Rang drei festigen

Spielvorschau: LASK vs. SK Sturm Graz

Mit einer beherzten Leistung, einem Eigentor des Gegners und zwei unheimlich sicher verwandelten Elfmetern beendete der SK Sturm Graz am vergangenen Sonntag eine unrühmliche Pleitenserie gegen den LASK. Dabei sorgten nicht nur Fehler der Linzer für den so heiß ersehnten Erfolg, sondern vor allem auch die Spielanlage und die enorme Zweikampfstärke der Blackys. Beinahe zwei Drittel aller Duelle konnten die Grazer an diesem Nachmittag nämlich für sich entscheiden. Dass es im Rückspiel am Mittwoch zumindest dieselbe Aggressivität braucht, darf als gegeben betrachtet werden. Der Fußball-Connaisseur würde jetzt wohl auch noch das Erzielen herausgespielter Treffer einfordern, denn Chancen darauf waren am vergangenen definitiv ausreichend vorhanden. Der 20-jährige Neuzugang Kelvin Yeboah rührte die oberösterreichischen Abwehrreihen nämlich ordentlich um und kaum jemand vermochte ihn zu halten. Deshalb kürten ihn unsere Leser*innen auch zum Man Of The Match. Mit sich selbst war der Offensivturbo aber nur bedingt zufrieden: „I could have scored much more goals!“

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Der LASK ist gewarnt

Waren Spiele gegen den SK Sturm für die Linzer in den vergangenen zwei Jahren schon fast fix eingeplante Dreipunkter, so ist Dominik Thalhammers Team spätestens jetzt gewarnt, sämtliche Erzählungen über etwaige Angstgegner aus der Stahlstadt wurden ihrer faktischen Grundlage beraubt. Das und die Tatsache, dass es bei den Oberösterreichern aktuell ganz und gar nicht läuft, dürften Hinweise sein, dass sie die kommende, richtungsweisende Begegnung als Anlass sehen werden, das Ruder noch einmal herumzureißen. „Jetzt sind wir als Team besonders gefragt, Moral zu beweisen und aus Fehlern zu lernen“, meinte Thalhammer nach der Niederlage in Liebenau.

An den Spitzenteams dran

Sein Gegenüber, Christian Ilzer, war mit der Leistung seines Teams hingegen zufrieden. Sowohl Intensität als auch Einstellung stimmten ihn nach der Begegnung glücklich: „Wir haben eine starke Leistung gebracht und uns mit dem Ergebnis belohnt.“ Ein Sieg im Rückspiel würde einen großen Schritt Richtung Europacup-Teilnahme bedeuten. Man hätte sogar die große Chance, mit dem Zweitplatzierten aus Wien Hütteldorf mit etwas Abstand Schritt zu halten oder an ihn, im besten Fall, bis auf einen Zähler herankommen.

Mentale Kraft

„Wir wissen, was uns erwartet und wir müssen auch diese mentale Kraft wieder entwickeln!“, fordert Ilzer von seinem Team und stellt im selben Atemzug auch taktische Anpassungen in Aussicht, die er sich vom Gegner ebenfalls erwartet. Der Platzgröße misst er keine allzu große Bedeutung bei: „Gegen den LASK spielt man 20 Meter in die Breite und 30 Meter in die Tiefe. In diesem Bereich halten sich alle Spieler auf.“ Wichtig seien die Qualitäten der Akteure am Feld und die Ideen, die sie entwickeln. Außerdem könnten Standards der Schlüssel für den Erfolg in dieser Begegnung sein, denn auf engerem Raum wird es vermutlich zu noch mehr Zweikämpfen und in weiterer Folge auch Fouls kommen.

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Nur wenig Entspannung im Lazarett

Niklas Geyrhofer steht Ilzer nach seiner äußerst fragwürdigen Rotsperre wieder zur Verfügung. Gregory Wüthrich, der noch immer an seinem Muskelfaserriss laboriert, wird, ebenso wie Kevin Friesenbichler, frühestens für die 29. Runde wieder zurückerwartet. Weiterhin kommen auch Vincent Trummer und Sandro Ingolitsch, denen der Trainer großartige Fortschritte attestiert, nicht für einen Einsatz in Frage. Ob Christian Ilzer jene Startelf ins Rennen schicken wird, die schon am Sonntag reüssierte oder ob es zu Rochaden kommen wird, ließ sich der Coach im Rahmen der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag nicht entlocken. Sieht man von einigen kleineren Blessuren einmal ab, sind allerdings alle, die auch am Sonntag im Kader standen, wieder mit von der Partie.

Spieldaten

LASK vs. SK Sturm Graz

28. Runde der Österreichischen Bundesliga 2020/21

Mittwoch, 28. April 2021, 18:30 Uhr, Raiffeisen Arena, Pasching

Mögliche Aufstellung: Siebenhandl; Gazibegovic, Nemeth, Geyrhofer, Dante; Stankovic, Hierländer, Kuen, Kiteishvili; Yeboah, Jantscher

Ersatz: Schützenauer; Komposch, Jäger, Huspek, Shabanhaxhaj, Balaj, Ljubic

Es fehlen: Trummer (rekonvaleszent), Ingolitsch (Bänderriss), Wüthrich (Muskelverletzung), Friesenbichler

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