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Spielercheck: Red Bull Salzburg vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler sowie des Trainers und des Schiedsrichterteams der letzten Partie sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man Of The Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Kein Spieler, sondern zwei nicht gegebene Handelfmeter standen im Mittelpunkt der Partie (c) SturmNetz

Amadou Dante – Note: 1,81

Der Außenverteidiger bewies gegen den starken Rasmus Kristensen nicht nur Defensiv-Qualitäten, sondern brachte vor allem im ersten Durchgang auch seine Stärken im Vorwärtsgang auf den Rasen. Oft wusste er, nach entschlossenen Balleroberungen und mutigen Dribblings mit raumgewinnenden Zuspielen seine Mitspieler gut in Szene zu setzen. Im zweiten Spielabschnitt war auch Dante ob der immer stärkenden werdenden Salzburger mehr in der Defensive gebunden, ließ über seine Seite jedoch nur wenig anbrennen und wurde von euch zum „Man Of The Match“ gewählt.

Alexander Prass – Note: 1,82

Die Entwicklung des in Salzburg ausgebildeten Youngsters in den letzten Monaten ist beachtlich. Sich seit dem Ausfall von Otar Kiteishvili im Herbst und dem Formtief von Andreas Kuen zum Stammspieler entwickelt, ist Prass auf der linken 8er-Position ein wichtiger Bestandteil in Ilzers Raute. Dies bewies der 20-Jährige am Sonntag einmal mehr. Mit dem Ball am Fuß immer für den entscheidenden Pass oder ein Tempodribbling gut, agierte Prass auch gegen den Ball äußerst engagiert und giftig.

Geregory Wüthrich – Note: 1,94

In der ersten Hälfte Karim Adeyemi noch besser im Griff gehabt und den „fairen Körpereinsatz“ praktiziert wie kein anderer, war Wüthrich gegen den Deutschen in vielen Zweikämpfen im zweiten Spielabschnitt oft nur mehr zweiter Sieger. Vor dem Gegentor musste der Schweizer gleich gegen zwei Bullen ins Kopfallduell und hat dieses schließlich gegen Solet verloren.

David Affengruber – Note: 2,18

Der ebenso wie Prass in Salzburg ausgebildete Innenverteidiger agierte unaufgeregt und konsequent, wie seine Zweikampfquote von grandiosen 100 Prozent unterstreicht. In Minute 71 verhinderte der 20-Jährige gemeinsam mit Siebenhandl den zweiten Treffer der Bullen.

Jörg Siebenhandl – Note: 2,22

In den ersten 45 Minuten bis auf einen Treffer von Adeyemi aus einer Abseitsposition noch weniger gefordert, musste er bereits nach sechs gespielten Minuten im zweiten Durchgang aus kurzer Distanz gegen Adamu zur Stelle sein. Ansonsten war Siebenhandl trotz reger Offensiv-Bemühungen der Salzburger mit vier Schüssen auf sein Tor nicht wirklich oft zum Eingreifen gezwungen. Beim Gegentor gab es für ihn aus kurzer Distanz nichts zu halten.

Jusuf Gazbegovic – Note: 2,39

Gazibegovic war deutlich weniger in Sturms Offensiv-Aktionen involviert als Amadou Dante auf der linken Seite. Defensiv agierte der gebürtige Salzburger kompromisslos und warf sich in der Schlussphase mit Erfolg in jeden Schussversuch der Bullen. Beachtlich war auch sein Sprint zurück, als die Salzburger in der 71. Minute in Überzahl kontern konnten.

Anderson Niangbo – Note: 2,46

Im Gegensatz zur vergangenen Partie in Ried startete der Offensivallrounder nicht neben Højlund als Stürmer, sondern auf der Zehner-Position dahinter. Dort verstand es der 22-Jährige vor allem im ersten Durchgang, sich immer wieder gut freizulaufen und die Bälle von seinen Hintermännern abzuholen. Gegen den Ball präsentierte sich Niangbo bei seinem 20. Einsatz im Sturmtrikot aggressiv und lauffreudig. Im zweiten Spielabschnitt war er zunehmend mehr mit Defensiv-Aufgaben beschäftigt.

Jon Gorenc Stankovic – Note: 2,46

Der Slowene stopfte Lücken, wo es ging, sicherte seine höher agierenden Mittelfeldkollegen ab und half, die Räume auf der jeweiligen Angriffsseite der Bullen zu verdichten. Nach dem Kopfball an die Latte vor dem Führungstreffer verlor Stankovic das Reaktionsduell gegen Wöber.

Jakob Jantscher – Note: 2,47

Mit Schmerzen im Rückenbereich gegen Ried noch ausgefallen stand Jantscher gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber bereits wieder in der Startelf und sollte auch nach drei Minuten an der ersten Sturm-Chance beteiligt sein. Jantschers Versuch Hierländer im Strafraum zu bedienen, wurde jedoch durch das Bein des Bullen-Tormanns vereitelt. Weitere Abschlussversuche des Routiniers erwiesen sich als zu locker oder unplatziert. Zwei seiner Ecken leiteten die vermeintlichen Elfmeterentscheidungen ein.

Rasmus Højlund – Note: 2,50

Nach drei gespielten Minuten die Führung durch einen zu wenig mit Druck ausgeführten Kopfball vergeben, sollte der dänische Stürmer die Salzburger Abwehr in der Folge nicht mehr wirklich schrecken können. Bei den Aktionen im Zentrum in Bullen-Innenverteidiger Oumar Solet seinen Meister gefunden, wich Højlund häufig auf den Flügel aus, um freier angespielt werden zu können. Ein Schuss des Dänen aus so einer seitlichen Position sollte in der 88. Minute allerdings nicht den Weg ins Tor finden.

Stefan Hierländer – Note: 2,84

In einigen Zweikämpfen oft zu spät und bei seinen Abschlussversuchen nicht entschlossen genug: Der Kapitän tat sich schwer, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Gravierende Fehler unterliefen Hierländer jedoch nicht. Nach 64 Minuten wurde er durch Andreas Kuen ersetzt.

Einwechselspieler

Andreas Kuen (ab Minute 64) – Note: 2,77

Der Tiroler sollte ab der 64. Minute versuchen, offensiv wieder für mehr Schwung zu sorgen – entscheidende Akzente oder eine generelle Belebung des Zentrums gelangen ihm aber nicht. Nach der Auswechslung von Dante ordnete er sich auf der linken Außenverteidiger-Position ein.

Manprit Sarkaria (ab Minute 70) – Note: 2,70

Gegen Ried noch den Ausgleich erzielt, sollte Sarkaria diesmal nach seiner Einwechslung ein wichtiges Tor versagt bleiben.

Luca Kronberger (ab Minute 81) – Note: 2,84

Zu kurz eingesetzt.

Sonstige Bewertungen

Christian Ilzer – Note: 2,21

Der Coach ließ seine Mannschaft tiefer als gewohnt anlaufen, um den Offensiv-Spielraum der Bullen eng zu halten und selbst den Erfolg im Konterspiel zu suchen. Diese Ausrichtung funktionierte vor dem Gegentreffer sehr gut, weil sein Team auch die entscheidenden Zweikämpfe in den Defensiv-Zonen für sich entscheiden konnte. Nach dem Gegentor offensiver geworden, ergaben sich für die Bullen schließlich mehr Raum und Chancen.

Das Schiedsrichter-Team um Dieter Muckenhammer – Note: 3,99

Im ersten Durchgang nur ein paar kleinere Fehlentscheidungen getroffen und das Tor von Adeymi zurecht nicht gegeben, sollte das Schiedsrichtergespann im zweiten Durchgang so richtig im Mittelpunkt stehen. Zweimal entschied der Schiedsrichter auf Handspiel eines Salzburgers, zweimal griff der VAR ein und zweimal gab es dann doch keinen Elfmeter nachdem sich Muckenhammer die Szenen am Bildscharm ansah. Aufgrund der aktuellen Handspielregel sind beide nicht gegebenen Elfmeter nachvollziehbar. Die Tatsache, dass die Regelauslegung von Spiel zu Spiel und Schiedsrichter zu Schiedsrichter in Österreich unterschiedlich ist, hinterlässt jedoch einen mehr als faden Beigeschmack.

Das SturmNetz-Team bedankt sich für 158 eingegangene Bewertungen und widmet dem Schiedsrichtergespann folgende Nummer:

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