Per Doppelpack an die Spitze!

Spielercheck: FC Admira Wacker Mödling vs. SK Sturm Graz

Die SturmNetz-Leserbewertungen der einzelnen Spieler der Bundesliga-Begegnung FC Admira Wacker Mödling vs. SK Sturm Graz sind abgeschlossen und alle Einsendungen sind ausgewertet. Wir haben den Durchschnitt aus allen eingegangenen Benotungen zu jedem Spieler berechnet, sowie eine (subjektive) schriftliche Beurteilung hinzugefügt. Nach jedem Match wollen wir nicht nur Noten, sondern auch den ehrenvollen Titel „Man of the Match“ an den Spieler mit der besten durchschnittlichen Gesamtbenotung vergeben.

Man of the Match

(c) Martin Hirtenfellner - Fotografie

(c) Martin Hirtenfellner – Fotografie

Deni Alar – Note 1,35

Was muss das für eine Genugtuung für den Stürmer sein! Bei Rapid aufs Abstellgleis gestellt, trifft er bei Sturm am laufenden Band. Deni avancierte zum absoluten Goalgetter mit Killerinstinkt! Über weite Teile des Spieles führte er ein Schattendasein, nur um im richtigen Moment an genau der richtigen Stelle wieder aufzutauchen. Mit seinem gestrigen Doppelpack und somit nun mit insgesamt sieben Saisontoren steht er ganz vorne in der Torschützenwertung. Beinahe wäre ihm sogar ein Hattrick gelungen, doch kurz vor Spielende fehlte es etwas an Glück und Präzision.

Sascha Horvath – Note 1,77

Der Ex-Austrianer gilt nicht erst seit dieser Saison als heimlicher Publikumsliebling. Bei seiner Konstitution hat er zwar Nachteile im körperbetonten Spiel, kann diese aber, aufgrund einer Schnelligkeit, sehr gut bei schnellen Kombinationen in der Offensive einsetzen. Hatte in der ersten Hälfte die große Möglichkeit auf das 2:0, sein Schuss ging aber zu direkt auf Kuttin. Trotz eher wenigen Offensivaktionen blieb er beinahe fehlerlos und war somit gestern auch Teil einer beinahe geschlossen, guten Mannschaftsleistung.

Lukas Spendlhofer – Note 1,85

Der Innenverteidiger zeigte gestern erneut, dass mit ihm auch offensiv immer wieder zu rechnen ist. Mit seinem zweiten Saisontor brachte er Sturm endgültig auf die Siegerstraße. Wie auch schon in St. Pölten war es ein immens wichtiger Treffer. Versteht sich mittlerweile bestens mit Christian Schulz in der Innenverteidigung. Der Niederösterreicher musste sich in den letzten Monaten nach den Abgängen von Madl und Avlonitis immer wieder auf neue Kollegen einstellen, was ihm aber scheinbar überhaupt keine Mühe macht.

Charalampos Lykogiannis – Note 1,90

Der Grieche war immer wieder in der Offensive zu finden, versuchte sich gegen die Admira auch mehrmals als Flankengeber von der linken Seite und hatte einmal sogar das 2:0 am Fuß. Dass er über einen wuchtigen Schuss verfügt, sollte keinem mehr ein Geheimnis sein. Seinem Schuss aus kurzer Distanz fehlte es aber etwas an Präzision und er fand daher seinen Meister in Person von Stephan Zwirschitz. Auch defensiv zeigte er keinerlei Schwächen, zur Not wird auch mal per Fallrückzieher geklärt.

Christian Gratzei – Note 2,01

Der Sturmtorhüter blieb die gesamte erste Spielhälfte beinahe beschäftigungslos. Erst in der 64. Minute wurde er erstmals in diesem Spiel gefordert, als Spiridonovic plötzlich alleine vor dem Tor auftauchte, doch dessen Schussversuch war alles andere als optimal, weshalb Gratzei keine Probleme dabei hatte, den Ball zu entschärfen. Nur ein einziges Mal musste der Goalie nach einem Freistoß ernsthaft eingreifen und verhinderte mit einer guten Reaktion den Anschlusstreffer. Ansonsten wirkte er in seinem 245. Bundesligaspiel in allen Aktionen sicher, ruhig und zuverlässig.

James Jeggo – Note 2,05

Der Australier hatte letzten Frühjahr noch seinen Stammplatz auf der Tribüne, kaum jemand rechnete noch mit ihm, doch wie Phönix aus der Asche raffte sich der sich der 24-Jährige auf und avancierte schnell zum Stammspieler. Jeggo scheut auch keine aggressiven Zweikämpfe, auch wenn diese manchmal an der Grenze des Erlaubten stattfinden. Harmonierte auffällig gut mit Christian Schulz in der Defensive und schaffte es immer wieder, den Gegner kaum Raum zwischen Mittelfeld und Abwehr zu geben. Jimmy kassierte zwar in der zweiten Hälfte ein „Gurkerl“, dieses blieb aber ohne Folgen.

Christian Schulz – Note 2,06

Der Kapitän wirkte fast immer ruhig und gelassen, bewies Übersicht und harmoniert – trotz seiner erst sechs Pflichtspieleinsätze – mittlerweile fast perfekt mit seinen Mitspielern, Mit einer Quote von 90,6% erfolgreichen Pässen erreichte der Deutsche gestern einen rekordverdächtigen Wert. Auch 75% erfolgreiche Zweikämpfe sprechen für sich. Der 33-jährige Ex-Hannoveraner hat sich bestens bei Sturm eingelebt und ist kaum noch wegzudenken.

Uroš Matić – Note 2,21

Ein Neuzugang, wie man es sich zuvor wahrscheinlich nicht einmal zu träumen wagte! War zwar in der Südstadt rein optisch etwas unauffälliger als zuletzt, zeigte aber dennoch ein sehr gutes Spiel. Er leistete sich gefühlt keinerlei Fehler und dirigierte seine Mannschaftskollegen in Harnoncourtscher Manier. Auch wenn er diesmal keine direkte Torvorlage verbuchen konnte, waren 34 gespielte Pässe in der gegnerischen Hälfte absoluter Topwert.

Fabian Koch – Note 2,30

Seine wohl auffälligste Aktion war die maßgeschneiderte Vorlage zum 3:0! Nach etwas ungenauem Spielaufbau der Admira erkämpfte sich Koch den Ball, und spielte diesen perfekt halbhoch in den Laufweg von Alar, der mit diesem Treffer für die Entscheidung sorgte. Aber auch sonst war der 27-jährige Neuzugang einer der Stützen im Team. Er konnte 11 seiner 14 Zweikämpfe gewinnen und war mit 87 Aktionen am Ball einer der aktivsten Spieler am Feld.

Marc Andre Schmerböck – Note 2,55

Oft sind Leihgeschäfte umstritten und helfen manchmal weder Vereinen, noch Spieler. Anders lief es bei Schmerböck. Er reifte in Wolfsberg zu einem echten Stammspieler heran. Seine Rückholung war eine goldrichtige Entscheidung. Der Mittelfeldmann war schon in der eher erfolglosen Sommervorbereitung einer, der immer wieder mit guten Leistungen herausstach. Gestern versuchte er es immer wieder mit gefährlichen Bällen in die Schnittstellen der Mödlinger Abwehrkette. Seine erfolgreichste Aktion war zweifelsohne seine Freistoß-Vorlage zum extrem wichtigen 2:0 durch Lukas Spendlhofer.

Stefan Hierländer – Note 3,18

Der 25-jährige gebürtige Kärntner braucht wohl noch etwas Zeit, um sich gänzlich in das Team einzufügen. Hatte er gegen Rapid noch den Matchball am Fuß, war gestern eher wenig von ihm zu sehen, weder positiv noch negativ. Dennoch scheint er derzeit voll und ganz das Vertrauen des Trainerteams zu bekommen.

 

 

Einwechslungen:

Philipp Huspek – Note 2,35

Huspek scheint derzeit nicht das Vertrauen von Trainer Franco Foda zu bekommen. Trotz vielversprechender Leistungen zu Saisonbeginn, muss er derzeit wohl mit der Bank vorlieb nehmen. In seinen etwa sieben Einsatzminuten konnte er sich nicht erwähnenswert in Szene setzen.

Simon Piesinger – Note 2,70

Simon gab gestern sein lange erwartetes Comeback. Natürlich kann man nach seiner langen Verletzungspause noch nicht allzu viel von ihm erwarten. In seinen 14 Einsatzminuten konnte er immerhin das 3:0 durch Alar aktiv am Feld bejubeln. In der Nachspielzeit versuchte er sich an einer flachen Hereingabe, die aber keinen Abnehmer fand.

Roman Kienast – Note 2,95

Kam in der 85. Minute beim Stand von 3:0 für Alar ins Spiel. Wenn alle Konkurrenten einsatzbereit sind, wird es für ihn sehr schwierig werden, überhaupt noch Spielzeit zu bekommen.

 

Das SturmNetz.at – Team bedankt sich für 328 eingegangene Bewertungen und widmet Man of the Match Deni Alar den folgenden Song:

14 Kommentare

  1. Arch Stanton sagt:

    Habe das Spiel leider versäumt, die Bewertung liest sich aber ausgesprochen gut. Das Gewinnen scheint den Burschen Spaß zu machen. Gott sei Dank, mir nämlich auch.

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  2. Rene90 sagt:

    wie erwartet, Gratzei 2,01 bewertet von den Fans, unglaublich, da müssen welche mit mindestens 2,5 bewertet haben, sonst kommt man auf keinen Schnitt über 2,00 – es ist und bleibt eine Sympathiewahl
    Horvath 1,77 zu Schmerböck 2,55 – eine fast ähnliche Passquote, eine fast ähnliche Zweikampfstatistik und ein jeder konnte einen Assist verbuchen – eher könnte man noch die 100% vergebene Chance von Horvath bewerten – wo liegt jetzt hier dieser markante Unterschied in der Bewertung – reine Sympathie
    Lyko 1,90 bei diesen Fehlpässen, einfach unglaublich
    Huspek 2,35 bei 7 Minuten Einsatz, mit keiner nennenswerten Aktion
    Hierländer 3,18 – welche Aufgabe er ihm Spiel hatte, welche vom Trainer ausgegeben wird, sehen eben nur jene, die sich auch bezüglich Taktik bzw taktisches Verhalten im Verbund der Mannschaft befassen / spielerisch hat nicht alles funktioniert, jedoch die abgespulten Kilometer im Dienste der Mannschaft sollten honoriert werden, sehen wahrscheinlich nicht viele welche Räume er vorne zustellte, womit die Admira sich beim rausspielen so schwer tat

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    • jorge72 sagt:

      deine meinung hierländer betreffend, teile ich gänzlich. er war auch gegen rapid schon einer der stärksten und wer sich mit fußball wirklich befasst, sieht auch sein potenzial. aber die zeit der technisierung hat es eben auch mit sich gebracht, dass jeder der auf der playstation gewisse taktische zahlenspiele verstehen zu glaubt, sich auch als fußballexperte outet.

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    • black_aficionado sagt:

      Horvath und Schmerböck zu vergleichen…. *Kopfschütteln*
      Im longrun würde ich das so zusammenfassen: Bei Schmerböck endet fast jeder Angriff, über Horvath wird fast jeder Ball zu einem (gefährlichen) Angriff – ungefähr so kann man die beiden vergleichen.
      Wie oft der Schmerböck in den Raum geschickt wird und dann nichts mit dem Ball anzufangen weiß, das ist schon fabelhaft. Die ähnliche Ballverlustquote resultierte zu großen Teilen daraus, dass der Horvath auch angespielt wurde (und immer wird) wenn er schon von 3 Leuten umringt war (Lyko wechselte dann eher die Seite, Koch versuchte trotzdem den schnellen Doppelpass)!

      Aber ich geb dir prinzipiell völlig Recht, dass das grundsätzlich eine Sympathiewertung ist und bleibt. „Publikumswirksame“ Aktionen bleiben halt auch besser in Erinnerung, als bspw Hierländer sein Speil, der in Wahrheit sehr souverän ist, dem aber noch ein bisschen das Glück für die ganz große Show (kommt wohl mit der Praxis) fehlt!

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    • Neukirchner sagt:

      Rene du hast echt einen leichten Verfolger: In der Krone und in der Kleinen hat er jeweils eine 3 bekommen. Wohlgemerkt von einem sogenannten Experten. Hier haben User abgestimmt, Fans und es reichte immerhin für eine 2,01. Wie beurteilst du diesen Vergleich zumal dies ja deiner Meinung nach eine reine Symphatiewahl sei und CG ja ach so unbeliebt. Gratzei hat selbst gesagt, dass er beschäftigungslos gewesen sei, wie schon lange nimmer. Einmal konnte er sich auszeichnen. Da ist doch eine fast punktgenaue 2 vertretbar.
      Vielleicht sollte SturmNetz darüber nachdenken, in Zukunft nur noch Rene abstimmen zu lassen (nicht)

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    • jorge72 sagt:

      @neukirchner – grundsätzlich verstehe ich was du meinst, aber ich würde weder den krone- noch den kleinezeitungsredakteur als fußballexperten titulieren. denn wäre man wirklich ein experte, dann hätte man schon nach neuen fairen bewertungskriterien tormänner betreffend gesucht. das notensystem von 1-5 greift bei goalies einfach nicht. eine 3 zu vergeben nur weil er nichts zu tun hatte – ist das objektiv? deshalb hier auch der aufruf bzw. eine ideensammlung zu starten, wie bewertungskriterien bei torleuten aussehen könnten.

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    • Schworza99 Schworza99 sagt:

      Jedes Mal wenn er nen Abstoß in den 3. Stock pfeffert würde ich ihm am liebsten eine glatte 5 geben…und das passiert in mind. 3/4 aller seiner Spiele…

      Aber für dieses Jahr ist er noch leicht gut genug für uns…

      Ab Sommer wird der Kreissl sich schon nach einem geeigneten Nachfolger umsehen (würd ja Stankovic vorschlagen, nur hat der noch bis 2020 Vertrag 🙁

      )

       

       

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    • Neukirchner sagt:

      Man könnte ja einen Torhüter der nix zu tun bekommen hat, auch mit einer 0 (nicht eingesetzt) bewerten. Da Gratzei einmal gefordert wurde und da seinen Mann stand ist eine 2 schon in Ordnung. Aber auf keinen Fall völlig unterbewertet wie Rene meint. Aber er ist ja letzte Saison auch schon einige Male auszuckt, wenn sein Schick seiner Meinung nach unterbewertet wurde. @Rene: Anstatt dauernd herumzuflehnen, mach doch einmal einen Vorschlag, wie eine Fanabstimmung fairer gestaltet werden könnte. („Nur Rene darf abstimmen“ gilt aber nicht)

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  3. jorge72 sagt:

    was mich einwenig stört ist dieser sarkastische unterton (oder vielleicht leide ich ja auch an paranoia) „huspek genießt anscheinend nicht das vertrauen des trainerstabes und hierländer schon.“ klingt so, als würden die sportlichen verantwortlichen anhand subjektiver kriterien entscheiden.

    die leistungen sprechen aber eine klare sprache – hierländer ist technisch versierter, geht intelligentere wege, kann ein spiel besser lesen, den entscheidenden pass spielen, strahlt torgefahr aus….- gründe genug warum er das vertrauen genießt und nicht umgekehrt

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  4. Rene90 sagt:

    @Neukirchner
    ein Tipp: du brauchst meine Statements nicht lesen, dann ersparst dir Ärgernis bzw kannst dir deine Antworten mit einem gewissen Unterton ersparen.
    Was hat mein Statement mit Schick zu tun, (ich kann ja mal Statements von dir raus suchen mit deinen Antworten, die in diesem Fall nie eingetroffen sind – mit gewissen Untergriffen, die dann auch nicht eingetroffen sind) vielleicht ist es jetzt bei Hierländer und Gratzei so, wo ich die Benotung aus meiner Sicht eben anders sehe.
    also belas es, lies meine Statements einfach nicht, ich werde aber trotzdem meine Sichtweise hier abgeben

    und wegen der Benotung von Gratzei: es ist ein klarer Vorteil, wenn man richtig lesen kann, auch wie bei Horvath als Gegenüberstellung zu Schmerböck / Fans müssen mit 2,5 benotet haben und habe nur die Differenz zwischen den Noten angeführt und nicht das Können, Niveau etc

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  5. Ennstaler sagt:

    Das Cup-Spiel gegen Bad Wimsbach [OÖ, 2. Landesliga West = fünfthöchste Spielklasse; Bad Wimsbach ist nach 5 Runden mit 2 Remis und drei Niederlagen Letzter] bietet die Chance, auch junge Spieler wie Lovric, Schmidt und Gruber einzusetzen und auch Lück und Zulechner spielen zu lassen. Wie die letzten beiden Spiele gezeigt haben, stellen sich die Gegner schon besser auf Sturm ein, da kann es nicht schaden, wieder ein paar Überraschungseier zu liefern.

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  6. sks1909 sagt:

    @Agree mit Rene und Jorge ! Hierländer spielt taktisch extrem wichtig für das Team und leider teile ich die Bewertung der Leserschaft nicht. 3,18er Bewertung?? Was erwartet man von Hierländer?? Anscheind nur Wunderdinge. Sicher, gegen Rapid muss er einen zumindest machen, aber sonst? Nur weil er bei RB war, heißt das noch lange nicht, dass er immer der „augenscheinlichst“ auffälligste Akteur ist – ich finde ihn extrem wichtig und wenn man genau hinschaut und auch die Ahnung hat, dann sieht man in seinen Bewegungen am Feld, sowie seinem taktischen Verständnis zeitweise seine Klasse. Ich bin überzeugt, dass er noch um einiges stärker werden wird.

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  7. Arch Stanton sagt:

    Gilt es auch, wenn man sich hier selbst nicht so ernst nimmt und bewertet, ohne Experte zu sein?

     

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  8. Ritter2016 sagt:

    Was man hier aber wieder sieht ist, wie groß der Kader ist. Die 11 Spieler die am Platz sind, da „warten“ dann auch noch PIesinger, Huspek, Bright E., Zulechner auf Einsatzzeit. Stankovic, Kienast und Gruber könnte man im Winter abgeben, der Kader wäre noch immer groß. Was mir sehr gefällt ist, dass man sehr flexible Spieler hat. Horvath, Hierländer, aber auch Alar, können fast überall bedenkenlos aufgeboten werden. Hierländer zur Not sogar als rechter Verteidiger.

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