„Platz 2 wollen wir nicht mehr hergeben“

Stimmen der Spieler nach dem Ried-Spiel

Die Spieler bezeichnen den 1:0-Heimerfolg gegen die SV Ried als einen „glücklichen“ und „dreckigen“ Sieg. Doch auch solche Siege gehören dazu. Man will „Lehren daraus ziehen“ und „die Leistung wird nächste Woche wieder besser sein“. Am Samstag empfängt der SK Sturm den SV Mattersburg (16:00 Uhr, Merkur Arena).

Nachfolgend die Statements der Sturm-Spieler zum Nachlesen/Nachhören.

Fotos: © Martin Hirtenfellner Fotografie

Christian Gratzei:

Fazit zum Spiel:

„Ich denke, dass es eine gute Bundesligapartie war. Ich denke, dass es eher von der Laufbereitschaft und vom Kämpferischen, mit nicht so vielen Torchancen geprägt war und ich denke auch, dass wir uns den Sieg dann doch erarbeitet haben.“

 

War es ein dreckiger Sieg?

„Ja, aber auch solche Siege nehmen wir gerne mit. Wir haben auch schon das eine oder andere Mal gut gespielt und sind dann in der letzten Minute bestraft worden. Das war heute anders und bei Zuli (Anm. Zulechner) habe ich den Willen gesehen, dass er das Tor machen will und ich bin ihm sehr dankbar, dass er das Spiel für uns entschieden hat.“

 

Hat der Schiedsrichter das Spiel aus der Hand gegeben?

„Nein, dem Schiedsrichter will ich gar keine Schuld geben. Ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass es eine unfaire Partie war. Die rote und gelb-rote Karte passieren womöglich nicht mit Absicht, solche Sachen passieren und für das gibt es einen Schiedsrichter. Es war zwar ein Spiel mit vielen gelben Karten, aber es war nicht wirklich unfair. Die Rieder waren gut, aber ich bin froh, dass wir die drei Punkte haben.“

 

Fabian Koch:

War es ein glücklicher Sieg?

„Ja, es war ein glücklicher Sieg. Viele Chancen haben wir uns heute nicht erarbeitet, wir hätten mit dem Baris (Anm. Atik) schon mit 1:0 in Führung gehen können, auch der Zulj hat bei uns auf die Latte geschossen, was auch sehr glücklich für uns war. Heut haben wir das Eitzerl mehr Glück gehabt und sind deshalb als Sieger vom Platz gegangen.“

 

… über die Darbietung seiner Mannschaft:

„Ich finde wir sind gut reingekommen, der Deni (Anm. Alar) hat gleich einen Schuss gehabt, dann haben wir das Abseitstor geschossen, ich glaube das war relativ knapp. Danach ist uns nicht mehr so viel geglückt. Ried hat das aber auch sehr gut gemacht, hat uns vorne zugestellt und Kompliment an Ried, die als Letzter sehr offensiv gespielt haben. Wir haben das zwar erwartet und haben uns drauf eingestellt, aber es ist ein bisschen schwieriger in dieses Spiel reinzukommen und schlussendlich haben wir dann doch gewonnen.“

 

Wie wird Sturm nun gegen Mattersburg auftreten?

„Ich glaube so wie in den ersten 10 Minuten und in der letzten Viertelstunde. Ich glaube da waren wir sehr dominant und das sollten wir mal über 80, 90 Minuten schaffen.“

 

Lukas Spendlhofer:

Jeder hat gesehen, dass die Leistung nicht in Ordnung war.

„Alles in Allem will ich es gar nicht zu viel kommentieren. Ich glaube jeder hat gesehen, dass die Leistung nicht in Ordnung war. Wir haben trotzdem drei Punkte gemacht, das ist was bleibt in der Tabelle. Die Leistung wird nächste Woche wieder besser sein und wir werden unsere Lehren daraus ziehen.“

 

… freut sich für Zulechner:

„Für ihn freut es mich richtig. Die Wechselspieler kommen rein und sind nicht sauer, dass sie nicht spielen, sie kommen rein und zeigen, was sie draufhaben. Das war in den letzten Spielen schon so und heute wieder. Der Sascha (Anm. Horvath) ist reingekommen und hat wirklich frischen Wind gebracht.  Der Zuli (Anm. Zulechner) sowieso mit dem Tor und auch der Potzi (Anm. Potzmann) macht das sehr gut. Es ist ganz wichtig, dass wir auf die Spieler, die reinkommen, auch bauen können.“

 

Warum tut man sich mit einem Mann mehr so schwer getan?

„Ich glaube, heute hätten sie noch eine Rote bekommen können und wir hätten auch so nicht wirklich ins Spiel gefunden. Ich glaube in den ersten 10 Minuten in dieser Phase war von vorne bis hinten der Wurm drin, wir haben uns immer wieder selber in Schwierigkeiten gebracht. Auch hinten angefangen, da nimm ich mich gar nicht raus. Ich habe auch Fehlpässe gespielt, die dürfen mir so nicht passieren. Es ist einfach bei jedem so gewesen und dann war Ried wieder schnell im Umschaltspiel und ist zu vielen Standards gekommen. Ich glaube, 10 Ecken waren es sicher und da sind sie stark, aber da haben wir es gut gemacht, dass wir gut verteidigt haben. Die Moral war aber auf jeden Fall zu sehen, Leidenschaft und Kampfgeist kann uns keiner absprechen, aber es ist heute einfach nichts gelungen. Das Spiel gilt abzuhaken, die drei Punkte mitzunehmen und ich bin mir zu 100% sicher, dass wir gegen Mattersburg ein anderes Gesicht zeigen und dann werden wir verdiente drei Punkte holen.“

 

Kann man von einem dreckigen Sieg sprechen?

„Ja, ich denke, das gehört auch dazu. Solche Siege gehören dazu, wenn man nach Europa will, wenn man was vorhat und die schmecken natürlich besonders gut. Auch wenn die Leistung nicht so in Ordnung war, hoffe ich, dass wir unserem Ziel näher kommen. Es war ein extrem wichtiger Sieg und wir sind extrem glücklich.“

 

Platz zwei wird jetzt nicht mehr hergegeben?

„Wenn wir schon da stehen, wollen wir ihn nicht hergeben. Aber es wird natürlich nicht leicht, aber wir haben noch sieben geile Spiele vor uns: Empfangen die Mannschaften, die hinter uns sind, daheim, und die Mannschaften gegen die es um noch was geht, spielen wir auswärts. Das ist eine richtig geile Auslosung, das taugt mir und es liegt alles in der eigenen Hand.“

 

Sascha Horvath:

Zur Halbzeit ins Spiel gekommen, bist du zufrieden mit deiner Leistung?

„Ja, ich glaube, es war ganz OK. Heute ist mir viel gelungen, aber es war ein schweres Spiel. Sie haben am Anfang gut gestartet aber dann war es schwer zu spielen und sie haben gut verteidigt. Sie haben so gespielt, als würden sie weiter vorne stehen (Anm. in der Tabelle). Ich muss ehrlich sagen, sie sind unverdient da hinten, beurteile ich jetzt nach der heutigen Leistung. Aber wir sind natürlich froh um die drei Punkte und mich freut es auch für den Zuli (Anm. Zulechner), dass er heute mal getroffen hat.“

 

Dreckiger Sieg?

„Ja, es war auf jeden Fall ein dreckiger Sieg. Ich glaube, solche Siege muss man auch mal einfahren.“

 

Platz 2 gibt man jetzt nicht mehr her?

„Ja den wollen wir nicht mehr hergeben. Wir versuchen jetzt in jedem Spiel 90 Minuten alles reinzuhauen und schauen, was am Ende dann rauskommt.“

 

2 Kommentare

  1. django sagt:

    Zitat Gratzei . das war eine gute Bundesliga Partei ???? unfassbar welchen Realitätsverlust unser Österreichischen Profis haben 🙁

    2
    • Rockstar Rockstar sagt:

      „Ich denke, dass es eher von der Laufbereitschaft und vom Kämpferischen, mit nicht so vielen Torchancen geprägt war und ich denke auch, dass wir uns den Sieg dann doch erarbeitet haben.“

       

      Nimmst den Rest auch?

      0

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