Quartal für Quartal: The Best of the Rest

Was mir im Schatten der Stadionfrage nach dem Kreissl-Interview durch den Kopf geht…

Was haben nicht wieder alle gemeckert nach der Niederlage gegen Wolfsberg und nach der ersten Hälfte gegen Hartberg? Fehlende Konstanz, so wenige Steirer im Kader, mittelprächtige Zuschauerzahlen und dann auch noch zwei Kleinstadtvereine, die ihren Socken relativ trocken runterspielen. Ich muss sagen: Ein bisschen neidisch war ich schon. Weil trotz der durchaus coolen Stadionkampagne kaschiert mir diese die derzeitige sportliche Planlosigkeit meines Herzensvereins zu krass.

Während in der Kleinen Zeitung im 14-Tage-Rhythmus vollkommen verwundert Ursachenforschung betrieben wird und Trainer, Spieler wie Geschäftsführer Sport von Leidenschaft, Willen und anderen nicht messbaren Gefühlsebenen schwafelten, saßen in irgendeinem Kämmerchen komplett konsternierte Kollegen von diversen alternativen Sportmedien, die seit Jahren wie die Rumpelstilzchen rotieren, weil bei Sturm Graz offensichtlich vom Vorstand bis zum Nachwuchstrainerstab keiner daran interessiert zu sein scheint, dem Verein eine sportliche Handschrift, oder eine einheitliche Spielphilosophie (wie es der WAC, der LASK, oder Salzburg in den letzten Jahren geschafft haben) zu verpassen. Das rückt nun in den Hintergrund, denn wichtiger ist derzeit, dass Sturm seinen Rumpelfußball in einem eigenen Stadion spielen darf. Das hat sich der Präsident wohl als sein Lebenswerk auserkoren.

© Architekturbüro Zinganel

Dream on: Mein absolutes Lieblingsbild aus 2015 – © Architekturbüro Zinganel

So ein tolles Leitbild wurde präsentiert. Was haben nicht alle Gänsehaut und kalte Schauer beim Image-Video gehabt? Was haben nicht alle verbal auf den Gruabn-Mythos onaniert? Was wurde nicht für ein Radau um ein Foto im Internet gemacht, um möglichst viele Likes (!?) für ein neues Stadion zu bekommen? Sogar der heilige Pizzera Pauli, Sanktus der steirischen Vorstadtproleten und Grazer Univierteltouristen, hat ein Video für den SK Sturm und sein Anliegen aufgenommen. Gebt den heimatlosen Schwoazen doch endlich ein eigenes Zuhause! Gebt diesem Verein, der keinerlei sportliche Linie hat, doch bitte eine Heimat, wo er dann weiter auf sportlicher Ebene ohne Weitsicht auf kurzfristige Erfolge stümpern kann! Mit noch ein paar Leihspielern! Mit dem zweitältesten Kader der Liga! Diesen ersten Platz holen wir uns noch!

Wenn Österreicher etwas gut können, dann ist es besser dazustehen als man ist, sich richtig gut zu verkaufen und die eigenen Verfehlungen unter den Teppich zu kehren. In Graz können wir das noch besser. Am Ende der Saison wird Sturm wieder dort stehen, wo der Verein hingehört: im oberen Mittelfeld. Ohne Glanz, ohne Gloria, aber von einem Klub träumend, der man für etwa zehn Jahre lang einmal war und für die restlichen 100 Jahre seit dem Bestehen eben nicht. Wir sind die Besten im Best-of-the-Rest-Sein. In Österreich. Uff. Oder wie Günter Kreissl es sagen würde: „Wir haben in den letzten Jahren mit Maresic, Lovric, Schmid oder Lema immer wieder Spieler aus der eigenen Jugend eingesetzt!“ – und sie verkauft, auf die Bank gesetzt, oder bei den Amateuren versauern lassen.

Wenn es für’s Meckern auch weiterhin keine drei Punkte gibt, dann bleiben wir mit unserem SK Sturm nur Durchschnitt. (Dabei gebe ich mir schon so viel Mühe mit dem Meckern!) Der Verein propagiert höhere Ansprüche, handelt aber nicht im Interesse dieser. Das Leitbild dieses Sportvereins, dessen eigens formulierter sozialer Auftrag aller Ehren wert ist, wird sportlich komplett blank gelassen.
Sturm ist nur aufgrund seiner Ultras ein herausragender Verein. Sie agieren sowohl gesellschaftskritisch, mit atemberaubenden Choreos, engagieren sich karitativ in der Region und legen eine unfassbare Lautstärke und Konstanz auf den Tribünen an den Tag. Alles andere ist im sportlichen Bereich am Ende des Tages dann eben leider wie der Grazer Bürgermeister: provinziell, verhabert, unkreativ, kurzsichtig und feige.

Ein 1:1 gegen Salzburg wird das Highlight eines enttäuschenden 2019er-Jahres bleiben. Auf wirtschaftlich gesunden Beinen steht unser Klub rund 18 Monate nach dem Cupsieg vor der sportlichen Bedeutungslosigkeit. Mutlos wurden halbgare Legionäre ausgeliehen, junge Spieler vergrault, auf die Bank gesetzt, noch immer nicht hochgezogen… Keine Steirer. Keine Perspektive. Keine Identifikation. Unser gesamtes Potenzial hat in der Regionalliga den Herbstmeistertitel geholt, weil es unter dem erfolgshungrigen Geschäftsführer Sport mitsamt seinem Trainer keinen Platz hat. Oder, um es mit seinen Worten zu sagen: „Du emotionalisierst mich!“

Und dann sagt man wiederholt (und nicht als einzige Plattform): Lasst die Jungs doch oben mitkicken. Lieber werde ich mit einem Team, das zum Leitbild passt, Fünfter oder Sechster, als dass ich mir diesen halbgaren, seelenlosen Topfen anschaue, damit wir am Ende als „verdienter“ Vierter mit einem weiteren komplett neuen Kader gespickt mit hoch veranlagten Leihspielern gegen irgendeinen Haugesund in der Euro-League-Quali entnervt ausscheiden, weil das Team erst im November eingespielt ist. „Die Wahrheit ist, dass das in der Praxis genau gar nichts zählt!“, antwortet einem Herr Kreissl da. „Nie hat ein Medium gesagt: „Ok, fünfter Platz, aber immerhin muss man hoch anerkennen, dass Sturm mit vielen jungen Eigenbauspielern wie Maresic, Lovric und Lema gespielt hat.“ Für die Fans auf der Längsseite mag das vielleicht sogar stimmen. Man hört eben nur die Stimmen, die einem gerade passen und die haben meist höhere Reichweiten.

Ja, vielleicht ist Nestor El Maestro die coole Version von Roman Mählich. Er kennt sich mit Fußball sehr gut aus und ist eine ehrliche Haut im Umgang mit Medien und Umfeld, außerdem redet er nicht um den heißen Brei herum, geht auch mit sich selbst immer wieder öffentlich ins Gericht. Ich mag ihn. Trotzdem spielt am Ende ein weiterer Kreissl-Söldnertrupp für NEM großteils defensiven Verwalterfußball (Kreissl: „Meine eigene Erfahrung ist: Man will erfolgreich sein und möglichst immer gewinnen – das ist normal“). Wenn das der SK Sturm von Jauk & Kreissl auch in den nächsten Jahren ist, dann muss es von den beiden endlich und endgültig ausgesprochen werden. Bitte am besten sofort, dann wissen es nämlich alle ganz sicher und keiner muss sich mehr Hoffnungen auf Nachhaltigkeit machen. Weil die nächste Transferphase kommt bestimmt und die Enttäuschungen folgen dann auf den Fuß. Maresic und Lovric sind schon weg, Lema wird (wie Fadinger) zumindest verliehen und bleibt im schlimmsten Fall dann auch weg. Und dann spricht ein zynischer Geschäftsführer Sport im Interview davon, dass er gegen die (Sturm-)eigene Vergangenheit kämpft, um die eigenen kurzsichtigen Handlungen und regelmäßigen Schnellschüsse zu rechtfertigen. So als ob die vergangenen Erfolge nicht durch Kontinuität auf der Trainerbank und eingespielte Kader entstanden wären. „Einer Entwicklung sollte man aber auch immer mindestens ein Quartal Zeit geben“, sagt Kreissl. Ein Quartal. Rom wurde bekanntlich auch in einem Quartal erbaut.
Nur an einem Ort bleibt dann auf den Sturmgeist Verlass – dort findet ihr mich, wo der SK Sturm seine Ideale tatsächlich in jahrelanger Kontinuität noch lebt: in der Kurve. Oder quartalsabhängig bei einem bitteren Bier mit den konsternierten Kollegen.

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27 Kommentare

  1. XeweX sagt:

    Lieber Yannick!

    Irgendwie hast du recht, mit dem kurzfristigen Denken und der fehlenden klaren sportlichen Philosophie beim SK Sturm.

    Du hast aber bei Kreissl’s Worten komplett übersehen, was er sagen wollte: wir haben einige Junge im Dunstkreis der Kampfmannschaft, die im Kader sind oder mittrainieren, und anscheinend wird deren sportliche Qualität noch nicht als ausreichend gesehen, um es zumindest auf die Bank zu schaffen.

    Nun gut, man könnte behaupten, unsere Verantwortlichen sind zu blöd, die Juwelen zu sehen.

    Was mir aber klar ist, ist, dass es den Weg, viele Jungd einzubauen und dann halt „nur“ 5. oder 6. zu werden, nicht existiert. Stelle Lema, Amoah, Trummer, und noch 2 oder 3 Junge aufs Feld und auf die Bank, das die ganze Saison lang, dann siehst du zwar, wer tatsächlich das Zeug zum Star hat, aber du spielst definitiv nicht um Platz5, sondern um Platz 11 mit.

    Und du kannst dir sicher sein, in Graz würde bei einem Schnitt von 5000 Zusehern der Hut brennen, wenn du hinten mitspielst. Kreissl muss den kurzfristigen Erfolg anpeilen, sonst wird er doch sofort an den nächsten Baum gehängt.

    Der Sturmfan ist nicht geduldig dazu, 1 bis 3 Jahre eine Entwicklung zuzulassen. Nach dem Konkurs wurde es akzeptiert, aber jetzt wäre das in der breiten Öffentlicjleit niemals durchzubringen.

    LG

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  2. schwoaza Peter sagt:

    einen größeren Scheiss hab ich hier noch nicht gelesen, was soll das sein ??
    Warum wird ein Interview mit dem Sportdirektor geführt und veröffentlicht wenn es am nächsten Tag vom selben Medium in der Luft zerrissen wird.

    „“Wenn Österreicher etwas gut können, dann ist es besser dazustehen als man ist, sich richtig gut zu verkaufen und die eigenen Verfehlungen unter den Teppich zu kehren““.

    Lieber Herr Steinkellner, etwas können die Österreicher noch besser, irgendwo im Kämmerlein zu sitzen und alles besser zu wissen.

    Ich brauch kein neues Stadion, ich brauch keine acht Steirer in der Mannschaft, ich habe die Mannschaft im Frühjahr nicht ausgepfiffen (Rapid Play off daheim), ich finde NEM einen geilen Hawara und mir ist es egal wenn wir mit Leihspielern nur 5. werden solange Emotionen im Stadion entstehen.

    Was soll das Geschwafel von keine Spielphilosophie, Rumpelfussball usw.
    Warum wird immer die ach so tolle „Nord“ so hochgelobt, bin ich ein schlechterer Fan auf der Längsseite weil ich nicht andauernd singe und hüpfe sondern das Spiel beobachte ?

    Bringt doch einmal eine Story wo aufgezeigt wird was WAC, LASK usw. wirklich besser machen, aber Fakten und keine reißerischen Floskeln.

    Nicht jeder der scheisst ist auch klug !!!

    swg

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  3. skstg1909 sagt:

    Ist der Pucher zurück?

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  4. ds1909 sagt:

    Nach längerer Zeit gebe auch ich meinen Senf wieder mal dazu:

    Unglaublich dieser Kommentar des Herrn Steinkellner.
    Wundert euch nicht, liebes Sturmnetz-Team, wenn euch Interviews seitens des Vereins in Zukunft verwehrt werden.
    Dieser niedergetippslte Dünnpfiff hat, wie @skstg1909 schon richtig sagt, Pucher/Sturm12.at Niveau.
    Man kann seine Meinung auch anders ausdrücken.

    4+
    • Warum sollte der Verein Interviews mit Sturmnetz ablehnen? Nur weil sie etwas kritischer sind und nicht zu jeder Idee des Vereins ja und Amen sagen?

      3+
    • ds1909 sagt:

      Weil mMn schon sehr aneckt mit diesem Artikel. Man muss nicht alles was GK sagt bzw. Sachen die im Verein passieren gutheißen, du ich übrigens auch nicht, man hätte es aber durchaus weniger aggressiv/polarisierend schreiben können.

      Konstruktive Kritik ist schön und gut – auch wichtig, keine Frage.

      0
  5. Ich habe bis jetzt immer nur brav mitgelesen und wollte eigentlich nie was posten, doch jetzt frage ich mich:
    Was soll das alles??!!
    Pucher?!?!

    Ich versteh dich nicht Yannick…. war es das Wert so einen Müll zum schreiben…. denke ganz sicher nicht….
    Die Nord… hoch lebe unsere Nord…. nichts geht über die Nord.
    Zur Nord und noch Nörder??

    3+
  6. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Hier wird über den Kommentar gejammert aber kaum werden Gegenargumente eingebracht…

    Ich hoffe die kommende Wahl bringt mal einen neuen Spirit in die gemeinsame Fanseele…

    2+
  7. Als wahrscheinlich einer der wenigen hier finde ich den Text gut, zum Teil sogar sehr gut! Wunderbar Yannik, du sprichst mir aus der Seele!
    Denn ich finde es auch mehr als nur verwerflich, sich einerseits mir einer ach so tollen Jugendarbeit zu rühmen, aber andererseits kaum junge Spieler, die der Jugendmannschaften entspringen, in der Ersten einzusetzen.
    Natürlich, wie schon angesprochen, benötigt die Integration vermutlich etwas an Zeit. Aber ganz ehrlich: Nachdem unsere Mannschaft in den letzten Jahren eine „Phobie“ gegen internationale Spiele hatte, verzichte ich lieber auf eine internationale Teilnahme (Blamage Jahr für Jahr) für 2,3 Jahre, setze viel mehr auf die eigene Jugend, als auf kurzfristige Leihgeschäfte und werde halt, mein Gott, nicht jedes Jahr dreckiger Vierter oder Fünfter, sondern nur Sechster, Siebter oder gar Achter, habe aber eine leidenschaftliche, hungrige, (junge), Truppe, die alles für den Verein gibt.
    Wobei ich sogar bezweifle, dass wir wirklich so viel schlechter wären. Man hat es nach dem Konkurs vor gut 10 Jahren gesehen, dass man mit jugendlicher Umbekümmertheit und vollem Einsatz es genau so schaffen kann, zumindest im Mittelfeld mitzuspielen. Mit ein paar erfahrenen Spielern, die die Youngsters führen können, ist da wahrscheinlich gar nicht so wenig möglich in unserer Gurkenliga!

    3+
    • schwoaza Peter sagt:

      werter Chris,

      an und für sich sind sie Ansätze in diesem Artikel m.E. ja auch richtig, jedoch gibt es mir zu denken das es so süffisant und teilweise untergriffig formuliert wurde.

      Für mich liest es sich wie ein Bewerbungsartikel eines Medienkommunikationsstudenten bei laola, Hauptsache polarisieren !!

      Zu deiner Meinung bezüglich junge Spieler in die KM, bin sicher nicht dagegen aber wer garantiert das es nach 2-3 Jahren herumtümpeln im unteren Play off funktioniert und gestandene Spieler herauskommen.

      Aus diesem Grunde finde ich es nicht richtig ständig so etwas mit aller Gewalt heraufbeschwören zu wollen.

      Es soll jedoch seine Meinung frei sein.

      swg

      2+
    • steirer sagt:

      sollten bei Sturm jemals Jugendspieler von unserer eigenen Jugend 2 bis 3 Jahre Stammspieler sein, sind sie spätestens dann weg von Sturm und bei einem anderen Verein -> somit hast du wieder für jemanden anderen den Spieler ausgebildet. Welcher Jugendspieler wird mit 22 Jahren bei Sturm bleiben, wenn er schon 3 Jahre Stammspieler war?
      Ich behaupte sogar, wenn ein Lema heuer jedes Spiel gemacht hätte wäre er spätestens im Sommer weg.

      3+
  8. GazzaII sagt:

    Guter Kommentar!
    Aber GK geht’s halt nur um kurzfristigen Erfolg, egal wie und auf die Jungen wird gesch.ssen wenn DER sich für Jugendarbeit rühmt ist das wie wenn sich kA Kurz für Sozialleistungen&Menschlichkeit rühmen würde…

    Von den genannten Namen war Maresic Stammspieler.

    2+
  9. fauli sagt:

    Totally agree
    Sollte man den Weg der Jugend einschlagen, mit Lena Amoah, Ferk etc würde man sich wohl recht schnell im unteren Play off wiederfinden
    Und die Talente, die sich wirklich gut weiterentwickeln, wären wohl recht flott wieder weg
    Frag mal bei der Admiral nach…

    2+
  10. Siro sagt:

    @sturmnetz: da liefert ihr woche für woche sehr guten stoff und haut dann mit so einem Scheissdreck alles zsam !!!

    Bitte nicht den Pucher/S12 Weg bestreiten, um weiterhin ernst genommen zu werden.

    Danke

    4+
  11. Ritter2016 sagt:

    Ich finde den Artikel sehr gut geschrieben. Er hat auch eine sehr gute Kernaussage der man zustimmen kann oder nicht.

    Ja, ich hätte auch gerne mehr Steuer im Team und eine längerfristige Denkweise. Mit der Philosophie wäre es aber so, dass damit nicht die Kampfmannschaft sondern die U16 der Akademie anfangen müsste. Mit dem Heranwachsen dieser Generation müsste es dann in die U18, den Amateuren und dann in die Kampfmannschaft übergehen. Das vermisse ich.

    Bei LASK und WAC funktioniert das System. Sie sind Red Bull Klone. Sie haben Leute aus dem Red Bull Umfeld geholt und sind von diesen abhängig. Der „gelobte“ WAC hat genauso Leihspieler – von Red Bull. Ob das der gangbare Weg ist?

    Als 2tes sage ich: Viele Fans wollen den kurzfristigen Erfolg. Vom Donis träumen sie noch immer. „Ein echter Schwarz-Weißer“ … jaja. Hochgelobt werden auch immer nur Legionäre. Spieler aus dem eigenen Bachwuchs werden meistens nur verrissen und verteufelt. Je weniger Sturm im Spieler steckt desto besser. Es sei denn er hat mal bei Rapid gespielt, da ist uns ein Nachwuchskicker dann doch lieber.

    Da müssen sich die Fans auch mal ändern. Der Verein auch.

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  12. Hindemith Hindemith sagt:

    Ein paar Bemerkungen:
    So sehr ich die „Nord“ als die mit Abstand beste Fankurve in Österreich erlebe, sei hier schon gesagt: Es gibt auch ein anderes „Sturm-Fan-sein“, das genauso wertvoll ist und gelebt wird. Aber scheinbar ist ein langjähriger Abo-Besitzer, der seine Anhängerschaft anders zelebriert, weniger wert….
    Natürlich können wir uns darüber alterieren, dass es kaum gelingt, eigenen Nachwuchs in die Kampfmannschaft hochzuziehen, aber sich hinzustellen und behaupten, es wäre besser mehr Junge am Platz zu haben, um dann eben um Platz 6 zu spielen, ist, sorry, verlogen. Erstens würden wir dann um den Abstieg spielen, von der Entwicklung einer „einheitlichen Spielphilosophie“ wären wir dann noch weiter entfernt, weil das nur im Erfolgsfall funktionieren kann, nicht, wenn ich um den Abstieg raufen muss.
    Was mir aber noch sauerer aufstösst ist, dass hier mit Lask und dem Retortenklub WAC, quasi als Rolemodels, behauptet wird, wie planlos dagegen bei Sturm agiert wird.
    Ja, es ist toll wie diese beiden Mannschaften zur Zeit agieren, aber wollen wir wirklich einen Verein, bei dem ein Spielervermittler das Sagen hat? Wollen wir ein Spielsystem, aufgebaut auf Leihspieler von RB?
    Ich bin nur neugierig, wenns dann bei denen wieder einmal in die andere Richtung geht, weil plötzlich wichtige Spieler weg sind, und Erfolge ausbleiben. Hier dann über einen längeren Zeitraum nicht den Faden zu verlieren, zeigt erst, wie gut gearbeitet wurde…

    3+
    • schwoaza Peter sagt:

      sehr schöner Beitrag, danke

      swg

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    • Grazer Fussballwunder sagt:

      Es kann definitiv nicht die Lösung sein Spieler von Red Bull nach Graz auszuleihen, die, wenn sie gut sind, in der Winterpause wieder zurück nach Salzburg oder überhaupt in eine andere Liga wechseln müssen.
      Der Fall Mensah sollte einzigartig bleiben und eine Lehre sein! Lieber weniger sportlichen Erfolg und eigenständig sein, als von Red Bull abzuhängen und die Konkurrenz in ihrer sportlichen Entwicklung zu helfen!

      2+
  13. Thomas sagt:

    Wo hobts denn den kasperl ausgraben? Steinkellner setzen 5.

    2+
  14. GazzaII sagt:

    An alle die da befürchten, dass man mit nur Jungen gegen den Abstieg spielen würde, behauptet ja keiner das es 11 aus dem eigenen Nachwuchs sein müssen, 2 -3 oder in unserem derzeitigen Fall 1 Spieler wären schon nett!

    Angeblich haben wir die höchsten Sponsoreinnahmen und den höchsten Umsatz und haben damit letztes Budgetjahr 78k Gewinn gemacht! Auch wenn in die Infrastruktur investiert wurde, wurde für den angeblich wieder teuersten Kader im Budget vorgegriffen!

    Mit Zulj&Matic wurden Budgeteinnahmen erzielt weil die die Besten der Liga waren anders wirds mit deren Alter (ausser zur Austria) net gehen.
    Maresic war/ist ein junger, talentierter IV mit dem ähnliche Einnahmen erzielt wurden!

    MMn sind wir, um langfristig oben dabei sein zu können auf Transfererlöse angewiesen=> was ist dann realistischer/einfacher Transfereinnahmen mit 18,19jährigen zu erzielen oder 25jährigen?

    Für die, die dann Argumentieren was es denn bringt wenn ich meine Toptalente verkaufe, mehr Einnahmen, bessere Legionäre, mehr Budget, mehr Talente etc. und wenn ich 1-2 Toptalente verkaufe reichen Nr. 3-4 für Österreich noch immer!

    Ohne Talente? Wen seht ihr im aktuellen Kader mit dem man Einnahmen kreieren kann um unser Budget zu halten?
    Despodov, Röcher? 😉
    Realistisch vielleicht Kiteishvilii oder Ljubic nur sind die auch schon 23 und sind nicht TOPspieler der Liga.

    1+
  15. schwoaza Peter sagt:

    Frage an alle die eine „durchgehende Spielphilosophie“ herbeisehnen, was erwartet Ihr euch davon ?

    Die Grundphilosophie eines Fußballspieles ist es viele Tore zu schießen und wenige zu bekommen, alles andere ist im heutigen Fußball auf dem Gegner abzustimmen.

    Meines Erachtens ist es wichtig einen Matchplan zu erarbeiten und die Spieler müssen ihn soweit möglich umsetzen.

    Man kann nicht gegen jeden Gegner gleich spielen, wer regt sich am meisten auf wenn man gegen St. Pölten mit zwei „6er“ und einem Stürmer spielt, es aber die Philosophie des Vereines ist.

    Was ist wenn die KM II gegen den Abstieg spielt, die „1er aber dominant auftritt und den Gegner beherrscht, muss dann die „2er auch z.B. mit 4-3-3 spielen?

    Wichtig ist es intelligente Spieler zu haben und einen Trainer der den Gegner richtig einschätzt, denn die Grundtugenden sind heute die gleichen als vor 50 Jahren.

    Ist aber nur meine Meinung dazu, nehme Gegenargumente gerne an.

    Jetzt aber anziehen und auf nach Wien, ois für die schwoazn.

    swg

    4+
    • GazzaII sagt:

      Kurze Antwort:“ Durchgehende Spielphilosophie ist nicht gleich Formation die im Spielbericht steht“!

      Ist ein Diskussionsforum und ich diskutiere immer gerne über Fußball aber ein gewisses Basiswissen sollte man schon mitbringen, weil ich geh ja jetzt auch nicht in ein Synchronschwimmforum um dort mitzudiskutieren;-)

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    • 1909 sagt:

      @Gazzall: Der Schwoaze Peter hat wohl mehr verstanden als du, denn er hat ganz einfach recht. Eine Spielphilosophie – unabhängig der Formation – kann nie gleich ausgelebt werden, wenn man eben beispielsweise mit einer Mannschaft um den Abstieg, mit der anderen aber um eine Top-Platzierung spielen; vor allem dann nicht, wenn eine solche Philosophie auf offensiven, attraktiven und/oder den Gegner beherrschenden Fußball abzielt. Das wirst vermutlich auch du verstehen, dass Derartiges reinste Utopie wäre.

      Das Ständige Hypen des WACs (ich meine bitte…) und des LASKs geht mir auch schon gewaltig auf den Zeiger. Ja, die haben beide eine doch schon etwas andauernde, überragende Phase. Das muss aber auch absolut gar nichts heißen. Alle reden von der Langfristigkeit und wenn diese beiden Vereine plötzlich erfolgreich sind, dann sind sie die großen Vorbilder, obwohl überhaupt nicht zu erahnen ist, wie langfristig das dort dann tatsächlich ist. Scheinheilig. Reden wir in ein paar Jahren nochmals darüber. Wenn dann der WAC über Sturm steht und der LASK weiterhin so performt, dann ziehe ich diesen Einwand zurück.

      0
    • schwoaza Peter sagt:

      @ Gazall,

      vorerst einmal besten Dank für Deine fundierte Antwort !

      Wahrscheinlich meinst Du ob man Fußball mit viel Ballbesitz, schnelles Umschaltspiel, viel über die Flügel, frühes „anpressen“ usw. spielt.

      Ändert aber nichts an meinen obrigen Kommentar, durch mein fehlendes Basiswissen habe ich leider eine Spielformation als Beispiel angegeben, Asche auf mein Haupt.

      swg

      0
    • GazzaII sagt:

      Ändert nichts?
      Und warum nicht?

      Ich meine ok, sollten wir jemals wieder europäisch spielen könnte man dann vielleicht davon reden, dass man seine Spielphilosophie gegen Topgegner anpassen könnte/müsste (sofern man, sich halt die gleiche Spielphilosophie wünscht wie ich;-)…) in der BL vielleicht gegen das Brausewasser (wobei ich auch da nicht glaube, dass man dann besser fahren würde) aber ansonsten? Gegen wen kann man in der BL seinen Philosophie nicht durchziehen?

      Mir sind der LASK und der WAC …egal und ich will auch nicht in der Vergangenheit leben aber eine kurze Frage zur Vergangenheit muss ich jetzt stellen=>
      wie kam denn die erfolgreichste Zeit unserer Vereinsgeschichte zustande?

      0
  16. GazzaII sagt:

    Ist das dein ernst?
    Was ist denn deiner Meinung nach das Ziel einer 2ten Mannschaft?

    Und WAC&LASK hypen kannst ja nicht auf mich beziehen!

    0

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