Plant Schalke 04 eine Kooperation mit Sturm?

Testspieler Miles Müller (c) SturmNetz.at

Testspieler Miles Müller (c) SturmNetz.at

Mit Miles Müller lief beim Vorbereitungsspiel gegen den FK Cukaricki ein weiterer Testkandidat auf Probe. Auf den ersten Blick kam dieses Engagement ein wenig überraschend, ist doch das Mittelfeld der Schwarz-Weißen augenscheinlich jetzt schon sehr gut bestückt, wenn nicht sogar überbesetzt. Allerdings dürfte dieser Versuch andere Hintergründe haben:

Wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, könnte der deutsche Bundesligist Schalke 04 Interesse an einer sportlichen Kooperation mit Sturm Graz haben. Für beide sollte dies eine Win-Win-Konstellation darstellen. Die Königsblauen planen, vermehrt junge Spieler, die den Sprung in die Kampfmannschaft (noch) nicht geschafft haben, bei den Grazern zwischen zu parken, ihnen in der Steiermark Spielpraxis zukommen zu lassen und sie so nicht aus dem Radar zu verlieren. Da dieser Versuch bei Donis Avdijaj bislang für beide Parteien doch sehr erfolgreich verlief, ist man bemüht, zwischen diesen beiden Vereinen eine engere Verbindung aufzubauen.

Ein "steirisches" Trio im Pott

Entstanden sind diese Kontakte dadurch, dass bei Schalke 04 derzeit drei Personen federführend am Werk sind, die doch eine sehr starke Verbindung zu Sturm Graz bzw. in die Steiermark haben.

Sportdirektor Horst Heldt, spielte in der Saison 2001/2002 für Sturm Graz. Zwar lief es sportlich für ihn nicht sonderlich gut, trotzdem kommt er immer wieder gerne zu Besuch in die Steiermark und pflegt hier über Jahre entstandene Freundschaften.

Sein Assistent, Gerhard Zuber, ist zwar Kärntner hat aber den größten Teil seiner Karriere als Fußballer bei diversen steirischen Klubs verbracht. Danach arbeitet er im Marketing für den GAK sowie für die EURO 2008.

Der dritte im Bunde, Jan-Pieter Martens, ist noch fast allen Sturmfans in bester Erinnerung. Der Belgier erlebte in Graz seine schönste Zeit und wurde zweimal österreichischer Fußballmeister sowie einmal Cupsieger. Martens fungiert auf Schalke als Teammanager und nimmt sich bei den Knappen allen organisatorischen Angelegenheiten an, die rund um die Lizenzspielermannschaft anfallen.

Rohtalente zum Nulltarif 

Da Franco Foda schon des öfteren bewiesen hat, für Spieler, die sich anderswo nicht durchsetzen konnten, ein gutes Händchen zu haben, könnten die Königsblauen durch diese Konstellation einigermaßen profitieren. Und Sturm könnte auf Spieler wie Donis Avdijaj setzen, die unter normalen Umständen weit über den Grenzen des finanziell Machbaren liegen. Und das zum Nulltarif.
Für die Entwicklung einer homogenen Einheit auf dem Platz ist diese Vorgehensweise zwar nicht sonderlich förderlich, aber die Zeit in denen Spieler über Jahre für ein und denselben Klub spielen gehören ohnehin der Vergangenheit an.

 

 

9 Kommentare

  1. Schworza99 Schworza99 sagt:

    Wäre ein Traum So eine Kooperation. Die Legionärsplätze könnten So alle sinvoll besetzt werden.

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  2. Juran Juran sagt:

    Wäre aber auch nur wirklich interessant für Sturm wenn alle Spieler die von Schalke kommen, für uns wirklich eine Hilfe sind wie ebene Avdijaj.

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  3. Neukirchner sagt:

    Scheint irgendwo logisch zu sein und würde Sinn machen.

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  4. Arsenal sagt:

    Ob wir einen Müller brauchen der bei den amas nur 3 spiele bestritten hat diese Saison wage ich zu bezweifeln, aber Schalke kann gerne einen Stürmer bei uns „zwischen parken“

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  5. XeweX sagt:

    Prinzipiell spricht nichts gegen eine Kooperation, solange man dafür keine Verpflichtungen eingehen müsste, zB garantierte Einsätze für so ein Jungtalent, dass aber vielleicht gar nicht in die Mannschaft passt oder einfach kein Verstärkung darstellt …

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  6. stuermisch sagt:

    Könnte eine sinnvolle Kooperation sein, nur sollte man auch auf den eigenen Nachwuchs nicht vergessen, den der eigentliche Auftrag ist es junge Spieler auszubilden und lukrativ zu verkaufen, bei Avdijaj glaube ich kaum, dass wir an einem Weiterverkauf beteiligt sind. Aber dennoch eine tolle Sache!

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  7. 31ersektor sagt:

    Donis ist ein superkicker, aber der wird wohl ein einzelfall bleiben.. erstens hat der junge viel zu viel können für österreich (und wenn der mal von seinem „rote hosen provokationsgetue“ absieht auch bald zu viel für schalke). Man sollte mehr auf den eigenen nachwuchs schauen und was mir auffällt: wir sollten mehr auf das potenzial der kinder der wachsenden migrantencommunity schauen! Woanders kommen da ganz große hervor, ein kleiner ibra wäre bei uns sicher auch mal möglich.

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    • zilkowicht sagt:

      bin ich voll und ganz deiner Meinung! Leider tummeln sich aber im österreichischen jugendfußball noch immer zu viele rassisten die immer dem ‚reinen‘ Österreicher den Vorzug lassen werden…

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  8. canna005 sagt:

    Finde auch, dass man sowas auf keinen Fall übertreiben sollte. Primär sollte schon auf den eigenen Nachwuchs geschaut werden.
    Zwei oder maximal drei dieser Leihspieler dürften aber schon in Ordnung gehen. Vor allem bevor man sich Legionäre erlaubt, die fast schon von vorn herein zum Scheitern verurteilt sind.
    Es ist halt aber natürlich auch so, dass diese Spieler kurzfristig günstig sind, aber langfristig keine Erträge/Ablösen bringen werden.
    Ein Spiel mit Messers Schneide 🙂

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