamchef Senekowitsch somit auch im Kader der Weltmeisterschaft 1958 und damit der erste Sturm-Akteur bei einer Endrunde. Bei allen drei Vorrundenspielen (0:3 gegen Brasilien in Uddevalla, 0:2 gegen die UdSSR in Boras und 2:2 gegen England erneut in Boras) stand er über 90 Minuten am Feld. Nach der WM wechselte der Grazer zur Vienna nach Wien. Insgesamt absolvierte Zecki 18 Länderspiele, sieben davon als Spieler von Sturm Graz.
  • Apropos WM-Teilnahmen von Blackies: Bei der nächsten Endrundenteilnahme, 20 Jahre später in Argentinien, war erneut ein Grazer Spieler im Kader, wenngleich dessen Wechsel zu Rapid Wien zu diesem Zeitpunkt schon feststand: Heribert Weber kam beim Auftaktsieg gegen Spanien in der 67. Minute für Josef Hickersberger auf das Feld, auch beim 1:0-Sieg gegen Schweden und bei der 0:1-Niederlage gegen Brasilien wurde Weber in der zweiten Halbzeit eingewechselt. In der zweiten Gruppenphase – also auch beim historischen 3:2 gegen die BRD – kam der gebürtige Pölser jedoch nicht mehr zum Einsatz.
  • Auch vier Jahre später, bei der WM-Endrunde in Spanien, war Sturm – diesmal sogar mit zwei Spielern – vertreten: Beim Auftaktsieg gegen Chile wurde der allzu früh verstorbene Gernot Jurtin in der 80. Minute eingewechselt, im zweiten Spiel der Zwischenrunde, dem 2:2 gegen Nordirland stand Jurtin, ebenso wie Andi Pichler, sogar in der Startelf. 1990 in Italien war Sturm-Goalie Otto Konrad zwar im 22-Mann-Kader, kam aber als dritter Torhüter zu keinem Einsatz.
  • Die, zumindest in dieser Hinsicht, erfolgreichste WM-Endrunde fand 1998 in Frankreich statt. Bei der bislang letzten Qualifikation für eine solche standen gleich fünf schwarz-weiße Spieler im Kader: Roman Mählich, Mario Haas und Ivica Vastic kamen bei allen drei Vorrundenspielen zum Einsatz, Markus Schopp und Hannes Reinmayr zu jeweils einem Einsatz. Gilbert Prilasnig, der das WM-Ticket für Frankreich schon fix in der Tasche hatte, zog sich beim letzten Spiel vor der Endrunde bei der 1:3-Cupfinalniederlage gegen die SV Ried einen Kreuzbandeinriss zu und musste verletzungsbedingt absagen.
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    Seite 1 „Kronen Zeitung“ 18.6.1998

    Das einzige Tor eines Sturm-Spielers bei einer Fußball-Endrunde schoss Ivica Vastic. Beim 1:1-Unentschieden 1998 gegen Chile erzielte er in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer. Unvergessen das Titelblatt der Kronen Zeitung am nächsten Tag: „Ivo, jetzt bist du ein echter Österreicher„, war dort zu lesen. Beinahe zwei Jahre nachdem der gebürtige Kroate den rot-weiß-roten Pass erhalten hatte.

  • Da mit beinahe hundertprozentiger Sicherheit auszuschließen ist, dass es ein Sturm-Spieler noch in den ÖFB-Kader zur heurigen EM-Endrunde in Frankreich schafft, werden weiterhin Sebastian Prödl und Jürgen Säumel in dieser Hinsicht die einzigen schwarz-weiße Vertreter bei einer Europameisterschaft bleiben. Ähnlich wie Heribert Weber, waren beide im Frühsommer 2008 zwar schon mit einem anderen Verein einig (Werder Bremen bzw. Torino), doch die Endrunde bestritten sie noch offiziell als Spieler des SK Sturm. Der Kirchberger bestritt dabei zwei der drei Vorrundenspiele (0:1 gegen Kroatien, 1:1 gegen Polen) über die volle Distanz. Und auch ähnlich wie Weber wurde er im dritten Spiel gegen Deutschland (0:1) nicht mehr eingesetzt. Säumel hingegen stand gegen die Kroaten in der Startelf, gegen Polen wurde er eingewechselt. Im großen „Bruderduell“ wurde der Neumarkter ebenfalls nicht eingesetzt.
  • Doch nun wieder zurück zu den Anfängen: Sieben Jahre nach Senekowitsch schaffte es wieder ein Sturm-Akteur in die Nationalmannschaft: Günther Paulitsch – zu jener Zeit bereits Doktor der Rechtswissenschaften – hütete am 11. Oktober 1964 im freundschaftlichen Länderspiel gegen die UdSSR das Nationalteamtor. Österreich siegte durch den Treffer von Walter Glechner mit 1:0. Der mittlerweile pensionierte Richter war zwischen 1977 und 1980 auch fast vier Jahre Trainer der Kampfmannschaft von Sturm. Es blieb sein einziger Einsatz in Rot-Weiß-Rot.
  • Danach gab es eine vierjährige Pause, bis Heinz Russ (2 Länderspiele) im Berner Wankdorfstadion mit Österreich gegen die Schweiz mit 0:1 unterlag. Schon ein Jahr später war es Robert Kaiser, der bei seinem einzigen Länderspiel – gegen Schottland in Wien – mit dem Nationalteam 2:0 erfolgreich blieb. Mindestens im gleichen Maße wie über die Nominierung war Kaiser bestimmt darüber erfreut, als 2009 bekannt wurde, dass er das Titelblatt der wunderbaren Vereinschronik „100 Jahre Sturm“ zieren darf.
  • Huberts gab es bei Sturm gleich vier an der Zahl: Der einzige, der es bis in das Nationalteam geschafft hat, war Willy. Sein drittes und zugleich letztes Spiel bestritt er 1970 vor eindrucksvoller Kulisse. Im mit 80.000 Besuchern gefüllten Maracana unterlag er mit dem Team durch ein Tor von Rivelinho gegen Brasilien mit 0:1. Eigentlich war er ja „nur“ der „Zweier“ Willy Huberts: Der Einser, zugleich auch sein Cousin, spielte nie bei Sturm, war 1963 einer von vier Legionären im Gründungsjahr der deutschen Bundesliga. Der Zweitälteste der Huberts-Brüder wechselte 1971 zu VÖEST Linz und wurde dort justament unter Trainer Helmuth Senekowitsch 1974 Meister.
  • Fast fünf Jahre sollte es dauern, bis 1975 mit dem legendären Eisenfuß Manfred Steiner wieder ein Sturm-Spieler für das Team nominiert werden sollte. Am 24.9.1975 unterlag er mit der ÖFB-Auswahl in Budapest gegen Ungarn mit 2:1. Als Österreich mit Steiner im November desselben Jahres auswärts in Wrexham  gegen die walisischen Auswahl nach einer 0:1-Niederlage vom Platz schlich, meinte der damalige Teamchef Branko Elsner zwar: „Hätten wir elf Steiners gehabt, hätten wir nicht verloren.“. Trotzdem war seine internationale Karriere nach diesem Auftritt beendet.
  • Nichtsdestotrotz waren in den folgenden zehn Jahren ständig Sturm-Spieler beim Team mit dabei. Heribert Weber, der insgesamt auf 68 Teameinsätze (10 als Sturm-Spieler) kam, debütierte 1976 beim 1:0-Erfolg gegen Schweden, ebenso wie Andy Pichler: Der Weizer, der ja eigentlich Anton hieß, aber nicht Toni gerufen werden wollte, gab seinen Teameinstand beim 3:1-Auswärtssieg über Israel am 15.12.1976 in Tel Aviv. Bis zum zweiten Einsatz sollten allerdings fast vier Jahre vergehen. Insgesamt kam der längstdienende Sturm-Kapitän in der Geschichte (sieben Jahre) auf elf Team-Einsätze, sein letzter 1985 gegen Zypern vor 14.000 Zuseher fand im Liebenauer-Stadion statt.
  • Weitaus spektakulärer verlief das Debüt von Gernot Jurtin im Nationalteam: Beim legendären 4:3 über England im Praterstadion am 13.6.1979 war er 90 Minuten im Einsatz. Insgesamt kam der Judenburger auf 12 Länderspiele, sein einziges Länderspieltor – damit wurde er  der erst zweite schwarz-weiße Torschütze im Team überhaupt – war das 5:0 beim 5:1-Erfolg über Finnland anlässlich der WM-Qualifikation für die Endrunde in Spanien auf der ausverkauften Linzer Gugl. Sein letztes Spiel absolvierte er am 17.5.1983 beim 2:2 gegen die UdSSR als er in der 70. Minute für den späteren GAK-Trainer Christian Keglevits ausgewechselt wurde.
  • Nur einmal zu Teamehren kam der hauptberufliche Polizist und spätere Sturm-Kapitän Heinz Thonhofer. Dafür fand dieses Spiel in einem – vor allem aus Sturmsicht – sagenumwobenen Stadion statt. Im legendären Ali-Sami-Yen spielte er 1983 90 Minuten bei der 1:3-Niederlage gegen die Türkei. Ein Jahr darauf debütierte Walter Hörmann in Kopenhagen gegen Dänemark. Als der insgesamt 15fache Teamspieler (siebenmal als Sturm-Spieler) 1985 in die Schweiz zu St. Gallen wechselte, sollte eine Dürreperiode in Bezug auf Abstellungen von Sturm-Spielern für das Nationalteam einsetzen.
  • Nachdem zwischen 1986 und 1988 kein Sturm-Spieler den Sprung in die ÖFB-Auswahl geschafft hatte, gelang dies 1989 zum zweiten Mal einem Torhüter: 1989, bei einer 0:2-Auswärtsniederlage gegen Norwegen, wurde Otto Konrad in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Insgesamt kam der „Supergoalie“ nur auf 12 Länderspiele, 6 davon bestritt er als Sturmspieler.
  • Anfang der 90er-Jahre debütierte dann Walter Kogler bei einer 1:3-Heimniederlage gegen Dänemark. „Koxi“ kam auf insgesamt 28 Länderspieleinsätze, 4 davon als Sturm-Spieler. Erfolgreicher verlief da die Premiere von Arnold Wetl: Bei seinem Debüt gegen die Färöer Inseln wurde er in der 64. Minute eingewechselt und erzielte den Treffer zum 3:0-Endstand. Da er auch 1995 in Nordirland erfolgreich war, war er der erste Sturm-Spieler nach Senekowitsch mit mehr als einem Länderspieltor. Am 29.5.1996 erzielte er in der 86. Minute zudem das Goldtor gegen Tschechien (einen Monat später Euro-Finalist) im Lehener Stadion. Insgesamt kam der Eibiswalder auf 21 Länderspiele, 7 davon als Spieler des SK Sturm.
  • Selbstredend war die Osim-Ära auch in Bezug auf Nominierungen für das Nationalteam die erfolgreichste in der langen Vereinshistorie. Beinahe alle österreichischen Protagonisten des Champions-League-Wunders kamen auch zu Teamehren, daher an dieser Stelle nur ein kurzer Überblick:

 

Spieler Debüt Länderspiele (Sturm/Insgesamt) Tore (Sturm/Insgesamt)
Mario Haas 1996 38 (40) 7 (7)
Ivica Vastic 1996 39 (50) 11 (14)
Markus Schopp 1995 27 (56) 2 (6)
Hannes Reinmayr 1993 11 (14) 2 (6)
Roman Mählich 1992 19 (20) 0
Gilbert Prilasnig 1997 16 (16) 0
Günther Neukirchner 1998 14 (14) 1 (1)
Tomislav Kocijan 2000 4 (4) 1 (1)
Gerald Strafner 2001 3 (3) 0

 

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ÖFB-Autogrammkarte Mario Haas

  • Aber auch nach der Osim-Ära war Sturm noch für viele Jahre im Nationalteam vertreten, 2003 weiterhin durch Mario Haas, 2004 auch durch Thomas Mandl, der im Frühjahr 2004 dreimal als Sturm-Goalie das ÖFB-Tor hütete.
  • 2005 debütierten dann im WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschain sowohl Ronald Gercaliu (insgesamt 14 Länderspiele/3 davon als Sturmspieler) als auch Jürgen Säumel (14 Länderspiele/11 davon als Sturmpsieler) in der ÖFB-Auswahl, 2006 Johnny Ertl ganze vier Minuten im Bruderduell gegen Ungarn in Graz, um 14 Tage später zur Austria zu wechseln, Christoph Leitgeb (41 Länderspiele/11 davon als Sturmspieler) gegen Kroatien (1:4) und Klaus Salmutter (4 Länderspiele/3 davon als Sturmspieler) gegen Trinidad/Tobago (4:1).
  • Die Nationalteam-Premiere für Sebastian Prödl erfolgte am 30.5.2007 im Hanappi-Stadion gegen Schottland. Der Kirchbacher hält bislang bei 55 Länderspielen, 12 davon bestritt er noch als Spieler von Sturm Graz. Als bis dahin erster Akteur – mit Ausnahme von Ivica Vastic der 1999 beim 7:0-Sieg über San Marino gleich dreimal traf – schnürte Prödl in diesem Länderspiel den Doppelpack: Bei der 3:4-Heimniederlage gegen Holland war er zweimal mit dem Kopf zur Stelle.

 

prödl team

Wikimedia commons / Steindy

  • Doch schon ein halbes Jahr später gelang dies erneut einem Sturmspieler: Andi Hölzl (10 Länderspiele) erzielte bei der 2:4-Niederlage gegen die Türkei beide Treffer für Österreich. Im selben Spiel absolvierte auch Marco Stankovic sein bislang einziges Länderspiel.  Zwei Monate später wechselte er somit schon als „Internationaler“ zu Triestina.
  • Die bis dahin kürzeste Teamkarriere eines Sturm-Kickers konnte 2009 Mario Kienzl für sich beanspruchen. In seinem einzigen Länderspiel gegen Schweden (0:2), durfte er für die letzen sieben Minuten ran.
  • Nur logisch, dass die oft als „Zwillinge“ titulierten Jakob Jantscher und Daniel Beichler auch im gleichen Jahr (2009) ihr Teamdebüt gaben. Jantscher auswärts gegen Serbien (0:1), Beichler in Klagenfurt gegen Rumänien (2:1). Während Beichler alle seine fünf Länderspiele als Sturm-Spieler absolvierte, hält Jantscher mittlerweile bei 20 Einsätzen (1 Tor), wovon er sechs noch als Schwarz-Weißer leistete.
  • Im selben Jahr wie die beiden gab auch Christian Gratzei sein Debüt: Im Oktober 2009 bei der 1:3-Auswärtsniederlage gegen Frankreich vor 78.000 Zuschauer im Stade de France. Sein letztes von insgesamt 10 Länderspielen bestritt der Leobner am 5.6.2012  in Innsbruck gegen Rumänien (0:0).
  • Jeweils ein Länderspiel als Sturmspieler absolvierten Roman Kienast (2011 gegen Lettland, insgesamt 11 Einsätze), Manuel Weber (der mit seinem dreiminütigen Kurzgastspiel ebenfalls gegen Lettland 2011 den Kienzl-Rekord nochmals unterbot) und Rubin Okotie (insgesamt bislang 14 Länderspiele/2 Tore) am 15.8.2012 im Ernst-Happel-Stadion beim 2:0 über die Türkei.
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(c) Wikimedia Commons/Steindy

  • Seit diesem Einsatz von Okotie hat es bis heute nie wieder ein Sturm-Spieler in die Nationalmannschaft geschafft, also seit exakt 1317 Tagen. Eine noch längere Durststrecke gab es zuletzt Anfang der 70er-Jahre. Allerdings sei erwähnt, dass es wohl nie schwerer als heutzutage war, als Spieler von Sturm beziehungsweise der österreichischen Bundesliga in die ÖFB-Elf zu kommen.
  • 25 Spieler mit Sturm-Vergangenheit wurden zudem vor oder nach ihrem Engagement in Graz in das Nationalteam berufen, dieses Ranking nach Einsätzen sieht so aus:
  • Walter Schachner (DSV Alpine, Austria Wien, Cesena, Torino, Pisa, Avellino) 64x, Martin Hiden (Leeds, Austria, Rapid, Kärnten) 50x, Roland Linz (Austria, Admira, Porto, Braga, Nizza) 39x, Joachim Standfest (GAK, Austria) 34x, Alfred Hörtnagl (Tirol) 27x, Karl Decker (Vienna) 25x, Ernst Dospel (Austria) 19x, Ferdinand Feldhofer (Rapid, Tirol) 13x, Jürgen Werner I (VÖEST Linz) und Ernst Kozlicek (Wacker Wien, LASK) 11x, Ekrem Dag (Besiktas) 10x, Ronald Brunmayr (GAK) 8x, Ewald Türmer (Austria) 7x, Gerd Wimmer (Rapid, Frankfurt, Rostock) 5x, Richard Niederbacher (Waregem) 4x, Rupert Marko (FC Tirol) 3x, Markus Pürk (Rapid, 1860), Mario Posch (Uerdingen), Ludwig Durek (FC Wien), Patrick Wolf (Wr. Neustadt) je 2x, Johannes Jank (GAK), Heinz Arzberger (RB), Heinz Schilcher (Ajax), Roland Goriupp (Kärnten) und Florian Kainz (Rapid) je 1x.

 

Bonus Track: Sturm Graz unter den olympischen Ringen

Der erste Olympionike in Schwarz-Weiß war der 2000 in Wien verstorbene Ludwig Durek, der auch der erste ehemalige Nationalteamspieler war, der für Sturm aufgelaufen ist. Sechsmal spielte er für das Deutsche Reich, 1945 auch noch zweimal für Österreich (zwei Niederlagen gegen Ungarn). 1946 wechselte er zum SK Sturm, mit dem er bis 1956 drei Mal die steirische Landesmeisterschaft und ebenso oft den steirischen Cup gewinnen konnte. Bei den Olympischen Spielen in London 1948 war er – schon als Sturm-Spieler – im Kader, kam aber in der einzigen Partie an der White Hart Lane gegen Schweden (0:3) nicht zum Einsatz.

Vier Jahre später fanden die Spiele in Helsinki statt und Österreich qualifizierte sich zum vierten und bislang letztes Mal für das olympische Turnier. Der österreichische Kader bestand aus einer bunt zusammengewürfelten Amateur-Mannschaft. Darunter befanden sich mit Anton „Burli“ Wolf, Erich Stumpf und Harry Rauch gleich drei Spieler vom Sportklub Sturm. Österreich war für das Achtelfinale gesetzt und traf dort auf Gastgeber Finnland. Wolf und Stumpf standen in der Startelf und Österreich drehte die Partie im Olympiastadion zu einem 4:3. Stumpf traf dabei sogar zum zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich. Im Viertelfinale (Stumpf und Wolf waren wieder am Feld) war allerdings nach einer 1:3-Niederlage gegen den späteren Bronze-Medaillen-Gewinner Schweden der Traum von Edelmetall geplatzt.

 

Dreamteam des SK Sturm Graz ohne Länderspieleinsätze für Österreich

Stellvertretend für all die unzähligen Fußballer, die in der langen Vereinshistorie für Sturm gespielt haben, es allerdings nie in das A-Nationalteam geschafft haben, haben wir ein nach völlig subjektiven Kriterien zusammengestelltes „Dream-Team“ mit schwarz-weißen Kickern (noch) ohne Länderspieleinsätze erstellt:

Squad

 

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