Ein verlässlicher Dauerbrenner

Spielercheck: SK Sturm Graz vs. SKN St. Pölten

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Begegnung SK Sturm Graz vs. SKN St. Pölten sind abgeschlossen und alle Einsendungen ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match:

(c) Martin Hirtenfellner Fotografie

Jörg Siebenhandl – Note: 1,92

Der Dauerbrenner schlechthin. Jörg Siebenhandl machte das, was ein sicherer Rückhalt machen muss. Man kann sich in jeder Situation und unabhängig vom Spielverlauf auf ihn verlassen. Jörg versuchte dabei wie gewohnt, das Spiel von hinten über die kurzen Bälle einzuleiten, was ihm auch sehr oft und gut gelungen ist. Vor allem in der zweiten Halbzeit konnte sich der Ex-Deutschland Legionär auszeichnen. Durch die nicht eingespielte Abwehr kam St. Pölten zu mehreren Chancen, die jedoch dank der grandiosen Paraden (auch außerhalb des Sechzehners) von Siebenhandl im Keim erstickt wurden. Man darf davon ausgehen, dass sich die Mannschaft nach Spielende bei ihrem Goalkeeper bedankt hat.  

Otar Kiteishvili  – Note: 2,10

Durch seine Schnelligkeit kann der kleingewachsene Georgier durch die Spielreihen des Gegners auf grazile Art und Weise tanzen und dabei lieferte Oti in gewohnter Manier ein solides Spiel ab. Die neue Rolle auf der Außenbahn, die ihm zumindest in den ersten 30 Spielminuten zugeschrieben wurde, tat ihm gut. Einzig das Zusammenspiel mit Linksverteidiger Schrammel funktionierte nicht immer hundertprozentig. Oftmals scheint es so, als ob sich der Georgier nicht vom Ball trennen will. Mehr Pässe zu seinen Mitspielern würden auch ihm nicht schaden, um seine Spritzigkeit und seine Laufwege in die Tiefe perfekt in Szene setzen zu können.   

Peter Zulj – Note: 2,39

Peter Zulj hat ein großes Problem: seine Chancenauswertung. Seit geraumer Zeit schon trifft der Grazer Spielmacher nicht mehr, es scheint wie verhext und so konnte er seine Torflaute auch gegen St. Pölten nicht beenden. Leider war es wiedermal er, der nach einer schönen Vorlage in den Rückraum das Ding nicht reinmachen konnte. Ansonsten machte Zulj aber ein sehr gutes Spiel. Er zeigte beherzte Zweikämpfe im Mittelfeld und konnte einige wichtige Balleroberungen für sich verbuchen. Auch im letzten Drittel konnte der Zehner der Grazer aufzeigen und war so bei gefühlt jedem Angriff der Grazer federführend.

Fabian Koch – Note: 2,47

Fabian Koch scheint nach einem schwachen Saisonstart sein Formtief nach einem Tor gegen Innsbruck nun endgültig überwunden zu haben. Der Tiroler beackerte seine Seite stets sehr beherzt und zeigte vor allem nach dem Ausschluss von Maresic eine sehr gute defensive Leistung. Auch offensiv konnte Koch mit der einen oder anderen Flanke einige gute Akzente setzen. Aber auch sein überaus positives Zweikampfverhalten bleibt nach dem gestrigen Spiel positiv in Erinnerung.

Lukas Spendlhofer – Note: 2,52

Der Innenverteidiger der Grazer konnte im gestrigen Spiel eine sehr ansehnliche Leistung abliefern. Nach Ausschluss von Maresic möchte man meinen, dass Spendi und dem nach hinten gerückten Lackner ein brenzliges Spiel bevorstünde. Es kam jedoch anders. Die Verteidigung des SK Sturm bestand das gestrige Spiel, bis auf einige wenige Aktionen der St. Pöltner, eigentlich souverän. Trotz eines Mannes weniger am Feld war die Grazer Defensive im gestrigen Spiel nicht allzu gefordert und so war es sicher auch für Spendlhofer Balsam für der Seele, dass die Null wieder einmal gehalten wurde.

Stefan Hierländer – Note: 2,54

Es scheint so, als ob der Kapitän in manchen Phasen des Spiels einfach zu viel erreichen möchte. Unpräzise Abschlüsse und einige Fehlpässe prägten das Spiel des Kärntners. Auch Hierli benötigt dringend ein Tor, um wieder in die Spur zu finden und Selbstvertrauen tanken zu können. Durch das neue System, in dem der Kapitän wieder vermehrt in der Offensive eingesetzt wird, ist dies auch möglich. Es ist kein Geheimnis, dass das Offensivspiel dem Kärntner leichter fällt, als Aufgaben in der Verteidigung. Leider musste Hierli das Spielfeld vorzeitig verlassen, um einer möglichen Verletzung vorzubeugen. 

Thomas Schrammel – Note: 2,57

Nachdem Schrammel vor einigen Wochen eigentlich schon abgeschrieben war, zeigt er nun Woche um Woche eine durchaus ansehnliche Leistung. Er konnte auch im gestrigen Spiel gegen St. Pölten das in ihn gesteckte Vertrauen des Trainers zurückgeben. Defensiv sowie auch offensiv zeigte Schrammel einige schöne Aktionen und konnte vor allem am Flügel die eine oder andere Flanke in die Mitte bringen. Leider waren diese meist zu unpräzise und so gelang der ersehnte Befreiungsschlag der Grazer nicht.

Markus Lackner – Note: 2,74

Der im Sommer an die Mur gewechselte Lange wurde nominell als einziger Sechser ins Spiel geschickt. Jedoch musste Neukirchner nach der roten Karte gegen Maresic bereits sehr früh reagieren, beorderte Lackner zurück in die Innenverteidigung und brachte Lovric als Sechser. So wie auch sein Partner Spendlhofer machte Lackner als Verteidiger ein passables Spiel. Er konnte sich auch im Spielaufbau sehr gut einbringen und zeigte defensiv eine gute Figur.

Emeka Eze – Note: 2,88

Das Angriffsspiel der Grazer war gestern – vor allem im letzten Drittel – geprägt von vielen beherzten Dribblings und körperbetonten Zweikämpfen. Einer der Hauptakteure war dabei Emeka Friday Eze. Er suchte stets den Körperkontakt zum Gegenspieler und versuchte immer wieder Dribblings über die Flanken. Hierbei könnte man aber auch sagen, dass es in der einen oder anderen Aktion auch eine bessere Möglichkeit gegeben hätte, als den Zweikampf zu suchen. Das Zusammenspiel mit seinen Mitspielern – allen voran Zulj und Kiteishvili – im letzten Drittel könnte hier noch als Ansatz zur Verbesserung genommen werden.

Markus Pink – Note: 3,01

Markus Pink kann einem schon ziemlich leid tun. Da bekommt er von Beginn an die Chance, um sich zu beweisen und muss durch das doch bösartige Einsteigen von Dario Maresic den Platz wieder frühzeitig verlassen. Verständlich, wenn der Grazer mit der aktuellen Situation unzufrieden ist. Doch in den 30 Minuten, in denen er im Spiel war, konnte er zumindest für einiges an Furore im gegnerischen Strafraum sorgen. 

Dario Maresic – Note: 4,05

Die Leistung des Stammspielers ist diesmal nicht leicht zu bewerten. Auf der einen Seite spielte er passable 20 Minuten, auf der anderen Seite machte er ein bösartiges Foul, für das er mit Rot vom Platz gestellt wurde. Die Experten waren sich dabei nicht einig, ob es tatsächlich eine rote Karte war, doch das Reglement deckt die Handlung des Schiedsrichters Heiß klar und deutlich. 

Einwechslungen:

Sandi Lovric – Note: 2,34

Man kann durchaus sagen, dass Sandi Lovric seine Chance genützt hat. Durch seine doch recht schnelle Einwechslung, wollte der junge Steirer es allen zeigen. Auch wenn es eine taktische Maßnahme des Trainers Günther Neukirchner war, kann man Lovric in diesem Spiel nicht wirklich viel vorwerfen. Er machte seine Aufgabe gut, suchte das Zusammenspiel mit seinen Mitspielern, vor allem mit jenen in der Offensive. Defensiv stand er gut und konnte so manch gefährliche Situationen schon frühzeitig entschärfen.

Lukas Grozurek– Note: 2,83

Der gebürtige Wiener kam in der 82. Minute für den angeschlagenen Hierländer ins Spiel. Highlight seiner Einwechslung war ein schöner Abschluss, der nur durch eine Glanzparade von St. Pöltens Torwart Riegler nicht mit einem Treffer belohnt wurde.

Philipp Hosiner – Note: 3,48

Philipp Hosiner wurde leider zu kurz eingesetzt, um ihn einer repräsentativen Bewertung zu unterziehen.

Sonstige Bewertungen:

Günther Neukirchner – Note: 2,44

Der Trainer kennt die Situation bereits. Zum vierten Mal durfte Günther Neukirchner die Grazer als Interimstrainer von der Seitenlinie aus coachen. Zu Beginn der Partie, hatte man durchaus das Gefühl, dass er die Mannschaft sehr gut auf den Gegner eingestellt hat. Sein Matchplan wurde jedoch durch den Ausschluss von Maresic vorzeitig verworfen. Dennoch kann man ihm nicht viel vorhalten. Er war emotional und hatte ein gutes Gespür während des Spieles mit seinen Spielern zu kommunizieren. Man könnte fast sagen, Neukirchner legte mehrere Kilometer entlang der Coachingzone zurück, zumindest bis er auf die Tribüne verwiesen worden ist. Aber nicht einmal da blieb er ruhig. Er suchte ständig den Kontakt zu seinen Spielern und vor allem zum Co-Trainer Joachim Standfest. 

Schiedsrichter-Team um Andreas Heiß – Note: 4,67

Auch am Samstag war der Schiedsrichter leider einer der Hauptakteure des Spiels. Neben der zurecht gegebenen roten Karte gegen Dario Maresic stand er auch einige weitere Male im Rampenlicht. Ein vorenthaltener Elfmeter für Sturm, der auf die Tribüne verbannte Trainer sowie Sportdirektor, waren Entscheidungen, die der eine oder andere Fan sicher nicht nachvollziehen kann. 

Das SturmNetz – Team bedankt sich für 224 eingegangene Bewertungen, widmet dem Man-of-the-Match, Jörg Siebenhandl, folgende Nummer:

Anzeige

Schreibe einen Kommentar