Paksi nicht zu packen

Testspiel: SK Sturm Graz vs. Paksi FC (1:2)

Bei drückender Hitze fand das insgesamt fünfte Testspiel im Rahmen der Sommervorbereitung auf die neue Saison statt. Austragungsort war diesmal das idyllische Waldstadion im südoststeirischen Dietersdorf bei Fürstenfeld. Als Gegner wartete in dem vom IFCS veranstalteten Freundschaftsspiel der ungarische Erstligist Paksi FC aus der südtransdanubischen Kleinstadt Paks, der in der abgelaufenen Saison den 7. Tabellenrang erreichen konnte.

(c) SturmNetz.at

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Bei Sturm darf man nach dem Abgang von Kapitän Michael Esser auf die zukünftige Nummer Eins gespannt sein. Zumindest heute stand, anders als zuletzt Tobias Schützenauer anstatt Christian Gratzei in der Startformation. Nach missglücktem Rückpass sorgte beinahe Stankovic für eine frühe Sturm Führung, doch vor dem leeren Tor kam er nicht optimal zum Ball und die gegnerische Defensivabteilung konnte in letzter Sekunde den Rückstand verhindern. Nur zwei Minuten später kam Gruber nach einer Maßflanke frei vor dem Tor zum Kopfball, setzte diesen aber viel zu zentral auf den Keeper. Der Gegner konnte erstmals in Minute 20 Akzente setzen, jedoch klärte Marisic nach einer schönen Kombination gerade noch zur Ecke. Aufgrund der Hitze folgte gleich darauf die erste Trinkpause, diese wird auch gleichzeitig dafür genutzt, diMarko Stankovice Besucher darauf hinzuweisen, ebenfalls nicht auf die in der Kantine erhältliche Verpflegung zu vergessen. Ebenfalls wird der anstehende, örtliche Frühschoppen inklusive Bierfassrollen beworben. Dorfplatzidylle par excellence!
Einer der Auffälligsten war auch in diesem Spiel Philipp Huspek, der nach einer knappen halben Stunde den Schlussmann der Ungarn mit einem Volley Hammer ins Schwitzen brachte. Sturm dominierte zwar, den ersten Treffer gab es aber auf Seiten des Gegners. Nach Ungenauigkeiten in der Grazer Abwehr netzte László Bartha Sekunden vor dem Halbzeitpfiff zum 0:1.

(c) SturmNetz.at

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Im zweiten Durchgang stand nun die erst 17-jährige Nachwuchshoffnung Fabian Ehmann zwischen den Pfosten. Ernsthaft geprüft wird aber zunächst der Schlussmann im gegnerischen Tor. Marko Stankovic zwingt diesen nach einem perfekten Zuspiel von Schmerböck zu einer Glanzparade. Nur Minuten später konnte sich aber auch Ehmann auszeichnen, als er sein Team gerade noch per Fußabwehr vor einem neuerlichen Gegentreffer bewahrte. Auf der Gegenseite versuchte es der kurz zuvor eingewechselte Edomwonyi aus kurzer Distanz, verfehlte den Kasten aber um wenige Zentimeter. Den nächsten Treffer sah man aber wiederum auf Seiten des Gegners. Nach einer sehenswerten Kombination kam Tamás Báló frei zum Schuss und verwertete aus kurzer Distanz zum 0:2. Sturm tut sich in dieser zweiten Hälfte sichtlich schwer, versuchte zwar schnell und direkt nach vorne zu spielen, entscheidende Zuspiele oder Abschlüsse suchte man aber in dieser Phase vergebens. Doch in der Schlussphase konnte man bei Sturm doch noch jubeln: Romano Schmid mit einem schönen Zuspiel auf Edomwonyi, der den gegnerischen Schlussmann umkurvte und zum 1:2 verkürzte. Danach passierte nichts erwähnenswertes mehr und somit verliert Sturm nicht ganz unverdient diesen Test. Die Ungarn waren technisch keinesfalls überlegen, zeigten jedoch mehr Einsatz gegen eine teilweise träge wirkende Sturm Mannschaft.

testspiel_paksi

SK Sturm GrazFC Paksi 1:2 (0:1)
Waldstadion Dietersdorf bei Loipersdorf, 25. Juni 2016, 16:00 Uhr, 200 Zuschauer

Tore: 0:1 Bartha (45+1. Minute), 0:2 Baló (73.), 1:2 Edomwonyi (85.)

SK Sturm (4-4-2): Schützenauer (46. Ehmann); Potzmann (57. Koch), Schoissengeyr (57. Spendlhofer), Maresic, Skrivanek (57. Lykogiannis); Huspek (46. Schmied), Perchtold (57. Jeggo), Horvath (57. Dobras), Gruber (57. Edomwonyi); Stankovic (57. Matic), Alar (46. Schmerböck)

FC Paksi (Startformation): Kemenes; Szalai, Zachan, Gevay, Szabó, Lenzser, Nagy, Bevtus, Bartha, Jelena, Haraszti

 

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